Kurzer Reminder - am 5. Geht's wieder los ![]()
Btw zeitgleich mit dem Doguniversity Hundekongress.
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Terri-Lis-07
Also ich mag Schnauzer an sich super gerne aber ich will nicht unbedingt einen haben
Und klar, ich würde mich jetzt am Trimmfell nicht aufhängen wenn die Rasse sonst gut passt, das is klar. Aber mir fallen da so spontan halt nur Schnauzer und Terrier ein
Wenn es nur das Fell sein sollte und dir die Art sonst zusagt würd ich mir wahrscheinlich echt die Pinscher näher anschauen, Deutsche Pinscher und Mittelschnauzer sind sich recht ähnlich.
Ansonsten gäbe es bei den kurzhaarigen Terriern auch noch den Manchester Terrier, Russells oder Fox. Bei denen kann überall aber Jagdtrieb ein Thema sein und ich würd da nach ner nicht jagdlichen Zucht schauen um die näher kennen zu lernen. Manchester sind in der Terrier Familie bissl was anderes, die haben noch ne Prise Windhund drin und ähneln in mancherlei Punkten eher den Pinschern. Aber zum kennen lernen könnten die natürlich auch ne Idee sein.
Ich find es schon nen deutlichen Unterschied ob ich mit zweien oder mit einem gehe. Wenn beide von den etwaigen Bedürfnissen/dem Aktivitätslevel her recht nah beieinander sind und die Leinenführigkeit funktioniert, isses weniger Aufwand als wenn die sehr unterschiedlich sind. Ich muss die Aufmerksamkeit teilen, ich nehme mehr Platz ein, und insgesamt bin ich da viel mehr mit den Hunden beschäftigt. Da dirigiere ich schonmal wo wer läuft, wann wer schnüffeln darf, ob jetzt beide dürfen ect. Abgesehen von den Dynamiken die sich da bilden. Gibt interessanterweise auch Dinge die besser funktionieren wenn ich mit zwei Hunden gehe, bspw kann sich Lilo da bzgl des Jagdtriebs besser zusammen reißen ( was sicherlich daran liegt dass sie weiß dass ich noch weniger Bock drauf hab dass sie da flippt wenn ich noch nen Hund mit hab ), aber meist ist es mit einem Hund einzeln entspannter. Man hat nur eine Leine in der Hand, nimmt weniger Raum ein, kann sich nach Bedarf voll und ganz auf einen konzentrieren. Gut möglich spielt da vielleicht aber auch die Umgebung ne große Rolle.
Wenn aber die Hunde sehr unterschiedlich sind, wie bspw damals Welpenlilo und Susi im Seniorenalter, da isses find ich einfach nicht drin dauernd zusammen zu laufen. Die kommen sonst beide einfach zu knapp, wenn der eine Hund gern entspannt schnüffelnd trödelnd unterwegs ist und der andere noch mit Sprungfedern in den Beinen die ganze Welt entdecken möchte.
Wenn man außerhalb der Hütehunde schauen wollen würde, denk ich da irgendwie an den Deutschen Pinscher und an die kleineren Sennenhunde ( eher Entlebucher ? )
Allerdings würd ich das mit nem Fragezeichen in den Raum stellen. Moderater Jagdtrieb wär beim Pinscher nicht unbedingt gegeben, Größe würde passen, sind prinzipiell für vieles motivierbar und tun auch gerne was. Haben kein Trimmfell und kein Bart, und ich kann mir vorstellen dass das theoretisch passen könnte. Wär das Fell nicht würd ich auch nen Mittelschnauzer in den Raum werfen.
Bei den kleineren Sennen würd ich dann eher drauf warten was die Fachleuts dazu sagen, ich weiß nicht inwiefern die Bock auf die angedachte Arbeit haben und ob das was sein könnte.
Hmm was gäbe es noch? English Springer Spaniel müsste man trimmen... Andere Terrierrassen hätten Trimmfell, Bart, oder neigen wieder zu Jagdtrieb.
Beagle wär halt ne ganze Ecke anders, aber hätten sicher Bock auf Nasenarbeit und sind kurzhaarig.
Dansky? Kann ich halt absolut garnix zu sagen.
Sind halt letztlich alles keine FCI 1-er. Dort gäbe es in mittelgroß noch den Chodsky Pes, aber da erstmal Hunde kennen zu lernen um zu beurteilen ob das passt ? Hmm...
Was spricht für dich gegen einen weiteren Cattle Dog ?
Tendenziell kann man schon sagen - je wolliger und plüschiger das Fell ist umso schlechter. Gutes Rauhaar ist fest, harsch, ( jedoch ist gutes RH beim Zwerg immernoch weicher als bei den größeren Verwandten, kleinerer Körper hat auch kleineres Haar quasi, zumindest dort, schottische Terrierrassen bspw können echt ordentlichen Drahtpelz haben aber da sind wir ja nicht ^^ ) liegt sofern es nicht wieder ein Trimmmesser bräuchte gut an, und lässt sich gut zupfen wenn "reif". Schnauzer mit besserem Fell haben Tendenziell eher flusigeres Haar als Plüsch an den Beinen, finden sich heute aber leider nicht mehr so einfach weil der Trend einfach sehr zu immer wolliger und voluminöseren Plüsch an Beinen, Brust und Bart geht. Das Plüsch sorgt dafür dass das Fell an den längeren Stellen nicht mehr so funktional ist, dadurch ist es nicht mehr abweisend ggü Schmutz oder Nässe/saugt sich damit ein und filzt schneller. Wollige Zwerge müssen nicht zwangsläufig auch schlecht trimmbar sein, die können durchaus noch gutes Deckhaar haben, allerdings haben die auch am Körper ordentlich Unterwolle die man vor dem trimmen erst entfernen sollte, und sie sind nicht mehr immer überall trimmbar.
Wenn man zu den Farben geht, gibt's durchaus Differenzen, was daran liegt dass die eben farblich strikt getrennt gezüchtet werden. Es kann auch mal vorkommen dass ein anderer Farbschlag fällt, das is aber eher Ausnahme als Regel. Die unterschiedlichen Farben sind unterschiedlich beliebt und dem entsprechend unterschiedlich weit in der, hmm nennen wir es mal evolutionären Entwicklung. Die Ursprungsfarben sind schwarz und pfeffer-salz, dann kam schwarz-silber hinzu und anschließend erst weiß. Es gibt Züchter die bevorzugen eher die älteren Farbschläge, für die sind die anderen Farben keine richtigen Zwerge, damit einhergehend achten solche Züchter auch gern drauf dass die Hunde noch ursprünglicher vom Wesen her sind. Sprich Fremdem eher distanzierter und etwas kerniger. Die weißen Zwerge haben tendenziell das schlechteste Fell und man sagt ihnen nach auch von der Art her etwas weicher zu sein. Am Beliebtesten sind Schwarz-Silber und Schwarz, damit geht einher dass man, wenn man gezielt einen offeneren oder sportlicheren Zwerg sucht leichter fündig wird. Letztlich sind das aber immer lediglich Tendenzen, die können, müssen aber nicht zwangsläufig zutreffen. Wenn ich aber einfach nach nem Zwerg schauen würde, würd ich mir eher schwarz und schwarz-silber anschauen. Ist mAn am unkompliziertesten wenn man noch keinen richtigen Einblick hat. Mich hat bei den Pfeffies bspw ganz oft gestört wie extrem international die Ahnentafeln sind, da hat man teilweise Hunde drin aus Nord-/Südamerika, Spanien, Portugal, Russland weiß der Geier was ( ganz vermeiden lässt sich das aber nicht, is n allgemeines Problem das die Pfeffer-Salzer haben. Unser Zwerg hat bspw 4 oder 5 Nationen drin, überwiegend D oder deutsche Nachbarländer und weiter hinten Russland. Lilo bspw hat glaube sogar 7 Länder drin, Deutschland, Dänemark, Tschechien, irgendwelche anderen osteuropäischen Länder, glaube noch was südeuropöisches und nen Ami zB, aber immerhin jeweils nicht mehr als 2 Kontinente
), und auch wenn man eigentlich den Pfeffies nachsagt das beste Fell zu haben, kenne ich die eigentlich nur mit mehr oder weniger plüschigen Beinen ( zumindest bei den Zwergen, bei Mittel und Riese stehen Pfeffies vom Fell her eher besser da ). In unserem Fall wars halt so, dass meine Mutter am liebsten auch nen Pfeffie wollte und deswegen wurde es Pfeffer-Salz. Weiß war für uns komplett raus, schwarz-silber wollte meine Mutter nicht, also wäre Plan B schwarz gewesen ( da hätte ich auch nicht lange schauen müssen ).
Letztlich muss ich auch sagen - auch wenn gutes Fell nice to have wäre, Letztlich gibt's andere Prioritäten die da mMn wichtiger sind. Durch die getrennte Farbzucht bspw und den Trend zu immer mehr Flausch isses halt auch für die Züchter nicht einfach den Wert da ausgerechnet aufs Fell zu legen, wenn man teilweise international nach Zuchthunden schauen muss und man ohne halbwegs okaye Ergebnisse ja auch keine ZZL bekommt.
Wenn ich farblich offen bin, würd ich es mir einfach machen und eher bei den schwarzen Schlägen anfragen, selbiges natürlich wenn die ohnehin in Frage kämen. Sollte es weiß werden, wäre die erste Adresse die ich anfragen würde im Bereich NRW ( wär btw auch ne recht beliebte Adresse bzgl Fellpflege, innerhalb der Schnauzerleuts-Bubble ), Pfeffer-Salz wär ich eher im Norden unterwegs.
Gesundheitlich untersucht sollte ein Zwerg hierzulande sein auf : PRA, PL, Myotina Congenita, CMT, MAC, PMDS und CD
Is halt auch die Frage in welchem Umkreis man so sucht und was für einen Typ Zwergschnauzer man gern möchte.
Es gibt Zuchten die sportlicher ambitioniert sind ( das ist beim Zwerg meist Agility oder Rally Obi, viele Fährten bspw auch ), Zuchten die auf offeneres Wesen Wert legen, Zuchten die eher für die Show züchten und welche die eher ne ursprünglichere Art bevorzugen.
Prinzipiell kann man mMn beim Zwergschnauzer aber auch einfach schauen was es so für Züchter in der Nähe gibt und was einem bspw auf Ausstellung oä zusagt. ( hilfreich dabei sind die Listen beim PSK, ich würde in Deutschland auch nur dort einen Zwergschnauzer kaufen )
Ich würde insbesondere darauf schauen dass bestimmte Untersuchungen vollzogen werden ( da hat der PSK vor nicht allzu langer Zeit noch bissl was hinzugefügt), schauen wie das Fell ist ( die Qualität geht beim Zwerg da inzwischen sehr durcheinander ) und im Zweifel sollte es ein Züchter sein der eher wert auf ein offenes und nettes Wesen legt. Ein anderer Punkt der mir leider oft negativ aufgefallen ist bei mehreren Züchtern ist die Aufzucht ( städtisches Mehrfamilienhaus ohne eigenes Grün wär bei mir bspw eher raus ) oder bspw bei den Pfeffies dass die Ahnentafel sehr international sein kann.
Ich weiß allerdings nicht ob ich aktuell PN's empfangen/verschicken kann, ich hab noch nicht raus wie ich alte Konversationen gelöscht bekomme.
Alles anzeigenTerri-Lis-07 Deine Geschichte erinnert mich an meinen ersten Hund. Aico kam als Pflegi direkt aus Polen zu mir. Eigentlich wollte ich zu der Zeit keinen neuen Pflegi, weil ich mit einer Depression zu kämpfen hatte. Aber er sollte nur "2-3 Tage" bleiben, weil die Interessenten ihn frisch gebadet, entfloht und von einem deutschen Tierarzt untersucht haben wollten. Also ließ ich mich breitschlagen.
Bei der Übernahme auf einer Tankstelle erlebte ich, dass Aico menschenscheu war und sich nur gegen Leckerlies anfassen ließ. Deshalb setzte ich ihn für die kurze Heimfahrt ausnahmsweise auf den Beifahrersitz, wo er auch brav sitzen blieb. Zuhause hatte ich den Küchentisch bereits als Höhle vorbereitet und setzte mich mit einem Buch auf den Küchenfußboden, mal laut, mal leise lesend. Er kam immer wieder aus seiner Höhle, um vorsichtig an mir zu schnuppern, war bei der geringsten Bewegung aber wieder weg.
Nach ca. 2 Stunden zeigte er an, dass er raus wollte und ließ sich wider Erwarten problemlos anleinen. Es war kurz nach 20 Uhr an einem mondhellen, verschneiten Februarabend und ausreichend hell, dass ich die Hunderunde durch die Felder einschlug. Er ging zunächst Schutz suchend hinter mir, hinter jedem Schatten und jedem sich im Wind bewegenden Zweig eine Gefahr vermutend, traute sich aber relativ schnell immer weiter vor ... Bis uns einige Hundert Meter vom Haus entfernt in ca. 100m Entfernung ein Paar mit einem freilaufenden Jack Russel entgegenkam. Aico machte eine schnelle 180° Wendung und rannte mit eingeklemmten Schwanz als ob der Teufel hinter ihm her wäre.
Ich hatte ihn an einer nagelneuen 8m Rollleine vom Discounter und dachte: "Lass ihn kurz laufen, nach 8m wird die Leine ihn stoppen ... Äh, das sind doch mehr als 8m? Das sind definitiv mehr als 8m!!!" Ein Blick auf den Halter bestätigte mir: Ich hatte nur noch den Halter in der Hand und der Hund rannte panisch mit der Leine immer weiter. Die Leine war nicht am Halter befestigt gewesen! Ich schnellstmöglich hinterher, um wenigstens zu sehen, ob er sich irgendwo in die Büsche schlägt bzw. welche Richtung er an der T-Kreuzung einschlägt. Doch als die Kreuzung in Sicht kam, war er schon nicht mehr zu sehen. In Gedanken ging ich die To-Do-Liste durch: Vermittlungsstelle, Polizei und Tierheim informieren, Futterstellen einrichten, Plakate anfertigen und aushängen, hoffen, dass er durch die Futterstellen im Ort gehalten werden kann und nirgends aus versehen eingeschlossen wird oder zur Bundesstraße oder ins Naturschutzgebiet läuft ...
Dann umrundete ich die letzte Kurve ... und sah den Hund vor der Einfahrt stehen! Ich kam nicht dichter als 3m an ihn heran und konnte die dünne Seilleine nicht sofort sehen. Deshalb rannte ich in die Küche, griff mir den Futterbeutel vom Küchenschrank, griff rasch eine Handvoll Futter, drehte mich um ... Aico stand gut 1m hinter mir in der Küchentür! Unsicher und offenbar bereit, sofort wieder zu flüchten schaute er mich an. Mit dem Futter bekam ich ihn weiter in die Küche gelockt, so dass ich die Tür zumachen konnte. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen.
Ich finde es bis heute unglaublich, dass ein menschenscheuer, unsicherer bis ängstlicher Hund nach 2 Stunden in der Pflegestelle derart reagierte. Am nächsten Tag teilte ich der Vermittlungsstelle mit, dass ich mich weigern würde, einen solchen Hund zu baden, bevor er ausreichend Vertrauen zu Menschen aufgebaut hat. Ungebadet wollten die Interessenten ihn nicht, obwohl Aico weder stank noch dreckig aussah. Also blieb er erstmal bei mir und wurde Anfang April nach Ermutigung durch meine Therapeutin dann offiziell vom Pflegi zum ersten eigenen Hund. Er war der "wie für mich gemacht"-Hund und starb 6 Jahre später rund 2 Stunden nachdem die TÄ ihn mit der Diagnose "vermutlich leichter Magen-Darm-Infekt" nach hause geschickt hatte. Ich war zur TÄ, weil ich mir absolut sicher gewesen war, dass er in Lebensgefahr schwebte, hatte aber nichts außer meinem Gefühl, womit ich das begründen konnte.
Mir fällt grad noch eine ähnliche Geschichte ein, allerdings von einem anderen HH den ich leider länger nicht mehr gesehen hatte. Wir hatten uns als Lilo klein war immer wieder mal unterhalten weil er einen älteren Schnauzermix hatte. Irgendwann hatten er und seine Frau sich noch ein Podenco Mädchen aus dem Tierschutz geholt. Einmal beim Gassi, sprang ein DSH über den Zaun, die Podenca hat Panik bekommen, sich los gerissen und wurde vom DSH übers Feld gescheucht. Die hatten Glück dass die Hündin schon wusste wo sie wohnten, und anscheinend war sie schneller als der Schäferhund, sie hat dann in ihrem neuen zuhause Zuflucht gesucht und dort gewartet. Danach meinten sie, wollten sie erstmal nicht mehr mit ihr Gassi und blieben erstmal zuhause bis sie sich besser eingewöhnt hat.
Wie es weiter ging weiß ich nicht. Aber is auch ne Horrorvorstellung, zumal ja Stadtrandgebiet. Die Hündin hätte sonst wo hin laufen uns überfahren werden können, sie lief aber gezielt nach Hause obwohl sie noch nicht lange dort wohnte.
Hier gab's eine richtige Allergikerin, jetzt einen Hund der im Zweifel wenn Probleme mit der Haut oder den Analdrüsen bekommt, eine die definitiv Futtermittelunverträglichkeiten hat ( ob auch richtige Futtermittelallergien drunter sind kann ich nicht eindeutig sagen ), und einen der sich als Welpe alles durcheinander gehauen hat indem er Steine geschluckt hat und notoperiert werden musste.
Wenn ich mich mit Fach-TÄ drüber unterhalten habe, ist der Stand zumindest dort wohl der dass mindestens die Genetik, als auch Probleme insbesondere im Welpenalter häufig ursächlich für sowas sind. Laut denen passiert das wohl bspw auch ganz gern bei Welpen die mal Magen-Darmtechnisch krank geworden sind ( bspw durch Giardien oder Parvo ). Dadurch dass der Körper in dem Alter noch sehr sensibel ist, und der Darm durch genannte Probleme durchlässiger wird, dringen allergene Bestandteile in den Körper ein, und das Immunsystem stuft dann recht schnell eigentlich harmlose Sachen als gefährlich ein. So in etwa wurde mir das zumindest erklärt, dass wohl häufiger Hunde die als Welpe warum auch immer schon einen geschwächten Magen-Darmtrakt hatten, dazu neigen später mit hoher Wahrscheinlichkeit Allergiker zu werden. Inwiefern dass stimmt kann ich nicht beurteilen, aber da vertrau ich einfach mal auf die Expertise von den Leuten die da vom Fach sind.
Der Punkt Genetik ist auch insofern schwierig dass zum einen ein Hund jederzeit im Leben Allergiker werden kann, so dass es durchaus möglich ist Hunde zu Verpaaren die bspw mit 3-4 Jahren noch keine Probleme haben, als auch dass das Thema leider nicht von jedem Züchter ernst genommen wird und es anscheinend auch noch keinen Test gibt der aussagen könnte ob der Hund irgendwelche genetischen Marker hat die drauf hindeuten dass dieser Hund quasi erblich Allergie betroffen ist. Es kann bspw sein ein Hund verträgt vielleicht ein Futter nicht, man denkt sich nix dabei und züchtet halt mit dem, später im Leben ist dieser dann hochgradig Allergiker und hat den Mist weiter vererbt. Oder dieser Hund hat Glück und bleibt verhältnismäßig harmlos, den Nachwuchs erwischt es dann vielleicht schlimmer ? Oder man scheißt halt drauf und züchtet trotzdem, dann wird das eben verschleiert. Weil ich nicht weiß wie der Erbgang diesbezüglich ist kann es rein theoretisch ja auch sein dass ein Hund tatsächlich Symptomlos bleibt und das dann erst bei der nächsten Generation auftritt, oder dass vielleicht zwei Hunde ne Art genetischen Marker haben müssen damit es vererbt wird, und die beiden haben dann vielleicht nix ? Oder von allen Geschwistern hat vielleicht einer Allergien, man weiß es nicht weil kein Kontakt mehr, und züchtet so mit nem symptomlosen Hund weiter der dann doch in der Verwandtschaft Allergiker hat, die nächste Generation trifft es dann stärker ? Wie gesagt alles Spekulationen, ich hab kein Plan wie das da abläuft. Ich weiß nur dass es andere Dinge gibt die Probleme machen können, wie bspw bestimmte Fellfarben ( da denk ich zB an dilute / CDA ).
Zum Anderen gibt's noch genug andere Erkrankungen die zu Magen-Darmproblemen ode Allergien führen können.
Abgesehen davon dass fraglich ist wie viele Hunde früher eher unentdeckt Probleme hatten.
Beim Menschen bspw sind Allergien ja auch sehr weit verbreitet. Da kennt auch sicherlich jeder mehrere Personen die bspw allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben, Dutstoffe, Instektenstiche oder irgendwelche Nahrungsbestandteile sind, Probleme mit Gluten oder Fructose haben. Da gibt's auch teilweise Symptome die so uneindeutig oder subtil sind dass man die nicht damit verbindet. Man kann bspw Hautprobleme haben die eher ästhetisch als im Sinne von Juckreiz stören, oder hat immer wieder mal Bauchprobleme die nicht eindeutig zu irgendwas einordbar sind. Dann hat man vielleicht eben zu viel durcheinander gegessen, oder irgendwas war vielleicht nicht gut, oder man hat sich sonst wie den Magen verdorben, nutzt vielleicht unpassende Pflegeprodukte oder hat halt Pech in der Genetik und kommt nicht drauf dass man vielleicht zB eigentlich ein Problem mit Gluten hat.
Zum Anderen achten wir ja heute beim Hund auch sehr auf gewisse Dinge, uA dadurch dass wir die Haufen ja aufheben müssen. Inwiefern das die Menschen früher gemacht haben ? Da viel ein Breihaufen vielleich nich auf weil man eh alles hat liegen lassen und aus den Augen aus dem Sinn. Vielleicht hat man damals auch nicht mitbekommen wenn der Hund Blähungen hat, weil es mal noch nicht so üblich war dass nahezu jeder Hund zusammen mit dem Menschen in der Wohnung lebt ? Während heute ja jeder mitbekommt wenn der eigene Hund Giftgaswolken produziert. Und auch da gibt's heute noch ne gewisse Dunkelziffer weil viele Menschen sowas nicht als Problem erkennen. Menschen pusen halt auch mal, so what? Warum soll das beim Hund dann potentiell problematisch sein. Der Hund riecht vielleicht allgemein unangenehm? Warum sollte das mit der Ernährung zu tun haben ? Hunde riechen halt auch mal... Oder man stellt fest dass der Hund immer wieder leichten Durchfall hat, is aber noch kein Wasser also doch nicht so schlimm? Ect... Da denkt nicht jeder daran dass bei solchen Symptomen was im Argen liegen könnte, und manch anderen fällt eben sehr früh etwas auf, die stehen dann beim TA wenn sie zB merken dass die Haufen nicht durchgängig perfekt sind oder der Hund regelmäßig auffallend schmatzt.
Abgesehen davon dass der tiermedizinische Stand von heute ein ganz anderer ist und es heute auch Hunde gibt die damals nicht wirklich zu bekommen waren. Vor einigen Jahren gab's noch nicht an jeder Ecke bspw Französische Bulldoggen, die Leute haben noch keine Labis in Sonderfarbe gekauft, man bekam noch keine Hunde aus Rumänien und nicht jeder hat Rasse x auf Rasse y gesetzt und ihnen schöne Namen verpasst. Da waren dann vielleicht eher DSH Mixe, andere Gebrauchshunde, irgendwelche Hofhundrassen, Dackel, manche Terrier, ab und an mal Collie oder n Pudel anzutreffen ( so in etwa hab ich das zumindest im Kopf als meine Mutter davon erzählt welche Hunde sie so aus DDR Zeiten kannte ), und zu futtern gab's dann das was vom Menschen übrig blieb oder das was der Metzger über hatte. Ich hatte bspw mit meiner Mutter schon paar Mal das Thema dass sie meinte dass sie sich nicht dran erinnern kann dass die Hunde damals so krank gewesen wären wie heute. Ich meine dann jedes Mal : ,,Aber tierärztlich war der Stand ja auch ein anderer und viele Dinge die heute üblich sind waren es da ja auch nicht. ", und dann kommt als Antwort zurück: ,,Ja, stimmt.". Wie auch bspw Thema Zahnstein "kann mich nicht dran erinnern dass die Hunde das damals hatten", "stimmt ja denen hat man ja auch nicht ins Maul geguckt".
Dee, als Welpe.
Wir waren nachts auf einer Raststätte. Es war wirklich gar nix los, Dee war super entspannt. Das war ganz am Anfang, also da war sie so 9 Wochen alt. Wir haben sie ein paar Schritte auf einer Wiese, abseits, machen lassen, so zum letzten Pipi. Ich hab mich kurz zu den Jungs gedreht. Drehe mich wieder um, war Dee weg. Ich rufe meinem damaligen Freund zu, sag mal, wo ist die denn?? Er so, huuch, keine Ahnung... Ich bin kurz wirklich panisch geworden, musste das aber sofort wieder runterschlucken, sonst hätte ich sofort losgeheult. Aber so kurze Beine, wo sollte sie denn hin sein? Sie war doch ganz cool? Ich gehe so auf der Wiese hin und her, da sehe ich einen kleinen Schacht. Vielleicht 25-30cm im Durchmesser. Ohne Abdeckung. Ohgott mein Herz. Zum Glück nur so 50cm tief. Da saß sie drin und guckte unschuldig. Die muss da einfach reingefallen sein. Sagte kein Wort. Die wär da einfach sitzen geblieben. Typisch Dee. Noch heute: "wird schon richtig sein, ich wart mal ab, wann sie wiederkommt".
Ich liebe diesen Hund abgöttisch, aber manchmal macht es mir Angst, wie duldsam sie bei manchen Sachen ist.
-s-
Das erinnert mich dran als ich damals Lilo kennen gelernt hab.
Hab mich grad mit der Züchterin unterhalten und dann plötzlich ,,Huch, nurnoch ein Welpe da ??". Züchterin: ,,Die is jetzt nicht da rein gefallen oder ?"
Da war irgendwo ein Abflussloch zur Zwingeranlage, daraus ertönte dann jämmerliches Welpengejaule. War nicht besonders tief, aber tief genug dass sie da nicht von alleine raus kam, und so begann erstmal ne kleine Rettungsmission. Weil das natürlich gestunken hat, ist die dann noch gleich in der Badewanne gelandet und wurde einshampooniert.
Vollkommen logisch dass ich dann gesagt hab : ,,Wer so dermaßen tollpatschig ist, der passt zu mir!"
Eine Woche später hab ich diesen Hund dann abgeholt.
Und hab in ihrer Welpen- und Junghundezeit, und ab und an auch heute noch, immer wieder gewisse Schreckmomente.
Einmal bspw war ich einkaufen, meine Mutter war mit ihr grad draußen und kam mir entgegen. Klein Welpen-Lilo freute sich so dermaßen dass sie sprang, die Leine wickelte sich um ein Vorderbein, sie fiel und krachte mit einem Bein voll auf Beton. Sie schrie und humpelte, ich dachte ,,Shit, hoffentlich hat die sich jetzt nicht das Bein gebrochen
.", aber das besserte sich dann zum Glück.
Dann musste sie als sie klein war unbedingt überall drauf hüpfen. Die hüpfte los, bevor sie nachgedacht hat, rutschte oh Wunder an der 2 Meter Mauer ab, fiel auf Beton. Leere daraus ? 0. Nochmal! Und nochmal! Und nochmal! Ich musste mich immer dran erinnern dass ich aufpassen muss wenn neben uns ne Mauer ist, egal wie hoch die ist. Manchmal hat sie auch angesetzt und fiel auf die Schnuut weil die Leine zu Ende war. Die ist manchmal wirklich schnell gewesen mit ihren Hüpfern.
Ein andermal ist dann mal wirklich was passiert... Bruder kam zu Besuch, damals etwa 5 Monate junge Lilo freute sich so sehr dass sie wie ein Känguru durch die Wohnung sprang, und plötzlich schrieh sie wie am Spieß und verbiss sich vor Schmerz in ihrer Pfote. Die hat es allen Ernstes hinbekommen die linke Hinterpfote gegen eine Schrank-Ecke zu feuern. Damals natürlich sobald wie geht beim TA gewesen- bekamen Schonung angeordnet, is wahrscheinlich ne Verstauchung/Prellung, und selbst wenn es ein Bruch sein sollte wäre die Vorgehensweise die selbe. Weil das Recht rasch verheilt war ging ich davon aus dass es wahrscheinlich doch nur verstaucht war. Und später kam dann raus ( als sie immer wieder mal Probleme mit dieser Pfote hatte und ich das hab röntgen lassen als sie ohnehin in Narkose musste ) - die hat sich damals die Ecke genau in ein Gelenk gefeuert und ne Sesambeinfraktur zugezogen.
Ein andermal ( das war irgendwann letztes Jahr ) hat sie sich gefühlt fast selbst umgebracht. Der Dalmatiner hat eine Taube gesehen, die Taube hat mitbekommen dass sie von einem Hund angepeilt wird, startete und flog direkt über Lilo hinweg. Die ist dann sofort nach oben gehüpft, hat einmal nen Salto gemacht und hat es irgendwie geschafft unverletzt zu landen.
Meine Lehre daraus- nächstes Mal vielleicht doch nicht den Tollpatschigsten Welpen nehmen, das schont Nerven 😅
Ich hatte bisher nie bei irgendeinem Hund sonderlich Befürchtungen dass die nicht auch auf sich selbst aufpassen können. Susi wusste bspw genau dass man auf keinen Fall von einer höheren Mauer springen sollte ( musste die deswegen immer runter heben oder soweit zurück gehen bis die niedrig war ), der Zwerg macht garnicht erst Anstalten irgendwo drauf zu wollen. Beim Dalmi müssen wir nur aufpassen dass er keinen Scheiß frisst... Aber Lilo würd ich auch zutrauen dass die einfach ausm Fenster springt oder von einer Brücke stürzt, wenn man nicht aufpasst. Die is so bescheuert, ihr trau ich es zu dass sie eines tragischen, selbst verschuldeten Unglücks sterben könnte, oder sich alternativ zumindest wieder etwas brechen. So denke ich mir : Wenigstens wars bisher nur die Pfote und nicht das Genick 😅😅 Die wird vor allem halt auch nicht von selbst vorsichtig weil siehe oben - Schmerzen kümmern die nicht. Die ist der Hund der auf die Fresse fliegt, sich evtl kurz schüttelt und dann den selben scheiß nochmal baut. Egal wie sehr man denkt dass das doch scheiße weh getan haben muss.
Bei mir war es das eine Erlebnis als mir Susi damals abgehauen ist. Ich war mit ihr abseits auf einer Wiese und hab was geübt, weit und breit niemand zu sehen. Plötzlich hörte ich ,,Geh mal spielen !" Und sah wie ein kleiner Hund auf uns zulief. Susi bekam Angst und rannte panisch davon. Weil mir klar war dass sie nicht auf mich hören würde, bin ich ihr hinterher gelaufen ( die war nicht so schnell mit ihren kurzen Beinen, so dass es also durchaus möglich war sie zu erwischen). Als ich sie beinahe eingeholt hatte, ist sie in irgendeinem Grundstück verschwunden und dann war sie weg. Ich bin dann rufend dort herum gelaufen und habe sie nicht gefunden, mir ging der Arsch echt auf Grundeis. Ich bin dann durchs Dorf gelaufen und hab jeden dem ich begegnet bin gefragt ob er/sie einen Hund gesehen hat. Bin dann letztlich bei der Hauptstraße gelandet und dort haben mir zwei Bauarbeiter zugerufen dass sie diese Straße entlang lief. Ich hatte so Schiss dass die vors Auto gelaufen sein könnte... Und dann fand ich sie vor unserer Eingangstür, unversehrt, mich leicht genervt anschauend warum ich so lange gebraucht habe und dass ich ihr mal die Tür öffnen sollte.
Vor diesem Ereignis hatte sie mehrere blöde Erfahrungen mit Hunden und war zeitweise richtig ängstlich. Ich hatte mit ihr soweit geübt dass es eigentlich kein Problem mehr war, und wähnt mich mit diesen Fortschritten und dem Gedanken dass ich ja weg vom Weg war und alles einsehen könne in Sicherheit, hatte auch jederzeit die Leine in der Hand um sie wieder anleinen zu können wenn was ist. Dass dann einfach jemand so blöd ist ohne zu fragen und ohne dass ich die überhaupt erst registriert hab, ihren Hund zu einem anderen zu schicken der dazu noch recht weit weg war, damit hab ich nicht gerechnet. Und diese Situation, dass plötzlich ein Hund auf uns zu rennt, hat dann offensichtlich wieder ihre Angst getriggert von der ich dachte wir hätten sie überwunden.
Seitdem wäge ich nochmal mehr ab ob und wann ich einen Hund von der Leine lasse, weil ich dieses Gefühl wenn der Hund doch weg ist, niemals wieder haben möchte. Und ich bin so so froh dass damals nix passiert ist und sie zuhause gewartet hat.