Umfrage mit oder ohne papiere?
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Was mir allerdings gegen den Strich geht ist die pauschale Aussage keine Papiere = kein reinrassiger Hund.....denn seit wann hat ein Stueck Papier mehr Aussagekraft als die Biologie?das finde ich auch zu pauschal.
ich spreche jetzt nur mal von saluki, da ich mich hier auskenne.
bis vor ein paar jahren konnte man saluki noch aus den ursprungsländern importieren, diese tiere wurden hier nach phänotypischer analyse (also ur nach aussehen) als reinrassig eingestuft.
darunter fallen hunde, die aber in ihrem ursprungsland durchaus ahnentafeln hatten, welche hier nur nicht anerkannt wurden, sowie wirkliche "mitbringsel", die ohne näheres zu wissen eingeführt wurde.beide typen bekamen hier papieren, mit beiden durfte man züchten, NICHT ALLE waren reinrassig wie sich an den nachkommen zeigte! dennoch haben auch die nachkommen papiere erhalten und waren "reinrassige saluki" dem papier nach...
auf der anderen seite ein aktuelles beispiel: import und imprt darf man nach neuer zuchtordnung wegen diesem problem nicht verpaaren, selbst wenn in den ursprungsländern diese hunde ahnentafeln hatten und wirklich reinrassig sind.
dennoch darf man import mit hier gezüchtetem hund verpaaren... eigentlich schwachsinnig, die chance, das der import nicht reinrassig ist, ist ja immer noch gegeben.
wenn aber nun jemand import und import verpaart (selbst wo man definitiv weis, die hunde sind reinrassig, ob nun wegen nicht anerkannten ahnentafeln der ursprungsländer oder schon bisherige nachkommen), bekommen die welpen keine papiere, sind aber dennoch reinrassig!
(als anmerkung: das ist nur in deutschland so! in anderen ländern sind importverpaarungen kein problem und selbst in deutschland können diese würfe mit sondergenehmigung anerkannt werden, also revidiert es eigentlich diese zuchtverordnung wieder! ein beispiel auch für die schwachsinnigen regelungen mancher vereine, hier des dwzrv der dem vhd angeschlossen ist)gegen diese zuchtordnung gibt es schon diverse einsprüche und sehr, sehr viele züchter die sich darüber einfach mit importverpaarungen (z.b. auch beim azawakh) hinwegsetzen!
es zeigt aber, dass auch reinrassige hunde nicht zwangsläufig papiere haben! da reicht es, wenn bestimmte "bürokraten" meinen, irgendwelche einschränkungen aufstellen zu müssen.
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Der Aussage kann sogar ich mich mal anschliessen

Was mir allerdings gegen den Strich geht ist die pauschale Aussage keine Papiere = kein reinrassiger Hund.....denn seit wann hat ein Stueck Papier mehr Aussagekraft als die Biologie?
Ich denke, einige diskutieren in zwei verschiedene Richtungen, wenn man z. B. zwei Schäferhunde miteinander verpaart, kommt immer noch ein Schäferhund raus. Es geht nicht um "die Papiere", sondern in erster Linie um die Gesundheit des Hundes. Die Papiere (die bei mir auch nur im Ordner rumliegen) sind nur der Nachweis darüber, daß der Züchter seriös und unter allen Auflagen gezüchtet hat.
Und sie ermöglichen mir zum Beispiel, mit meinen Retriever im DRC einer rassetypischen Beschäftigung (Dummyarbeit) nachzugehen. Ohne FCI Papiere hätte ich da Probleme. Ich könnte mit ihr auf Ausstellungen gehen (wenn ich Lust dazu habe). All das geht nicht, wenn ich meinen Hund irgendwo her habe.... -
ich bin auch nur dafür, wenn einen rassehund, dann mit papieren!
aus den schon genannten gründen der ahnen- und gesundheitsforschung usw., der seriösität des züchters, der abstammung, sowie auch der "beschäftigungsmöglichkeiten" wie bob sagte, denn ohne papiere fällt so mancher hundesport o.ä. flach! -
Einige Rassen sind nicht im VDH vertreten, und auch abgesehen davon, werden einige Züchter sicher gute Gründe haben, warum sie nicht im VDH züchten. Ein Züchter ist nicht automatisch besser oder schlechter, weil er sich für oder gegen einen bestimmten Zuchtverband entschieden hat. Dennoch sollte man nach den Gründen fragen, warum ein Züchter für sich eine bestimmte Zuchtform gewählt hat. Hat der Züchter andere Vorstellungen seiner Rasse, als der entsprechende VDH-Verein? Oder scheut er den Aufwand?
Ein beliebtes Argument für das Züchten eines Rassehundes ohne Papiere scheint zu sein, dass man ja „nur mal einen einzigen Wurf“ wollte. Nun, für einen Wurf ist es also egal, ob man züchterisches Grundwissen mitbringt, der Hund gesund ist oder dem Rassestandard entspricht? Ein Besuch des Tierarztes sagt dabei relativ wenig darüber aus, was der Hund gesundheitlich tatsächlich vererbt. Epilepsie, Augenkrankheiten, die Veranlagung zu HD und vieles mehr, kann weiter vererbt werden, ohne dass die Elterntiere auffällig sind. Aufschlussreicher ist es, sich die Zuchtlinien und die Gesundheitsergebnisse von Verwandten oder bisherigen Nachzuchten anzusehen. Dies ist außerhalb eines Zuchtverbandes kaum möglich. Auch der Inzuchtkoeffizient kann so nicht nachvollzogen werden.
Das Argument, die Elterntiere hätten ja Papiere, ist ebenfalls nicht wirklich eines. Papiere bedeuten nicht, dass der Hund auch zuchttauglich ist. Das entscheidet sich erst, wenn unabhängige Gutachter bescheinigt haben, dass der Hund vom Wesen und vom Äußeren her dem Rassestandard entspricht und gesund ist. Nun kann man sagen, der Hund ist doch lieb und hübsch, was schert es mich, dass er etwas größer ist, ein paar Punkte im Fell hat oder etwas mehr Wachtrieb hat, als es der Rassestandard eigentlich vorsieht? Wenn man nicht vorhat, die Nachkommen als Welpen eben dieser Rasse auszugeben, ist das tatsächlich ein Argument. Dann ist man so gut oder so schlecht, wie jeder andere Mischlingszüchter, ohne dabei etwas gegen Mischlinge zu sagen. Nur mit Rassezucht hat das nichts mehr zu tun. Falls sich ein Welpeninteressent nach reiflicher Überlegung dafür entscheidet, dass eine bestimmte Rasse sehr gut zu ihm passt, geht derjenige jedenfalls besser zu einem anderen Züchter, der tatsächlich diese Rasse und nicht irgendein Überraschungsei verkauft.
Ein beliebtes Argument für das Züchten ohne Papiere ist auch, dass es einem eben nicht um Profit gehe, man keine „professionelle“ Zucht, sondern eine „Familienzucht“ habe. Tatsächlich ist fast jeder dem VDH angeschlossene Züchter ein solcher „Familienzüchter“ mit nur einem oder wenigen Hunden, die ein ganz normales Familienleben führen. In jedem guten Zuchtverband gibt es Vorgaben über das Mindestalter der Hündin beim ersten Wurf, über Abstände zwischen den Würfen, wie viele Würfe sie im Leben haben darf und ab welchem Alter sie in den „Ruhestand“ geht. -
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Ein Rassehund ohne Papiere ist kein Rassehund.
Also müßte es schon einer mit Papieren sein.
Ich muss jetzt nochmal darauf rumreiten weil ichs nicht wirklich verstehe..
Meine Hündin, RR, ist reinrassig und hat VDH Papiere, wird aber nicht gekört werden.
Angenommen sie bekäme nun Welpen von einem, ebenfalls reinrassigen RR der auch VDH Papiere vorweisen kann.Was wären denn dann die Welpen?
Obwohl von nachweislich reinrassigen Eltern der selben Rasse abstammend - Mischlinge?
Und nur ein Wisch würde dieselben Welpen zu Rassehunden machen?
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Ich muss jetzt nochmal darauf rumreiten weil ichs nicht wirklich verstehe..
Meine Hündin, RR, ist reinrassig und hat VDH Papiere, wird aber nicht gekört werden.
Angenommen sie bekäme nun Welpen von einem, ebenfalls reinrassigen RR der auch VDH Papiere vorweisen kann.Was wären denn dann die Welpen?
Obwohl von nachweislich reinrassigen Eltern der selben Rasse abstammend - Mischlinge?
Und nur ein Wisch würde dieselben Welpen zu Rassehunden machen?
Auf die Antwort darauf warte ich auch noch immer....
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Ohne Papiere geht gar nicht, dann ist der Hund 1. vor der FCI nicht reinrassig und 2., was wohl der gravierendere Grund ist, ist die Gefahr dann sehr groß, an einen Vermehrer ohne Zuchtauflagen bzw mit schwachen Zuchtauflagen zu geraten. Daher sind für mich bei einem in Deutschland erworbenen Tier VDH-Papiere (bzw von einem gleichwertigen Zuchtverband, zB haben Aussies oft die Papiere vom ACSA) Grundvorrausetzung!
Ich habe allerdings jetzt einen "Rassehund" ohne Papiere. Der Süße stammt nämlich von einem spanischen "Züchter" und wurde mal eben entsorgt und kam über den Tierschutz zu mir. Über solche Wege ist es natürlich etwas anderes, aber da hat man dann eben auch keinerlei Garantie für Reinrassigkeit, gesunde Elterntiere usw.!
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Von der Genetik her wären die Welpen wohl "rein", aber jetzt gehen wir mal nicht von dir, dem guten Hundehalter aus, sondern von einem, der sich mit dem Wurf seinen Urlaub verdienen will. Woher will ich jetzt als Welpenkäufer wissen, dass der Vater auch Papiere hatte? Vielleicht erzählst du mir das ja auch einfach nur, damit ich den Preis bezahle?
Ein Hund ohne Papiere, also ohne beweisbaren Stammbaum, kann nie beweisen, dass er "rein" ist, daher wird er immer als "Mischling" (ganz bewußt in "" gesetzt) gelten.
Ganz nebenbei wird einem ja manchmal erzählt, dass der Vater irgendwelche tollen Preise schon gewonnen hat und begehrter Zuchtrüde ist - sowas kann man getrost in die Kategorie Münchhausen packen, denn ein Zuchtrüde eines Zuchtvereines darf in der Regel gar nicht ausserhalb decken.
Und desweiteren gilt natürlich auch bei dieser Verpaarung: Beide Hunde haben womöglich (oder sogar vermutlich) keine Zuchtzulassung, vielleicht hätten, würde man sie untersuchen, zuchtausschließende Merkmale - macht das Sinn, diese zu verpaaren?
Darum ist mir noch nicht ganz klar, was der Vorteil einer solchen Papierlosen Verpaarung sein sollte, wenn doch wieder mit den Papieren der Eltern angegeben wird.
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Ich muss jetzt nochmal darauf rumreiten weil ichs nicht wirklich verstehe..
Meine Hündin, RR, ist reinrassig und hat VDH Papiere, wird aber nicht gekört werden.
Angenommen sie bekäme nun Welpen von einem, ebenfalls reinrassigen RR der auch VDH Papiere vorweisen kann.Was wären denn dann die Welpen?
Obwohl von nachweislich reinrassigen Eltern der selben Rasse abstammend - Mischlinge?
Und nur ein Wisch würde dieselben Welpen zu Rassehunden machen?
Die Frage habe ich auch schonmal gestellt und man antwortete mir darauf, dass solche Welpen definitiv Mischlinge seien

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aber warum gerade vdh?
es gibt doch bestimmt auch andere vereine die genauso gut und vielleicht sogar noch besser sind
Und welcher Verein ist das? Meines Wissens nach hat der VDH eine recht ordentliche Zuchtordnung, was besseres haben wir damals nicht gefunden, als es ein Labbi vom Züchter sein sollte. Ist aber auch schon 13 Jahre her.
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