Beiträge von Panini

    auch wir wollten in einer Junghundestunde einer Hundeschule mitmachen, man kann hier im Thread lesen, wie das ausging: gar nicht schön. Wahlweise mobbender Schäferhund im freien „Spiel“ oder kreischender Schäferhund beim Zusehen.

    Wirklich genau wie bei uns. Das eine Mal wo die Trainerin meinte, wir könnten ja mal testen ob sich mit dem RR ein Spiel entwickelt, fing er sofort an zu mobben, da der RR sehr unsicher war.. also nach 20 Sekunden wieder an die Leine und da weiter frusten.

    Mir scheint, für viele Hütehunde sind Gruppenstunden absolut ungeeignet.

    Wir sind da echt rausgeflogen, weil der Hund zu laut war. Aber im Nachhinein wahrscheinlich ganz gut so. Er konnte nicht mitarbeiten und wir gingen immer enttäuscht nachhause.

    Ich wünschte im Nachhinein, wir wären auch rausgeflogen :ugly: (wie Freunde mit ihrem Aussie, die mussten nach einer ersten Gruppenstunde gehen weil „das stört ja nur die anderen“).
    Hätte mir und dem Hund viel Stress erspart. So habe ich ihn Woche für Woche totalem Frust ausgesetzt, er hat wahlweise die Stunde durchgefiept oder wollte bellend auf die anderen Hunde los wenn die dran waren und alles was an Hilfe kam waren Sätze, auch quasi als Erklärung an die anderen, wie „Collies sind so, da kann man nichts machen“ oder „geh noch ein Stück weiter weg wenn er das nicht aushält“ - ich stand manchmal so weit weg dass ich kaum noch was verstanden habe und war ebenfalls gefrustet weil mein Hund der einzige war, der nicht brav auf seiner Decke lag und überhaupt keine Besserung in Sicht war.
    Mit der Kleinen besuche ich keine Hundeschule und hab es noch nicht eine Sekunde bereut.

    Nichts geht über eine harmonische Vater-Tochter-Beziehung:

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    Ich weiß nicht, ob das hier jemanden interessiert, aber wir haben die Kurve zu "bei Erzfeindsichtung Umdrehen" wieder bekommen. :nicken:

    Bei uns etwas abgewandelt: Unsere Nachbarin mit dem Erzfeind hat sich vorhin direkt umgedreht als sie erkannt hat dass wir es sind, die da in 15 Metern Entfernung plötzlich stehengeblieben sind xD Das ist tatsächlich etwas Neues, bisher ist sie immer stumpf weitergelaufen und ich musste dann schnell ausweichen wenn es keine beidseitige Eskalation der Hunde geben sollte :ugly:

    Habt ihr den Freilauf "immer Mal probiert" ohne Absicherung oder missverstehe ich das ?

    Die ersten 3 (?) Monate war sie so skeptisch und nur mit ankommen beschäftigt, da lief sie nur an kurzer Leine und wir haben auch keine langen Spaziergänge gemacht. In der Zeit hat sie gar nichts aufgenommen, vermutlich fehlte ihr die Kapazität dafür.
    Dann lief sie sicher noch mal gut 8 Monate im Wald nur an der Schleppleine weil sich zeigte dass sie seeeehr an Wild, auch an Spuren, interessiert war. Als wir das im Griff hatten, durfte sie in den Freilauf.
    Am Kotfressen haben wir ziemlich von Anfang an gearbeitet, den hat sie nämlich auch an kurzer Leine im Vorbeigehen aufgelesen. Da half aber gar nichts. Daher irgendwann halt der Maulkorb. Als sie zu uns kam war sie schon 5-6 Jahre alt, das Verhalten war schon gefestigt

    Es gibt Hunde die sich an Emotionen hochziehe. Egal ob positiv oder negativ. Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.

    Mein Rüde sollte mal von unserem Agi-Trainer korrigiert werden (er fragte ob er mir mal zeigen könne wie er mit dem Hund arbeiten würde und ich wollte mal sehen was er für Ideen hat, daher hatte ich zugestimmt) indem der entschlossen auf ihn zuging und ihn körpersprachlich zurückdrängen wollte. Daraufhin wurde mein Rüde ziemlich ungehalten und ist bellend auf den Trainer los und hat ihn mit Wucht angesprungen. Das hat er so lange gemacht bis der Trainer zurückgewichen ist..

    Generell macht er bei Druck erst recht nicht das man von ihm möchte.

    Meinst du sowas?

    Nein . Ich habe das vorbereiten lassen von Leuten die sie nicht kannte aber ich um nicht eine Fehlverknüpfung über bekannten, familiären Geruch an der Verleitung zu haben. 3 unterschiedliche Tage mit Abstand dazwischen und unterschiedliche Verleitungen sowie Orte. Da flog dann ne Moxonleine direkt neben sie bei dem Verhalten was ich direkt abbrechen wollte und sie hat gemieden weil sie der Typ Hund dafür war. Natürlich bin ich mit ihr vorausschauend das Jahr unterwegs gewesenen vorher und habe, wenn sich sowas vorher angekündigt hat auf normalen Spaziergängen,bei Interesse ein "nein , weiter " verlangt und das dann bestätigt. Es gab nie Erfolg weil ich wusste das macht es schwerer und im worst Case ist der Hund tot. Sie hat dann dieses Verhalten nach den 3 gestellten Situationen von sich aus Zeit ihres Lebens ohne Erinnerung gezeigt. Egal wann, egal wo.

    Danke dir für deine ausführliche Erklärung! Ich frage weil meine Rumänin neben dem Interesse an allem Fressbaren auch ein (mMn fehlgeprägtes) Interesse an Hundekot mitgebracht hat und es uns auch durch verschiedene positive Strafen schon beim Ansteuern (u.a. Leine werfen, klatschen, in die Seite greifen) nie gelungen ist, das zu durchbrechen. Im Gegenteil, sie ist dadurch nur schneller geworden und spätestens im Freilauf war ihr eh alles egal.

    Was Aas und Essensreste angeht hat es letztendlich nur durch Bestätigung geklappt, entweder lässt sie sich nun vorher abbrechen oder sie bringt uns die Beute und wird dann belohnt. Manchmal dadurch, dass sie diese dann essen darf, zB

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    Bei Kot half nichts, da haben wir letztendlich auf Management zurückgegriffen und sie trägt außer am Strand nun immer Maulkorb.

    Das war bei meiner alten Hündin etwas wo ich 3x was hab vorbereiten lassen auf verschiedenen Gassi Strecken um die " aus dem Nichts" durch einen für sie deutlichen Schreckreiz ins Meideverhalten zu bringen und danach hat sie immer verlässlich Bögen gemacht um alles essbare

    Also du hast eure Gassistrecke präpariert mit 3 Verleitungen und als die Hündin sich denen nähern wollte, gab es einen Schreckreiz wie Zischen oder was werfen? Und das hat schon ausgereicht dafür, dass sie sich nie wieder etwas fressbarem draußen nähern wollte?

    Ich spreche davon, den Hund nicht alleine zu lassen, sondern durch das Gitter durch zu gehen, aber bei Sichtkontakt zu bleiben.

    Das ist eine negative Strafe, du entziehst deinem Hund deinen Kontakt bzw. unterbrichst die Interaktion. Für einige, gerade sehr junge, Hunde, ist das großer Stress (und die Frage ist, ob der Hund deine Strafe so überhaupt mit seinem Verhalten in Verbindung bringen kann)

    Stören tut mich das gedankenlose, willkürliche Weiterzerren von leichten Hunden auch sehr. Aber das körperliche Abbringen von Pinkelstellen, von denen der Hund sich selbst nicht löst? Für mich ist das Gewalt - aber absolut kein Drama.

    Die Frage ist doch, rechtfertigt Verhalten X des Hundes die Gewalt/Korrektur/Einwirkung Y ?
    Wäre es ein Drama, einfach die sagen wir mal 30 Sekunden zu warten, bis der Hund fertig geschnüffelt hat? Wo man in der Regel eh hauptsächlich der Hunde wegen spazieren geht (also ich würde bei unter 20 Grad nicht freiwillig spazieren gehen, ich mache das für meine Hunde) und die wenigsten Hunde minutenlang an einer Stelle stehenbleiben?
    Ja, man liest hier immer mal, die Hunde würden sich dadurch „abschießen“ - ist das wirklich so? Ich hab meinen Rüden anfangs auch weitergezogen oder ihn durch Abdrängen von solchen Stellen losgeeist - und dadurch mit dafür gesorgt, dass er draußen sehr hektisch unterwegs ist.. hat das Verhalten die Strafe gerechtfertigt, insbesondere hinsichtlich der Langzeitfolgen? Im Nachhinein sage ich, definitiv nicht.

    heute hat Lumi Hasenköttel für sich entdeckt, als neue Delikatesse. :muede: Pfui und Abbruch funktionieren zwar relativ gut, aber ich konnte sie nicht davon abbringen, wie verrückt nach dem Zeug zu suchen.

    Hatten wir heute auch mit Hühnerkot. Generell ist Kot aktuell sehr hoch im Kurs, Hundekot, Katzenkot, Hasenköttel.. was sie findet, testet sie und scheint alles deliziös zu finden :muede:

    Wär sonst ja auch zu einfach. Sie läuft super an der Leine, ist immer entspannt, bleibt problemlos allein, hat kein großes Interesse an fremden Menschen und Hunden, ist immer ansprechbar und abrufbar, kann überall frei laufen und hat nach wie vor einen eher kleinen Radius (keine 10 Meter). NICHTS davon traf auf ihren Vater mit 8 Monaten zu, daher möchte ich mich nicht beschweren :pfeif: