Beiträge von Tiggy

    Bitte, bitte bleib bei deinem Fachbereich

    Wow :???:

    Recht anmaßend

    Tut mir leid.

    Es ist nicht so Anmaßend gemeint, wie es vielleicht rüber kommt.

    Aber ich bin immer wieder erstaunt, wenn jemand versucht mich darstehen zu lassen, als hätte ich mein Wissen auf einer Tombola gewonnen.

    Ich entschuldige mich vielmals, wenn ich wem auf den Schlips getreten bin, aber ich renne auch nicht rum, und erkläre wem anders seinen Job.

    Möchtest di jetzt eine komplett Fachliche Expertenexpertise?

    Ich vermeide es eigentlich gerne, im allgemeingehaltenen Bereich alles genau aufzuschlüsseln, weil es zwar nicht irrelevant, aber nicht zielführend ist.

    Im Schnitt sind wir bei 6-8 Wochen

    Knochen und Knorpel sind kein Gewebe, sonder eben das, Knorpel und Knochen.


    Nur Gewebe das arbeitet wächst stabil zusammen, mit veringerter Gefahr an gleicher Stelle wieder Verletzingsanfällig zu sein.

    Bei einer konservativen Behandlung eines Kreuzbandrisses wächst nichts mehr zusammen. Bei dieser Behandlung ist das Ziel, dass der Körper erkennt, dass dort eine Verletzung vorliegt und er die umliegenden Gewebsstrukturen verdickt und verfestigt. Das heißt zum Beispiel, dass das Ziel ist, dass die Gelenkkapsel sich verdickt, stabiler und straffer wird. Damit das funktionieren kann, ist es maßgeblich wichtig, dass das Gelenk in einer "Neutralhaltung" ruhig gehalten wird bis die Stabilität erreicht ist und auch das Gewebe dick genug geworden ist, um die Funktion des vorderen Kreuzbandes zu übernehmen. Also zu verhindern, dass die Tibia sich nach vorne wegschieben kann. Da das Kniegelenk beim Hund anders funktioniert als beim Menschen, ist die Belastung an dieser Stelle enorm. (Deshalb ist der Riss des vorderen Kreuzbandes ja auch das häufigste orthopädische Problem beim Hund.) Und wie lange es dauert bis die Verdickung vorhanden ist, habe ich oben ja geschrieben. Damit die Gelenkkapsel sich in dieser Phase nicht weitet, ist absolute Ruhigstellung das A und O. Auch, wenn das für andere Strukturen natürlich schlecht ist. Aber das kommt man nicht drumherum.

    Ich habe nirgendwo behauptet, das ein Kreuzband wieder zusammen wächst.

    Aber bei einer Kreuzbandruptur entstehen Schäden an den Muskelfaszien, den Ligamenten, eventuell dem Meniscus, etc(Ich mache dir gerne eine Fachliche Auflistung, falls du da wieder das Haar in der Suppe suchst.)

    Bitte, bitte bleib bei deinem Fachbereich, deine Aussage ist nur in Teilen richtig. Lasse ich eine Gelenkkapsel in einer Neutralstellung heilen(was ist deiner Meinung nach die Neutralstellung beim Hundeknie? 180° oder 45°?), ist fatal. Hier bildet sich festes Narbengewebe, welches alles andere als geschmeidig ist. Ausserdem haben wir dann eine vermehrte wiederverletzungsgefahr. Das ist, als wenn ich mit Jeans Motorrad fahre... ich habe etwas über den Beinen.... toll, es schützt die Haut bei einem Sturz aus dem Stand, aber nicht bei einem Sturz ab 30 km/h.

    Die Kapsel kann nicht die Funktion des Kreuzbandes übernehmen, die ist dafür gar nicht da... die Kapsel ist quasi eine "Folie" die das Gelenk umschließt.

    Was stabilisieren kann, sind die Patellasehne(hier vornehmlich der Quatriceps) die laterale Muskulatur, und die Tiefenmuskulatur.

    Meistens laufen die Hunde(auch nach einer OP) in maximaler Extension, also Streckung des Kniegelenkes, da sie hier automatisch besser stabilisieren können.


    Du Kannst gerne per PN mit mit weiter darüber sprechen, denn auch ich bin nicht allwissend, aber genau aufgedrösselte physiotherapeutische Beratung ist nicht Sinn und Zweck in dieser Diskussion.

    Und keine Sorge, nur weil ich Humanphysio bin, heißt es nicht, das ich mich nicht mit dem Thema Hundephysio beschäftige. Ausserdem bilde ich mich gerade aktiv in der Trainingstherapie fort... nur soviel dazu.

    Es hat sich in den letzten 15 Jahren durchgesetzt, dass Gewebe in seiner optimalen Belastung am besten heilt.

    Da genau ist aber der genannte Schwachpunkt der Vergleichbarkeit. Ein Tier belastet je nach Situation auch spontan deutlich zu hoch, so dass bereits heilende Strukturen einen neuen Schaden nehmen. Hier ist die Abwägung halt dann doch etwas anders als beim Menschen....

    Aber hier ist ja schon eine Struktur geschädigt, die nicht wieder heilt.


    Und auch einen Hund kann ich managen, das er nicht von wo runter springt, keine kalt Sprints macht, etc...

    Aber hier einen Fachvortrag zu halten, führt zu weit, und geht am Thema vorbei.


    Insgesamt stehen hier jetzt OP + anschließender Physio als Optimum, und Konservative Therapie mit regelmäßiger Physio und Tiefenmuskeltraining zur Debatte.

    Mache ich eine Konservative Behandlung, bleibt das Knie meistens in einer gestreckten Position(Ausnahmen gibt es immer), was natürlich den gesamt Bewegungslauf verändern kann. Hier wäre halt auch die Frage, ob der Terrier zu Patellaluxation neigt( für den TE: doppeltes kurzzeitiges Hinken auf dem Hinterbein beim laufen)

    Hier haben wir zeitlich gesehen 6-8 Wochen Gewebeheilung... danach geht die Schwellung im Gelenk langsam zurück. Lymphdrainage wäre eventuell Hilfreich.

    Dann kommt ca6-8 Wochen Belastungstraining(zb Slalomlaufen), Tiefenmuskulatur(stehen und belasten auf instabilier Unterlage und leichte Mobilisation an(im Schritt über Stangen gehen

    Danach sollten sich die akuten schmerzhaftigkeiten gelegt haben, und der Hund belastet im normalen Alltag relativ normal.

    Dann geht es an den Muskelaufbau, um alle anderen Intakten Kreuzbänder zu entlasten(Caniskinetik, aktive Stabilität, Muskelkontrolle.

    Nach 9 Monaten sollte eine sehr gute Belastbarkeit vorherrschen, das der Hund auch wieder Hacken schlagen kann.

    =>Hier ist aber eine gute physiotherapeutische Begleitung vorraussetzung!!

    Bei einer OP hast du erst einmal 8 Wochen(+- je nach OP Verfahren) Ruhigstellung mit vorsichtiger Physiotherapie, Mobilisation + Lymphdrainage... danach geht es weiter wie bei einer konservativen Versorgung, oder man hofft das beste, macht keine Physio, und hat eine größere Chance auf Probleme.


    Ich kann den Hund auch einfach "heilen" lassen.. ist aber meiner Meinung nach Tierschutzrelevant...

    Doch, man kann viel von Mensch auf Hund übernehmen. Hier ist kein Knochen gebrochen, und man kann nichts "kaputter" machen.

    Man kann nur zu spät handeln, und eine Arthrose schneller herauf beschwören.


    Das optimum sind 3x wöchentlich(1 Tag Training,1 Tag regeneration) für den Anfang.

    Während ser Akuten Phase würde ich das 8 Wochen in strikter Physiotherapeutische Begleitung machen, und dann von der Physio Aufgaben mitnehmen. Dann kann man auch auf 1x die Woche Kontrolltermin runter gehen... und je nach Bedarf Aquatraining dazu nehmen.

    Sinniger ist es, das Gewebe nach spätestens 5 Wochen teilbelastung langsam ins Training zu nehmen.

    Nicht, wenn es Bänder und Sehnen geht. Da gelten andere Zeithorizonte.

    Gewebe braucht 4-6 Wochen zur Regeneration.

    Die 5 Wochen bedeuten nicht Vollbelastung,sondern Beginn mit durchblutungsfördernden Maßnahmen,und beginnende Belastung.

    Nur Gewebe das arbeitet wächst stabil zusammen, mit veringerter Gefahr an gleicher Stelle wieder Verletzingsanfällig zu sein.


    Ich arbeite seit 15 Jahren evidenzbasiert in der Physiotjerapie.

    Kannst mich gerne fachlich widerlegen.


    im letzten Post ist Text verloren gegangen: Ein Gerlenk kann nur durch Belastung stabil heilen. Der Knorpel muss durch Kompression(Druck) Belastet werden, damit er nicht degeneriert. Die Gelenkkapsel muss durchblutet werden, um nicht zu verkümmern, und Muskulatur wird nur wieder kräftig, wenn sie aktiv bewegt wird.

    Mit einer längeren Ruhezeit muss ich nicht nur die Verletzte Struktur langwierig wieder aufbauen, ich muss auch die umliegenden Strukturen wieder fit bekommen.

    Als Beispiel.... früher hat man ein gebrochenes Bein eingegipst, und 3-4 Monate in Ruhe gelassen.... heute wird verschraubt, und direkt Belastet(damit meine ich keine Wanderungen und Sport, ich meine dosierte Belastung)

    Sorry, nein.

    Heilung von gereizten oder Verletzten Strukturen ist nicht gleichzustellen mit "Stabilität.

    Stabilität in einem Gelenk kann sich nur durch .

    Ich kann dir gerne diverse Studien raussuchen, Fachbücher nennen, und dir meine physiotgherapeutische Expertise zur Verfügung stellen.

    Natürlich kann man auch über striktes, also striktes, wirklich striktes!!! Ruhighalten 24 Stunden am Tag über ein Jahr darauf hoffen, dass die Strukturen am Knie sich stabilisieren und damit die stabilisierende Aufgabe des Kreuzbandes übernehmen. Danach folgt weiterhin eine lange Rehabilitationsphase, in der der Hund strikt kontrolliert werden muss.

    Hier möchte ich einmal einhaken.

    Wenn ich ein Gelenk 24h 12 Monate schone, stabilisiert sich nichts.

    Ich habe eine Heilung entzündlicher Strukturen. Diese wachsen nun mit laschem Bindegewebe zusammen, sind danach aber in keinster Weise Belastbar.

    Beginne ich Jetzt mit Training der stark arthrophierten Muskulatur, kommt es zu Mikrorissenbim Gewebe... und heilt nun neu unter Belastung zusammen.


    Sinniger ist es, das Gewebe nach spätestens 5 Wochen teilbelastung langsam ins Training zu nehmen.

    Trainiere ich ein Knie fachgerecht auf, kann ich theoretisch auf eine OP Verzichten... aber dann braucht es einer fachgerechten Physiotherapeutischen Begleitung

    "Leider" riecht Hundekot nicht immer so stark.

    Ich war mal mit Daisy auf einer Ausstellung, und sie hat 30h kein Häufchen gesetzt... auf der Rückfahrt habe ich überlegt, ob sie vielleicht irgenwo in eine Ecke im Hotelzimmer geschi*** hat... hab mich aber nicht getraut, im Hotel anzurufen, und zu fragen:see_no_evil_monkey: