Mein Hund hat Epilepsie
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Patrizia_G. -
12. September 2009 um 10:16 -
Geschlossen
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Hallo
Ich dachte mir, ich mach ein neues Thema auf denn es war dumm von mir das Thema „Wie es AJ heute geht“ zu benennen.
Ich würde mir wünschen mich mit Leuten austauschen zu können, die das selbe Problem mit ihren Hund haben.
„Epilepsie“
Mich würde es interessieren:
* Wie alt war euer Hund als er den ersten Anfall hatte ?
* Ist die Epilepsie vererbt worden ?
* Wie oft bekommt euer Hund einen Anfall ?
* Bekommt er täglich eine Tablette, so wie auch Menschen mit dieser Krankheit ?
* Können solche Hunde ein ganz normales Hundleben führen ?Über ALLE Infos bin ich sehr dankbar und helfen mir sicher weiter mit der Krankheit zurecht zu kommen.
LG Patrizia
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Tja dann mach ich mal den Anfang....
Dusty war ca. 5,5 Monate alt, als er seinen ersten Epianfall hatte und ich noch nicht den geringsten Schimmer hatte was da gerade passiert.
Ob die Epilepsie vererbt worden ist kann ich so nicht sagen, da weder mir noch seinen Züchtern Epi-Hunde in seiner Verwandtschaft bekannt sind (aber wer weiß, ob andere da nicht was totschweigen :/ ).
Dusty hat relativ selten Anfälle, nur diesen Winter traten sie extrem gehäuft (für seine Verhältnisse) auf. Da hatte er 2 in 48 Stunden und dann nochmals einen nach 3 Wochen und dann nach weiteren 3 Wochen noch einen (sprich letzter in dieser Reihe Anfang März). Wir hatten dann bis Anfang August Ruhe und hatten dann einen Anfall der (und damit meine ich nur das reine Krampfen, die ganzen Vorzeichen lasse ich in der Zeitmessung weg) mehr als 5, fast 6 Minuten dauerte.
Dusty ist nicht auf Medis eingestellt. Die Ärzte sind sich da einfach nicht einig, die einen sagen ja einstellen und die nächsten sagen wir sollen es lassen, da wir meist sehr große Abstände zwischen den Anfällen haben. Sollten sich die Anfälle allerdings wieder häufen (ähnlich wie diesen Winter), werde ich ihn einstellen lassen nur auf was weiß ich noch nicht genau.
Eigentlich führt mein Kerlchen ein ganz stinknormales Hundeleben. Einzig passe ich mit dem Kontakt zu fremden Hunden auf, da die ersten Anfälle in Zusammenhang mit Hunden standen, die ihn gebissen haben. Ansonsten hat er seine Spielekumpels (bspw. nen Ridgeback oder nen schwarzen russischen Terrier und dagegen mein Kerlchen mit seinen 9 Kilo
) und geht mit mir auf den Hundeplatz und hat keine Einschränkungen. -
Ich habe auch einen Anfallshund! Das schreibt sich so locker, ist es aber bei Weitem nicht.
Als im März unser lieber kleiner Oscar verstarb habe ich es nicht lange ohne Hundeschnauze ausgehalten und so kam Stanley (vermutlich Deutscher Jagdterrier - Mix) aus dem Tierheim zu uns. Er ist ca. 4 Jahr alt und ein ganz toller Geselle. Nach ca 3 Wochen bekam er dann den ersten Anfall, ich dachte er stirbt und war völlig aufgelöst. Er erbrach am Morgen nach dem Erwachen, gleich danach versteifte er völlig und fing minutenlang an zu krampfen, mit Schleim vor dem Maul und Blasenentleerung. Danach sprang er völlig überdreht herum und wusste anscheinend nicht so richtig, wo er war.Nach Anraten der Tierheimärzte könnten die traumatischen Erlebnisse eine Ursache sein, wir nahmen Blutab, organisch war anscheinend alles o.k., die Diagnostik einer Epilepsie ist nur durch ein Ausschlussverfahren möglich. Nach 11 Wochen erfolgte dann ein weiterer Anfall, gleicher Ablauf ohne ersichtlichen Grund oder Zusammenhang), ich war enttäuscht, denn ich hoffte ja so sehr auf eine einmalige Sache. Inzwischen habe ich das Futter umgestellt (getreidefrei) und gebe 2x2 Luminaletten, 1x in der Woche Katzenfutter und Honig - beides soll anfallsdämpfend wirken, die Tipps habe ich hier aus dem Forum bekommen!
Die Tabletten haben meinen Stanley weder ermüdet noch verändert, jetzt wird regelmäßig ein Blutspiegel gemacht und ich hoffe, er bleibt anfallsfrei! Wenn nicht, kann die Tablettendosis erhöht werden, ich hoffe das natürlich nicht. Ansonsten habe ich viel gelesen zum Thema z.B. http://www.epilepsie-beim-hund.de/schwartz_porsche_startseite.phtml
Viel Glück! Andrea und Stanley[/list]P.S. Hier noch eine gute Informationqelle:http://www.leveste.de/dalmaweb/epilepsie1.htm
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Ich bedanke mich erst mal für die Antworten.
AJ ist jetzt ca. 16 Wochen.
Am Dienstag hatte er den ersten Anfall.
Der TA hat ihm eine Tablette gegeben und bis gestern hatte er kein Anfall mehr, so das wir dachten es würde nur eine einmalige Sache gewesen sein.Gestern bekam er erneut drei Anfälle in 1 ½ - 2 Stunden.
Heute morgen um 5 Uhr wieder ein Anfall und bis 9 Uhr waren es insgesamt 6 Anfälle.
Die Anfälle sehen so aus das er total verkrampft und das Bewusstsein verliert.
Er strampelt ganz dolle mit den Beinen, (als ob er rennen würde), klappert mit dem Kiefer,
und fängt sehr viel an zu sabbern. Sobald der Krampf los lässt kann es passieren das er Kot oder Pipi ablässt. Er möchte dann immer panisch weglaufen, doch dann halte ich ihn nach oben so das er mit den Beinen laufen kann aber nicht von der Stelle kommt. Ich habe dann einfach Angst das er gegen die Wand läuft oder sich sonst verletzen könnte.
Danach ist er (Hunde)müde und ganz benommen.Heute Morgen waren wir noch mal beim TA und da hat er noch mal eine Tablette bekommen.
Nun hatte er keinen Anfall mehr.
Montag müssen wir noch mal zum TA.LG Patrizia & AJ
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Liebe Patrizia_G, was sind das für Tabletten, die der TA ihm gibt, Epileptika müssen regelmäßig gegeben werden, um einen Blutspiegel zu erzeugen. Also so häufige Anfälle hat der Kleine, das ist ja belastend! Während des Anfalls könnt ihr wirklich nur versuchen, die Verletzungsgefahr einzudämmen.
Habe allerdings mehrfach gelesen, dass die Hunde nichts spüren und nicht leiden. nur für uns Menschen sieht es ja sehr übel aus. Aber bei einem Menschen mit Epilepsie ist es ja auch nicht anders. Es gibt übrigens auch Futterhersteller, die spezialfutter für Epileptiker anbieten, wenn Dich das interessiert, suche ich das mal raus.
Stanley bekommt kein Spezialfutter, ich achte nur auf Getreidefreiheit, das kann wohl anfallsauslösend sein!Viele Streicheleinheiten für den kleinen AJ
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Ich habe keinen Hund, aber eine Katze die sehr massiv an epileptischen Anfällen litt.
Die Anfälle waren genauso wie Patrizia sie beschrieben hat und für mich und meine Familie furchtbar mitanzusehen, eben weil man nichts tun kann.
Wir haben immer nur dafür gesorgt, daß sie sich dabei nicht verletzten konnte, hinterher gesäubert und versucht sie nicht zu stressen.
Wir haben sie auf Medikamente eingestellt (komme aber gerade nicht auf den Namen, weiß nur noch, daß es eines für Menschen war) und das ganze eher auf experimenteller Basis, da Epilepsie bei Katzen noch seltener vorkommt.
Fast ein halbes Jahr lang hatte sie Anfälle, davon im Sommer wirklich regelmässig und dann waren sie auf einmal verschwunden. Meiner Katze geht es heute super und sie wird bestimmt steinalt
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Hallo brucelitsa, das freut mich aber für deine Katze! Ich hoffe ja auch, dass unser Stanley durch die Tabletten anfallsfrei wird, das wäre toll, für ihn und für uns!
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Hallo Leidensgenossin,
der erste Anfall meiner 4 jährigen Labrador-Hündin hatte sie ca. mit einem Jahr. Ihre Anfälle häuften sich im 2. Jahr dass ich kurz vor einer Medikamentengabe stand. Ihren letzten mir bekannten Anfall hatte Sie im April und seither (auf Holz klopf) keinen mehr. Als Auslöser kommen bei Ihr schwülwarmes Wetter und enorme Stressbelastungen in Frage.
Joy hat neben ihren Gran Mal Anfällen auch kleinere die wenn man sich nicht mit dem Thema befassen würde mir nicht aufgefallen wären. Kreisdrehen, nachjagen von imaginärer Beute.
Sie kommt gut wieder aus dem Anfälle von selber raus und ich habe bisher noch kein Medikament geben müssen. Ich hoffe das bleibt so.Viel Kraft und Mut. Es sind nur kurze schreckliche Momente die von der ganzen Freude nicht allzu sehr ablenken sollten. Ist nicht immer so leicht.....
Grüße
Kerstin
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Mein im letzten Jahr verstorbener Hund litt auch an epileptischen Anfällen. Von daher weiß ich, wie fürchterlich es für dich ist, das mitansehen zu müssen.
Bei ihm begann es erst ziemlich spät, er war so ca. 5 oder 6 Jahre als als er das erste Mal krampfte. Ob es vererbt wurde kann ich nicht sagen, da er als Welpe ausgesetzt wurde und die Eltern daher unbekannt waren.
Dadurch dass die Anfälle zum Glück recht selten auftraten - vielleicht im Schnitt viermal pro Jahr, dann allerdings mehrmals hintereinander -, hat der Tierarzt lieber davon abgesehen ihn medikamentös zu behandeln. Eine gute Entscheidung, wie ich fand.
Er hatte, abgesehen von den Anfällen, ein ganz normales Leben und keinerlei Einschränkungen. In den letzten 1,5 Jahren seines Lebens hörten die Anfälle sogar ganz von selbst auf. Ein Auslöser für die Epilepsie konnte nie festgestellt werden.
Ich wünsche dir und deiner kleinen Fellnase, dass ihr das ebenso gut in den Griff bekommt. Ich glaub, der Mensch leidet in dem Moment viel mehr als der Hund, weil er so hilflos ist. Ich konnte immer nur aufpassen, dass mein Hund sich nicht verletzt ansonsten war ich machtlos.
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Unser Goldi hatte auch Epilepsie. Er bekam die ersten Anfälle mit fünf Jahren. Am Anfang kamen sie einmal die Woche und irgendwann 5-10 mal am Tag. Schließlich wurde er super auf Tabletten (Luminal) eingestellt und hatte die nächsten drei Jahre ruhe. Nach diesen drei Jahren kamen die Anfälle zurück und er krampfte ca. alle 6 Wochen einmal. Obwohl er seit seinem 5 Lebensjahr Medikamente nehmen musste, ist er für nen Goldi 15 Jahre alt geworden und eines morgens nicht mehr aufgewacht. Ob bei ihm die Epilepsie vererbt worden ist, konnten wir nicht herrausfinden, das wir die Elterntiere nicht kannten.
Auch wenn diese Anfälle schrecklich aussehen und sie einen richtig fertig machen, muss man sich vor Augen halten, dass der Hund davon nichts mitbekommt. Ein Hund mit Epilepsie, kann mit der richtigen Medikamenteneinstellung, eine schönes und "gesundes" Hundeleben führen. - Vor einem Moment
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