Beiträge von Terri-Lis-07

    Wärs ne Möglichkeit in den örtlichen Tierheimen erstmal regelmäßig Gassigänger zu sein oder geht das in Kroatien nicht ?

    Ansonsten würd ich bei den Mixen bisschen aufpassen. Nicht überall wo Labrador drin steht, ist auch Labrador drin, und grad bei mittelgroßen insbesondere schwarzen Mixen kanns sein dass du in deiner Gegend nen Kroatischen Schäferhund oder Mudi drin hast, Hunde die in diese Richtung gehen wären bspw ein Typ Hund von dem ich in deiner Situation die Finger lassen würde, denn die sind schon recht speziell. Bei dem Hund im 8. Link wär das bspw möglich dass sowas mit drin stecken könnte.

    Anderes Beispiel der 1. Link, der Hund schaut mehr nach Hütehund Mix aus als nach Retriever.

    Hund Nr 2 sieht für mich so aus als könnte HSH drin stecken. Besonders auf den Bildern wo dieser Hund sitzt, sieht man das vom Gesicht her find ich ganz gut.

    Hund 3 könnt tatsächlich Labi x Dackel oä sein, kann aber auch sein dass noch was anderes drin steckt.

    Auch bei den Hunden Nr 4, 5, 6 und 7 denk ich nicht unbedingt an Retriever.

    Bei den Welpen könnt auch alles Mögliche drin sein.

    Also das bedeutet jetzt nicht dass es nicht möglich ist dass in den ein oder anderen dieser Hunde tatsächlich bspw Labi oder Golden drin stecken kann, aber in den Ländern in der Gegend hat man eben sehr gerne Hüti-/Jagdhund- oder HSH Beteiligung drin. Schau dir bspw mal die ganzen HSH Rassen an, die ganzen weißen bspw kann man als Leihe gern mal wenn gemixt für nen bspw Golden Retriever Mix halten, und die kurzaarigen beigen für Labi Mixe, aber wenn man die Gesichtszüge und den Körperbau miteinander vergleicht, erkennt man da Unterschiede. Kurz gesagt ist beim Labi oder Golden vieles sehr "weich" und 'rundlich", bei HSH wirkt das alles etwas schärfer, die Augen haben nen anderen Ausdruck, die Ohren können kleiner sein, die Rute sieht oft anders aus, und oft sind die eben auch deutlich größer ( muss bei nem Mix aber nicht der Fall sein ). Oft ist man halt dazu geneigt zu denken - schlappohrig und creme-farben bis blond, etwas längeres Fell = wird Golden Retriever drin sein.

    Muss man halt aufpassen. Und grad bei den Welpen lässt sich das oft nur schwer schätzen. Manchmal kann der Eindruck auf Bildern aber auch etwas verfälschen. Hier gibt es bspw irgendwo einen Mischlings-Ratethread, es ist interessant was da manchmal bei rum kommt was so geschätzt wird und was tatsächlich drin steckt.

    Welche Fleischsorte? Im Zweifel könnte es merklich günstiger sein, wenn man das Fleisch frisch kauft und selber in HLF oder im Dörrautomaten zu trocknen.

    Sie bekommt Ziege mit Reis. Ich befürchte dass das sehr unangenehm riechen würde, wenn ich das selber zu Hause im Dörrautomat trockne.

    Aber ich werde mal als nächstes ausprobieren, ob sie Eier verträgt. Falls ja könnte ich aus dem Nassfutter und Reismehl vielleicht selbst Leckerlies backen.

    Theoretisch müsste das auch ohne Ei funktionieren. Ich würd den Reis dann wahrscheinlich einfach sehr sehr klebrig kochen und gut abtropfen lassen, und wenn es trockener werden muss mit Reismehl ergänzen. Banane wenn das vertragen werden sollte, geht auch als Ei-Ersatz.

    Praktisch wäre auch, wenn Ziegenjogurt oder Ziegenkäse funktionieren sollte. Bei Susi damals ( die auf alles mögliche allergisch war ) ging das klar, aber es is natürlich jeder Allergiker individuell und man muss erstmal in Ruhe gucken.


    Ansonsten würde ich wahrscheinlich einfach bei den jetzigen Leckerlies bleiben ( wenn es getrocknetes Ziegenfleisch nicht sogar irgendwo noch günstiger gibt) und dann eben bspw kürzer und seltener üben. Vielleicht lassen sich die auch mit ner Schere etwas verkleinern?

    Je nach Hund kann es auch ne Option sein mit nem Spieli zu belohnen.

    Das Problem ist halt dass es nicht immer möglich ist den Hund mitzunehmen. Das sind find ich auch meist die Situationen die mehr beunruhigen, weil ich weiß dass die Hemmschwelle mit Hund einfach größer ist, die Hunde komische Dinge eher bemerken und dass insbesondere Lilo im Zweifel sehr sehr deutlich wird. Sogar der Dalmi kann inzwischen auch ne Abschreckung sein, auch wenn der den meisten Menschen ggü total nett ist und als überwiegend weißer Hund auch freundlich ausschaut. Aber es is n großer Hund und allmählich merkt man auch wer seine Mutti ist ( die hat nen ausgeprägteren Wachtrieb, wenn auch verglichen mit den Schnauzern bspw mAn immernoch n Witz ).

    Der Zwerg macht da schon weniger her, hat aber wenigstens ein sehr schrilles Bellorgan.

    Ich weiß nicht ob ich das hier mal erzählt hatte, aber vor n paar Wochen erst hatte ich ne beunruhigende Situation ohne Hund.

    Es war dunkel, ich war einkaufen und hab danach an einer Bushaltestelle gewartet. Ich war die einzige Person die dort auf den Bus gewartet hat.

    Es fuhr ein Auto nach dem anderen vorbei, soweit so normal. Dann war da eins, das fuhr wirklich auffallend langsam. War ein weißer Skoda, der wirklich fast schon in Schritttempo an mir vorbei fuhr, und sich dann in der nächsten Straße stellte. Okay, wartet vielleicht auf jemanden, soweit so normal. Nach nen paar Minuten fuhr der los, biegte Richtung Supermarkt, drehte dann offenbar um, und fuhr wieder im Schneckentempo in meine Richtung und stellte sich erneut in die eine Straße an der Ecke. Kennzeichen konnte ich kaum erkennen wg des Winkels und weil die Scheinwerfer so irre grell waren ( hab nur erkannt dass das ein auswärtiges Kennzeichen war ). Der Typ stand halt echt die ganze Zeit so dass er mich beobachten konnte, mich hat das echt Beunruhigt. Ich hatte die ganze Zeit das Handy in der Hand und hab gehofft dass jetzt so schnell es geht, endlich der Bus kommt. Als der Bus dann endlich da war, musste ich auch dauernd abchecken ob der Startet und nicht doch den Bus verfolgen könnte. Hat er zum Glück nicht. Wenn dem so gewesen wäre, wär ich mit ziemlicher Sicherheit im Bus sitzen geblieben und hätte dem Busfahrer Bescheid gesagt.

    Ich konnte mir echt nicht erklären warum man so langsam an jemanden vorbei fährt, sich in Sichtnähe hin stellt, weg fährt, genauso langsam zurück fährt und sich wieder in Sichtnähe hinstellen sollte.

    Diejenigen denen ich davon erzählt hab, haben mir übrigens auch nur bestätigt dass das echt creepy ist. Ich stand da, und dachte mir die ganze Zeit: Sollte der Typ aussteigen ruf ich sofort die Polizei an. Und wann kommt endlich der scheiß Bus ???


    Ansonsten abgesehen von dieser Situation: Vor paar Jahren war ich noch munter regelmäßig auch im Dunkeln ohne Bedenken in Städten unterwegs. Heute versuche ich die Innenstadt soweit es geht zu meiden. Man muss aber auch sagen dass hier die Straftaten in den letzten Wochen/Monaten wieder so zugenommen haben, dass die Polizei inzwischen sogar ne neue Spezialeinheit gegründet hat, insbesondere was Raubüberfälle betrifft.

    Edit : Es gibt auch einfach Menschen die es generell nicht einsehen einen üblichen Kaufpreis vom Züchter zu zahlen, wenn es auch deutlich günstiger Hunde im Tierheim gibt. Das ist ja auch okay, wenn man dann denn auch nen Tierheimhund will und keinen Rassewelpen, und der Grund dafür nicht das Geld selber ist, sondern eher eben die eigene Meinung dazu.

    Ja, es ist am Ende ja auch einfach eine Frage der Prioritäten.

    Wenn ich einen Welpen möchte und mir bestimmte Rasseeigenschaften wichtig sind oder ich habe den Plan, mit dem Hund eine bestimmte Beschäftigung auf einem hohen Niveau zu machen, ist der seriöse Züchter praktisch alternativlos und dann sollte der Preis (in einem gewissen Rahmen) auch keine Rolle spielen

    Wovon ich aber generell abraten würde, sind Welpen aus dem Tierschutz. Ich könnte mich regelmäßig über die Posts auf Social Media aufregen: "Im TS gibt es auch Welpen von Rassehunden!" und dann 2 Tage später: "Kauft keine Welpen von Vermehrern, die sind oft krank und es werden hohe TA-Kosten auf euch zukommen".

    Welpen im TS sind praktisch ausschließlich Vermehrer-Welpen. Ja, man unterstützt damit nicht direkt die Vermehrer, aber am Ende irgendwie doch, weil sie ja von dort kommen und der TS gerne als Auffangnetz für übrig gebliebene Tiere missbraucht wird. Die gesundheitlichen Probleme bekommt man dann natürlich genauso.

    Hab das auch irgendwo angeschnitten, dass Welpen aus dem Tierschutz ne ungute Idee sind.

    Aber ja das mit den Vermehrerwelpen hatte ich nicht erwähnt, nur dass häufig auch Welpen dabei sein können bei denen man kein Plan hat was da so drin steckt und wie die sich entwickeln.

    Reinrassige Welpen oder "Modemixe" sind halt meistens Vermehrer Beschlagnahmungen.

    Hinzu kommt, dass solche Welpen im Tierheim oft noch ne gewisse Zeit in Quarantäne müssen, was in dem Alter einfach drastische Auswirkungen auf die Entwicklung haben kann, weil in der Phase in der die alles lernen/erkunden/aufsaugen wie ein Schwamm, dürfen die dann nix sehen...


    Und um nochmal drauf hinzuweisen : Ich fand Gassi gehen im Tierheim damals auch für mich ganz hilfreich, obwohl ich kein Hundeneuling war. Man bekommt einfach unterschiedlichste Hunde zu Gesicht, verbringt mit den unterschiedlichsten Hunden Zeit, und stellt sehr schnell fest wie anders man doch die Prioritäten setzen kann wenn man die Hunde vor sich hat. Es gibt ja total viele Leute die sagen: ,,Ochjeee Tierheim ! Da könnt ich alle mitnehmen!!!". Ja, nee, definitiv nicht :rolling_on_the_floor_laughing: Zumindest ich nicht. Da waren bspw auch immer wieder total angenehme, einfache und unkomplizierte Hunde dabei, die mich so 0, garnicht angesprochen haben, für andere Menschen aber totaler Jackpot gewesen wären, nur beim Blick auf die HP entweder nicht aufgefallen wären, oder schlicht noch garnicht online standen. Die Hunde die mir zugesagt haben, fand ich auch beim Blick auf die HP nie besonders. Und diejenigen die ich ansprechend fand, waren live dann komplett uninteressant. Ich hab da bspw auch gemerkt dass richtige Sensibelchen und ich nicht soo wirklich ne gute Idee ist, oder dass ich mich zwar gut in die Angsthunde einfühlen konnte, das für mich selbst aber nicht brauche. Ich bin da auch teils mit Hunden gegangen, mit denen ich sonst nix am Hut gehabt hätte weil die so dermaßen garnicht mein Typ Hund waren, aber trotzdem wars lehrreich.

    Hinsichtlich TA Kosten : Ich hab vor kurzem erst um die ~1.700 Euro beim TA gelassen. Voruntersuchungen, OP, Nachuntersuchungen so in etwa zusammen überschlagen, und das war noch relativ günstig. Übrigens die 3. OP bei diesem Hund gewesen, die erste war ne medizinisch indizierte Kastration ( circa 500 Euro ), das 2. n kleiner Hauttumor ( das waren fast 1.000 Euro ), und das 3. kürzlich war ne Milz-Entfernung wg Tumoren.

    Voriger Hund hatte zwei Kreuzbandrisse, Kastra wg Zysten und ne Not-OP wg Fremdkörper + war gesundheitlich ne Vollkatastrophe. Von dem her was dieser Hund so in seinem Leben beim TA gekostet hat, hätte man sich wohl auch nen Neuwagen kaufen können.

    Nochmal anderer Hund, war da vor nem halben Jahr mit nem mittleren 3-Stelligen Betrag nur für bisschen Diagnostik wg Hautproblemen dran.

    Wieder anderer Hund, war für nen ähnlichen Betrag im Notdienst. Als der Welpe war, brauchte der wg gefressener Fremdkörper ne Not-OP - hat 2.000 Euro gekostet ( ob man damit den Hund oder die OP bezahlt hat kann man sich aussuchen).


    Das sind verglichen mit dem was manch andere so haben noch geringe Kosten.

    Es ist denk ich einfach die Frage warum man die üblichen Kaufpreise vom Züchter nicht zahlen möchte. Liegt es daran dass man die Preise nicht nachvollziehen kann und das einen überteuert erscheint ? Oder liegt es daran dass man diese Summe nicht zahlen kann?

    Jedenfalls, wenn ich mir bspw die TA Kosten Zusammen rechne die ich insgesamt bisher für meine Hündin ausgeben musste, hätt ich mir damals wahrscheinlich locker 3 Welpen davon kaufen können. Nice to have ( habs erwähnt) - Versicherungen. Aber trotzdem braucht man selbst bei ner Vollversicherung immernoch Geld auf der Kante, weil man das vorstecken muss und die TÄ keine Ratenzahlungen mehr vereinbaren.

    Ohne Versicherungen braucht es mAn nochmal mehr Geld, weil das Ersparte nunmal auch wg was Anderem drauf gehen kann. Aber so oder so, ohne Rücklagen geht da nix und TA kann verflucht schnell verdammt teuer werden.


    Muss aber selber hinsichtlich Kaufpreisen sagen - Ich entscheide da immer danach was bei der jeweiligen Rasse so übliche Preise sind, und überlege mir wie viel ich davon auch einsehen kann zu zahlen. Über 2.000 Euro bei nem Zwergschnauzer bspw find ich Wucher, 2.000 Euro bei nem Großpudel hingegen wär n gängiger Preis. Alles über 2.500 Euro wär mir rasseübergreifend schlicht überteuert. Und für nen Mischling würd ich nicht annähernd die Beträge zahlen die man für nen Rassehund zahlt.


    Edit : Es gibt auch einfach Menschen die es generell nicht einsehen einen üblichen Kaufpreis vom Züchter zu zahlen, wenn es auch deutlich günstiger Hunde im Tierheim gibt. Das ist ja auch okay, wenn man dann denn auch nen Tierheimhund will und keinen Rassewelpen, und der Grund dafür nicht das Geld selber ist, sondern eher eben die eigene Meinung dazu.

    Ich würde erstmal versuchen wollen das weiter einzuordnen:


    - Du willst anscheinend eher einen Hund aus dem Tierschutz und keinen Hund vom Züchter, oder? Da tut man sich mAn am einfachsten mit einem schon Erwachsenen Hund. Reinrassige Welpen findet man im Tierheim eher selten, und dann kann man da in aller Regel schwer nach Rasse sortieren. Mischlingswelpen sind einfach Überraschungseier, man weiß nicht was drin ist, nicht wie groß die werden, nicht wie die sich so wesenstechnisch entwickeln werden... Hat man also konkrete Vorstellungen is das eher nix. Junghunde ( da reden wir jetzt mal von Hunden bis zu 2-3 Jahren ) werden gern mal aus Überforderung abgegeben, erwachsen sind viele Rassen erst mit 3-4 Jahren ( kleine Hunde mitunter auch schon mit 1,5 oder 2... Das variiert nach Größe, Hundetyp und Geschlecht so n bisschen, Rüden brauchen da oft länger als Hündinnen, kleine Hunde sind schneller erwachsen als große Hunde... ). Die Junghundezeit is halt geprägt davon dass der Hund feststellt was und wer er eigentlich ist, Wach- und Jagdtrieb bspw sind da erst ab nem bestimmten Alter voll da und mit Geschlechtsreife stellen einige Hunde durchaus auch mal fest dass sie doch nicht mehr jeden Hund so gut finden. Heißt also - wenn Tierschutzhund, tut man sich nen Gefallen damit wenn der Hund mindestens 3, besser 4 Jahre alt ist. Auch wichtig zu bedenken ist, wenn man sich einen Hund bestimmten Alters holt - wenn man vor hat den OP-/Krankenversichern zu lassen, kannst schwierig werden, insbesondere wenn schon Erkrankungen bekannt sind. Tendenziell schadet es bei Tierschutzhunden nicht wenn man schon weiß was in etwa zu einem passt und wie welcher Hund so circa gelagert sein könnte, aber in erster Linie orientiert man sich da am Individuum. Total sinnvoll in der Hinsicht wenn man noch total unerfahren ist, ist es erstmal eine Zeit lang als Gassigänger im Tierheim tätig zu sein. Da kann man schon schauen mit welchen Hunden, bzw welchen Eigenheiten man so an sich ganz gut zurecht kommt und womit nicht? Was man gern mag und was einen eher stört ? Und man bekommt auch ein Gefühl für die Größen an sich. Man kann da schonmal spüren wie viel Kraft bspw 10, 20 oder 30 kg Hund haben.


    Wenn man einen Hund vom Züchter wählt, dann läuft das so dass man sich zuerst damit auseinander setzt was es so für Rassen gibt, was man sich vorstellen könnte und was nicht, und man die dann näher kennen lernt. Man kann auf Ausstellungen oder Rassentreffen gehen, man kann Züchter besuchen oder mit Haltern kontakten, und denjenigen die da tiefer drin stecken Fragen stellen. Wichtig dabei ist, dass man vor allem erstmal schaut was so vom Typ her zu einem passen würde, und da wirklich versucht nicht zu sehr nach der Optik zu gehen ( man kann sich übrigens an Hunde gewöhnen die einen anfangs optisch nicht so zu sagen und Geschmäcker dahingehend können sich ändern). Und es ist wichtig dass man die Rassen wirklich live und in Farbe soweit möglich im Alltag erlebt, nur so kann man sich ein Bild machen ( Rassenbeschreibungen und Videos bieten Anhaltspunkte, aber wie so oft sind Theorie und Praxis einfach unterschiedliche Dinge und viele Rassenbeschreibungen sind nicht wirklich brauchbar). Wenn man sich für eine Rasse entschieden hat, schaut man wo man seriöse Züchter findet ( sprich erkundigen über Vereine, nicht über Kleinanzeigen, auch wenn dort auch mal seriöse Züchter inserieren, aber wenn man da noch keinen Überblick hat fällt man da sonst schnell auf was Unseriöses herein ), und lernt die kennen ( wenn man das noch nicht hat ). Es kann übrigens auch möglich sein einen bereits älteren Hund zu bekommen, kann vorkommen dass Hunde zurück zum Züchter gehen, oder sich ein Hund dann einfach nicht für die Zucht eignet und deshalb sucht oä. Normalerweise aber, kauft man beim Züchter nen Welpen, klar.

    Ich würde mir da also echt die Frage stellen: Möchte ich einen schon Erwachsenen Hund der vielleicht schon viele Dinge kann oder hier und da schon gewisse Dinge erlebt hat ? Oder möchte ich einen Hund dem ich alles erst zeigen und beibringen muss ?

    Anfänger geeignet kann beides sein, vorausgesetzt man entscheidet sich richtig.

    Möchte man gezielt einen älteren Hund bestimmer Rasse haben, gibt es übrigens auch ganz viele Rassenspezifische Notvereine.

    Was man hingegen nicht tun sollte, ist einen Auslandshund als Direktimport kaufen ( ja, auch Tierschutzhunde kauft man). Wenn Auslandstierschutz, dann unbedingt a) vorher informieren welche Vereine wirklich seriös sind ( da gibts nämlich auch einige schwarze Schafe ), b) intensiv damit auseinandersetzen wie die Hunde aus den jeweiligen Ländern so gestrickt sind damit man sich nichts ans Bein bindet was so vorne und hinten nicht passt, und c) die Hunde unbedingt gründlich bei einer Pflegestelle kennen lernen wo der Hund schon wohnt und die Leuts dir aus dem zusammen leben sagen können wie der so ist und welche Themen es ggf gibt.


    - Ansonsten würd ich nochmal fragen welche Größe du dir konkret vorgestellst. Mittelgroß ist ein dehnbarer Begriff. Für den einen ist ein Beagle schon mittelgroß und ein Border Collie schon ein großer Hund, für den anderen ist ein Mittelschnauzer noch klein und ein Dalmatiner Mittelgroß ( der für andere Menschen eher als großer Hund durchgeht ). Ich für mich empfinde bspw so circa den Bereich zwischen 40- und 60 cm SH als mittelgroßen Hund. Die Gewichtsspanne kann sich da schon auch nochmal deutlich unterscheiden. Es ist einfach n Unterschied ob der Hund 10 oder 30 kg wiegt, und grad wenn man in nem mehrstöckigen Haus lebt ist es mAn einfach wichtig sich da ne Gewichtsgrenze zu setzen. Es kann immer mal sein, dass man den Hund tragen muss. Bspw weil er sich verletzt hat oder frisch operiert ist, weil er zu alt ist um die Treppen zu laufen oder weil es wie gesagt ein Welpe ist der noch keine Treppen laufen darf.


    - Dann eben die Frage mit welchen Eigenschaften man zurecht kommt und mit welchen nicht. Ja, vieles findet man erst im zusammen leben raus, aber man kann schonmal sortieren indem man Hunde kennen lernt, mit Hunden Gassi geht, schaut welche Eigenschaften sich mit den Umständen tatsächlich ausschließen, und sich selbst reflektiert. Im Zweifel lieber zu kritisch als zu rosig drauf gucken. Beispiele dafür hast du ja schon genannt wenn man zB an Shiba Inu oder Basenji denkt. Die sind einfach eigen, das bedeutet aber nicht dass es dir nicht liegen muss, aber vieles liest sich oft angenehmer als es dann tatsächlich ist. Oft ist man da dazu geneigt zu denken Ach das is doch schon wenn die bissl eigenständiger sind, bis man dann merkt wie das wirklich ausschaut. Ein Labbi oder Golden hingegen wäre wieder ein komplett anderer Schlag Hund, im Gegensatz zu den anderen Beiden aber Rassen die sehr beliebt sind, und viele Rassen sind das nicht ohne Grund. Wenn man jetzt allerdings bspw im 3. Stock ohne Aufzug lebt, ist ein Hund in der Größe natürlich eher nicht das Ideal. Sollten die aber bspw vom Wesen sehr gut passen und dann nur das Haaren stören... ja mei, wäre dann halt ein begehbarer Kompromiss.

    - Und mach dir ne Liste mit Eigenschaften die du auf jeden Fall brauchst, Eigenschaften die auf gar keinen Fall gehen, und nem Mittelbereich bei dem du flexibel bist.

    Und unterm Strich sind manche Dinge auch einfach Erziehungssache. Bspw Kläffen oder allein bleiben, Ruhe in der Wohnung, das ist im Regelfall Erziehung und nicht Eigenschaft.


    Ansonsten: Das was du bisher so beschreibst an Bewegungspensum ist so unterm Schnitt für jeden gesunden Hund machbar. Stellen aber auch eher das Minimum dar.

    Wenn es nur um das Leben in nem Mehrfamilienhaus geht :

    Wie sehr der Hund haart is da mAn ziemlich egal, die meisten Haare befinden sich in der eigenen Wohnung und landen nicht im Treppenhaus.

    Auch ein aktiverer Hund spricht nicht gegen Wohnungshaltung, denn letztlich findet das Leben ja draußen statt und drinnen ist ja Ruheort.

    Was kontraproduktiv wäre, wenn man bspw nicht grad im EG wohnt, kein Aufzug vorhanden ist und der Hund zu schwer ist, aber da achtet man ja schon auf die Größe. Nen Welpen allerdings muss man die Treppen noch tragen, da summiert sich mit jeder Stufe einfach jedes g mehr erstaunlich. Von daher wäre die Frage wo da konkret die Grenze gezogen wird ? Primär hinsichtlich des Gewichts.

    Ebenfalls schwierig sind sehr bellfreudige Hunde, stark wachtriebige Hunde, und bedingt bis schlecht verträgliche Hunde. Muss nicht heißen dass das nicht klappen kann, aber sowas verkompliziert natürlich.


    Hinsichtlich des Haarens nochmal: Jeder Hund der Haare hat, kann Haare verlieren. Es is nur unterschiedlich viel und unterschiedlicher Art. Gibt übrigens nen einfachen Test an dem ich fest mache ob ein Hund haart oder "nicht". Einfach mit nasser Hand übers Fell fahren - bleiben Haare hängen ja oder nein ? Bei nem Pudel oder Schnauzer bspw bleibt die Hand da frei von Haaren. Macht man das bspw bei nem Dalmatiner oder Labrador, hat man Haare an der Hand. Das wären jetzt aber nur paar Beispiele, tendenziell liegt es weniger an der Rasse, mehr an der Haar-Art und dann kann sich das Fell nochmal nach Individuum etwas unterscheiden. Bei nem stark haarenden Hund kann man die Menge mit entsprechender Fellpflege reduzieren, trotzdem fusselt der dann weiter. Bei nem "nicht haarenden" Hund, verlieren sich ein paar Haare beim Bürsten, in der Bürste, möglicherweise hat man auch mal ganz vereinzelt welche an den Klamotten wenn man den Hund bspw beim TA eng an sich hält, aber es sind so wenige dass man die schlichtweg nicht bemerkt, so dass man den Eindruck hat der Hunf verliere garkeine Haare. Kuschelt man dann bspw als Vergleich kurz nen stark haarenden Hund, sind ratzfatz die Klamotten voll davon. Sog "nicht haarende" Hunde ( da reden wir von Lockenhunden wie bspw Pudel oder Bichon Frise, langhaarigen Rassen ohne Unterwolle wie bspw Malteser oder Havaneser, und Rauhaarrassen die regelmäßig getrimmt werden müssen wie bspw viele Terrier oder Schnauzer ) haben im Gegensatz zu allen anderen Haarvarianten keinen Fellwechsel. Bei den meisten Rassen isses so dass die das ganze Jahr über mehr oder weniger stark Haaren, und zu bestimmten Zeiten im Jahr nochmal besonders stark. Und dann gibt es noch Rassen, die haaren einfach ganzjährig wie hulle. Sind die Haare kurz, bleiben die überall hängen. Sind die eher lang oder hat der Hund ne gewisse Menge an Unterwolle, finden sich eher Wollmäuse in der Wohnung. Ob und inwiefern der Hund tatsächlich stinkt hängt dann in aller Regel von anderen Faktoren ab. Ist der Hund trocken oder nass ? Wie schauts gesundheitlich aus ? Was bekommt der Hund zu fressen und wie gut wird das vertragen? Wird der Hund vernünftig gepflegt oder nicht? Grad wenn viel Unterwolle da ist und der Hund bspw regelmäßig im See badet, wird der einfach eher nach Hund miefen, als bspw ein kleiner Pudel ohne Unterwolle, der regelmäßig mit Shampoo gebadet wird weil er das aus Fellpflegetechnischen Gründen nötig hat. Auch das Alter kann was aus machen. Welpen bspw haben einen typischen Welpengeruch, der verfliegt wenn der Hund erwachsen wird. Ältere Hunde fangen oft an zu müffeln, weil dann eben gern mal gesundheitliche Sachen dazu kommen. Im Regelfall aber, sollte es einem zu denken geben wenn ein Hund stark nach Hund riecht ( wobei man sagen muss dass das natürlich auch nochmal individuelles Empfinden ist).


    Es ist also die Frage, wie wichtig ist es einem wirklich, dass der Hund kaum haart ? Oder kann man auch damit leben dass der Hund eben Haare verliert, man Haare an der Kleidung findet, man evtl regelmäßiger/gründlicher Staub saugen/kehren muss oä ? Kann man da Abstriche machen wenn der Rest passt ?


    Ansonsten gibts bspw noch Fragen wie der Hund an sich vom Wesen her gestrickt sein sollte ?