Ich würde nur irgendeinen Plan B haben wollen - der muss ja nicht ideal sein... aber irgendeinen Plan B außer Abgabe, wenn die Dynamik nicht funktioniert. Und der ist schwerer zu finden, wenn es nur ein Mensch ist und drei Hunde.
Da stimme ich absolut zu. Ich kann ja aus Erfahrung berichten…
Wir haben letztes Jahr zu unserem beiden Hütetieren (damals 10 und 7) einen Drahthaar geholt, allerdings als Jagdgebrauchshund für meinen Freund. Der noch absolut fitte Senior war ein wunderbarer Welpenonkel, der viel mit dem Jungspund gespielt hat. Leider haben wir dadurch übersehen, dass es langsam kippte. Als der Drahthaar 8 Monate war, hat‘s das erste mal zwischen den beiden geknallt. Ob wir es wieder hinbekommt hätten, kann ich leider nicht sagen, da der Senior dann eine OP hatte. Da hier gerade eh das absolute Chaos herrschte und auch die Abgabe des Drahtmonsters im Raum stand, habe ich den alten Herren vorerst zu meinen Eltern gebracht. Da er diese heiß und innig liebt und meine Mutter ganztags Zuhause ist, geht es ihm dort wunderbar. Er hat sich super erholt, ist dort der King des Dorfes und becirct sämtliche Damen (Menschen und Hunde). Meine Eltern sind durch ihn auch deutlich aktiver geworden und er genießt es wieder Einzelprinz zu sein. Mir fehlt der Stinker wahnsinnig (obwohl ich ihn regelmäßig besuche), aber es ist aktuell die beste Lösung für alle. Hätte ich diese Alternative nicht gehabt, dann müsste der Junior gehen…
Ansonsten sind Drahthaar absolute Arbeitstiere, die für ihren Job brennen und ich kann verstehen, dass sie dich faszinieren. Zuhause sind es wahnsinnig menschenbezogene Hund, die einen ganz eigenen Charme haben und trotzdem gibt es genug Momente in denen ich unsere Drahtbürste gerne zum Mond schießen würde. So einem Hund zu verklickern, dass ihr Job eben nicht die Jagd ist, halte ich für sehr schwer.
Soll es eigentlich wieder ein Rüde werden? Dann möchte ich dir nur mitgeben, dass besonders die Rüden in der Pubertät schon ziemliche Kackbratzen sind und gern mal weniger konsequente Mitbewohner (Mensch und Hunde) in Frage stellen. Uns wurde vorher von einigen Leuten zu dieser Konstellation geraten und genau dieselben Leute haben dann zugegeben, dass der halbstarke Drahthaar am Ende den Dackel apportiert oder sich wilde Beißereien mit dem Cocker geliefert hat. Insbesondere Jäger sind bei solchen “Fehlschlägen” ungern ganz ehrlich.