welpe tickt aus..

  • Meistens wenn ich mit meinen Hund (14 Wochen alt, Malteser Mix) nach dem Gassi gehen oder "geschäfte" machen nach hause komm.. tickt mein Hund total aus. Er tobt richtig!! Es scheint nicht mehr normal zu sein. Streicheln kann ich ihn nicht weil er plötzlich beißen will, zwar nicht stark aber trotzdem so, dass es wehtut (dadurch dass er so spitze zähne hat).
    Er läuft quer links rechts herum ohne aufzuhören, bis er vor erschöpfung hecheln musss. Anbellen tut er mich auch.
    Natürlich versuch ich ihn zu ignorieren, gehe weg und setz mich irgendwo hin ohne ihn beachtung zu schenken. Währenddessen beißt er mich am Fuß und hört einfach nicht auf herumzuspringen, zu beißen und zu bellen.

    Auch wenn es falsch war, ich hab ihn zu boden gedrückt und festgehalten und böse "AUS!" gesagt. Langsam ist er wieder ruhiger geworden und dann hab ich ihn gleich gelobt. seitdem ist er ruhiger geworden.

    Woran liegt es, dass er so plötzlich austickt?

    normalerweise ist er nicht so. nicht mal wenn wir spielen. die situation entsteht nur nach dem gassi gehen

  • Das ist der ganz normale Welpenwahnsinn. Der Hund freut sich und ist aufgeregt nach dem Gassi gehen. Denk bitte grob an die "5 Minuten pro Lebensmonat" Regel, d.h. du solltest mit deinem Hund ca. 10-15 Minuten Gassi gehen (natürlich mehrmals am Tag).

    Aber bitte nicht mehr runter drücken. Ignorieren wäre richtig gewesen, wenn er dann immernoch in die Füße tackert kannst du auch mal kurz den Raum verlassen oder ein Spielzeug/Kauartikel ins Maul schieben damit er lernt woran er sich austoben darf.

  • Zitat

    Auch wenn es falsch war, ich hab ihn zu boden gedrückt und festgehalten und böse "AUS!" gesagt. Langsam ist er wieder ruhiger geworden und dann hab ich ihn gleich gelobt. seitdem ist er ruhiger geworden.


    Ja warum hast du das dann überhaupt gemacht, wenn du sowieso schon weißt, dass es falsch ist? :???: So etwas fördert auf jeden Fall nicht das Vertrauen in dich als souveränen "Anführer".

    Ignorieren was schon mal der richtige Ansatz. ;) Und wenn er dabei zu wild wird, würde ich auch eine räumliche Trennung vorschlagen. Aber nicht allzu lange. Danach bekommt er eine neue Chance. Benimmt er sich wieder nicht, dann wieder Trennung usw.

    Und übrigens diese Phasen gehen auch bald vorbei. Momentan steckt dein Zwerg eben noch voller Energie, freut sich des Lebens und weiß noch gar nicht wohin mit der ganzen Energie. :steckenpferd:


    LG Lexa

  • Hi Amyamy, gib ihm was zu Knabbern wenn ihr zurück kommt, er muß sich noch etwas abreagieren.
    Ignorieren ist gut, doch man darf dabei nicht selbst hin und her rennen. Ich setze mich dazu mit nem Tee an den Tisch und lese die Zeitung. Ein Auge immer in Hunderichtung.
    Gut ist auch eine zusammen geknüllte Brötchentüte, welche Welpi zerfetzen kann. Ich lege vor seinen Augen ein Stück Käse rein. Hinterher pennt er in den Einzelteilen.

  • Welpenfünfminuten, das ist ein völlig normales verhalten und gehört dazu - ich würde mir eher Sorgen machen, wenn es nicht der Fall wäre.

    Das Verhalten soweit es geht ignorieren.
    Knabberzeug an stelle Hände anbieten. Wenn Knopf zu feste knabbert, au quitschen und das Spiel beenden und im Zweifel den Raum verlassen.

    Nach dem Spazieren gehen rate ich immer dazu, sich in die Küche zu setzen, sich einen Tee oder Kaffee zu machen und erst mal warten.
    Diese Aufregung vergeht schnell von allein, wenn man sie nicht noch zusätzlich anstachelt und dann schlafen die kleinen Monster sehr gern.
    Draußen ist halt alles anstrengend und aufregend und irgendwo muss ja der "Daten overflow" hin.

  • Das "Welpenspinnen" hat meiner heute noch teilweise (mit fast 2 Jahren -na ja Flats sind eben Spätentwickler- :roll: ).
    Ich finde das aber toll. Ab und zu vor, während oder am Ende des Gassi gehens, rennt er auf der Wiese los, düst erst in die eine, dann in die andere Richtung, im vorbeilaufen werde ich mal kurz angebellt und er sucht irgend ein Stöckchen oder Grasbüschel welches er dann wild herum schleudert.
    Das ganze dauert nur kurz (max. 1-2 min.) und ich könnte mich darüber kaputt lachen. Für mich ist das lediglich ein Zeichen für absolute ausgelassene Lebensfreude und nichts was ich in irgendeiner Weise steuern oder gar unterbinden würde.

    amyamy: Freu dich das dein Hund voller Lebensenergie ist und diese auch auslebt. Beißen sollte er dabei allerdings nicht. Also lass ihn sein Welpenspinnen ausleben und halte dich dabei so zurück, dass er dich dabei nicht beißen kann. Nach kurzer Zeit hat er sich ausgetobt.

  • hallo Amyamy,

    meiner macht es auch wenn wirvon der langen Gassirunde oder von einer Autofahrt zurückkommen. Sobald er merkt das wir unser "Revier" erreichen (was momentan einen Häuserblock weit geht) krigt er auch seine 5 min. Er freut sich einfach das er wieder zu Hause in seiner gewohnten und sicheren Umgebung ist. Lass ihn einfach Hund sein. Wenn er dich hacken will, geh aus dem Zimmer. Den Tipp mit der Brötchentüte und dem Stück Käse find ich auch gut. Manchmal müssen sich die Kleinen eben einfach nur abreagieren. Versuch doch mal vor dem Haus mit ihm zu spielen, bevor ihr reingeht. Nimm sein Lieblingsspielzeug mit und gib es ihm erst wenn ihr vor der Haustür seid. Vielleicht lässt er sich dann schon draußen aus und du hast etwas mehr ruhe in der Wohnung.

  • das ist genau DAS was wir bei Luna (heut 24 Wochen) die "verrückten 5 Minuten" nennen.
    Die kommen meist, wenn sie gassi war, gerannt ist, gespielt hat, kurz vor der Müdphase ist.
    Musst du dir vorstellen, wie bei einem kleinen Kind, das völlig überdreht.

    Wir finden das auch eher komisch, obwohl Madame mittlerweile mit ihren 8kg dermassen KRAFT hat (wo kommt die bloss her...) dass man schonmal Zerbrechliches aus der Schussbahn nehmen muss :D

    Auch wir haben ignoriert PLUS leise geredet (mein Mann schwört da sogar eher drauf, als auf "Kommandos"... er redet mit ihr, wie mit einem kleinen Kind, so à la "neiin, Luna, du bist müde, du legst dich jetzt hin und schläfst!"

    Und heyy.. meist funktionierts auch :gott:

    was aber immer klappt, ist ignorieren, also lass sie ausflippen, das geht vorbei.

  • ahhhh die zeit kenne ich auch noch :lol:

    ich bin am anfang einfach aus dem zimmer gegangen... später musste hannah rausgehen :lol:

    hab sie einfach kurz runterfahren lassen und dann war gut.

    hört sich jetzt so einfach an, ich war damals auch fast am durchdrehen und musste mich oft zusammenreißen... aber es fruchtet und ich denke, dass jede erziehung ohne körperliche gawalt funktionieren sollte ;)

  • Heute muss ich schmunzeln, wenn ich das lese; damals bin ich fast verzweifelt. Besonders, weil mein Mann mich dann immer fragte: "Was hast du nur mit dem Hund gemacht? Das ist doch nicht normal!"
    Rein in die Bude, mit Anlauf aufs Sofa, quer über den Wohnzimmertisch gesprungen, ab ins Esszimmer, dort ne Runde um den Tisch, dann mit Karacho ins Körbchen, das flog gegen den Phonoschrank. Dort sprang die Tür ob dieser erdbebenähnlichen Erschütterung auf! Dann an mir hoch, in Hände, Arme und Beine gebissen, bis diese aussahen, wie durch den Fleischwolf gedreht.Dann ans Hosenbein gehängt und sich mitschleifen lassen! :schockiert:
    Aruna kam dann in "Quarantäne" in den Flur. Dort konnte sie sich dann runter fahren. Nach ca.1 bis 2 Minuten hatte ich dann wieder einen halbwegs ruhigen Hund!

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