Trauernde Hündin
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Hallo zusammen,
wir mussten vor knapp 4 Wochen unsere Hündin einschläfern lassen.Wir haben jetzt noch Ihre Tochter, die 10 Jahre alt ist. Wir haben versucht dem Hund die Trauer zu nehmen in dem wir uns besonders um sie gekümmert haben. Sie musste nicht alleine bleiben, begleitet mich sogar zur Arbeit und ist auch sonst immer dabei. Seit 4 Tagen bricht unser Hund sein Futter aus. Nicht alles und immer erst 3-4 Stunden nachdem sie gefressen hat. Es gab keine Futterumstellung und sie setzt ganz normal ihre Häufchen ab. Kein Durchfall, keine Bauchschmerzen, halt "nur" das Erbrechen. Wir glauben, dass es an ihrer Trauer liegen könnte. Sie spielt überhaupt nicht mehr, sondern kommt nur schmusen und kuscheln. Sie läuft inzwischen wieder fast normal an der Leine, aber bei ihrer Mutter war sie immer der "Mitläufer". Kann ich irgendetwas tuen um dem Hund seine Trauer zu erleichtern? Oder soll ich ihr einfach nur Zeit lassen? Die Tierärztin gab uns ein Mittel gegen zuviel Magensäure, schliesst aber ansonsten organische Ursachen aus.
Für Hilfe wäre ich dankbar.
Liebe Grüsse
Eka - Vor einem Moment
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Hallo Eka,
erst mal tut es mir leid für euch, dass ihr eure Hündin gehen lassen musstet!
Ich geh mal davon aus, dass deine Hündin sich nicht bei der anderen verabschieden konnte? Ich meine sie hat die Mutter nicht mehr gesehen..beschnuppert?
Oft kommen die Hinterbliebenen besser "damit klar" wenn sie das dürfen und können.Ich würde weiterhin versuchen sie abzulenken, geh doch einfach mal mit ihr Wege, wo ihr noch nie gewesen seid, Hundespielwiesen, viel Kontakt zu anderen Hunden........vielleicht sogar ein neuer Hund, der euch ein Stück eures Lebens wieder begleitet?
Sie war schleislich immer mit ihrer Mum zusammen, jetzt plötzlich ist sie allein :/ auch wenn ihr euch um sie kümmert und sie liebt, ich kann mir schon vorstellen, dass ihr der hündische Begleiter fehlt.
Was das mit dem Erbrechen auf sich hat, da kann ich dir leider nicht helfen, kann mir aber auch irgendwie nicht vorstellen, dass sowas von der Trauer kommt

Ansonsten hilft nur die Zeit alles zu verdauen, wie beim Menschen auch.
Ich wünsche euch alles Gute, und hoffe das deine Hündin bald wieder die Sonne sieht!
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Ich kann mir das genau vorstellen. War bei uns auch, als im vorigen Jahr unser Joschi gestorben ist 13 Jahre und Yannik 10 Jahre mußte zurück bleiben.
Yannik hat sich verabschiedet und trotzdem war seine Trauer groß. Er hat nur noch auf dem Sofa gelegen, wollte nicht mehr spazieren gehen, ist ganz weiß im Gesicht geworden.
Ich habe dann überlegt noch einen Hund dazu zu nehmen. Einen älteren war mir zu riskant, denn wenn sie sich nicht verstanden hätten, hätte es mir sehr leid getan ihn wieder anzugeben.
Im März haben wir dann einen Welpen geholt, wir waren erst ein paar mal bei dem Züchter um zu sehen was er macht.
Es ist gut gegangen, er hat den Welpen sehr gut angenommen, hat wieder gespielt und gekuschelt.
Im Juli mußten wir Yannik einschläfern lassen, er hatte einen Halswirbeltumor, es war schrecklich. -
Hallo Silke,
vielen Dank für Deine Anteilnahme. Ja, wir werden uns wieder ieinen zweiten Hund zulegen, können das aber aus zeittechnischen Gründen erst im April.Bis dahin wäre sie zu oft bei einem Hundesitter und würde nicht von mir erzogen und könnte sich nicht an mich gewöhnen, denn ab nächste Woche kann unser Hund nur wieder Vormittags mit zum Job.
Bei der alten Dame war das ok, denn die wusste genau ich bin ihr Frauchen und sie ließ sich nur bis zu einem gewissen Punkt "verziehen", aber die Kleine (ist ja auch schon 10!) freut sich jetzt schon mehr über den Dogsitter und meine Lebensgefährtin, als auf mich. Sie ist halt ne Prinzessin.
Also die TÄin meinte, dass der Hund eventuell eine Art Gastritis hat, die durch psychischen Stress hervorgerufen sein könnte.
Nun gut, wir werden versuchen sie an andere Hunde ran zu führen, denn sie ist ne zickige Prinzessin.
Vielen Dank und liebe Grüsse,
Eka
P.S.: Selbstverständlich durfte sie sich verabschieden. Das alte Mädchen lag 1 Stunde bei uns in ihrem Lieblingskorb, bis wir ihr Grab im Garten fertig hatten. Stella ist dann schnüffeln gegangen und hat auch eine Zeit daneben gelegen. Also genauso wie die TÄin uns das geraten hatte. -
Ich kenne mich da nicht so aus, aber ich hab mal gelesen das man bei trauernden ein wenig mit Bachblüten helfen kann.
Ich glaub irgendwas mit "Star of Betlehem"
, genau weis ich das aber nicht mehr, vielleicht kann dein TA oder der Apotheker dir da helfen?! -
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Das tut mir leid... Ich kenne das Problem:-( Vor 2,5 Jahren mussten wir unseren großen Engel gehen lassen. Unser Mädchen ist danach auch total ruhig geworden... Man hat sie kaum noch gesehen und gehört. Und trotzdem hat sie jedesmal, wenn die Tür aufging geschaut, ob ihr Großer kommt. Es hat uns wirklich das Herz zerrissen, gerade, weil er auch uns so sehr gefehlt hat (und immer noch so sehr fehlt...) Es hat auch einige Zeit gedauert, aber wir haben uns dann immer mit einer Freundin und ihrem Hund getroffen und auch so immer versucht, viele Hunde zu sehen beim Spazieren.
Sie merken auch die Veränderung, natürlich. Allerdings kommen sie schneller darüber weg, als wir es tun. Gib ihr Zeit und schöne Beschäftigung, denn sie hat ja noch euch und das ist ihr genau so wichtig...
Wir mussten unsere Kleine nun auch dieses Jahr gehen lassen... Eigentlich wollte ich nie wieder einen Hund, weil es jedes Mal so weh tut...
Aber ohne ging auch nicht:-)
Sie wird das auf jeden Fall schneller verarbeiten, als ihr es vielleicht tut. Das wird besser, wartet ab!
Alles Liebe für euch! -
hallo eka,
es tut mir sehr leid, dass ihr eure alte hündin gehen lassen musstet.
mit der trauer erlebe ich bei meinem "junghund" (fairy wird auch schon 8 jahre alt im dezember) gerade live - zwar mit anderen begleiterscheinungen als ihr die habt, aber fairy ist ebenfalls sehr traurig.
den tod unseres 16 jahre alten weimiweibs pamina hat sie noch ziemlich gut weggesteckt. sie hat den gesamten sterbeprozess mitbekommen. pamina ist zu hause im bett in meinen armen nach kurzer, nicht mal schwerer krankheit, hinübergedämmert. von magen-darm-grippe bis tot hat keine 36 stunden gedauert. es war also schon ziemlich plötzlich für uns...eigentlich blöd sowas bei einem so alten hund zu sagen. aber bis 1 1/2 tage vorher war pamina einfach unanständig fit für das alter. da sie in keiner weise gelitten hat (sie hat ganz ruhig geschlafen, und ist einfach immer tiefer eingeschlafen, bis sie nicht mehr zu wecken war), habe ich ihr erst beim letzten schritt helfen lassen, weil ich angst hatte, dass sie noch mal zu sich kommt und dann angst oder schmerzen kriegt. fairy war die ganze zeit dabei, und wollte von der toten pamina nicht mehr wirklich abschied nehmen. sie wusste ja bescheid. wir haben dann viel unternommen, haben alle spaziergebiete abgeklappert, geguckt, ob pamina nicht irgendwo wieder aus einer ecke angetobt kommt und so weiter.fairy hat sich dann an einen anderen hund gehängt, mit dem sie jeden tag mehrere stunden verbracht hat. die hündin war auch schon fast 13 und hatte eine schwer entzündete op-wunde. wir haben wochenlang alles versucht, weil die hündin unbedingt leben wollte. dann kamen sehr plötzlich weitere beschwerden dazu und die hündin konnte nicht mehr. sie durfte also gehen.
den einen abend hatte fairy sich noch normal verabschiedet und am nächsten mittag hat sie die hündin tot wiedergesehen. mein armes kleines sheltie ist völlig ausgeflippt. ich habe diesen kleinen hund noch nie so entsetzt gesehen. sie wollte es nicht wahrhaben und wäre am liebsten noch mit in das offene grab gesprungen, um nochmal zu kontrollieren, ob die freundin wirklich tot ist. sie hat den ganzen tag "kein wort mehr mit mir gesprochen", sich zuhause in paminas korb verkrümelt und die nase unter die kuscheldecke geschoben.
morgen ist die hündin 3 wochen tot, und fairy ist immer noch ungewöhnlich viel ruhiger. gesundheitlich ist sie in ordnung. aber man merkt ihr an, dass sie immer noch sehr traurig ist. draußen geht es. aber zuhause ist sie sehr ruhig. gar nicht so mein fröhliches und übermütiges sheltie. wir machen nach wie vor sehr viel, ich baue jeden abend zusätzlich spiele für den kopf in unseren tagesablauf. trotzdem merkt man, dass fairy ganz schön in einem loch ist.
und man merkt, dass ihr ein hundefreund fehlt. fairy ist nicht so der hund, der strahlend auf andere hunde zugeht. pamina und die andere freundin waren ihr immer genug. und diese freundschaften fehlen ihr. einzelhund war sie ja nie. eine weile lang wird sie das jetzt aber sicherlich bleiben. nach den vielen jahren mit meinem traumhund pamina kann ich mich noch nicht für einen neuen zweithund öffnen. ich habe zwar mal zart geschaut, auch eine der beschreibung nach absolut passende hündin auf einer notseite gefunden, konnte mich aber nicht entschließen, dort anzurufen. inzwischen ist sie vermittelt - ich war ganz einfach noch nicht so weit.ich gestehe fairy und mir jetzt einfach die trauerzeit zu. das wird schon wieder! und ich denke, auch bei euch wird das mit der zeit alles normaler. ich wünsche euch viel kraft für diese zeit.
lg cjal
*herrjeistdaswiederlanggeworden* -
Hallo ihr lieben
Ich kenne das auch als damlas unser Damatiner rüde er ist einfach umgefallen war tot , hat unsere Hündin sehr getrauert. sie war damals 9 und wurde noch 14 jahre alt.
was ganz wichtig ist viel reden , reden reden reden , bei allen aktivitäten mitnehmen und reden. also kompette aufmerksamkeit.
dies wird auch dauern, den bis april ist noch lange hin.viel glück
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Hallo zusammen,
Euch allen vielen Dank für Eure Hilfe. Es tröstet ein wenig, dass wir nicht alleine mit der Problematik sind.
Unsere Stella mag eigentlich auch keine anderen Hunde, aber wir werden eine neue Spazierrunde versuchen, und über eine Hundewiese marschieren. Bisher haben wir solche Expeditionen gemieden wie der Teufel das Weihwasser, denn die kleine Prinzessin ist ne große Zicke.
Sie beisst nicht, aber sie keift. Wisst Ihr was ich meine?
Und die Zeit bis April kriegen wir auch noch hin.
Vielen Dank nochmal für Eure Hilfe und alles Gute für Euch und Eure Begleiter.
Stella und Eka
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