• Hallo
    Wie auch drüben empfehle ih dir wirklich nochmal die Bücher von Lind, es lohnt sich Geld für gute Bücher auszugeben ;)
    Es ist absoluter Blödsinn, dass Zerrspiel Hunde aggressiv macht.
    Es ist viel mehr eine tolle Möglichkeit den Beutetrieb zu kanalisieren

    Ich bringe einem Hund der anfängt zu zerren erstmal kein Aus bei, sondern pusche ihn im Beutetrieb, später wenn er sauber und fest greif und ordentlich zieht mache ich es wie vorher beschrieben mit 2 Gegenständen oder Futter. Anfangs lasse ich den Hund die Beute zum Abschluss im Rechtskreis tragen, knie mich hin, schmuse und warte bis der Hund selber ausspuckt(kann lang dauern, aber so lernt der hund auch mit Beute runter zufahren). Hab damit viele auch sehr beutestarke Hunde ausgebildet und nie Probleme mit AUS gehabt
    Mir fehlen 3 Dinge bei den vorheirgen Beschreibungen
    1. wenn der Hund die Beute gegriffen hat, immitiere ich zwar die Abwehrbewegungen des erlegten Hase, bewege mich aber immer in Zugrichtung des Hundes, lasse mich also hinterherschleifen. Hab noch nie einen Bodybuilderhasen erlebt der den Wolf schultert ;)

    2. Nachtragen: ich zerrspiele am Anfang immer an der Leine: Wenn der Hund die Beute erobert hat laufe ich sofort rückwärts und animiere ich den Hund zu mir. Rennt er vorbei, drehe ich in die entgegengesetze Richtung, solange bis der Hund zu mir kommt. SOFORT geht das Zerrspiel weiter. Iwann wird der Hund so super Beutetrieben und nicht auf die Idee kommen mit der Beute abzuhauen, da er gelernt hat wenn ichs bringe machts mehr Spaß.

    3. der Rechtskreis: zwischen drinn laufe ich selbst mit dem Hund im Rechtskreis und feier ihn, das die Zeit für den Hund etwas runter zukommen und an zugeben :D
    Halte sowohl die Sequenzen des Ziehens (wenn der Hund schön zieht sofort gewinnen lassen, je nach Hund spührt man den Zug anfangs kaum), als auch des Speils selber sehr kurz, 1. ist es sehr anstengend für den Hund
    2. soll der Hund die Lust nicht verliehren
    Die Zeit kann man dann später steigern

  • @ LasPatitas:
    sehr sehr vielen Dank für deinen Beitrag, er hat mir nun echt weitergeholfen.

    Da es mein erster Hund ist möchte ich so wenig wie möglich falsch machen.
    Ich möchte einen wohlerzogenen, verspielten "artigen" Hund, der weiß wo Grenzen sind.
    Ich hatte halt in anderen Foren gelesen das es ganz schnell in die andere Richtung gehen kann mit den Zerrspielen.Aber nun bin ich bestens informiert.

    Zum Thema ziehen und dabei "Aus" sagen habe ich mir schon denken können, da so wie auch bei der Leinenführung, zug nur gegenzug bewirkt.

    Ich werde ganz langsam mit den Zerrspielen anfangen, da er gerade am Zahnen ist.(Er sieht ein wenig aus wie eine "Zahnloseomi")

    Nochmals vielen Dank für eure Hilfe.

    Ps: Wer sonst noch nette anregungen zum Thema spielen hat, kann sie mir sehr gerne berichten.

  • Wenn du wirklich Schutzdienst machen willst, würde ich das Aus zugunsten der guten Griffe erst nach einiger Zeit aufbauen ;) Du willst schließlich volle satte Griffe, oder?
    Das mit der Aggression ist ein sich hartnäckig haltendes Gerücht :roll:

  • Was ich noch einwerfen möchte, ist der vorsichtige Umgang mit Zerr/Beutespielen und triebstarken Hunden. Ich selber arbeite teilweise nach Lind-Art, kenne aber einige Hunde (insbesondere BC) die durch diese Art der Ausbildung so hochgefahren worden sind, dass das echt nicht mehr schön ist.

  • Deshalb eben kurze Sequenzen und das Sichern im Arm des HF. Damit der Hund lernt auch mit Beute abzuschalten.
    Ich finde Lind wirklich einen der Besten zum Thema Zerrspiel und Spiel in der Ausbildung. Welche Bücher hast du?

  • MHH, Das Team-Balance-Buch. Ich arbeite mit meinen Hunden aber schon von Anfang an bei Lind-Art-Trainern, bzw. Tutoren und habe zumindest mit meiner Hündin fast das ganze Programm durchlaufen. Ich finde die Methode als Ausbildungsmethode auch toll und trotzdem nicht oder nur bedingt für jeden Hund geeignet. Ich habe schon BC gesehen, die nach der ersten (ruhig abgehaltenen und in kurzen Sequenzen) Team-Balance Einheit völlig aufgedreht waren. Bei denen war zweimal "Mäuslesprung" schon zuviel des guten.

  • Ja, klar mir ging es auch nicht um die TS speziell. Weil hier so tolle Spielbeschreibungen gemacht worden sind, wollte ichs halt nur nochmal sagen (habe meine Hündin am Anfang auch zu hoch gefahren, der Gehorsam war zwar top, aber an sie war viel zu "grellig")

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