Ich war vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation, wie du.
Eine Patientin hatte sich den Oberschenkelhals gebrochen, und wurde gerade in den Krankenwagen geladen, als ich zum Hausbesuch kam. Kurzerhand habe ich die Hündin der alten Dame eingepackt.
Am Schluß war die Maus etwa 4 Monate bei uns.
Jette war ein Chiauau-mix, und auch so ein verwöhnte Alt Damen Prinzessin.
Die ersten Wochen war sie recht schüchtern, packte aber dann relativ schnell ihren etwas größenwahnsinnigen Charakter aus.
Sie hat sich erst meinen Mann rausgepickt, als ihren "Liebling". Er durfte alles mit ihr machen, nur wenn ich etwas wollte, holte sie die Zähne raus. Wahrscheinlich, weil sie das erste mal in ihrem Leben Regeln bekommen hat.
Im Endeffekt haben wir uns mit ihren Macken arrangiert. Ich habe ein paar versuche unternommen, Regeln durchzusetzen, und ihr ein paar Dinge beizubringen. Am ende konnte sie ganz passabel apportieren.
Wir haben uns aber später entschieden, mehr zu managen, als zu erziehen, da das Zusammenspiel mit Frauchen und Hund ja zu funktionieren schien, und die Betreuung nur für eine "kurzen Zeit" bestand, hab ich es nicht eingesehen, mich mit einem Hund grundlegend anzulegen.
Vielleicht besteht das Problem deiner Pflegehündin auch nicht mit dem Thema "Mann", sondern, wie bei uns, bei dem Konzept "wir leben zu zweit", und dein Mann passt einfach nicht in ihr "Familien Konzept".
Ich würde ihr einen Platz zuweisen, und wenn sie mit einem Spielzeug knurrend an deinem Mann vorbei läuft, schickt ihr sie konsequent auf ihren Platz. Im Grunde ist das ein provokatives verhalten von ihr.