Erlaubnis vom Vermieter wird allerdings wohl tatsächlich bei fast allen TH/Orgas die ich kenne, abgefragt. Wobei ich eher selten den Eindruck hatte, dass die Interessenten darin ein größeres Problem sahen. Wobei da zwar bei der ersten Kontaktaufnahme nicht gleich ein schriftlicher Nachweis verlangt wird, sondern wenn überhaupt, erst dann, wenn der Interessent tatsächlich den Hund will und bekommt/abholt. Manchmal begegnet man auch Menschen, die sich darüber gar keine Gedanken machen und dann wirklich Probleme haben, wenn der Vermieter doch "Nein" sagt.
Wir reden ja hier nicht immer von Interessenten, die bereits Hundehalter waren oder noch sind, sondern auch über Interessenten, die vielleicht für den Hinweis/die Frage "erlaubt der Vermieter Hundehaltung" ganz dankbar sind, weil sie noch gar nicht gefragt haben oder es nicht wissen.
Den "Nachweis" dass ich Homeoffice machen kann - den hat von mir noch nie jemand verlangt. Sehr wohl aber ne Überlegung wie bzw wo der Hund wärend der Arbzeitszeiten betreut werden kann. Wenn dann jemand sagt, ich kann zumindest die erste Zeit HO machen und habe noch Plan B in der Tasche, dann ist ja alles gut. Ebenso wenn mir jemand einigermaßen schlüssig sagt, dass "Oma/Partner/Onkel/Mitbewohnerin ect ect." das übernimmt oder dass man die Erlaubnis hat, den Hund mit in die Arbeit zu nehmen oder einen Hundesitter oder oder - die meisten Orgas/TH sind ja damit zufrieden, dass der Interessent sich wenigstens schomal einen Kopf drüber gemacht hat. Dass jeder Plan schief gehen kann - der Sitter absagt, der Onkel doch nicht will, der Chef irgendwann mal doch keine Hunde im Büro mehr haben will - das ist das Leben.
Meine Erfahrung ist, dass die Menschen, die sich da vorab Gedanken machen, auch meistens im Fall der Fälle noch einen "Notfallplan" auf die Füße stellen (oder sogar schon einen haben). Die, die einen im Gespräch mit großen Augen angucken und ganz verwundert sind, dass ein Hund eventuell nicht jeden Tag 8 oder 10 Stunden allein daheim bleiben kann - die sind in der Minderzahl aber es gibt sie tatsächlich.
Ein bisschen Anstregend fnd ich allerdings, dass man ja eigentlich jede Frage, die die Vermittler im TS stellen mit einem "kann man nicht sicher sein" oder mit einem "kann man fälschen" oder mit einem "kann die vohandenen Hunde ja auch im Keller verstecken" oder mit einem "kann ja immer in 2 Wochen ganz anders sein" abschmettern kann. Ja, ich geb jedem komplett Recht: ob in einem Gespräch, einer Vorkontrolle,, einem Fragebogen immer alles wahrheitsgemäß beantwortet wird, ob der Perso gefälscht ausm Darknet ist oder meinetwegen "nur" die Erlaubnis vom Vermieter per Photoshop, selber erstellt wird, ob der jetzt schon 10 Hund im Keller eingesperrt hat und jeden Tag einen in der Pfanne brät und isst oder sonst überhaupt keinen Plan hat - das kannst alles nie zu 100% rausfinden. Wenn ich das allerdings als Argument nehm, um möglichst gar nix über mich sagen oder erzählen zu müssen, dann beisst sich da für mich die Katz in den Schwanz. Da sind wir dann wieder an der Stelle, daß man sich das ganze Prozedere eigentlich sparen könnte.
Und mich persönlich machts noch ratloser: auf der eine Seite möchte man keine Vorurteile seitens der Orgas, nicht soviel "Kontrolle" und auf der anderen Seite nimmt man die tollsten Beispiele in die Argumentation mit auf ("Hunde im Keller versteckt" usw) um das zu erreichen. Bei mir persönlich löst sowas aber nur aus, dass ich das dringende Bedürfnis verspüre, beim nächsten Vorgespräch doch bitte tatsächlich den Keller gezeigt zu bekommen......(Vorsicht: letzteres war nicht ernst gemeint! Nur überspitzt als Beispiel...vielleicht auch, um ein bisschen die Schärfe rauszunehmen). So ein bisschen wird - ganz subjektiv mein Eindruck - vertrauen gefordert in dem man erklärt, dass man eigentlich nicht auf irgendwas vertrauen darf....
Vor Jahrzehnten war ich in Ungarn auf einem malerischen Dorfmarkt unterwegs. Da rennt mir ein kleiner Bub nach, zupft mich am Ärmel und drückt mir einen absolut niedlichen kleinen, schneeweissen Kuvaczwelpen in die Arme...und einen Zettel, auf dem der Kaufpreis stand in die Hand. Der Welpe war einer von vielen, die weiter vorne in einem Hasenstall saßen und verkauft wurden. Welpen aller Rassen und Mischungen....PuppyMillWelpen. Viel zu jung. Viel zu viele. Aber genau in dem Moment war mir das für ein paar lange Sekunden völlig wurscht: genau dieser Welpe, der wärs gewesen. Wenigstens den einen retten. Nicht mehr hergeben, ich wollte den einfach nicht mehr hergeben. Aber ich hab den Welpen trotzdem nicht mitgenommen. Meine Gründe muss ich hier eh nicht erklären. Das war trotzdem eine sehr harte Entscheidung für mich, der Welpe läuft mir in Gedanken heute noch nach.
Warum erzähl ich das? Weil ich damit sagen möchte, dass ich es sehr gut verstehen kann, warum man unglaublich entäuscht ist, wenn man "den einen Hund" im TS gesehen hat und ihn gerne haben würde aber man mit der Orga/dem TH einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt. Sei es, weil die Orga aus unverständlichen Gründen nicht will, die Messlatte zu hoch legt oder sei es weil man selber mit der Vermittlungspraxis der Orga einfach nicht klar kommt. Ich versteh es wirklich.
Und darum les/schreib ich hier auch interessiert mit: damit ich nicht den nächsten Menschen versehentlich vergraule, der sich für einen der Hunde interessiert die ich ab und an mitvermitteln darf.