Es gibt immer auch Hunde die trimmen kacke finden. Oft sind das Hunde die Fellpflege im Allgemeinen blöd finden. Ich würde sogar behaupten für die meisten Hunde is Fellpflege eher Kategorie "notwendiges Übel", wirklich genießen tun es viele halt eben nicht. Es gibt durchaus Hunde die das gut finden. Manche Hunde legen sich von selbst hin und genießen das Trimmen richtig, andere fragen sich zwar ob das muss aber lassen halt machen, und andere finden das so doof dass sie immer schauen müssen ob man das nicht irgendwie deutlich genug machen kann dass man aufhört.
Susi war bspw so dass die Fellpflege und Manipulationen am Körper jeglicher Art scheiße fand. Egal wie sehr ich geübt hab, sie konnte es zeitweise besser erdulden aber das wars auch und auch das war dann Ende als ihre Körperlichen Zipperleins kamen.
Lilo findet manche Dinge gut ( bspw Unterwolle raus striegeln ), andere Dinge ( bspw Beine und Bart bürsten, oder trimmen ) werden halt erduldet. Findet sie jetzt nicht das coolste auf der Welt, aber sie überlebt es. Jedoch nie ohne immer wieder mal zu schauen ob man nicht doch bisschen diskutieren kann. Diskutieren im Sinne von muss man das Beinchen jetzt hin strecken? Kann ich mich nicht anders rum drehen ? Kann ich nicht einfach im Moment der Unachtsamkeit vom Ort des Geschehens weg? Aber das is alles trotzdem wirklich kein Ding bei ihr.
Beim Zwerg hab ich tatsächlich den Eindruck dass er das Trimmen mag. Legt sich durchaus von selbst hin, entspannt dabei, döst tatsächlich auch mal dabei halb weg, und wenn man sagt dass er fertig is ist er erstmal so ,,Hä ? Wie jetzt ?"
Wenn ich an die Zeit im Salon denke hatte ich bspw die ein oder Anderen RS die das ähnlich gehandhabt haben wie der Zwerg. Die sind rein gekommen, auf den Tisch drauf, Besitzer ging weg, und dann haben die sich während dem Trimmen hingelegt und ihr Leben gechillt. Die Schnauzer die das nicht mochten wurden da im Zweifel sehr gern körperlich. Sprich die haben sich gewunden wie Aale, sind in die Luft gesprungen, haben getreten wie Ponys oä..
Von Terriern bspw hatte ich gern mal den Eindruck dass die das trimmen öfter doof finden und auch gern sehr deutlich mitteilen wenn sie was doof finden. Manche mehr auf die motzige Art, andere eher mit dem Backgroundwissen dass die Zähne haben. Wenn das mal einer gut fand, dann is der einem auch halb auf den Schoß gekrochen.
Wie das beim Bouvier als Vergleich ist kann ich nicht sagen, hatte nur eine Hündin, die war ganz duldsam.
Ansonsten muss man sagen gibt's auch je nach Hund nochmal nen Unterschied ob der wirklich die Fellpflege doof findet oder ob es nicht doch eher das still halten ist. Grad bei sehr jungen Hunden isses oft dann eher letzteres, und wenn man als junges Ding was doof findet ist man evtl auch eher ne Mimi. Was ja auch logisch ist. Man stelle sich bspw vor ein kleines Kind fällt hin. Die Wahrscheinlichkeit dass es weint ist erheblich höher als bei einem Erwachsenen. Oder ein kleines Kind bekommt seinen Lolli nicht, das wird dann auch mehr Quängeln als der Durchschnitsserwachsene der seine Lieblingsschoki nicht bekommt. Oder wenn es wo hin geht wo es ganz toll ist, da is ein kleines Kind ja auch viel viel ungeduldiger und quängeliger als ein Erwachsener es wäre.
Das bedeutet insgesamt natürlich dass man zum Ersten bei nem Welpen ( wie bei so vielen anderen Dingen auch) das Fellpflegetraining eben anpassen muss. Im Zweifel lieber öfter und kürzer als zu selten und dafür zu lange. Idealerweise auch frühzeitig belohnen welches Verhalten ich da eigentlich möchte. Aufhören mit Dingen die doof sind ist nunmal belohnend, das würd ich da einfach im Hinterkopf behalten. Der Hund der auf dem Tisch hockt und das was gemacht wird doof findet, der will da wieder runter. Pack ich da noch Leckerlis hinzu, pack ich auch noch mehr Aufregung hinzu. Ich will aber dass der Hund möglichst entspannt wird, deshalb möchte ich genau das belohnen. Und das is im Regelfall am effektivsten wenn ich dran bleibe wenn der Hund rum nörgelt, und aufhöre wenn der Hund entspannter wird. Dadurch lernt man auf langer Sicht : ,,Brauch mich garnicht rum ärgern, bringt mir nix, dauert dann nur länger. Besser is ich lass die einfach machen und warte, dann isses schneller vorbei."
Das is n Prinzip das da in den meisten Fällen gut funktioniert. Das eben, in Kombination damit dass man schaut was man zumuten kann.
Es gibt auch Hunde für die das so dermaßen stressig ist dass man evtl anders vorgehen muss. Susi hat bspw ab nem bestimmten Punkt auch einfach ne Schleckmatte bekommen und ich hab dann versucht die so schnell wie geht halbwegs kurz zu bekommen, weil anders gings da halt nicht. Manch Hund hilft es auch wenn man da mehr schaut was für den Hund noch okay ist und man seine Grenzen dann auch akzeptiert, Manche brauchen einfach nen paar solide gesetzte Grenzen. Aber in den allermeisten Fällen, läufts wie weiter oben beschrieben. Das Verhalten das man haben möchte wird durch Lob und pausieren bzw Aufhören belohnt, das was ich nicht möchte führt dann halt nicht zum Erfolg. Groomer bleibt ruhig, dann hat Hund auch nicht das Problem dass sich die Person die da an ihm rum hantiert auch aufregt und das noch mehr stresst.