Also hat der Hund weiterhin neben der Kotzerei auch Durchfall?
Das kann schlicht bedeuten dass das Futter nicht vertragen wird.
Futtermittelallergien äußern sich auf zwei verschiedene Wege :
Äußerlich ( Juckreiz, Hautveränderungen, Hotspots, Entzündungen von Ohren, Augen oä)
Oder Innerlich ( Durchfall, Bauchschmerzen, Bauchgluckern, Blähungen...)
Dauerhaft verstärken sich die Probleme.
Also wenn der Magen bspw dauerhaft in Kontakt mit etwas kommt was er nicht verträgt, bleibt er gereizt.
Aus Gereiztheit wird eine Entzündung.
Aus einer Entzündung resultiert dauerhaft Schaden.
Die Symptome sind bei jedem Hund und uU bei jedem Allergen unterschiedlich.
Und dann muss man nochmal differenzieren - ist es Allergie/Unverträglichkeit auf das was im Futter drin ist? ( also bspw das Pferd, es könnte aber auch Öl sein, oder Zusatzstoffe bspw)
Oder liegt es an der Art des Futters? ( nicht alle Hunde vertragen Nassfutter oder Trockenfutter oder roh, sondern man muss sich erst einmal durch friemeln was jetzt eigentlich für den eigenen Hund passt)
Liegt es am Verhältnis tierisch zu pflanzlich? ( gibt Hunde die brauchen einfach nen höheren pflanzlichen Anteil im Futter)
Sind zu viele Innereien drin oder ist es zu fettig? ( auch darauf kann ein Hund mit Magenproblemen reagieren)
Liegt es einfach warum auch immer am Hersteller? ( auch hier muss man durchtesten)
Meine Hündin verträgt bspw nur ganz wenige Nassfuttersorten ( bzw so richtig gut eigentlich nur Vet Concept, Loisachtaler scheint auch noch in Ordnung zu sein), braucht wenn es Nassfutter gibt immer recht viele Kohlenhydrate im Futter, andernfalls bekommt sie Durchfall und Bauchweh. Es muss fettarm sein und darf auf keinen Fall Rind, Huhn oder Pute beinhalten.
Roh verträgt sie am besten, Nass gibt schnell Magen-Darm Probleme ( bis auf die eine Ausnahme) , bei Trocken wird sie mäkelig und verträgt es auch nur in Maßen.
Unsere Westie Hündin war Allergikerin und hat fast garnix vertragen. Nassfutter und gekocht war kein Problem, Trockenfutter gab es lange keins das bei ihr machbar war ( und als es das gab, konnte sie es nicht mehr kauen), roh hat sie nicht gefressen.
Sie hat sowohl mit Magen-Darm als auch mit Hautproblemen reagiert.
Sie kam mit Abwechslung im Napf nicht gut zurecht, aber aufs tierisch zu pflanzlich Verhältnis musste man bei ihr nicht achten, da wars unproblematisch.
Sie hat uA Folgendes nicht vertragen :
Pute, Rind, Ente, Wild, Ziege, Reis, Kartoffeln, Getreide, Sonnenblumen- bzw Rapsöl,...
Von Ente hat sie sich bspw die Haut aufgefressen, von Wild gab's Durchfall, von Ziege musste sie kotzen ( Ziegenkäse war aber kein Problem).
Getreide gab wieder Juckerei, Rind gab Juckerei und Bauchprobleme,...
Schlussendlich funktioniert haben Hühnchen, Känguru, Fisch, Kaninchen in Maßen.
Pflanzlich ging Süßkartoffel, Möhre, Buchweizen, Hirse und als Öl Leinöl, Hanföl und Ähnliches.
Gegen Ende hat sie an Hühnchen nurnoch die Single Protein Dose von Rinti vertragen, noch besser ging Känguru ( was zu dem Zeitpunkt allerdings überall Engpässe hatte oder ganz aus dem Sortiment ging).
Übrigens vertragen ( bzw vertrugen) beide Hunde kein Select Gold.
Daher würde ich wahrscheinlich erstmal die Marke wechseln, und mich auf ein Futter einigen.
Vielleicht sogar gleich eine andere Sorte nehmen, weil der Magen jetzt bereits eine Weile damit belastet worden ist, und eben aufgrund dessen dass euer Hund weiterhin Magen-Darm Probleme hat, evtl nicht mehr ganz so gut auch auf die Sorte zu sprechen sein könnte.
Ideal wäre gekocht.
Übrigens : Meine Schnauzerhündin hatte zur Welpen-/Junghundezeit lange Probleme mit Durchfall. Parasiten ausgeschlossen, Bauchspeicheldrüse war unauffällig, Nassfutter ging nicht, Trockenfutter ging nicht, Schonkost ging nicht,...
Unsere Rettung war barfen mit Kaninchen.
Aber auch hier, weils individuell mega verschieden ist und es bei euch schon lange dauert : Kann funktionieren, muss aber nicht
Was jedoch bei fertigen Nassfuttern tendenziell gut ist, ist Vet Concept. Die haben mehrere Allergiker geeignete Sorten, inklusive Schön Diäten und beraten per Telefon.
Wobei natürlich die Überlegung da ist, ob es in eurem Fall nicht am besten ist vom Fertig Futter erstmal Abstand zu nehmen und zu kochen.
Auf jeden Fall muss irgendwie Ruhe in den Hund rein, und ich kann mir wie gesagt nicht vorstellen dass das aktuelle Futter tatsächlich vertragen wird.
Auch von den Leckerlis würde ich Abstand halten, weil sowas wie bereits erwähnt wurde, schwer verdaulich ist und euer Hund diesbezüglich angeschlagen.
Zum Erbrechen : Lässt sich eigentlich relativ easy umgehen.
Drauf achten dass der Magen über Nacht beschäftigt wird ( später füttern, evtl mehr füttern) und gut ist.
Wobei das uU nicht funktioniert wenn das Futter nicht vertragen wird. Dann kanns sein dass es der Körper nurnoch möglichst zügig wieder los werden will, was zur Folge hat dass der Magen gereizt wird und möglicherweise schneller wieder leer ist.