Angstverhalten beim Hund/Welpen genetisch bedingt?
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Meine Frage,ich bin auf Eure Antworten und Erfahrungen gespannt.
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Ich müsste nachsehen wo genau ich das herhabe, aber es gibt da Studien zu ererbtem Verhalten.
Wenn ich jetzt aus dem Gedächtnis nicht schwer daneben liege, liegt die Vererbung von Ansgt, bzw. Selbstsicherheit und einigen anderen "charkteristischen Verhaltensweisen" in einer statistischen Bandbreite von 27-44%.Das ist allerdings nur die genotypische "Verhaltenseigenschaft". Wie sich diese dann auswirkt hängt stark von der Aufzucht ab.
Bei Bedarf könnt ich übers WE nachsehen, wo ich diese Tabelle der "Vererbung charakteristischer Eigenschaften" habe.
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Oh das wär super.Mit 27-44% liegt der Prozentsatz doch ganz schön hoch.
Ich hab von jemanden gelesen ,das die Aufzucht nur nebensächlich wär,und mann auf 85 % vererbte Verhaltensweisen bekommt.Für mich klingt diese These ein wenig gewagt -
Zitat
Oh das wär super.Mit 27-44% liegt der Prozentsatz doch ganz schön hoch.
Wie gesagt, ist das ja nur die genotypische Ausprägung. Dazu muß man natürlich noch sagen, dass ja 50% des Genmaterials vom Vater und 50% von der Mutter kommen. Das heißt, wenn nicht beides Angsthunde sind, halbiert sich das nochmal.
Dann muß man noch beachten, wie die Angst dieser Hunde entstanden ist. Der genotypische "Angstanteil" kann sich in durchaus geringem Maß bewegen, und diese Angst aber stark ausgeprägt sein.
Ich muß ehrlich sagen, ich halte sehr wenig von statistischen werten, vor allem bei Charakterzügen...ZitatIch hab von jemanden gelesen ,das die Aufzucht nur nebensächlich wär,und mann auf 85 % vererbte Verhaltensweisen bekommt.Für mich klingt diese These ein wenig gewagt
Für mich auch.
Mal ganz abgesehen von Studien und ähnlichem, halte ich persönlich das für Quatsch.
Mit sorgfältiger Aufzucht und weitergehend umsichtigem Umgang, werden solche Ängste kaum zu Tage treten. Das sie möglicherweise latent vorhanden sind bestreite ich nicht. -
Unabhängig von der Genetik, lernen die Welpen das Angstverhalten der Mutter. Die Mutter zeigt den Welpen ja den grundlegenden Umgang mit der Welt - eben auch, wovor hund Angst haben muss. Ist das Muttertier ängstlich oder unsicher, prägt sie die Welpen entsprechend.
Umwelteinfluss und Genetik sind nicht zu trennen! ZB Mozart hätte ohne ein Klavier nie sein musikalisches Talent zum Ausdruck gebracht - bringen können.
Ich habe einen Angsthund und sofern noch mal ein Welpe ins Haus kommt, würde ich mir das Verhalten seiner Mutter ganz genau anschauen!
Eine Argumentation, die Aufzucht wäre egal, halte ich für total unseriös!! Und für veraltet - denn mir scheint, da hat jemand nicht an den Fortschritten der Verhaltensbiologie teilgenommen.
Vielleicht sollte so jemand besser Blumen als Hunde züchten. -
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Verhalten ist zu hundert Prozent ererbt und zu hundert Prozent erlernt...
Der prozentuale Anteil wird in Wirklichkeit immer ein Rätsel bleiben, denn schon aber der Verschmelzung von Sperma und Eizelle beginnt die Umwelt Einfluss zu nehmen auf die vorhandenen genetischen Komponenten.
Viele Grüße
Corinna -
Frau Dr. Schöning bei der wir eine Verhaltentherapie hatten meinte, dass Angsverhalten zu 30% genetisch bedingt ist (woher auch immer sie das hat), dann durch die Zeit nach der Geburt, die Sozialisierung und durch das Verhalten der Hundehalter auf diese Angst.
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Moin Selters, beim Menschen hat man mind. 4 Angstgene sicher identifiziert. Die Wissenschaftler sind in der Humanmedizin weiter, doch auch beim Hund ist Angst vererbbar. Es gibt sensible Rassen und stoische Rassen und viele dazwischen. Doch es gibt keine Studien, welche sich nur auf die Angst vom Hund beziehen.
Das Zuchtziel bezieht sich auf Nervenstärke oder Wesensicherheit. Beides ist an die selben Gene gebunden. Die Heritabilität/Erblichkeitsgrad reicht von 0,17-0,53. 0 bedeutet nicht erblich, 1 bedeutet erblich. Beides beinhaltet ein Maß "gesunde" Angst.
Ganz allgemein sagt die Wissenschaft, daß die angeborenen Verhaltensweisen zwischen 10 u 30 % vererbt werden, die erlernten Fähigkeiten also zwischen 70 u 90 % liegen müssen. Für uns ein weites Feld.
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Danke für die Infos,ich hab nunmal im Hundebucht von VDH *Hundezucht* nachgelesen dort steht das 50-50 Beispiel.
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