Gesucht:
- Klein 35cm, bis 8kg (handelbar f. Kind)
- Kinderlieb, nie aggressiv auch gegenüber fremden Kindern
- Wenig Jagdtrieb
- Katzen „lieb“
- Kein Leinenhund
- Auch mal zufrieden mit kurzem Betonspaziergang und Garten / Terrasse.
- Kann auch Velotour, Wanderung etc.
- Gerne intelligent, fröhlich
- Wenig haarend
Kurz runter gebrochen erstmal darauf :
Zur Größe und dem Gewicht- da sollte man im Hinterkopf haben dass es beim Zwergschnauzer, insbesondere bei den Rüden, immer mal Ausreißer nach oben gibt.
Unser Zwerg ist da bspw mit 37/38 cm und 10 kg überm Maß geraten. Einer seiner Brüder ist ebenfalls eher größer/kräftiger geraten. Ist halt die Frage wie wichtig euch die 8 kg/35 cm Grenze da ist. Sollte bspw geplant sein den Hund mit ins Flugzeug zu nehmen, sollte man da eher ne Hündin nehmen, andernfalls ist der Punkt zu vernachlässigen. Ich kenne es tendenziell schon so dass die Zwerge wenn eher nach oben als nach unten aus dem Standard gehen, zumindest solange man bei den richtigen Zwergschnauzern schaut und nicht bei den Amis ( von denen ich allein deshalb abraten würde weil die Zuchtvorgaben nicht an die des PSK ran kommen).
Kinderlieb sein ist eher ein Erziehungsding. Normalerweise ist es mit dem eigenen Kind, erst recht wenn der Hund das von Anfang an kennt, kein Ding. Solange alles vernünftig geregelt abläuft, sprich der Hund lernt wann er das Kind in Ruhe lassen soll und das Kind wann es den Hund in Ruhe lassen soll. Bei nem Welpen, logischerweise, kanns sein dass die mal rein schnappen, liegt dann halt daran dass die die Beißhemmung erst lernen müssen wie alle anderen Hunde auch. Unser Zwerg hat als Welpe bspw ganz gern versucht in die Hacken zu schnappen, weil er aber da wirklich klein war hat sich das eher angefühlt wie ein anstupsen. Fremden Kindern ggü ist es wie Fremden Menschen allgemein ggü. Bei Schnauzern generell gibt's da von bis alles mögliche. Es gibt Hunde die da relativ offen und freundlich sind, und es gibt Hunde die Fremdem ggü prinzipiell erstmal skeptisch ggü stehen. Man sollte halt im Hinterkopf behalten dass Schnauzer - auch die Zwerge - schon eher ernstere Wachhunde sind. Tendenziell sind die eigenen Menschen oft ihr Leben, Fremdem ggü sind sie aber nicht selten deutlich distanzierter ggü. Da du aber meintest dass du bspw schon mit allerlei Sennenhunden Erfahrung hast, dürfte das beim Zwergschnauzer nicht nennenswert ins Gewicht fallen, die sind schon verhältnismäßig einfach zu handeln in der Hinsicht. Ich würde aber in eurem Fall dann wirklich auf ne Zucht achten die wert auf Offenheit legt. Es gibt bei den Zwergen eben welche die noch ursprünglicher unterwegs sind, sprich misstrauischer, ernsthafter, verglichen mit den größeren Schnauzern dabei trotzdem einfach handelbar, und es gibt Zwerge die dennoch recht offen und freundlich sind, teilweise sogar als Besuchshunde in bspw Seniorenheimen unterwegs sind ( es gibt durchaus Zuchten die darauf auch bisschen Schwerpunkt haben ). Aber insgesamt kann man schon sagen - Man sollte nicht erwarten dass die nicht auch aggro werden können wenn was nicht richtig läuft. Ich kenne es von denen bspw auch dass die teils sehr drauf bedacht sind Respektvoll behandelt zu werden, wenn man zu grob ist und die Grenzen missachtet können die auch stinkig werden. Auch wenn denen ein ggü doof kommt, oder sie der Ansicht sind ihr Territorium bewachen zu müssen, oder einfach blöde Erfahrungen machen, sind es im Schnitt eher keine Hunde die dann klein bei geben, im Zweifel können die durchaus ( da stehen die den größeren Schnauzern in nix nach ) auch sagen - wenn du Stress willst kannste haben. Das sind einfach Dinge die erstmal damit zusammen hängen was da genetisch mal gewollt war, zum anderen kann jedes Lebewesen auch aggro werden unter bestimmten Voraussetzungen. Wie stark das ausgeprägt ist, ist von Zwerg zu Zwerg unterschiedlich, aber wie in vielen anderen Punkten auch - verglichen mit manch anderen ähnlich gelagerten Hunden isses doch eher einfach.
Letztlich sollten einfach gewisse Regeln gelten, bei egal welchem Hund. Und wie gesagt- bei dem was ihr bisher sonst so kennt sollte das ein Klacks sein.
Jagdtrieb kann durchaus vorhanden sein. Es sind Hunde, Jagdtrieb ist ne hündische Eigenschaft. Wenn man ehrlich ist ist es für nen Hund eigentlich ziemlich unnormal keinen Jagdtrieb zu haben. Aber ich kenne das von den Zwergen eher mäßig ausgeprägt. Unser Kerl findet bspw Bewegungsreize ganz spannend, den bekommt man da aber auch total easy raus. Wenn meine Mittel-Hündin gern dezent flippen würde weil Reh, Hase oä, steht der Zwerg daneben und versteht die Aufregung nicht. Allgemein- in total vielen Dingen isses mEn ein einfacher Hund. Silvester? Egal, wird verpennt. Motivieren ? Futter geht immer ! Will to please hat er definitiv keinen, aber sehr ausgeprägtes will to eat. Spielzeug? Auch cool ! Wird sogar äußerst pfleglich behandelt, sprich er macht kaum was kaputt ( apropo kaputt machen, die ein oder anderen Zwerge habens da im jungen Alter ganz gern mit Leisten zerpflücken, Tapete von der Wand knabbern oä, das hat seine Schwester bspw gemacht, oder auch die damalige Zwergin die meine Eltern mal hatten... Man staunt was so ein kleiner Hund alles zerstören kann, aber muss nicht... Wie gesagt nicht alle sind so, kommt aber ab und an mal vor ). Wenn nix los ist liebt er seine Couch und kuscheln/begrabbelt werden findet er eh voll super ( aber nur von uns ! Fremde dürfen ihn nicht antatschen, von denen möchte er gern in Ruhe gelassen werden ). Apportieren, Tricks lernen und ähnliches findet er auch ganz cool. Das beste ist immer bei seinen Menschen zu sein, und wenn ich den irgendwohin mitnehme denk ich mir ganz oft dass das echt läuft wie am Schnürchen. Außerhalb territorialen Grundes ist dem super viel total schnurzegal. Leinenführigkeit ging super easy, allgemein einige basics gehen total einfach. Allerdings- Fremde Hunde findet er kacke weil er schon einige scheiß Erfahrungen gemacht hat, und fremden ggü wie gesagt ist der eher der distanziert-skeptische Typ. Wenn ihr nen Hund frei von Aggressionen wollt der Kinder fremder Eltern mit Kusshand aufnimmt - ähm ja mit dem wärt ihr an der Stelle nicht glücklich.
Das Katzenthema ist analog zum Kinderthema zu betrachten- die eigene Katze ist garkein Problem, fremde Katzen müssen nicht zwangsläufig genauso cool sein. Hier isses so - er is mit nem Kater aufgewachsen, er und der Kater sind wie Arsch auf Eimer. Sprich die verstehen sich super gut. Kater findet Hunde cool, Hund findet ihn cool weil kennt er ja seit Welpe an. Die liegen auch öfter mal zusammen zB. Fremde Katzen aber sind ganz was Anderes. Die möchte man - im Gegensatz zu meiner Mittel Hündin- nicht platt machen, aber seiner Ansicht nach dürfen die sich auch gern trollen.
Ich denke mit dem bisherigen Text hab ich viele der Punkte schon beantwortet.
Fellpflege ist intensiver als beim Border, denn der Zwergschnauzer hat im Gegensatz zum Border Terrier nicht überall pflegeleichtes Rauhaar. Getrimmt werden müssen sie, solange die noch trimmbar sind ( das wie gut und wie viel trimmbar variiert beim Zwergschnauzer mittlerweile leider sehr ), aber man sollt sich auch klar drüber sein dass die längeren Bereiche ( Beine, Brust, Bart ) eben recht pflegeintensiv sein können. Da die heutigen Zwerge leider immer flauschiger und wolliger werden, verfilzen die genannten Stellen auch mal wenn man nicht aufpasst, und insbesondere der Bart kann auch recht flott pappig und knoddelig werden. Neben regelmäßigen Trimmen machts also auch Sinn die längeren Stellen, insbesondere den Bart, in regelmäßigen Abständen auch mal kurz zu waschen. Wenn der ganze Dreck raus ist und das Haar wieder trocken kommt die Bürste besser durch als wenn man sich erstmal durch den ganzen Kram bürsten muss der da so hängen bleiben kann. Wenig/Kaum haarend sind die im Regelfall aber schon.
Das Thema Intelligenz ist mMn Ansichtssache und Individualität. Fröhliche Hunde sinds, ja. Wär ja komisch wenn ein Hund nicht fröhlich wäre.
Wie erwähnt wohnen wir ca 5 min vom Wald entfernt. Zu Fuss 5 min. Entsprechend kommt jeden Abend Igel, Fuchs oder Dachs vorbei. Darum sollte der Jadgtrieb dringend sehr gut kontrollierbar sein. Wenn ich es richtig verstand, ist dies beim Zwerg nicht ein grosses Problem?
Ich möchte keinen Leinenhund. Mein Mann geht am Wochenende gerne Wandern oder Mountain biken. Der Hund sollte gut daneben mitlaufen können, aber auch zufrieden sein, wenn es nur Waldspaziergang und paar Nasenspiele gibt oder schlimmer: nur Betonspaziergang und Gartenaufenthalt (Sturm! Krank etc). Bin ich völlig daneben, oder ist der Zwergschnauzer ein passender Hund dafür?
Womit ich keine Erfahrung habe, sind Kinder mit Hunden. Was sollten sie können, bevor ein Hund einzieht?
Ich würde gerne einen Rescue nehmen, aber dies ist mir mit kleinem Kind zu heikel. Hund muss nicht sofort einziehen. Ich kann auch 1,2 Jahre warten.
Bin ich völlig auf dem falschen Dampfer mit dieser Rasse?
Lieben Dank für die Hilfe.
Sonnige Grüsse.
Alles anzeigen
Wie gut ableinbar trotz wildreicher Gegend hängt dann letztlich davon ab wie gut die Erziehung funktioniert und wie stark der Jagdtrieb schlussendlich dann ausfällt. Es kann sein Wild interessiert nicht die Bohne, kann sein Wild is spannend wenns rennt, kann sein Hund interessiert sich sehr für Tierchen die kleiner sind als er, und da dann ordentlich... Aber wie gesagt unterm Schnitt ist das bei denen recht moderat.
Mit mal weniger auskommen sollte jeder Hund können, bei den angedachten Dingen würde ich aber zumindest eher keinen Zwerg aus Sportzucht nehmen. Augenmerk auf nette Familienzwerge, das wär so das wonach ich da gucken würde. So oder so aber auf jeden Fall erstmal in Ruhe kennen lernen. Beim PSK gibt's PDF Listen mit Züchtern, viele sind auch ganz offen dafür erstmal nur zum kennen lernen zu verabreden ohne dass überhaupt erst Welpen da sein müssen.