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jagdrausch
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24. August 2009 um 12:27
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jagdrausch - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Natürlich gibt es eine Grundveranlagung bei Hunden. Und die machen es uns Haltern nicht immer leicht.
Zum Jagen - da spreche ich aus eigener leidvoller Erfahrung - verhindere unbedingt dass Dein Hund jagen geht. Lass ihn in jedem Fall an der Schleppleine.
Abgesehen von den Gefahren, die für Hund, Mensch und auch Wild bestehen, ist jedes Jagen selbstbelohnend. Beim Jagen kommt es zu einem Endorphinausstoß, der high macht. Deshalb hat der Hund auch ohne Beute zu machen ein gutes Gefühl bei der Jagd. Macht er Beute wird dieses Gefühl noch viel besser.
Dieser Endorphinausstoß ist auch der Grund, warum man mit Strafe nicht weiter kommt. Das kann nur mit gaaanz viel Glück und gutem Timing bei einem Hund mit schwach ausgeprägtem Jagdtrieb klappen. Hat der Hund erstmal Spaß am Jagen, kannst Du gar nicht (auch nciht mit Hilfsmitteln) so krass bestrafen, dass der Hund aufhört zu jagen.
Mein Rat: Laß Deinen Hund mit Dir gemeinsam jagen. Wenn er das Fährten bereits beherrscht, dann mach Dir das zunutze. Laß ihn auf Spaziergägen suchen und apportieren.
Arbeite dringend an der Impulskontrolle mit Deinem Hund, das geht auch über rein positive Bestärkung.
Und beides (Jagdspiele und Impulskontrolle) werden Deinen Hund viel besser auslasten als reine Bewegung.
Was ich ganz toll finde, ist dass Dein Hund von sich aus Blickkontakt zu Dir sucht. Das zeugt von einer guten Bindung und ist eine tolle Basis für ein Training.
EDIT: Ich finde übrigens großartig, dass Du bereit bist, dazu zu lernen und neue WEge auszuprobieren. Da gehört einiges zu. Respekt!
Hier noch ein link, von der Homepage einer Userin hier, die sich sehr mit dem Thema befasst hat:
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Das meiste ist ja schon gesagt. Kein eigenständiger Jagterfolg mehr ist der Schlüssel. Dazu vernünfige anderweitige (körperliche und geistige) Auslastung und ihr könnt wieder von einer Bindung und keiner Hassliebe reden.
Mir ist vorhin nur aufgefallen, dass du was von Fahrrad und Landung auf Asphalt geschrieben hast.
Wenn du mit deinem Hund Rad fahren willst, um sie auszulasten, kaufe dir einen anständigen Fahrradhalter. Der von Kleinmetall wäre z.B. eine gute Lösung. Da kann der Hund nicht weg, selbst wenn dir ein anderer entgegenkommt und du machst eben keine Bruchlandung. Mit Hund an normaler Leine Radfahren ist nicht nur lebensgefährlich sondern ich meine lt. StVo sogar verboten (habe ich nicht weiter überprüft, wurde mir nur letztens mal erzählt). Siehe hier: https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…r=asc&&start=30
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ZitatAlles anzeigen
Hi,
also, die grundsätzliche Frage ist hier: Du gibst dem Hund ständig die Chance zu jagen - wie soll er lernen, daß er das nicht darf?
Also: den Hund NUR NOCH unter Beobachtung im Grundstück laufen lassen, dann aber so gesichert (mit ´ner Schleppleine, die Flexi-Dinger taugen doch nix, hast ja selbst gesehen), daß Du jederzeit, sobald auch nur das linke Ohr in Richtung jagdbarer Beute zuckt, einschreiten und dies verbieten kannst bzw. den Hund bei Dir halten kannst.
Sobald der Hund (solange das Nicht-Jagen noch nicht richtig sitzt) wieder EINMAL frei läuft und die Gelegenheit kriegt, zu jagen, und dies erfolgreich tut, ist die ganze Mühe im Eimer und Du kannst von vorne anfangen! (ab und zu Erfolg=variable Bestätigung, verstärkt das Verhalten massiv!)
Dasselbe mit dem Gartenzaun: sobald der Hund auch nur den Zaun anschaut: "NEIN!" - selbst wenn der nur 30 cm hoch wäre - er hat den Zaun zu akzeptieren und fertig! (daran arbeite ich mit meinem Bossi derzeit auch - der geht nämlich ab und an zum sch... durch irgendwelche Löcher im Zaun in Nachbar´s Garten, wenn ich nicht vorher Gassi war.....*hüstel..... oder besucht den Nachbarn, wenn ich nicht auf ihn schau - neugierig wie ein altes Weib
)
Daß ein Hund sein Grundstück kläffend verteidigt, ist völlig natürlich - und er lernt aus jedem vorbeigehenden Passanten: "wenn ich belle, verschwindet der wieder" - klar, weil der ja nur vorbeigehen wollte, aber das weiß der Hund ja nicht! Der sieht nur, daß Bellen Erfolg hat, und wird damit in der Kläfferei bestätigt. Da hilft echt nur eines: nicht alleine lassen.
Abgesehen davon: wenn der Hund 4000 m² hat, wird der sich dort auch nicht mehr bewegen als in Deinem Sessel in einer 20 m² Wohnung, also kein schlechtes Gewissen, wenn Hundi in der Wohnung bleibt, während Du weg bist! Ein Garten nutzt nur, wenn man sich darin auch mit dem Hund beschäftigt. Der rennt normalerweise nicht darin herum, nur weil er weiß, er benötigt Bewegung... Bei Dir hat er Bewegung, klar - weil er ständig zum Jagen animiert wird durch alles, was kreucht und fleucht..... ;-) Aber wenn der Hund stärker ausgelastet wird, wäre das evtl. besser in den Griff zu bekommen-Du schreibst ja, er fährtet gerne, mach das doch öfter mal-wenn Du schon so viel Grund hast, ist doch genial. Kostet nicht sooo viel Zeit, beschäftigt aber super.
Ist also eigentlich ganz einfach zu lösen, Dein Problem, bloß halt zeitaufwendig, und Du mußt, wenn Du mit Hund draußen bist, IMMER ein Auge bei ihm haben, ihn bei Dir halten.
Alternativ, wenn Du die Zeit nicht hast, oder auch erstmal für die Trainingsphase: ein kleines Stück Garten (entsprechend hoch!) einzäunen innerhalb des Grundstücks, das er dann auch alleine nutzen darf. Hat den Vorteil, daß das "jagbare Viechzeugs" ausgesperrt werden kann, und auch keine Passanten an seinem Zaun vorübergehen, die zum Kläffen animieren, denn die kommen ja nur bis zur Grundstückgrenze. So kann der Hund mit seinem Verhalten keinen Erfolg mehr bekommen und wird es auf Dauer (zwangsweise
) lassen.
LG, und viel Erfolg wünscht
BieBoss
hi biboss,
dein beitrag ist sehr hilfreich und ich werde mich um eine vernünftige schleppleine kümmern.
die schleppleine von meiner trainerin hat natürlich nicht lange gehalten und hat sich auch bestens bei unseren übungen verknotet.
tja,schnüffelspiele gab es viele auf unserem gelände,mit brühe eine spur ziehen ,wurststückchen verstecken(nach einer woche waren neue verstecke schon schlechter zu finden und sporty lief direkt die enventuellen verstecke ab)ihr im ansatzt das jagen zu verbieten habe ich eingehalten ich kann mit ihr zusammen durch unsere kleintiere gehen aber dann bricht es doch durch und sie springt irgendjemandem hinterher nur mit widerwillen lässt sie es nach.
beim anblick meiner katze bekommt sie regelrecht schüttelfrost und will nur los um naja.
habe ihr auch ein geschirr gekauft hat genau 1,5 stunden gehalten ist alles aus kunstfaser die verschlüsse aus kunsstoff,kaut sie in einem unbemerkten moment der vieleicht nur 10min beträgt einfach durch.ich weiß garnicht wie sie beim geschirr oberhalb der schulter es geschafft hat.
viele forummitglieder denken jetzt wohl aus meiner ersten schilderung das hier die hunde unentwegt geschlagen werden um eine erziehung zu erreichen,dieses ist aber nicht der fall.
ich habe, so muss ich es gestehen nach ihrem dritten jagdrückfall mit meiner vom trainer und hundeschule empfohlenen methode das handtuch geschmissen(übungen suchspiele,belobigung ,hohe stimme usw.).
ich will es aber wieder aufnehmen um die hoffnung auf besserung nicht aufzugeben:DANKE -
Genau. Nicht aufgeben! Hier sind einige, die jagtbegeisterte Hunde haben. Auch Trillian und ich gehören zu denen, die regelmässig mit Schleppleine im Matsch stehen und üben und ab und an gerne alles hinschmeissen würden oder wo einem mal der Gedanke kommt: Warum muss grad mein Hund jagen....
Es ist kein einfacher Weg. Das muss dir klar sein. Du wirst keine Verbesserung innerhalb von 4 Wochen erzielen.
Jeder Hund ist anders, aber ich habe jetzt fast 1 Jahr gearbeitet und mittlerweile hat meine Madam kapiert, dass die Kaninchen hier in der Umgebung meiner Wohnung tabu sind. Sie können sogar auf der Wiese 10 Meter von ihr entfernt sitzen und weghoppeln, sie steht nur vor und kommt dann zu mir gelaufen.
Im Moment bin ich noch am generalisieren, denn die Kaninchen woanders sind ja was gaaaaanz anderes, und allem was rennt, kann man ja nachjagen.
Auch nach einem Jahr gehe ich im Feld fast zu 90% Schleppleine, einfach weil ich die Feldhasen nicht früh genug sehe. Den Wald meide ich bis heute zur Äsungszeit, da ist mir das Risiko dass das relativ menschengewöhnte Wild den Weg 20m vor mir kreuzt einfach zu groß.
Kauf dir ein gutes Geschirr. Schau dir mal die K9 an, oder im Zweifelsfall schau mal hier: http://www.kleinmetall.de/produkte/Siche…fe/allsafe.html Das ist zwar eigentlich ein Autogeschirr, aber kann natürlich auch so getragen werden bzw. als Zuggeschirr lt. Beschreibung genutzt werden. Das hat keine Plastikverschlüsse, das wäre ja viel zu gefährlich, sondern robuste Metallschnallen.
Versuche in ganz kleinen Schritten zu arbeiten und zu denken: Impulskontrolle im ganz kleinen Bereichen und dann immer weiter ausbauen, damit du immer wieder Erfolgserlebnisse hast.
Anti Jagt Training baut auf mehreren Säulen auf: Bindung, Alternativangebot, Gehorsam. Es bringt nichts, nur eine Säule hochzuziehen, denn darauf hält kein Fundament (oder Dach - egal). Bindung hast du ja wohl schon relativ gut, nun musst du dich noch interessant machen. Alternativangebot ausbauen und Erfolg mit dir schaffen. Und am Gehorsam feilen. Dann wird das!
Du schaffst das!
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ich könnte mir vorstellen, dass Zughundetraining für sie (und für dich) das Richtige sein könnte.
geh mal auf http://www.laufhundesport.de/ - das ist extra von Dobihaltern geschrieben worden.Das kann man nämlich prima nach Feierabend machen. Es macht einen RIESENSPASS und lastet den Hund zudem geistig und körperlich aus.
Grade für Hunde mit Jagdtrieb ist das genau die richtige Beschäftigung.
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Zitat
tja,schnüffelspiele gab es viele auf unserem gelände,mit brühe eine spur ziehen ,wurststückchen verstecken(nach einer woche waren neue verstecke schon schlechter zu finden und sporty lief direkt die enventuellen verstecke ab)i
Das ist viel zu einfach! Solche Aufgaben muss man schwieriger machen, so dass der Kopf richtig dampft.
Wenn Du mit Brühe eine Spur ziehst, dann ist das, als ob einer Dir sagt, Du sollst dem Seitenstreifen einer Straße nachlaufen. Also total einfach

Du kannst es schwieriger machen, indem Du das Gelände wechselst und zunehmd Dinge nimmst, die immer weniger Geruchspartikel abgeben beim Hinterherziehen. Außerdem musst Du noch drauf achten, dass der Hund nicht einfach Deiner Spur folgt - das heißt, den Geruch am besten an einen Stock binden und neben Dir herschleifen.
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Grade für Hunde mit Jagdtrieb ist das genau die richtige Beschäftigung.
Ohne Wertung dieser Sportart - das würd ich so pauschal nicht sagen.
Wenn der Hund gut mit der Nase arbeitet, bietet sich da nicht die Dummyarbeit an?
Hat da jemand Links, wie man das aufbaut?In erster Linie würd ich mich um den Gehorsam kümmern und nebenher mit ganz leichter Impulskontrolle anfangen.
Die Grundkommandos erstmal ohne viel Ablenkung positiv aufbauen, beobachte den Hund und sammle gute Belohnungsmethoden.
Beim Gassigehen einfach die Runden verkürzen und die Aufmerksamkeit des Hundes immer wieder auf dich richten - zb mit Gehorsamsübungen, Spielen, Suchspiele, Rennen, kleinen Impulskontrolleinheiten.
Zu den genannten Links setz ich mal den hier
https://www.dogforum.de/ftopic64175.html
Wenn Fragen aufkommen, wie man zb Impulskontrolle aufbaut, o.ä., kannst du sie hier stellen.

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...sorry, ich habe nicht alles gelesen, aber hast du dich schon mal mit der Rasse Dobermann auseinandergesetzt?... wenn du sagst du hattest schon eine Hündin denke ich ja...
Einem Dobermann wirst du nie NIEMALS den Jagttrieb abgewöhnen können, du kannst ihn aber um umlenken... du mußt den Hund auslasten, DU mußt das Spiel bestimmen nicht er... Sorry, aber ein Dobermann ist wie ein offenes Buch wenn er sich bewegt, da erkennt man was losgeht wenn man genau hinguckt sofort... meiner jagt auch für sein Leben gern... darum gehts draußen z.Zt. wo alle Felder frei sind auch nur noch mit Schlepp... d.h. ich hab gerade umgestellt auf Geschirr und die FlexiGigant 8m... kann ich dir echt empfehlen, stand auch nie auf Flexis... einmal war ich unaufmerksam und er ist reingerannt, mein Arm ist noch dran ;.)... ich sehe Wild lange vor dem Hund... sofern die Nase in eine Richtung geht weiß ich was er will... er muß absitzen und dem Häschen brav hinterhergucken... wenn du so ein riesen Grundstück hast, kannst du doch soooooooooo viel mit Hund tun... hast du schon mal Dummytraining probiert?... und wenn er über Zäune geht warum läßt du ihn alleine draußen???... sorry, aber ich denke schon das Anwohner da das Ordnungsamt informieren DU HAST EINEN DOBERMANN... wenn der auf mich zugestürmt kommt würde ich als Nicht-Hunde-Kenner auch Angst bekommen... aber ist leider auch typisch wenn man es nicht abtrainiert... ein Dobermann hat einen ausgeprägten Wach- und Schutzsinn... ich hab ein bissel Angst das er bald an der Kette in deinem Garten liegt und Schläge bewirken genau das Gegenteil, du solltest wissen wie sensibel diese Rasse ist.................................................................................... -
aural,
hab mich vll. unpräzise ausgedrückt: ich meinte, Dobi mit Jagdtrieb.
Das heißt natürlich nicht, dass Dummyarbeit und Reizangeltraining sich dann erledigt hätten.
Ist nich "entweder-oder" , sondern "sowohl als auch"
wie schon einige Vorredner geschrieben haben, der Hundehalter muss halt Zeit in seine Tier investieren, dann klappts auch mit dem Dobi

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