Kastrationsarten?

  • Hallo Ihr Lieben!

    ich habe bereits ein wenig im Forum gestöbert, ab wann ich meinen Rüden kastrieren lassen kann.
    Ich möchte auch erst einmal abwarten, wie er sich verhält, wenn er geschlechtsreif wird und ihn dann kastrieren lassen.
    leider konnte ich nichts zum thema finden, was mich beschäftigt.

    und zwar geht es da rum:

    es gibt ja die eine möglichkeit seinen rüden kastrieren zu lassen (schnipp schnapp alles ab) :dead:
    und eine methode, bei der nur die samenstränge durchtrennt oder abgeklemmt werden.
    der rüde soll bei der zweiten methode seinen spieltrieb behalten und soll auch nicht besonders dick werden, wie bei einer üblichen kastration.
    nun stelle ich mir die frage, was besser ist.
    wie ist eure meinung dazu und welche methode haltet ihr für besser und könnt ihr mir eure erfahrungen die ihr mit der kastration eures rüden gemacht habt nennen?
    ich wollte mich einfach mal informieren. ;)
    ein bekannter meinte sogar, ich könnte meinen Welpen (4Monate) bereits kastrieren lassen, was ich aber persönlich für "zu früh" halte.

    liebe grüße!

  • Zitat

    und eine methode, bei der nur die samenstränge durchtrennt oder abgeklemmt werden.


    Das nennt sich dann Sterilisation ;)

    Ich würde in jedem Fall eine Sterilisation bevorzugen. Die Frage ist nur, aus welchem Grund man kastrieren lässt: nur damit er zeugungsunfähig ist, oder wegen dem Hormonhaushalt? Im Zweiten Fall würde eine Sterilisation zum Beispiel nichts bringen. Denn genau das ist der Punkt: der Eingriff ist kleiner, und wirkt sich nicht so stark aus, wie die Entnahme der Organe.

    Achso, und ich würde immer dazu raten, wenn eine Kastra schon erwünscht ist, dass zumindest gewarte wird, bis der Hund vollständig erwachsen ist. Körperlich und psychisch.

  • nein das nicht. bei uns in der umgebung gibt es nur SEHR viele hündinnen. ;)

    alle die ich kenne raten mir einfach dazu und ich möchte auch nicht, dass es mal zu einem "Unfall" kommt und Rammar eine läufige Hündin deckt.
    ich will keinen Ärger mit anderen Hundebesitzern kriegen.

  • Hallo!

    Ich hab meinen bereits kastriert übernommen.

    Generell würde ich keine Kastration vor der Geschlechtsreife vornehmen lassen. Und schon gar nicht mit 4 Monaten.

    Beim Schnipp Schnapp Eier ab hast Du die Hauptproduzenten fürs Testosteron mit eleminiert. Was wohl das wichtigste wäre..
    Ich würde meinen Rüden beobachten, wie sehr seine hormonelle Ausstattung aussieht. Nicht jeder Rüde dreht ja völlig ab in der Adoleszenz.
    Aber es gibt eben auch Kanditaten die sehr testosteron-gesteuert sind.
    Mit denen kann man leider auch dann nicht mehr viel anfangen arbeitstechnisch und gerade in dem Alter ist Lernen unheimlich wichtig.
    Was dort nicht verknüpft wird, wird schwerer zu lernen sein später.
    Ich meine hiermit Erfahrungen mit der Umwelt, Ausprägung von Ängsten, etc.
    Sollte es so sein hast Du aber immer noch die Möglichkeit den Suprelorin-Chip zu setzen.
    Der wirkt ein halbes Jahr und Du kannst sehen, ob Dein Hund sich verändert.

    Ich schrieb schon vorhin woanders, ich kenn einen jungen Ridgeback, der war arg unter Stress im Zuge seiner hormonellen Entwicklung und kaum ansprechbar sobald er andere Hunde nur erahnte.
    Mit dem Chip geht es deutlich besser.

    Gruß Regine

  • Wollen wir hoffen, dass es keine scharfe Kritik regnet, sondern sich JEDER, der etwas sagen möchte, konstruktiv äußert.


    Die Frage steht ja im Raum: Warum möchtest du deinen Hund überhaupt kastrieren lassen?

    Wenn es dir um eine reine Unfruchtbarmachung geht, solltest du nur die Samenstränge durchtrennen lassen. Dann werden alle Hormone normal weiter produziert, dein Hund hätte nicht die Nachteile einer Kastration zu tragen.

    Verhaltensauffälligkeiten lassen sich nicht unbedingt mit einer Kastration lösen. Der bessere Weg ist der, eine ordentliche Erziehung zu leisten.

    Es ist immer gut, sich zu informieren und alle Vor- und Nachteile abzuwägen. Aber lass dir bloß nicht erzählen, dass ein unkastrierter Rüde schwer zu händeln ist. Ein kastrierter kann genauso schwierig sein.

    Wenn du dich für eine Kastration entscheidest, dann bitte erst, wenn dein hund ausgewachsen ist und nicht schon im Welpen oder Junghundalter. Wenigstens die Möglichkeit erwachsen zu werden, sollte jeder Hund bekommen. Denn dann ändert sich das Verhalten von selbst noch einmal.

  • Hallo Regine!

    Ich wusste gar nicht, dass es so einen Chip gibt. Ist natürlich sehr interessant, was Du da schreibst und ich werde mich näher darüber informieren! Bisher kannte ich eben nur die konventionelle Kastration.

  • Ich finde es vernünftig darüber jetzt schon nachzudenken, denn es ist für intakte Rüden nicht immer spaßig, ewig Hündinnen vor der Nase zu haben. Das stresst enorm. Und Läufigkeiten der Hündinnen sind ja deutlich verschobener als früher, sprich irgendeine ist immer gerade läufig.

    Wichtig in jedem Fall beim intakten Rüden: Immer regelmäßig Prostata checken lassen.

    Aber halt erstmal abwarten wie sich der Racker entwickelt.

  • Zitat

    nein das nicht. bei uns in der umgebung gibt es nur SEHR viele hündinnen. ;)

    alle die ich kenne raten mir einfach dazu und ich möchte auch nicht, dass es mal zu einem "Unfall" kommt und Rammar eine läufige Hündin deckt.
    ich will keinen Ärger mit anderen Hundebesitzern kriegen.

    Na, vielleicht wäre ja dann eine Sterilisation ein guter Mittelweg. So oder so, würde ich aber eh noch warten, bevor Du Dich auf eine Sache festlegst, es kann sich schließlich noch so einiges ändern, bis Rammar ausgewachsen ist. Vielleicht hat er auch gar kein Problem damit, wenn läufige Hündinnen unterwegs sind.

  • Aber wenn er kastrieren lässt, weil er Angst hat, ihn nicht unter Kontrolle halten zu können, wenn er eine läufige Hündin riecht, dann wird das mit der Sterilisation doch so bleiben oder? Er würde weiterhin heulen, nix fressen, stiften gehen (und womöglich einen Unfall verursachen). Er könnte zwar nicht mehr decken, würde aber doch genauso "weiterleiden".

    Das Leiden hab ich jetzt bewusst in "" gesetzt, denn ich kenne einige Rüden, die sind bei einer Läufigen Hündin im Umkreis von 10km total durchgeknallt, aber ich kenne auch genügend, die sind intakt und eine läufige Hündin wird erst interessant, wenn sie sich im Radius von 20 Metern bewegt. Da wird maximal mal mehr geschnuffelt, wo die Madam hingemacht hat, aber sonst sind es komplett stressfreie, intakte Rüden.

    Mal abgesehen davon, dass ich auch warten würde, bis er erwachsen ist und durch die Pubertät ist, würde ich mir das Verhalten ansehen. Vielleicht wird er total cool und relaxt und alles ist in bester Ordnung.

    Ach ja, und frag mal nach, ob die Weiber überhaupt intakt sind. Hier in meiner Umgebung gibt es nämlich (leider) kaum intakte Weiber - will ja keiner die 3 Wochen Leinenzwang und "Sauerei im Wohnzimmer". Vielleicht hat sich ein großer Teil deines "Problem" schon längst erledigt, weil eh die Hälfte nicht läufig werden würde.

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