Beiträge von Terri-Lis-07

    Schleppleine finde ich praktisch um entspannt Radius zuzulassen und in etwa zu vermitteln welche Distanz in Ordnung ist.

    Die Leine rollt man sich dabei immer wieder ein oder aus, bis sie zu Ende ist. Dabei muss man den Hund nicht beachten, der verinnerlicht dann relativ schnell wie viel in etwa 10 Meter sind, und an diesem Punkt kann man selbst im Freilauf zusätzlich nochmal einhaken ( je nachdem "Warte", "eh" oder "geh weiter").


    Was Stopps anbelangt hab ich zum einen "Stop" und zum Anderen "Warte".

    Stop heißt : Du bleibst jetzt sofort stehen und gehst keinen Schritt vor oder zurück.

    Warte heißt : Bleib mal kurz dort wo du grade bist ( dabei reicht es wenn der Hund zB stehen bleibt und schnüffelt, oder etwa 1,5 Meter bei einem bleibt).

    Das erste ist quasi die Strenge Version - wird gezielt geübt und entsprechend sowohl hochwertiger belohnt, als auch schneller korrigiert, weil das für mich eine Art Notfall Kommando ist.

    Sprich - Wenn ich bspw sehe wie aus dem Augenwinkel ein Radfahrer vorbei brettert, kann ich den Hund auf der Stelle "fest tackern".

    Man könnte theoretisch auch einfach Sitz oder Platz nehmen, aber ein Stop erfordert nur ein "bleib stehen" weshalb es evtl einfacher ist - je nach Hund.

    Das Warten wird eher beiläufig im Alltag geübt. Bspw wenn ich stehen bleibe um etwas aus meiner Tasche zu kramen, oder wenn der Hund zu weit vor läuft.

    Richtiges Verhalten, also langsamer werden bis stehen bleiben wird belohnt und es gibt gelegentlich mal nen Keks, aber mehr auch nicht.



    Was das Spannend bleiben betrifft :

    Der Hund soll ja im Endeffekt beim Gassi Hunde Dinge tun, und nicht permanent mit der Aufmerksamkeit bei einem seinen. Quasi zwanghaftes Aufmerksamkeit bei einem behalten, liegt ja nicht im Sinne des Spaziergangs.

    Insgesamt sollten die Kommandos die man nutzt "Gewicht" haben, man solle mit seiner eigenen Aufmerksamkeit auch nicht am Hund kleben ( im Sinne von permanenter kritischer Analyse bei gleichzeitigem ausblenden von allem Anderen - Hund merkt dass er dann im Mittelpunkt steht und dadurch wird der Mensch so n bisschen uninteressant bis lästig ^^) , und wenn entsprechend Bindung und Grunderziehung da ist ( + der Hund nicht von sich selbst aus zu eigenständig *hust*), dann hat ein Hund - mit Ausnahme von zu hoher Ablenkung durch bspw Wild, Ängsten, Menschen, whatever - auch kein Grund zum abhauen.

    Den meisten finden es eigentlich doch eher blöd wenn ihr Mensch abhaut ( trifft jedoch weiß Gott nicht auf alle zu - Manchen Hunden juckt das auch nicht die Bohne).

    Ich bin gerade ein bisschen über Frisuren gestolpert. Ist so eine Hundefriseur eigentlich immer mit tieferem Sinn behaftet oder einfach nur rassetypische Tradition?

    Mir fallen da besonders Schnauzerfrisuren ins Auge, die ich mir nicht logisch erklären kann - dadurch holt man sich doch nur Nachteile ins Haus? Das lange Fell am Bauch/Beinen sammelt Kletten, Äste und Matsch, Bart wird so oder so leicht dreckig und die Augenbrauen.. naja, Yorkies haben dafür dann wenigstens Zöpfe. Bitte schlagt mich nicht, aber ist das nicht die unlogischste Frisur der Erdgeschichte? Wenn nein, belehrt mich bitte!

    Die Frisur hat keine Praktischen Gründe, das stimmt.


    Allerdings bleibt tatsächlich weniger hängen als man denkt, so dass es eigentlich garnicht mal so unpraktisch ist wie man sich das vorstellt.

    Es filzt kaum ( bzw bei einmal Wöchentlichem kurz durch Bürsten nur an den Achseln - und in Lilos Fall die Brustbehaarung weil die seit der Kastra recht wollig geworden ist) , Dreck rieselt wieder raus, und Stöckchen und Co bleiben eigentlich auch nicht wirklich hängen.

    Einzige Ausnahme sind Kletten, und ja, es ist natürlich aufwendiger als würde man Bart, Brauen, Beine und Brust einfach kurz halten.

    Vom Prinzip fällt allerdings echt nur der Bart ins Gewicht.

    Einmal trinken? Es tropft.

    Futtern? Es besteht die Möglichkeit dass etwas Futter im Bart klebt.

    Hält man den allerdings sauber ( alle ein bis zwei Wochen kurz waschen reicht), ist auch der echt unkompliziert - vorausgesetzt man findet den nicht mega unhygienisch ( Bärte sind allgemein Geschmackssache).


    Vom Prinzip her ist die Grundidee dieser Frisur ja bei Einigen Rassen ähnlich : Schnauzer, Airedale, Welsh, Wheaten, Kerry, Schwarzer Russe, Rauhaardackel ect... Die haben allesamt Bein - + Brustbehang und mehr oder weniger Bart plus Braue.


    Was die Braue an sich anbelangt - Die wird beim Schnauzer so geschnitten, dass die Augen nur überdacht sind. Das heißt : Seitlich bleiben die Augen frei, der Hund kann sehen - im Gegensatz zu bspw Briard, Shih Tzu, Schwarzer Russischer Terrier, und bei welchen Rassen man noch die Behaarung über den Augen normalerweise so lang lässt, dass der Hund entweder Zopf tragen oder eine Gardine vorm Gesicht haben muss.


    Optische Gründe :

    Brust und Beinbehaarung gleichen den Körper uU ein wenig aus, der Hund wirkt von Körperbau her harmonischer.

    Der Bart lässt den Hund rustikaler wirken, und Augenbrauen geben einigen Hunden einen wacheren Ausdruck ( zumindest wenn sie eine entsprechende Form haben).


    Praktische Gründe :

    Brustkorb und Bauch bleiben warm.

    Ohren und Backen werden kurz gehalten - dadurch bleiben die Ohren gut belüftet und entzünden sich nicht so schnell.


    Kann man also garnicht mit der Schur vom Pudel bspw vergleichen.

    Damals sah der Schnauzer auch noch gänzlich anders aus. Die hatten nicht so viel Bart, nicht so viel Braue, keinen Plüsch an Bein und Brust, Ohren und Ruten waren kupiert, der Rücken länger, der Körper insgesamt "gröber".



    Hier findet man ein paar Bilder :

    https://www.google.com/amp/s/w…lizzy6/vintage-schnauzer/



    Eigentlich kann man sagen : Die aller wenigsten Frisuren haben wirklich praktische Gründe. Die sind fast alle aus optischen Gründen entstanden.

    Und deshalb, ist es auch eigentlich herzlich egal ob ein Schnauzer einen Bart hat, ein Malteser kurz gehalten wird oder ein Bedlington Terrier ausschaut wie ein Lämmchen.

    Beim Russischen Terrier bspw ist es so, dass die meisten eher eine gemäßigte Schnauzer Frisur tragen, weil die Rassetypische Frise zu unpraktisch ist.


    Für mich gibt's übrigens nix Unpraktischeres als Bodenlanges Fell oder allgemein Langhaar.

    Sei es jetzt Tibet Terrier, Shih Tzu oder Briard - Ich finds derbe unpraktisch. Dauernd bleibt was hängen, dauernd verknotet oder verfilzt was ( teils heimlich tief im Pelz), und das Bürsten dauert so verflucht eeeeeeeewig :see_no_evil_monkey:


    Andere Dinge die ich nicht verstehe :


    - Plüschpopos

    - schwerer, dicker Plüsch auf eh schon schweren, großen Ohren

    - Langhaar in Kombi mit Brachyzephalie ( einerseits muss man das Fell im Gesicht kurz halten damit nicht dauernd was in die Glubschis geht, andererseits sind die Augen besonders gefährdet die Schere abzubekommen, weil diese so weit raus stehen und man den Kopf nicht richtig fixiert bekommt)

    - Dreadlocks

    - Bodenlange Behänge ( bspw bei Scottish Terrier, Westie und diversen Bichons vorzufinden)

    - übertrieben rund geschnittene Köpfe ( Bichon Frisé, Westie in Showfrisur)

    - Fell mit der Konsistenz von Zuckerwatte oder Angora Kaninchen



    Praktisch für den Hund ist eigentlich nur bis Langstockhaar oder Rauhaar ohne Plüsch.

    Alles was mehr ist, ist in irgendeiner Hinsicht unpraktisch.

    Ich hatte fast auch dort bestellt.

    Allerdings gab's in Lilos Größe nurnoch das Rote.

    Insgesamt hätte mir eigentlich nur Camp oder schwarz gefallen, da hat sich der Sale allerdings nicht rentiert, und beim Rot hat mir der Ton überhaupt nicht gefallen.

    Türkis und Grün waren da schon ausverkauft, und Pink ebenfalls ( wäre allerdings eh nicht in Frage gekommen).

    Wäre das Rot ein Bordeauxton gewesen, siehts wahrscheinlich anders aus.


    Wobei ich halt allgemein eigentlich keine festen Halsbänder nutze, somit hätte es mir schon zumindest halbwegs gefallen müssen um es zu bestellen. Mein einziger Beweggrund wäre der Griff gewesen.

    Hier kommt definitiv keiner rein, bzw wenn doch, auf jeden Fall nicht wieder raus.


    Omi kläffert Menschen nur empört die Ohren voll wenn nicht erwünscht.

    Schnauz würde zwar wahrscheinlich nicht schreddern, aber auf jeden Fall stellen und an die Wand nageln.

    Obwohl sie n Schisser is, aber eigenes Grund is rote Zone.

    Und weil ich selbst echt Besuchsfaul bin, hab ich auch nie dran gearbeitet. Die wird einfach kurz ausquartiert wenn Besuch doch mal nötig ist.

    Sollte allerdings jemand ohne Erlaubnis hier rein, wirds für diese Person ungemütlich. ( und jeder wirds mit bekommen)

    ,, Geh weiter" ist hier tatsächlich eins der wenigen "Kommandos" die hier beim Pöbeln - unabhängig vom Gegenüber - gut funktionieren, wenn nicht das Einzige.

    Vorausgesetzt natürlich der Hund ist ansprechbar genug dafür.


    Meist nutze ich es, wenn sie grad etwas gruselig findet, oder ein Mensch sie warum auch immer erschreckt hab ( kann auch ein zu mir rufen sein, kommt auf die Situation an).

    Also Beispiel :

    Unerwarteterweise entdeckt sie einen Menschen bei der Gartenarbeit. Man sieht wie die Aufregung hoch geht ( hastige/laute Atmung, bzw Kamm im Nacken, oder erschrecken in Form von zur Seite springen oder kurz zusammen zucken), ich sage,, Geh weiter" ( oft begleitet mit einem Fingerzeig nach vorne), Schnauz orientiert sich um auf das was vor ihr ist und geht weiter. Das nimmt ihr auch gleich die Aufregung wieder raus.


    Bei anderen Hunden klappt das bspw wenn Hunde hinterm Zaun pöbeln oder sie überlegt sich zu versteifen und fest zu glotzen ( und der Abstand dabei maximal andere Straßenseite beträgt).

    Sie versucht dann sich irgendwie wieder nach vorn zu schauen oder zumindest schneller aus der Situation zu kommen.

    Kann allerdings auch - wie alle Anderen "Kommentare" das Gegenteil ( also noch mehr Aufregung) bewirken ( wenn der Aufregungspegel schon zu hoch ist - dann sieht man wie der Kamm im Nacken im worst case nochmal etwas an Höhe gewinnt).


    Lilo ist allerdings auch ein Hund, der zwar gewissermaßen nen eigenen Schädel hat, aber im Endeffekt bemüht ist etwas richtig zu machen.

    Wenn sie dann eine Aufgabe gestellt bekommt, die sie nicht meistern kann ( in dem Falle einfach nach vorn gucken und weiter gehen, obwohl man sich von dem anderen Hund nicht abwenden kann), merkt man richtig wie sie sich diesem Konflikt stellt.

    Machbar ist es bspw bei Wildbegegnungen :

    Man sieht der Hund ist gespannt wie eine Feder, und will, will, will unbedingt ein Stückchen Reh probieren, reißt sich aber so dermaßen zusammen dass er sich noch auf den Hintern setzen oder halbwegs an der Leine laufen kann. Sie kann sich dann auch zu mir Umorientieren und nen Keks abstauben, bleibt gedanklich aber natürlich auch beim Wild, bis die Sicht + Witterung weg ist.


    Interssant ist ebenfalls :

    Bei Wild muss ich sie eng bei mir führen, weil sie sonst der Witterung nachgehen muss. In dem Fall hilft es ihr.

    Bei Hundesichtung darf ich das in der Form nicht, weil es für sie zu viel "trara" ist, zusätzlich zur Aufregung wegen des anderen Hundes. Hier ist es also kontraproduktiv. Sprich : Die Leine darf ihr nicht zu viel Freiraum geben damit sie sich nicht abschießt, und ich darf sie per Kommando nicht eng nehmen weil sie dann dafür keinen Nerv hat. ( also ganz was Anderes als die Impulskontrolle bei Wild)


    Daran sieht man auch dass es nen riesigen Unterschied machen kann, je nachdem was eigentlich der Beweggrund der Aufregung ist.