Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
PRT beißt und läßt sich nicht überall anfassen
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Hallo zusammen,
habe ein Problem mit meinem Parson Russell Terrier. Er wurde abgegeben, weil die Besitzer Kinder bekamen und der Hund immer aggressiver wurde.
Anfangs ließ er sich von mir nicht anfassen und ich mußte ihm vorher sagen, wenn ich ihn anleinen wollte zum Gassigang. Gefährlich war er ebenfalls im Auto. Wenn er auf der Rückbank war und ich drehte mich um z. B. zum Einparken, dann hat er geknurrt und die Zähne gefletscht. In der Situation hat er sich auf gar keinen Fall beruhigen lassen.Inzwischen darf ich ihn streicheln und er ist eigentlich ganz lieb. Manchmal dreht er sich dann auf den Rücken und läßt sich den Bauch kraulen.
Futter nimmt er mir ganz vorsichtig aus der Hand, auch beim Spielen hat er mich noch nicht gebissen. Alles ganz toll, aber:
Wenn ich nur sage "Gib Pfötchen" dann wird er sauer. Er legt die Ohren an und geht weg von mir. Wenn ich versehentlich die Pfote berühre, wenn er neben meinem Stuhl liegt, dann knurrt und schnappt er nach mir. Die Pfoten sind absolut Tabu.
Ich kann ihn auch nicht hochnehmen. Das ist problematisch, denn was tue ich wenn er eine Zecke am Bauch hat?
Ganz verrückt wird er, wenn ich ihm einen Kauknochen gebe. Dann knurrt er mich an wenn ich nur auf 2 Meter an ihn ran komme. Das geht gar nicht, also habe ich ihm den Knochen wieder weg genommen. Das bestätigt zwar seine Verlustangst, aber ich kann mich nicht den ganzen Tag anknurren lassen.
Woher kommt so ein Verhalten und wie kann man ihm das abgewöhnen?Er hat aber auch positive Seiten. Ich war mal eine Stunde bei der Nachbarin und habe ihn alleine in der Wohnung gelassen. Er hat nicht gebellt und nichts angestellt. Das klappt also.
Er ist stubenrein und hört auf die Grundkommandos wie Sitz, Platz, aus.
Wenn ich ihn von der Leine lasse bleibt er in der Nähe, rennt nicht weg.
Außerdem ist er sehr aufmerksam und extrem gelehrig. Wenn ich ihm 2 mal etwas zeige, dann hat er das kapiert. Ob er es dann auch macht ist eine andere Frage. Terrier halt.
Spielen will er 24 Stunden am Tag, man sieht ihn kaum ohne Ball im Maul.
Es wäre schade, wenn man da nichts mehr machen könnte. Was meint ihr?Gruß, Ralf
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30. August 2009 um 03:58
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Hallo Ralf!
Ich muß leider gleich weg, daher nur die Kurzfassung:
Ich bin mir völlig sicher, dass man da noch was machen kann, Du scheinst ja auf einem guten Weg zu sein, denn Du beschreibst ja bereits eine Verbesserung.
Gib ihm keine Kauknochen, wenn Euer Verhältnis besser ist, dann kannst Du mit ihm "tauschen"üben. Aber das finde ich jetzt noch viel zu früh.
Meide vorerst kritische Situationen. Euer beider Sicherheit geht in jedem Falle vor.
Laß ihn auch nicht mir dem Bällchen rumlaufen. Räum es weg, wenn Du nicht mit ihm spielst. Dein Hund soll lernen, dass er das gute nur mit Dir zusammen erleben kann.
Die Pfoten sind bei meiner Lotte auch ein Problem. Sie knurrt zwar nicht, läßt sich da aber auch nicht gerne anfassen. Erzwing nichts. Mit wachsendem Vertrauen wir es besser werden. Dann kannst Du auch gezielt Kommandos trainieren, so wie es im Zoo beim "medical training" gemacht wird.
Ich bin wirklich grad auf dem Sprung, daher will ich Dir nur noch schnell meinen Respekt aussprechen. Wie toll, dass Du den kleinen Kerl aufgenommen hast, trotz bekannter Probleme. Wer weiß, wo er sonst gelandet wäre....Verlier jetzt nicht den Mut, dass könnt Ihr schaffen.
ganz liebe Grüße
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Ich kann den angesprochenen Tipp nur unterschreiben!
Unbedingt ganz viel Positives mit dir in Verbindung bringen.
Ich würde vorschlagen, ihn komplett aus der Hand zu füttern.
Ich würde auch sagen, dass du ihm erst Kauknochen o.ä. gibst, wenn ihr ein "Aus" hundertrpozentig auf alles generalisiert habt.
Und wenn du ihm etwas gibst, dann würd ich ihn gar nicht beachten beim Futtern. Missy hat anfangs auch ihr Futter oder ihre Knochen verteidigt. Ich hab in Foren häufig gelesen, man solle den Knochen bei Verteidigen sofort wegnehmen, um zu zeigen, "wer der Herr im Haus ist"... irgendwie fand ich das total dämlich. Dann hab ich irgendwann mal eine Reportage über Hundemütter gesehen und da haben die Welpen der Mutter was von ihrem Fressen geklaut
Was hat die Hundemutti gemacht? NICHTS.Sie hat es komplett ignoriert.
Und dann hab ich die Sache nochmal überdacht und ich bin zu dem Schluss gekommen: Wenn ich meinem Hund etwas zum SPielen/Kauen gebe, dann gehört es doch in dem Moment ihr. Also hab ich sie immer links liegen gelassen. Ein paar Mal hat sie mich angeknurrt, wenn ich an ihr vorbeigegangen bin, mit der Zeit blieb das aus, inzwischen kann ich entspannt über sie rüber steigen, wenn sie nen Knochen hat. Vom Knochen wegnehmen halte ich noch immer nicht viel, aber genau WEIL ich ihr den nie wegnehme, hat sie keine Angst, wenn ich ihr den doch mal aus dem Maul nehmen muss.
Ich empfehle auch körpernahe Spiele. Nicht nur, weil er ein Terrier ist, sondern auch, weril ihr noch Vertrauensdefizite habt, würd ich auf so etwas, wie Bällchen werfen und Stöckchen werfen verzichten und lieber mit kleinen Spielies (oder auch ohne) ganz nah an dir dran spielen.
Wenn du merkst, dass euer Vertrauen stetig wächst, kannst du anfangen, jeden Abend eine Körperpflege- Einheit einzuplanen.
Routine lieben Hunde.
Du kannst ja erstmal damit anfangen, dass ihr euch auf den Boden setzt und du ihn am Kamm schnuppern lässt, ihn damit mal spielerisch an den Flanken berührst usw.
Nächster Abend das Gleiche, plus ein paar Striegelstrichen. Immer abwechselnd mit nem Kamm und der bloßen Hand.
Und das steigerst du ganz langsam Abend für Abend.
Auf die Weise kannst du ihn ganz langsam daran gewöhnen, dass du ihn überall anfässt. Irgendwann sind dann auch die Pfötchen dran.Ich finds auch super
dass du dich seiner angenommen hast!
Geduld, Geduld! Er wird schon Vertrauen fassen! -
Hallo,
hätte noch einen ganz simplen Tip für das Knurren im Auto...:
Laß den Hund in einer Box im Kofferraum bzw. wenn der zu ist (Stufenheck) auf der Rückbank oder im Fußraum mitfahren.
Dann sieht er Dich nicht, wenn Du Dich zum Parken umdrehst.
Außerdem ist es für Euch beide viel sicherer. Der Hund wird bei einer Vollbremsung zum Geschoß und gefährdet so nicht nur sich selbst sondern auch Dich. Hunde gelten nach StVO als Ladung und müssen ausreichend gesichert werden. Frei auf dem Rücksitz kosten also zudem auch noch nen Bußgeld.
Ansonsten pflichte ich meinen Vorschreibern bei. Hast gute Tips bekommen und auch ich denke, daß Du auf einem guten Weg bist. Gib Euch noch ne ganze Menge Zeit und hab Geduld.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Hallo,
ich würde Dir raten einen Hundetrainer aufzusuchen. Vielleicht kam Dein Hund früher auch immer mit dem Verhalten durch und zeigt es nun wieder, da er ja Jahre lang Erfolg damit hatte. Schließlich ist er ja auch schon 7.
Muss nicht unbedingt immer Angst sein.Aus der Hand füttern ist super und für Futter arbeiten lassen auch.
Ansonsten wäre es wirklich besser jetzt gleich einen Hundetrainer kommen zu lassen, bevor vielleicht was auch den Fugen läuft. Schließlich ist er ja noch nicht lange bei Dir und je früher man anfängt, um so einfacher hat man es.
Finde ich übrigens super, dass Du dem Kerlchen eine Heimat gegeben hast. Ich wünsche Dir ganz viel Freude und ein schönes weiteres Zusammenleben.

Liebe Grüße
Steffi
- Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Also, ich würde erst mal die Knochen oder ähnlich Tolles und verteidigenswertes an einer Stelle geben, wo keiner Drübersteigen oder vorbeigehen muß - damit der Hund sieht, keiner nimmt was weg, keiner bedroht ihn. Eher noch ab und an beim Knochenknabbern mit nem kleinen Stückchen Fleisch vorbeigehen und ihm zusätzlich geben (aber bitte nur Du, keine Kinder/Freunde etc. am Anfang!!), damit er lernt, Ihr nähert Euch nicht, um etwas wegzunehmen, er braucht nicht zu verteidigen, Leute in der Nähe sind toll. Ansonsten - wenn er knurrt, ruhig mal zurück-anfahren! Ich habe meiner Frieda, als dies das erste Mal passierte, einfach ein bisserl unfreundlich mit "EEEY!" einen Knuff verpaßt, habe ihr aber den Knochen gelassen und als sie ruhig stehenblieb, wieder den Knochen mit "ist gut" freigegeben - soll vermitteln, ich lasse ihr den, es passiert ihr nix, aber Anmachen ist auch SCH...... und wird so nicht akzeptiert (sonst verknüpft der Hund noch, Knurren ist ok, denn wenn ich knurre, darf ich alles behalten!).
Ansonsten -bevor Du mit Körperpflege anfängst, erst einfach mal körpernahe Spiele, wie schon empfohlen und Streichelrunden - wenn er auf dem Rücken liegt, jedes Mal etwas näher Richtung Beinchen/Pfötchen mit der Hand kommen, ohne aber danach zu greifen oder gar festzuhalten (das mag Bossi bis heute nicht, Biene hat nix gegen "Händchenhalten" *gg). Sollte der Hund dabei knurren - mit "EEY!" kommentieren und kurz das Streicheln unterbrechen dabei (!sonst würdest Du das Knurrren bestätigen), aber danach weiterstreicheln (damit nicht wieder das Knurren Erfolg hat, indem Du postwendend aufhörst!), diesmal aber ohne so weit zu gehen, um zu signalisieren, daß Hundis Grenzen akzeptiert werden - Du tust ihm nix, aber Du bestehst darauf, ihn anfassen zu können, sozusagen.
Wenn jetzt wer mit der Befürchtung kommt, ich gewöhne dem Hund auf diese Weise an, daß Knurren nicht hilft, und er lieber direkt beißt: nein, denn der Hund lernt ja, daß seine Grenzen akzeptiert werden, sodaß er nicht beißen muß. Er darf äußern, wenn ihm was net paßt, aber er lernt trotzdem, daß Anfassen nicht böse ist, oder daß Leute in seiner Nähe beim Fressen nichts wegnehmen. Wenn ich Knurren unterbinde und dann gleich den Knochen wegnehme, z.B., dann lernt der Hund sicherlich, Knurren hilft net, und er beißt evtl. gleich beim nächten Mal.
Seit dem Knurrer von Frieda gehe ich öfter mal ABSICHTLICH in ihre Nähe, während sie knabbert, spreche dabei mit ihr, lobe, wenn sie mich ignoriert, streichle mal über den Rücken (mal kurz, mal einige Male, sobald sie zu knabbern aufhört und sich versteift (Warnung), sag ich "ist gut", klopf nochmal freundschaftlich den Hund und gehe), ab und an, wenn ich sie auf die Seite schieben muß, weil ich durch will (Drübersteigen über einen blinden Hund während des Knabberns muß ja nicht sein), dann sag ich "Vorsicht" (das signalisiert ihr, daß jetzt irgendwas kommt) und streichle sie kurz und schiebe sie andeutungsweise etwas auf die Seite, sie nimmt ihren Knochen mit und fertig. Geht also ;-)
Kannst Du den Hund auf den Schoß nehmen? Wenn nein, evtl. über draufspringen auf den Schoß beibringen. Wenn ja, kannst gleich anfangen, ihn mal mit den Vorderpfoten an Dir hochzulocken - Leckerli über Deinen Kopf halten, sodaß er Kontakt über die Pfoten mit Deinem Oberkörper haben muß (zB Abstützen auf Deiner Schulter), um dranzukommen. Dabei dann mit der anderen Hand an verschiedenen Stellen stützen, sodaß er sich daran gewöhnt, die Hand an seinem Körper hilft, ist nicht lästig. Wenn er ruhig auf dem Schoß sitzt, ruhig mal beim Streicheln etwas weiter um ihn rumgreifen (achtung, nicht daß er sich "gefangen" fühlt, echt nur schrittweise), erst mit einer Hand, dann später mit beiden, richtig knuddeln. Vorher würde ich ihn auf keinen Fall auf den Arm nehmen. Erst, wenn das ohne Protest und GERNE zugelassen wird, dann mal auf dem Schoß ein wenig anheben, gleich wieder absetzen. Oder jemand sitzt neben Dir, hat Leckerli in der Hand, und Du hilfst dem Hund dranzukommen, indem Du ihn zum Nachbarschoß rüberhebst. Einfach, daß er lernt, anfassen/heben heißt helfen, ist nicht lästig.
LG,
BieBoss
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