Gernvt! Er spielt mit mir statt ich mit ihm

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  • Vielen Dank für die zahlreichen Tipps
    Zum Futterdummy: Hatten wir bereits (eine Art Schulmäppchen in das man Leckerlie reinfüllen konnte und mit Reißverschluss verschließen), er schnappte sich das Teil und hatte doch tatsächlich in nullkommanix raus, wie der Reißverschluss öffnet und das komplette Ding geplündert.

    Den Tipp mit dem zweiten Spielzeug finde ich super, wäre ein z.B. Quitschie gut? Er hat keinerlei Quietschspielzeug zu Hause, das wäre dann doch was super interessantes spannendes für das es sich lohnt das andere herzugeben? Oder?

    Zu dem Apportieren von Hinten aufbauen: Er kann es ja eigentlich. Er hat mir alles bis vor ca. 2-3 Wochen zu 95% zuverlässig gebracht und es wurde gegen Futter getauscht, es hat sich erst seit neuestem entwickelt, dass er damit abhaut. Auch "Aus" funktioniert trotz, dass wir es erst so kurz üben an der Leine fast sicher. Wenn wir im Garten spielen, bringt er mir eigentlich das Spielzeug auch noch zu 50% ;) es ist nur draußen auf der großen Wiese, da geht die Post ab.

    "Körpernahe Spiele" mit der Beißwurst machen wir eigentlich auch oft. Z.b. nachdem ich ihn "Beifuß" gehen gelassen habe. Wenn er schön bei Fuß geht, gibts als Belohnung ein Spiel mit der BEißwurst.

    flying paws: Super, werde mir die Rubrik hier gleich mal anschauen. Vielleicht wurde es ihm einfach wirklich grundlegen falsch oder missverständlich beigebracht

  • Zitat

    Mein Ziel ist es im Moment eigentlich nur, dass er mir das Spielzeug auf irgendeiner Art wieder bringt. Daraus möchte ich dann das ordentliche Apportieren aufbauen....
    Aber ich denke er muss zum Apport doch erst einmal begreifen, dass es darum geht, das Objekt zu holen und zu bringen und nicht, dass es eine Art Jagdbeute für ihn ist, die es gilt solange wie möglich zu schütteln und zu behalten. :/
    Glaube langsam auch, dass das Kommando "Bring" für ihn wohl keine Bedeutung hat, wobei er es (zwar selten) hin und wieder auf eben dieses KOmmando wirklich bringt. Ich frage mich nur, warum er es mir nicht mal gegen Futter tauschen möchte, da er ansonsten wirklich äußerst verfressen ist, aber sobald er das Teil hat, scheint Futter keine Bedeutung mehr zu haben (wobei wir immer VOR dem Füttern üben, er müsste also durchaus hungrig sein)
    Hmm

    Ich denke, dass genau das das Thema ist... es gibt viele Möglichkeiten das Bringen aufzubauen. Entweder als Spielbringen oder als Bringen im Gehorsam. Rechte Seite der Strasse ok, linke Seite der Strasse ok, in der Mitte liegst Du irgendwann unter dem LKW. Blöd also, wenn Frauchen sich nicht entscheiden kann. Woher soll der Hund dann wissen, ob Spielen angesagt ist oder nicht. Und wenn Du dann einen Hals auf ihn hast und eventuell streger wirst, ist klar, dass er zum Spiel auffordert (juveniles Gehabe kann auch Beschwichtigen sein).

    Wenn es Dir um spielerisches Bringen geht, dass mach das mit Zieh- und Zerrspielen bei Dir bei denen Du das Apportel nicht aus der Hand lässt. Kein Aufziehen des Hundes beim Rauslegen/Wegwerfen, aber Party beim Spielen bei Dir.

    Wenn es Dir um Apport geht, dann an der Leine arbeiten, rückwärts aufbauen über Halteübungen und tragen lassen.

    Und bitte: nicht mal so, mal so, sonst wird es Dir passieren, dass Du Dir heute Apport im Gehorsam vorstellst und der Hund sich vielleicht heute Spielbringen vorstellt. Nicht dass ihr Euch verstreitet deswegen!

  • Dein Jungspund erfreut sich des Lebens und spielt furchtbar gerne mit Frauchen fangen. Nebenher erzieht er dich so, wie ER es haben will! ;)

    Meine Aruna ist da vom Wesen her ganz ähnlich gestrickt.
    Um das umzulenken, habe ich beim Spiel mit ihr eine ganz andere Gestik, Mimik und Stimme wie beim Üben. Außerdem würde ich es an deiner Stelle mal mit einem Jagddummy probieren, und das auch rückwärts aufbauen, damit er die Vorteile des Bringens möglichst schnell kapiert. Du leinst ihn an, gibst ihm den Dummy, sagst aus (bei uns heißt das "gib aus") und wenn er dir den Dummy gibt, diesen öffnen und den Hund daraus fressen lassen. Auf diese Weise merkt er schnell, dass DU der Superjäger bist, ohne den Hundi nicht an die Beute kommt. Danach dann vielleicht mal an der Schleppleine weiter üben. Auf gar keinen Fall den Hund anbetteln oder ihm hinterher laufen, wenn er gedenkt das Apportell nicht zurück zu geben, sondern dich ganz ruhig verhalten, bis er nachschauen kommt, warum's nicht weiter geht. Dann das Apportieren sofort beenden.
    Wenn er erst einmal den Unterschied zwischen "fangen spielen" und "apportieren üben" begiffen hat, wirst du schnell Fortschritte merken. Und nun viel Spass beim Üben ;)

    PS: schau dich mal in guten Läden um, da gibt's Dummies, die er nicht auf bekommt

  • Ich muss sagen, mir war nicht klar, dass es doch so grundlegend verschieden Dinge sind, ob ich es mit ihm im Spiel mache oder ob ich es aus "Gehorsamsgründen" mache.
    Danke, dass ihr mir das mal klar gemacht habt. Daher habe ich es wahrscheinlich total missverständlich für ihn gemacht und er ist jetzt etwas bis sehr ;) verwirrt.
    Möglicherweise weiß er jetzt wirklich nicht mehr, was ich von ihm möchte und reagiert deswegen so :(


    P.S.
    Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich zusätzlich mit dem Clicker arbeite. Beclicke ihn jedes Mal, wenn er sich mit dem Spielzeug nur bei mir befindet.

    Und: Hin und wieder legt er sich auch mit dem Ding hin (anstelle des Rumgerenne) und kaut genüsslich drauf rum. Ich mache vor ihm den Affen, dass er es mit bringt, aber kein Interesse.

  • Zitat

    > ür mich ist es grober ungehorsam und reine verarsche was der hundi dort abzieht oder er weiß wirklich nicht was du von ihm willst.

    Eben das ist das Problem von elektronischer Kommunikation: Wir können es gar nicht beurteilen, wir können nur Vermutungen anstellen. Die Frage nach dem ZIEL ist doch genau richtig - wenn es ums Spielen geht, braucht man keine Zwangsmittel einzusetzen (und eine Schleppleine ist ein Zwangsmittel). Wenn das Ziel Gehorsam ist, muss auch dem Hund klar sein/werden, dass jetzt GEARBEITET wird.

    "Groben Ungehorsam" kann ich in der Beschreibung nicht finden, denn diese wirkt auf mich wie eine SPIELSITUATION. Was ist "im Spiel" denn bitte "grober Ungehorsam"? Die Kommandos sind doch - laut Beschreibung - weder klar noch sitzen sie hundertprozentig fest. Also kann es keinen "Ungehorsam" geben (dazu müsste die Situation wasserdicht eindeutig sein), sondern nur "Übermut", oder?

    :-)

    also entweder du liest den beitrag richtig oder kommentierst keinen unsinn, aber das hat mit dem thema nichts mehr zutun

  • Wenn Dein Hund den Preydummy aufkriegt, hat er ihn - behaupte ich - schon zu lange allein für sich gehabt. Fang noch etwas kleiner an und versuche, nicht allzu viele Dinge gleichzeitig einzuüben.
    Das ist im Grunde auch der Tenor der Diskussionsbeiträge hier, denke ich. Und ja, genau wie Du es geschrieben hast: Zwischen Arbeit (Erziehung ist Arbeit) und Spiel muss ein klarer, eindeutiger Unterschied bestehen. Finde ich.


    @shenja: ???? Ich habe keine Ahnung, wovon Du schreibst, aber Dein Tonfall gefällt mir nicht. Ignorier' mich einfach, wenn ich Dir zu blöd bin.

  • Huhu

    Zitat

    Zwischen Arbeit (Erziehung ist Arbeit) und Spiel muss ein klarer, eindeutiger Unterschied bestehen

    Das sehe ich etwas anders. Erziehung ist was anderes als Arbeit, und vor allem Spielen gehört zur Erziehung dazu (denn auch Spielen läuft ja größenteils nach meinen Regeln ab), Arbeit wäre für mcih Ausbildung (richtiges Prüfungs-Apportieren, Fußarbeit,.. wobei es eigentlich auch nicht wirklich Arbeit ist)


    @TS
    jetz mal fürs "einfach irgendwie Sachen zurückbringen":
    Eigentlich ist es ganz einfach, den Hund dazu zu bringen, das Spielzeug schnell zu dir zurück zu bringen: Bei dir muss es mit dem Spielzeug viel viel toller sein, als alleine mit dem Spielzeug irgendwo anders! Ich würde mal versuchen, ihn mit Zerrspielchen dazu zu bringen, wieder mit der beute zu dir zurück kommen zu wollen.


    liebe Grüße
    Christine

  • Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob er weiss, was Du von ihm willst und er das durcheinanderbringt, und auch Dir der Unterschied bisher nicht ganz klar war:

    Spielbringen: das Triebziel des Hundes ist das zu apportierende Spiel (weil Zerrspiel winkt oder Leckerchen drin sind)

    Apportieren über Gehorsam: Apportel ist Arbeitsgerät (wie zum Beispiel die Leine) und nicht das Triebziel. Hund bringt das Arbeitsgerät und wird dann mit Spiel (anderes Spieli) oder Futter dafür bestätigt.

    Bestätigst Du nun über das Apportel selbst, degradierst Du es wieder zum Spielzeug. Das setzt Du aber mit Druck (zum Beispiel mit der hier angeregten Schleppleine; bei Dir bisher wohl eher mit Stimme und Körperhaltung) durch, den der Hund nicht versteht bzw. verstehen kann. Hund beschwichtigt durch Spielaufforderung und bestätigt sich selbst. Das selbstbestätigende Verhalten versuchst Du mit Druck zu unterbinden und schon bist Du in einem Teufelskreis. Sei für Deinen Hund klar durchschaubar, überleg Dir was Du willst und setz es um. Du lässt Deinen Hund ja auch nicht heute Leine beissen und morgen schreist Du ihn dafür an, wenn er das tut. Entweder ist das Apportel ein Spielzeug oder nicht.

  • > Das sehe ich etwas anders. Erziehung ist was anderes als Arbeit, und vor allem Spielen gehört zur Erziehung dazu (denn auch Spielen läuft ja größenteils nach meinen Regeln ab), Arbeit wäre für mcih Ausbildung (richtiges Prüfungs-Apportieren, Fußarbeit,..)

    Finde ich interessant. Ich kann diese Unterschiede für mich so nicht nachvollziehen: Ausbildung ist für mich (als Mensch - denn ich weiß nicht, wie ein Hund das empfindet!) "Arbeit", Erziehung ist für mich (als Mensch, als Vater, aber auch als "Erziehungsopfer"/Kind) ebenfalls Arbeit (weil nicht "voll und ganz freiwillig und immer lustig und spaßig").
    ARBEIT ist für mich alles, was unter Zwang/Macht/Gewalt steht (ja, Erziehung ist für mich immer "Gewalt", die QUALITÄT der Gewalt ist für die ethisch-moralische Wertung ausschlaggebend - mir ist bewusst, dass das vielen "völlig übertrieben" vorkommt), SPIEL ist für mich "der Rest". (Ok, Pennen, Fressen sind nicht "Spiel", aber dennoch "Freizeit").

    Und nein, ich bestimme beim Spielen mit meinen Hunden NICHT immer und alles. So wie meine Hunde das auch machen, gebe ich IM SPIEL auch mal die Führung ab. Ich kann ja gar nicht alles besser als sie (und das wäre die Voraussetzung dafür, dass ich immer die Führung übernehme). Spiel heißt für mich auch mal "etwas ausprobieren" (und da KANN ich nicht führen, weil es für mich auch neu ist). Klar: Ich beende oder starte das Spiel, habe also die "letzte Instanz". Aber im Spiel bin ich "mal oben, mal unten".

    Wohlgemerkt: Das muss nicht "richtig" sein, es ist lediglich meine Sicht! Ich habe Gründe dafür, warum ich diese einfache, strikte Unterscheidung (statt eines vielschichtigen Rechte-/Pflichten-/Spaß-Modells) mache und lege die auch gerne dar, fürchte aber, dass das furchtbar off-topic wird.

  • ich habe es so gemacht, dass ich meinem Hund erstmal gezeigt habe, wie sehr es sich lohnt, mir sein Spieli zu bringen.

    dann habe ich irgendwann das "richtige" Apportieren aufgebaut. Nach Buch.

    Es war mir aber wichtig, dass mein Hund grundsätzlich schon mal Freude daran hat, mir was zu bringen.

    Beispiel: Mein Hund klaut auf Hundewiesen gerne anderen Hunden den Ball. Es ist hier dann sehr hilfreich, wenn er Bringen kann und auch gerne macht! Sonst blamiert man sich nämlich ganz schön vor den anderen HHs ;)

    Das richtige Apportieren ist mir nicht sooo wichtig, deshalb habe ich mir mit dem Aufbau auch Zeit gelassen. Wichtig war mir wie gesagt das bringen selber.

    Deshalb finde ich, dass man für den Anfang (!) nicht so einen großen Unterschied machen muss. Dem Hund ist es doch eh wurscht, ob das jetzt Spielbringen oder sauberes Apportieren ist. Hauptsache, er lernt erstmal: Dinge zurückbriungen und Ausgeben ist ne gute Sache! Und dafür gibts ja verschiedene Ansätze. Kann man auch super mit Clicker machen, wenn die TS eh schon so arbeitet, wunderbar! Einfach die Fantasie spielen lassen!

    Gruß
    Jenny

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