Unermüdlicher Springhund
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Hallo,
Laska ist jetzt etwas über 6 Monate. Sie ist eine Schäfer/Mudi/Border Collie Mischung (oder etwas in der Art
).
Der Punkt ist: Sie ist einfach unermüdlich. Ich weiss um die 5min pro Monat Rechnung, aber ihr ist das einfach zu wenig, sie ist dann unausgeglichen, trotz Spielen in der Wohnung. Jetzt war ich ein Paar mal 1,5-2 Stunden und selbst da ist sie nicht wirklich müde und nach kurzer Rast wieder am dampfen. Zudem kommt, dass sie wirklich über alles hüpft, über das man nur springen kann. Steht ein Zweig ab, springt sie drüber, gibt es keine Äste, macht sie einfach so ziemlich hohe Luftsprünge. Agility später also ein Muss.
Ich mach mir nur Sorgen wegen der Gelenke, bei ihrem Bewegungsdrang scheint es mir fast wie Quälerei, sie nur 30 Minuten laufen zu lassen (auch wenn 4 mal am Tag) und wie ich das Springen unterbinden soll, ist mir ebenfalls ein Rätsel.
Kann mir jemand eine Empfehlung geben? Sollte ich sie nicht so lange Laufen lassen?
Vielen Dank für Antworten
Nantanya und Laska-Nimmersatt - Vor einem Moment
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Hallo,
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Huhu,
kann es vielleicht sein, dass sie nicht nur Körperlich sondern auch Geistig geförtdert werden möchte/sollte?
Ich kenne das von meinem JRT, der ist erst seelig, wenn wir mit ihm laufen und spielen waren und im Anschluß dazu noch ein paar Suchspiele oder kleine Übungen gemacht haben.VG
Cinny -
Ich denke, mit 6 Monaten ist sie schon bei der Größe eher ein Junghund und man muss sich nicht mehr sooo zwingend an diese 5min-Regel halten und das Springen auf jeden Fall unterbinden.

Allerdings hattest Du noch nichts zu der täglichen geistigen Auslastung geschrieben, die für so eine "brisante" Mischung sicherlich unbedingt notwendig ist?! Ebensowenig, wie Du ihr Ruhe beibringst?!

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In dem Alter muss sie unbedingt lernen, zur Ruhe zu kommen. Klar fordert sie dich jetzt immer mehr, aber wenn du das Pensum jetzt stetig steigerst hast du in 5 Monaten einen Hund den du 6 Stunden am Tag beschäftigen musst.
Geistige Auslastung ist hier meist der Schlüssel zum Erfolg. Cinny hat das vollkommen recht.
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Zur Ruhe kommt sie schon dazwischen, da liegt sie dann oft eine gute Stunde, dann wird ihr wieder langweilig. Wir spielen in der Wohnung oft Ball, mit dem Kong und mit einem Seil, an dem sie zieht. Und Übungen machen wir auch, allerdings nicht mehr als 15 Minuten am Tag (Sitz, Platz, Bleiben usw). Suchspiele interessieren sie (noch) nicht. Selbst der Kong ist nicht wirklich ihr Liebelingsspielzeug. Wenn ich Leckerlis unter einer Pappschachtel verstecke oder in einer Klopapierrolle, springt sie nicht wirklich darauf an, sprich, ich hab nicht wirklich das Gefühl, dass es ihr Freude macht.
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Hallo,
ich glaube, Ihr müsst jetzt die Notbremse ziehen, sonst habt Ihr in ein paar Monaten einen Hund, der nur noch am Hibbeln ist.Natürlich soll ein noch junger Hund seine Bewegungsfreude ausleben dürfen - aber genauso muss ein junger Hund das "Runterfahren" und "zur Ruhe kommen" lernen dürfen. Sonst steht er ständig unter Dauerstrom und das ist dann Streß, der auch Hunde auf Dauer krank machen kann.
Wann ist sie denn mal ansatzweise so ausgepowert, dass sie "freiwillig" zur Ruhe kommt? Die normalen Spaziergänge scheinen ja nicht auszureichen - nur, eine Steigerung der Dauer bewirkt, dass Eure Spaziergänge mit Erreichen eines Trainingseffektes immer länger und länger werden müssen... Was ist z. B. mit Spielen mit anderen Hunden? Oder mit Spaziergängen, bei denen sie viel mehr Umweltreizen ausgesetzt ist, die sie auch vom Kopf her müde machen?
Was ich unbedingt machen würde, ist, die Wohnung zur Ruhe-Zone zu erklären. Spielen im Garten ja, aber in der Wohnung würde ich ab sofort nur ganz ruhige Aktivitäten zulassen - um eine klare Trennung zwischen "Äktschn" und "Ruhe" beim Hund zu bewirken. Also in der Wohnung den gefüllten Kong oder einen lecker großen Knochen mit Fleisch dran - nach einer Stunde Knochen-Orgie ist selbst mein Podenco "glücklich ausgelastet" und zwar bedeutend besser, als nach einer Stunde Spaziergang.
Ein wenig Springen schadet auch einem Junghund nicht. Aber bei Euch liest sich das schon nach "Suchtfaktor" - ich würde das schon ein wenig ausbremsen, denn ein noch im Wachstum befindlicher Hund IST einfach sehr anfällig für Probleme in den Gelenken.
Liebe und etwas ratlose Grüße, Chris
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Danke, Chris.

Das mit den Fleischknochen funktioniert perfekt, ich setze das ein, wenn ICH mal ne Pause brauche (auf Dauer auch kein Zustand).
Vielleicht hängt es damit zusammen, dass sie ein *Strassenköter* war und erst mit 4 Monaten gefunden wurde. Möglicherweise ist sie da schon den ganzen Tag einfach nur herumgelaufen.
Spielen mit anderen Hunden geht leider noch gar nicht. Der Mops (mein anderer Hund) spielt nicht mehr so gerne (und vor allem nicht so lang) und andere Hunde sind noch ein Problem. Ich fahre möglichst täglich zu anderen Plätzen, um sie mit Hunden vertraut zu machen (Hundeschule sind wir auch), denn sie ist eine angst-Bellerin. Das funktioniert schon ganz gut (ohne Leine bellt sie nun weniger), aber Spielen mit anderen kennt sie, oder will sie nicht, da schaut sie immer nur, macht aber nicht mit.
Das mit der Wohnung zum Ruheort machen werde ich beherzigen, möglicherweise gewöhnt sie sich daran.
Vielleicht versuche ich einfach unter der Woche etwas kürzere Spaziergänge, so einmal 3/4 Stunde und der Rest 20 Minuten und nur am Wochenende 1,5 Stunden.
Sie Springt auch immer in den Kofferraum, noch ehe ich sie heben kann, das sollte ich besser ändern, oder? Ehrlich, ich hab noch nie einen Hund erlebt, dessen Gesicht so strahlt, wenn er springen kann...
Liebe Grüsse,
Nantanya -
Hallo Nantanya,
ich weiß zwar noch, dass Dein Mops Mops heisst, aber DEINEN Namen hatte ich nicht wiedererkannt...
Jetzt muss ich Dich doch noch mal was fragen: Und zwar, wenn ich´s richtig gelesen hab, ist Laska jetzt gut 2 Monate bei Euch. Ist Angst-Bellerin nur bei Hunden- oder ist sie noch in anderen Situationen ängstlich oder unsicher?
Dann könnte nämlich noch etwas ganz anderes ins Spiel kommen, was Laska so "hibbelig" macht, dass durch einen längeren Unsicherheits-Zustand die Streßhormone im Körper (in erster Linie Adrenalin und so) dauer-hoch sind und die körpereigenen Regulations-Mechanismen gar nicht mehr richtig greifen können - das würde z. B. so Sachen erklären, dass sie zwar zur Ruhe kommt, wenn wirklich gar nichts mehr geht, dass sie aber auch ganz schnell - hochgepuscht vom Adrenalin - wieder Bewegung braucht, um der Adrenalin-Überflutung irgendwas entgegensetzen zu können.
Für einen jungen Hund, der die ersten 4 Monate seines Lebens als Straßenhund gelebt hat, kann nach erst 2 Monaten selbst ein "normal-deutsches" Leben eine absolute Reizüberflutung sein - und ohne jetzt direkt Menschen und Tiere vergleichen zu wollen - bei Kindern gibt es die, die als Zappelphillip auf solche Reizüberflutung reagieren und auch das genaue Gegenteil, die, die mit fast schon Apathie auf sowas reagieren, bei Hunden ist das nicht unähnlich.
Vielleicht könnte Eurer Hundetrainer Euch bei einer Einschätzung von Laskas Hibbeligkeit in Bezug auf die Frage, ob sie vielleicht generell eher unsicher bis ängstlich ist, behilflich sein?
Denn DANN wäre das Vorgehen zwar in einigen Teilen sehr ähnlich zu den bisher gemachten Vorschlägen, aber in anderen Teilen auch gänzlich anders...
LG, Chris
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Hallo Chris
Ja, ich bin die mit dem Mops namens Mops
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Laska hat dieses Angstbellen nur bei anderen Hunden (und bei Pferden). Mit Menschen hat sie kein Problem, sie ist freundlich, aber zurückhaltend.
Die Unsicherheit kann ich so nicht ganz bemerken, ausser dass sie nie weit weg läuft und mich und Mops immer im Auge behält, was ich eigentlich klasse finde. Ich hatte mit großer Unsicherheit gerechnet, denn schließlich kam sie nach der Strasse von A zu C zu Z und dann erst zu mir und das war sicher ein riesen Stress für sie. Ich sehe zu, dass sie nie alleine ist (höchstens mal eine halbe Stunde und selbst das äusserst selten) und versuche ihr eben diese Sicherheit zu vermitteln.
Aber vielleicht hast du Recht und diese noch vorhandene Grundunsicherheit ist es, die sie hibbelig macht und zur Angstbellerin. Wenn es so ist, braucht es wohl einfach Zeit.
In der Hundeschule, wenn alle Hunde spielen und sie sich austoben könnte zu Beginn, steht sie immer nur feige in der Ecke.
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Ohje - erinnert mich an Bambi - die ist mit fast 3 immer noch so aufgedreht. Wir clickern jetzt zuhause. Vor einer Woche habe ich damit wieder angefangen und sie ist schon viel ruhiger geworden. Die Anstrengung der Aufmerksamkeit lasten sie sehr gut aus - viel besser als ihr Rumgepowere draussen.
Vielleicht wäre das was für Euch ?
- Vor einem Moment
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