Wie richtig reagieren, wenn der Welpe auf Zuruf nicht kommt?

  • Hallo,

    danke schon mal. Gib mir doch mal Tipps wie ich das aufbauen kann. Ich warte auch meist bis er nicht abgelenkt ist und rufe dann und dann kommt er auch sofort. Neben unserem Garten ist aber z.B. eine (wenig befahrene) Strasse (30er Zone) und wenn die Kinder da mit ihm spielen und ich ein Auto höre rufe ich ihn zu mir. Meistens funktionierts, aber manchmal hab ich schon den Eindruck, er ist so vertieft in sein Spiel dass er mich gar nicht hört.

    Ein lauter Pfiff macht ihn meist auf mich aufmerksam ;-), aber ich möchte eigentlich nicht öfter als einmal rufen müssen.

    Es ist auch schwierig Outdoor mit ihm zu üben. Wir haben hier sehr viele Kinder, die uns regelrecht belagern und vor unserem Haus sitzen, bis wir wieder Gassi gehen :roll: Ich schick sie schon manchmal weg, aber es ist schon schwierig unter diesen Voraussetzungen...

    Er ist jetzt 14 Wochen alt.

  • Schleppleine.....
    Und nur mit Motivation arbeiten, Gehorsam ist in diesem Alter schwer durchsetzbar imo. Und vor allem: nicht in Situationen kommen, die ein eingreifen erschweren. Damit meine ich Situationen wahrnehmen, bevor sie stattfinden. Im Beispiel Auto: Eingreifen bevor dein Hund das Auto/die störende Situation wahrnimmt, und ja das ist sehr schwer....

  • Zitat


    Es ist auch schwierig Outdoor mit ihm zu üben. Wir haben hier sehr viele Kinder, die uns regelrecht belagern und vor unserem Haus sitzen, bis wir wieder Gassi gehen :roll: Ich schick sie schon manchmal weg, aber es ist schon schwierig unter diesen Voraussetzungen...

    Er ist jetzt 14 Wochen alt.

    zum Üben weiter weg fahren und erstmal unter geringerer oder besser gar keiner Ablenkung das Kommando festigen.
    Also einsame Wiese suchen ;)

  • Mit Lennox ( 11 Wochen ) ist es manchaml ähnlich, hauptsächlich in der Hundeschule wird Frauchen gerne mal übersehen oder überhört. ( Bei Herrchen natürlich aufs Wort gehört ;) )

    In der Hundeschule im Welpenkurs hat man uns dann folgendes gesagt:
    1.) Nur rufen, wenn ich auch seine Aufmerksamkeit habe und er nicht abgelenkt ist ( und wenns eben durch einen Pfiff ist... )

    2.) Rufe ich ( EINMAL ) und er kommt nicht: Hingehen ihn abholen und dort hinbringen von wo du ihn gerufen hast und "HIER" sagen.

    Also bist du nach meiner Hundeschule auf dem richtigen Weg.
    Ich muss sagen, dass es mit Lennox und mir SO schon viel besser klappt.
    Also machst du eigentlich alles richtig. Er muss nur eines Lernen :

    Wenn ich komme habe ich viiiel mehr davon ( Leckerli) als wenn ich die Kinder beobachte...DAS braucht viel Geduld..

    Bei Lennox wirkt es wahre Wunder, wenn er nur ahnt, dass ich etwas in der Hand habe... Naja ein Wunder ist es eigentlich nicht, wenn man bedenkt, dass er ein Lab. Ret. ist :lol:

  • Schleppleinentraining machen wir, da funktioniert auch alles tadellos, da schick ich auch die Kinder weg ;-) Aber immer Schlepp?


    Zitat

    Im Beispiel Auto: Eingreifen bevor dein Hund das Auto/die störende Situation wahrnimmt, und ja das ist sehr schwer....

    Hm, aber ich kann doch nicht jede störende Situation wie das Spiel mit den Kindern unterbinden? Oder hab ich das falsch verstanden?

    Aus dem Spiel mit Hunden lässt er sich übrigens perfekt abrufen, noch kein einziges Mal daneben gegangen. Selbst in der Welpenspielstunde.

  • Beim Spiel mit Kindern würde ich versuchen mich interessanter zu machen als die spielenden Kinder. Mach dich zum Kasper, lauf in eine andere Richtung, zeig ihm Leckerchen, was halt dein Hund so als Motivation
    braucht, und ganz wichtig: sollte er sich zu dir umdrehen oder sogar schon
    loslaufen, bestärke ihn während des Wegs zu dir die ganze Zeit durch Stimmlob. Ach ja fast vergessen: die Entfernung sollte natürlich nicht zu groß sein am Anfang. 2-3 Meter nicht 50 Meter ;)

  • Zitat

    Schleppleinentraining machen wir, da funktioniert auch alles tadellos, da schick ich auch die Kinder weg ;-) Aber immer Schlepp?


    Hm, aber ich kann doch nicht jede störende Situation wie das Spiel mit den Kindern unterbinden? Oder hab ich das falsch verstanden?

    Aus dem Spiel mit Hunden lässt er sich übrigens perfekt abrufen, noch kein einziges Mal daneben gegangen. Selbst in der Welpenspielstunde.

    Schlepp immer da, wo diese Absicherung notwendig ist ... weil eben doch mal Autos vorbeifahren könnten. Eventuell kannst Du die Schlepp ja wirklich schleppen lassen.

    WENN Du trainierst, dann musst Du erstmal dafür sorgen, das keine Ablenkung da ist. (Kinder, andere Hunde etc.)
    Die Erfolgsaussichten sind einfach größer - so lernt ein Hund die Kommandos in aller Ruhe.
    Um das Kommando zu festigen steigert man dann langsam die Ablenkung.

    Wenn Du einfach auf der Strasse unterwegs bist und dort spielende Kinder sind, dann solltest Du keine Kommandos trainieren.
    Wenn Du Deinen Hund mit Kindern spielen lässt, dann auch nicht.
    Dann einfach nur drauf achten, das nix passieren kann.

  • Zitat

    Hm, aber ich kann doch nicht jede störende Situation wie das Spiel mit den Kindern unterbinden? Oder hab ich das falsch verstanden?

    Was genau spielt der da eigentlich mit den Kindern?

  • Zitat

    Was genau spielt der da eigentlich mit den Kindern?


    Nichts besonderes. Die knuddeln ihn, tüddeln an ihm rum, wenns zuviel wird dann schick ich sie zwar schon mal weg, aber das ist schwer, weil nicht alle einsichtig sind. Musste auch schon mal massiver werden bei bestimmten Exemplaren, die dann so aufdringlich sind, dass er nicht mal einen Platz zum Pipi machen suchen kann.

    Ist halt ein Welpe und alle finden ihn süss und ich wohne in einer kinderreichen Gegend.

  • Hi,

    Zitat

    Schleppleinentraining machen wir, da funktioniert auch alles tadellos, da schick ich auch die Kinder weg ;-) Aber immer Schlepp?

    Du hast nen Beagle - da wird dich die Schleppleine noch lange begleiten... Ich fürchte, die wird später noch viel nötiger werden ;)

    Ich persönlich würde den Hund nicht einfahc nur so mit den Kindern spielen lassen (oder andersrum). Sprich, beim normalen rausgehen würde ich den Hund im Haus anleinen (kurze Führleine), losgehen und dann freundlich grüßend an den Kindern vorbei. Wenn die mit dem Hund spielen wollen, musst du ihnen eben erklären, dass das jetzt gerade nicht geht, dass du übst etc.
    Dann würde ich mit dem Hund wo hingehen, wo keine Kinder sind und dort ohne Ablenkung das kommen trainieren, mit dem kleinen spielen etc. Du sollst ja der große Spaßfaktor und die Person im Leben deines Hundes sein, nicht die Nachbarskinder.

    Dort halt erstmal als große Spaßquelle attraktiv fürs herkommen sein und zur Not auch mit Schleppe absichern.

    Denn für mich persönlich wäre es so, dass ich mit meinem Hund wo hingehe, und auch wenn er noch klein ist, soll er mir folgen und mit mir dorthingehen, egal ob da Kinder sind oder nicht. Er soll den Spaß draußen ja mit dir haben.
    Und in meinen Augen sollte er lernen, dass es den Spaß durch Spiel mit Kindern mal gibt und mal nicht, nicht dass er später zu allen Kindern immer hinrennt die er sieht.

    Ab und zu sollte er die Kinder natürlich trotzdem treffen dürfen, aber dann geplant. Ist ja prinzipiell sehr gut, wenn er mit Kindern aufwächst!

    Für mich persönlich wäre das jetzt die Herangehensweise der Wahl - aber es gibt sicher noch viele andere Wege!

    lg,
    SuB

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