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  • Wenn ein Hund sich im Verhalten wirklich plötzlich stark verändert, dann würde ich als allererstes abchecken lassen, ob nicht eine Krankheit dahinter steckt. Oder Schmerzen.

    Also gründliche Untersuchung beim TA samt großen Blutbild und alle vier Schilddrüsenwerte!

    Ansonsten kommt bei Eurem Hund hinzu, das er nun so langsam erwachsen ist - und daher meint, dies den kleineren und jüngeren Hunden recht rüpelig mitteilen zu müssen.
    Von Euch kommt da viel zu wenig Führung ... bubble hat das superschön geschrieben.
    Clicker ist tatsächlich nur dieser Knackfrosch, man könnte auch stattdessen selbst ein Geräusch machen (wichtig ist das dieses Geräusch immer gleich und immer neutral klingt, also nie wie in einem Kommandowort irgendwelche Emontionen mitschwingen können)
    Aber wenn man mit Clicker arbeitet, dann bekommt der Hund ja für erwünschtes Verhalten erst den Click, und dann ein Leckerlie. Das war wohl gemeint mit: kauen beruhigt.

    Ward Ihr mal bei einem Trainer? Jemand der Euch die Hundsprache ein bisschen zeigen kann?
    Ich vermute, das Ihr da doch ein paar Signale überseht.
    Selbst lebenslange Hundeerfahrung schützt einen ja nicht davor, beim nächsten Hund nicht doch noch was dazu zu lernen. ;)
    Ihr hattet bestimmt einfach bisher noch nicht soooo einen Hund.

    Und ja - Ballspiele weglassen, viel Rennen - alles was hochpuscht weglassen.
    Habt Ihr mal Suchspielchen mit Ben gemacht?
    Oder Denkspiele?
    Nasenarbeit strengt Hundehirne unendlich an, danach sind die mindestens genauso ausgelastet und zufrieden wie nach nem 1-Stündigen Dauerlauf neben dem Rad.
    Das kann man auch wunderbar beim Gassi-Gang einbauen - wodurch ganz nebenbei auch die Leinenführigkeit mit trainiert wird.

    Wenn Ihr mit dem Ball spielt - dann hoffentlich mit Impulskontrolle, d.h. der Hund darf er loslaufen, wenn Ihr durch Kommando freigebt.

  • Ein *Soka*
    ist ein sogenannter Kampfhund.

    Uii schönes Tier :-)

    Ich würde ihn wie gesagt auf jedenfall von einem Tierarzt kontrollieren lassen, um erstmal ausschliessen zu können, dass er keine Schmerzen hat.

    Desweiteren würd ich bis auf weiteres jeglichen Hundekontakt verbieten.

    Wenn ihr sicher seid, dass der Hund keine Schmerzen hat, würde ich mir einen guten Trainer an meine Seite holen.

  • Also auf jeden Fall kein Soka (sogenannter Kampfhund) mit drin.

    Da stimmt die Rasse/Mischungs Einschätzung aus dem Tierheim wohl.

    Ein wunderschöner Hund!!!

    Denke, die erste Antwort im Thread gibt da schon die besten Tips.

    Zusätzlich würde ich mir eine gute Hundeschule suchen und zusätzlich Beschäftigung suchen, die den Hund vom Kopf her auslastet ohne ihn "hochzufahren". Also so irgendwas wie suchspiele, clicker und tricks beibringen, Fährtenarbeit oder ähnliches.

    lg
    sabine

  • Danke für die Blumen! Uns wird oft gesagt, dass Ben ein schönes Tier ist, aber irgendwie sehen wir das gar nicht mehr, ist halt so wenn man jemanden bzw. ihn täglich sieht :D

    Okay, ich glaub, ich fahre dann mal heute und besorge mir diesen Knackfrosch und Infos wie ich damit arbeiten kann.
    Und der Tierarzt darf auch dran glauben.

    Schwierig ist es nur, ihm nicht andere Hunde begegnen zu lassen.
    Wir wohnen direkt neben einem Park mit Hundewiese und und und. Da trifft man sogar schon Hunde auf dem Weg zum Auto!

    Trotzdem nochmal vielen vielen Dank, ich muss jetzt erstmal wieder mit ihm Gassigehen bzw. er geht mit mir, dass ist immer absoluter Stress mit diesem Rüpel

    Ganz liebe Grüße aus Gütersloh!

    Dani

  • Hier mal meine lange Meinung zum Thema "Ballspielen"

    . Überlegungen zum Ballspielen


    Es gibt leider immer noch/wieder Hundebesitzer, die der Meinung sind, dass Ballspielen dem Hund gut tut. Besonders wenn der Hund den Ball sogar ohne Aufforderung anschleppt.
    Leider denken sie selten darüber nach,
    1. Warum der Hund den Ball jagt.
    2. Welche Nebenwirkungen das Ballspielen hat.
    3. Welche Spätfolgen das Ballspielen hat.

    Zu Punkt 1

    Was ist das eigentlich für eine Tätigkeit, dem Ball hinterherzulaufen und zurückzubringen?
    Es ist im Grunde genommen Jagdverhalten. Jagdverhalten besteht ursprünglich aus folgenden Sequenzen:

    Orten - Fixieren – Anpirschen - Hetzen – Packen – Töten – Zerreißen – Fressen.

    Sämtliche Sequenzen des Jagdverhaltens sind selbstbelohnend, d.h. selbst, wenn ein Hund, nie Beute macht, bekommt er durch Ausführen einer oder mehrerer Sequenzen einen erhöhten Endorphinspiegel ( Glückshormonanstieg ) . Das hat den einfachen Hintergrund, dass ein wildlebender Canide Jagen muss ( vorausgesetzt er lebt nicht von Abfällen, wie die meisten heutigen Wildhunde), damit er Futter bekommt und weiterleben kann. Nun ist es aber auch so, dass längst nicht jeder Jagdversuch auch einen Jagderfolg zu vermelden hat, im Gegenteil, meistens wird keine Beute gerissen. Wäre das Jagdverhalten über positive und negative Konditionierung hervorgerufen, würde der Hund es also ganz schnell verlernen, da es offensichtlich nicht den erwünschten Erfolg bringt( Jetzt ist auch klar, warum viele Hunde Vögel jagen, obwohl sie nie einen fangen, die sind nicht blöd, die sind Opfer ihrer Gene). Der Hund würde verhungern, er würde sich nicht fortpflanzen, die Art stürbe aus.
    Bei unseren heutigen Hunden, welches fast alles Arbeitshunde sind, finden sich meistens nur noch einzelne Jagdsequenzen, da alles andere bei dem jeweiligen Zweck ungünstig wäre.
    Hier ein paar Bsp um zu verdeutlichen wie das gemeint ist.:

    Hütehunde Orten – Fixieren – Anpirschen – Hetzen – (Packen) - % -% - Fressen
    Vorstehhunde Orten – Fixieren- Anpirschen – (Hetzen) –Packen - % - % - Fressen
    Apportierhunde (Orten) – (Fixieren) – (Anpirschen) – (Hetzen) – Packen-%- %-Fressen
    Meutehunde Orten -(Fixieren)– (Anpirschen)– Hetzen– Packen– Töten– Zerreißen- Fressen
    Daran sieht man wie ungünstig gewisse Jagdsequenzen wären, würde sie der Arbeitshund im falschen Themenbereich zeigen. Solche Vorfälle sind üblicherweise Zuchtausschließend, wenn z.b. ein Apportierhund seine Beute auffrisst, statt sie zurückzubringen oder ein Hütehund die Schafe tötet oder ein Vorstehhund, dem Wild direkt hinterher sprintet und womöglich noch dem Jäger vor die Flinte läuft. Dagegen wäre ein Meutehund, der im Fixieren „festhängt“ ja noch lustig.

    So, warum erzähle ich das Alles? Es dient dazu zu verstehen, was das Ballspielen auslöst, nämlich bei fast jedem Hund Sequenzen des Jagdverhaltens. Das wäre erstmal nicht weiter schlimm, schließlich gönnt doch jeder seinem Hund Endorphine, oder? Was wäre denn so schlimm daran, wenn der Hund gerne Jagdsequenzen zeigt und der Mensch es toll findet einen Ball zu werfen?
    Folgendes ist schlimm:
    Merken Hunde und Menschen erstmal, welch „tolle“ Beschäftigung das Ballspielen ist, findet sich immer irgendwer, der dem ach so nett schauenden Hund seinen Ball wirft. Ehe man sich versieht, fliegt der Ball mehrfach am Tag, teilweise sogar durchgehend mehrere Stunden.
    Was passiert? Der Hund braucht wie jedes andere höher entwickelte Lebewesen eine gewisse Endorphindosis am Tag, je mehr das System gewohnt ist, desto mehr fordert es ein.
    D.h. natürlich nicht, dass es schädlich ist, seinen Hund glücklich zu machen, die Kunst ist aber es nicht nur über eine Quelle zu tun. Sprich, Ballspielen stellt, aus Sicht der Endorphine erstmal noch kein Problem dar, solange es nicht zur einzigen Bezugsquelle wird.
    Ist dies aber erstmal der Fall wird es grausig, denn das Hundegehirn lernt schon beim Anblick des Balls Endorphine auszuschütten, was eine extreme Erregung hervorruft, das wiederum kann dazu führen, dass der Hund die eigene Erschöpfung nicht mehr merkt und irgendwann einfach kollabiert, statt das Spiel zu unterbrechen.
    Außerdem speichert das Gehirn ab, dass es bei dieser Betätigung am ehesten Endorphine zu erwarten hat, alle anderen Endorphinlieferanten ( Fressen, Fortpflanzung, Soziales Gefüge usw.) sinken in der Wertung ab und vor die Wahl gestellt, wird der „Balljunkie“ mit hoher Wahrscheinlichkeit den Ball wählen.
    Was aber nun, wenn Ballspielen plötzlich nicht mehr möglich ist ( z.b. wegen Krankheit, Zeitmangel). Der Hund wird depressiv, weil er keine gute andere Endorphinquelle zum Ausgleich hat. Jetzt mögen einige sagen, der Hund wäre ja nicht dauerhaft krank, aber auch ein Hund wird mal alt.

    Punkt 2

    Die Nebenwirkungen des Ballspielens:

    a. Der Hund wird abhängig (siehe Punkt 1)
    b. Der Hund verlernt Selbstregulation
    c. Der Hund hat nur noch Augen und Gedanken für den Ball

    2b.
    Damit hat es Folgendes auf sich. Jedes normal aufgewachsene soziale Lebewesen lernt normalerweise eine gewisse Form der Selbstregulation.
    Ein Bsp. Aus der Menschenwelt ist der Dreijährige, der lernt, dass man im Supermarkt nicht alles mitnehmen darf, auch wenn man es gern möchte.
    Ein Bsp. Aus der Hundewelt ist der Welpe, der lernt den erwachsenden Hund besser nicht zu stören, wenn der einen dicken Knochen hat oder gerade nicht spielen will.

    Wir können dem Hund auch Selbstregulation beibringen, in dem wir nicht nur verbieten, sondern auch belohnen, wenn der Hund versucht ist und widersteht.

    Was ist so wichtig an der Selbstregulation, wenn wir keinen Zweithund mit Knochen haben?

    Fast jeder Hundehalter beschwert sich oder bemerkt zumindest, dass sein Hund trotz Rufen/Schreien dem Ball des anderen Hundes nachjagt, zu einem fremden Hund hinrennt, jagen geht, Dinge vom Boden frisst usw.
    Woran liegt das? Diese Hunde haben nicht gelernt, sich zu beherrschen, bzw. haben gelernt, dass es weniger Sinn macht, sich zu beherrschen, als der Verlockung zu folgen.
    Also, was erwarten wir von unserem Hund?
    Er darf/soll täglich sämtliche Regulationen über „Bord werfen“ um dann als Belohnung auch noch eine Verhaltensweise ausführen zu können, die über kurz oder lang, die beste Endorphinquelle schlechthin wird.
    Gleichzeitig soll er aber bitte keine Tiere jagen ( aber er darf doch sonst auch immer Jagdverhalten zeigen!), nicht zu anderen Hunden hinrennen ( aber er darf doch sonst auch immer gleich lossprinten!), keine Dinge vom Boden aufnehmen ( aber das muss er doch mit dem Ball auch immer tun, um ihn zurückzubringen!) und bloß keinem anderen Hund oder sogar einem Kind das Spielzeug klauen ( aber wenn man im Garten um die Wette zum Ball läuft soll er doch gewinnen!).

    2c.
    Hier geht es nun um eine Sache, die den Menschen stört. Nämlich darum, dass der Hund irgendwann an Nichts mehr, außer an den Ball denken kann. Wirft der Mensch nicht, hat er meistens einen Hund der unruhig umher läuft, um einen Ball zu finden, den er dem Menschen vor die Füße legen kann, damit dieser den Ball wirft. Bleibt das erwünschte Werfen aus, gibt es Hunde, die um den Menschen „herumschlawenzeln“, um ihn dazu zu bewegen, da landet dann die Pfote auf dem Schoß usw. Zu Beginn finden die meisten Menschen das niedlich und werfen, bis sie sich irgendwann als „Ballwurfmaschine“ fühlen.
    Reicht das Nettsein des Hundes nicht oder wird der Stress durch das Nichtwerfen zu hoch, fangen viele Hunde an zu kläffen, bis der Ball geworfen wird, das geschieht auch, denn der Mensch will ja seine Ruhe.
    Irgendwann, wenn das Kläffen nicht reicht fangen einige Hunde an zu Kläffen, Anzuspringen und zu Schnappen, einige Menschen werfen auch dann, weil sie Angst vor ihrem eigenen Hund haben und nicht mehr wissen, wie sie aus der Situation wieder herauskommen können. Solange es sich um Erwachsene handelt ist es zwar schlimm, aber wenn Kinder angesprungen und geschnappt werden, dann heißt es meistens, der Hund ist ja so böse und er erleidet entweder fürchterliche Strafen, wird weggegeben oder eingeschläfert, da er ja einen Menschen gebissen hat….
    Dabei war der Mensch doch derjenige, der den Hund zum Junkie gemacht hat und sich nicht beherrschen konnte, bzw. sich keine Gedanken gemacht hat, wo das Ganze noch hinführt.

    Zu Punkt 3.

    Die Spätfolgen.
    Alle reden immer davon, dass man Hunde z.b. vor dem Agility gut aufwärmen muss, um die physische Belastung geringer zu halten. Was tun wir nach dem Frühstück? Den Hund aus dem Körbchen scheuchen und den Ball in den Garten werfen, wo er dann mit kalten Muskeln und ungeschmierten Gelenken hinterher läuft, um dort scharf zu bremsen, hochzuspringen und eine scharfe Kurve zu laufen, damit der Ball schnell wieder beim Menschen landet.
    Agility und andere Hundesportarten sollten nur einmal wöchentlich trainiert werden, um die Gelenke nicht zu überlasten. Dann wird üblicherweise nur eine Stunde trainiert. Der Ball fliegt wesentlich mehr und unter anderen Vorraussetzungen.

    Also noch mal die Spätfolgen:
    1. Krankheiten, die da üblicherweise sind: Arthrose, Verschlimmerung von HD, ED, Wirbelsäulenschäden und Co.
    2. Depressionen, denn mit Arthrose, ED, HD und Co, darf der Hund gar nicht mehr Ballspielen.
    3. Keine/stark herabgesetzte Selbstregulation, führt evtl.
    - zu Beisserein ( Ressourcenverteidigung),
    - Vergiftungen ( der Hund nimmt Dinge vom Boden auf),
    - Verletzungen des Hundehalters ( weil der vom Fahrrad gerissen wurde, weil der Hund unbedingt zu dem anderen Hund wollte oder der Hund schnappt nach dem Hundehalter, weil dieser den Ball nicht wirft),
    - Tod ( wenn der Hund überfahren wird, weil er auf der anderen Straßenseite einen Hund sah und sich nicht zurückhalten konnte)


    Vorteile des Ballspielens:

    1. Der Mensch hat Spaß, weil er gerne den Ball wirft
    2. Der Hund bekommt seine Endorphine
    Der Hund ist physisch ausgelastet, dabei wird aber oft vergessen, dass sich die Kondition verbessert und man immer mehr Ballspielen muss um den Hund müde zu bekommen. Hat er erstmal die Endorphine für sich entdeckt klappt es eigentlich gar nicht mehr, wer schläft schon gut mit einer Überdosis Endorphinen im Blut?


    Nochmal etwas zum Clicker und über seinen Einsatz bei Verhaltensproblemen, wie wir es machen, abgeleitet von Rolf C. Frank findest Du hier auf Seite 7, beginne bei meinem Beitrag, der Rest erklärt sich.

    https://www.dogforum.de/fpost7889646.html#7889646

  • Ja, also...vielleicht ist in Ben auch ein Pointer drin(sieht jedenfalls für mich so aus)...das würde jedenfalls erklären warum er so schwer auslastbar ist...allerdings erklärt es nicht warum er sich etwas agressiv gegenüber anderen Hunden verhält.

    Naja wenn man das Alter und den Labbi dazunimmt erklärt es zumindest das Dominanzverhalten...Labbis werden ja etwas später erwachsen und ich denke die Hormonproduktion die in diesem Alter den Höhepunkt erreichen tun ihr Übriges. Das kann auch von einem Tag auf den Anderen gehen...Er ist jetzt ein erwachsener Rüde und zeigt dies...aber ihr macht das schon richtig.

    liebe Grüße

    Susanne

  • Hi,
    ich möchte mich mal in die "Hund von Baskerville"-Riege einreihen, denn ich stehe z.Zt. genau vor dem selben Problem :roll:
    Meine bisher superverträgliche 2-jährige SH/Galgo-Mix Hündin hat gerade so massiv "Rasierklingen unter den Achseln" und pöbelt so furchteinflößend mit Artgenossen herum, daß mir die Sinne schwinden.......
    Das wären so meine Ideen des "warum":
    der Hund ist ein Spätenwickler und befindet sich noch im "Rüpelalter" oder
    der Hund ist nun erwachsen und sondiert seine Rangstellung oder
    der Hund ( jetzt meiner) ist durch den unterdrückten Jagdtrieb( weil verboten) fehlgeleitet auf Artgenossen und probiert dort sein "Glück" oder
    hormonelle Störungen trotz Kastration? oder
    meine bisherige Erziehung hat versagt :ops:

    Bisher hatten wir innerhalb 4 Wochen ( praktisch aus dem Nichts!) 3 Raufereien, d.h. die erste völlig überraschend und deshalb auch sehr heftig. Die 2. in der Hundeschule, die sofort von uns unterbunden wurde und Nr.3 auf der Hundewiese, wo wir noch schnell genug trennen konnten.......und vorgestern ist die Ashley auf eine nette, freundliche Dalmatiner-Hündin losgegangen, mit einem Aggressionspotenzial, daß ich bisher so noch nicht an ihr beobachtet hatte ( gesträubtes Fell, niederdrücken, lautes Grollen)
    Ich bin genauso entsetzt wie ratlos:
    Ich denke aber, die Sache mit der physischen und mentalen Auslastung spielt eine große Rolle.....ist aber auch eine Frage des "know how".

    Ballspiele würde ich auch aufgrund von Beuteaggression weglassen, Rad
    fahren schafft den Hund körperlich, aber nicht geistig, Clicker erreicht den Hund nicht auf weite Entfernungen ( Ashley jagt ihre "Opfer" manchmal in den Wald.....) keine weiteren Sozialkontakte halte ich für problematisch und in der Praxis kaum zu realisieren, Maulkorb mit Freilauf???
    Es ist überaus schwierig, den Hund immer im Auge zu behalten, denn nur ein Wimpernschlag Unaufmerksamkeit reicht aus und schon knallst! Nette Plaudereien mit anderen HH entfallen erstmal und man ist angespannt und mißtrauisch bei Hundebegnungen. Ein Teufelkreis!
    Ich finde, daß ich meinem Hund eigentlich viel biete:
    Lange Waldspaziergänge, schwimmen, toben auf der Hundewiese, Hundesport( 1x die Woche). Mehr geht nicht, weil es noch einen Beruf und ein Leben "ohne Hund" gibt. Aber es reicht wohl nicht aus :???:
    Momentan beobachte ich Verhaltensänderungen sehr genau und setze die Hundepfeife ein, wenn ich die ersten Anzeichen eines Angriffs bemerke. Sehr schrill und laut unterbreche ich damit erstmal den Blickkontakt auf den "Gegner" und lenke die Aufmerksamkeit auf mich. Kommando:"Fuß" und wir gehen vorbei.......dann Lob und Leckerli! Ist vielleicht nur eine Notlösung, bis mir ( oder euch) was Besseres einfällt..........
    Tja, alles nicht so einfach mit den "Rüpeln".........
    LG

  • @ blubbl

    Hmm, deine Erklärung klingt für mich logisch. Es ist wirklich so,dass wenn wir den Ball nur in die Hand nehmen, er extem aufgeregt ist. Er zittert dann am ganzen Körper. Mir war nicht bewusst, dass viel Endorphine nach noch mehr Endorphinen -beim nächsten mal- "rufen". Und wenn wir dann auf dem Weg zu der Wiese sind und er weiss, dass wir die Bälle dabeihaben, naja dann kannste dir ja vorstellen, wie der Weg dahin aussieht (Hund zieht und zieht und zieht)


    Ich war ja gerade mit ihm unterwegs, ich habe diesesmal das Geschirr + Halti angelegt, und es war toootaaal entspannt. Er lief sogar direkt neben mir *freu*. Das Einzige was nicht so schön war, dass er -als uns ein anderer Hund entgegenkam- er wieder mit dem Gemotze anfing, okay, der Andere fing an und hat schon vom weiten einen Affen gemacht...

    Naja, ich werde fleißig üben üben üben müssen....
    Hoffentlich wird er sich wieder beruhigen, denn einen aggressiven Hund zu haben ist nicht sonderlich schön.

  • Warum benutzt Du jetzt ein Halti?

    Von alleine nur durchs Halti wird dein Hund sich nicht beruhigen, das Problem wird sich nur noch verschlimmern.

    Audrey II

    An deiner STelle lief mein Hund nur noch mit Schleppleine. Du sollst den Clicker ja auch nicht beim Spielen einsetzen, sondern vorher.
    Wieso ist es möglich, dass dein Hund im Wald verschwindet?
    Sorry, aber meine Meinung ist, wenn mein HUnd nicht aus jeder Sítuation abrufbar ist ( auch wenn er gerade andere Hunde jagd), hat er eine Leine zu tragen, stell dir mal vor, die erwischen sich gegenseitig, wenn sie so weit weg sind, da ist ja nur noch Hackfleisch über, bis ihr da seid.
    Abgesehen davon, wo ist das positive Verhalten, das du Clicken willst, wenn sie gerade im Wald verschwindet?
    Das mag jetzt echt zickig klingen, aber wenn Du weisst, wie dein Hund ist, warum bist DU unaufmerksamj?
    Hast Du dir schon mal überlegt, dass das Verhalten deines Hundes vielleicht die anderen Hunde zu Angstbeißern machen kann?
    Klar ist es schwierig es so zu organisieren, dass der Hund draußen keine Sozialkontakte mehr hat, aber es geht. WEnn Du garnicht drauf verzichten willst, such dir einige ausgewählte Hunde aus mit denen sie sich nicht beißt.
    Je mehr sie die Erfahrung macht, dass sie andere Hunde plätten kann, desto schwerer wird es werden, ihr das wieder abzugewöhnen. Für die anderen Hunde und deren Besitzer ist das eine Zumutung, finde ich.

  • Wir hatten das Halti schonmal vor einiger Zeit benutzt, dann wurde es besser mit der Leinenführung, wir haben ihm das Halti wieder abgenommen. Sobald er das Ding aber wieder runter hatte ,spielt er wilde Sau. Wir haben es mit Befehlen "bei Fuß", kurze Leine, Leckerlis, Aufmerksamkeit, alles probiert. Nix. Nur wenn er das Halti umhat, ist er "brav".

    Uns wurde das Halti empfohlen, da er an der Leine ganz schlecht geht. Er wechselt STÄNDIG die Seiten, alles ist total interessant, rennt von a nach b und zurück zwischendurch auch mal nach c.
    Das hat er von Anfang an gemacht (daher ist im Heim nur ein Einziger ab und zu mal mit ihm Gassi gegangen) und in der Hundeschule haben die das auch nicht wegbekommen.

    In der Wohnung benimmt er sich total normal, nur draussen "flippt" er so rum.
    Ich sehe nichts schlimmes an einem Halti. Er wird da auch weder aggressiv(er) noch unruhiger durch. Bisher ist genau das Gegenteil eingetreten.

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