Junghund entdeckt Hütetrieb

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  • Zitat

    bevor ich hierzu wirklich eine Antwort gebe, warum willst Du die Rettungshundearbeit mit ihm anstreben?


    Warum muss man erst alles hinterfragen? :???:
    Kann man nicht auch mal so freundlich sein und "einfach so" eine informative Antwort geben?

    Ehrlich gesagt bin ich sehr erleichtert, dass doch ein paar freundliche und hilfreiche Antworten hier zu lesen sind.
    Melanie, grundsätzlich gebe ich dir ja Recht, was die "Klapse" betrifft, aber dein Beitrag war dennoch nicht sehr hilfreich :/ , und auch nicht besonders entgegenkommend, zumal du schon alleine temperamentsmäßig mit Mücke nicht mal annähernd das erlebst, was die TS beschreibt.
    Eine nette und ernstgemeinte Frage sollte auch eine ebensolche Antwort bekommen.

    LG Britta

  • Zitat

    Naja also bitte.
    Was für Antworten erwartest du?
    Natürlich ist es subomptimal sich im Nachhinein zu informieren aber besser spät als nie würd ich da sagen.


    :gut:

    Obwohl sich ja vorher schon informiert wurde, sonst würde man ja jetzt kein Obedience machen und sich über Schafherden in der Umgebung und Rettungshundarbeit schlau gemacht haben ;)

  • Hallo,

    ich habe auch zwei Hütehunde, die in der Pubertät so manch' eine neue "Idee" hatten...
    Wichtig ist, dass du Ruhe in den Ablauf bringst.
    Suche dir in aller Ruhe eine passende Beschäftigung für den Hund, aber beschäftige ihn nicht über.
    Er ist noch so jung und je mehr du ihn beschäftstigst, umso mehr wird er einfordern.
    Alles in gesunden Maßen.
    Zum Jagdproblem (Hüteproblem) übe es mit "schau" (wurde schon beschrieben) und bestäige ihn positiv, wenn er sitzen bleibt.
    Damit er in Zukunft nicht weiter Erfolg hat, sichere ihn unbedingt mittels Schleppleine.
    Hier gibt es einen Link zum Schleppleinentraining.
    Unser Zweithund fing im Alter von 8 Monaten an, Menschen zu jagen und zu stellen.
    Mit der Schleppleine und Alternativverhalten haben wir das Problem zu 99,999% in den Griff bekommen und er ist in den Situationen (wenn es dann mal vorkommt, dass er deswegen stiften geht) zuverlässig abrufbar.
    sehr wichtig ist, dass du ab morgen die begehrten "Jagdobjekte" zuerst sichtest und deinen Hund vorher ins Sitz bringst und Leckerlies bereithalten.
    Dann kannst du besser Ruhe bewahren, was sich auf den Junghund überträgt. Da er mittels Schleppleine gesichert ist, kann auch nichts passieren. Zur Sicherheit kannst du dich auch anfänglich auf die Schleppleine stellen, damit er schön sitzen bleibt, ggf. mit bodyblocks arbeiten, wenn er "ausbricht".
    Üben, üben, üben.

    https://www.dogforum.de/ftopic61353.html

    Gruß
    Leo

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    Jetzt kommen bestimmt bald noch die ganzen BorderCollie-Quäler und geben "gute" Ratschläge....

    ... Ja.
    Mein Hund wirkt trotz fehlendem Hüten nicht gequält :???:
    Aber sorry, dein Kommentar war sowas von unnötig.

    @Threaderstellerin:
    Ich habe ebenfalls eine knapp 1 Jahr alte BC-Dame, die auch im Alter von ca. 4 Monaten mal probiert hat, einem Auto hinterher zu wollen. Bei mir wars mit einem schlichten und einzigen "Nein" bis heute gegessen und nie wieder Thema. Es ist meiner Meinung nach extrem wichtig, dass du mit deinem Aussie diese "einfachen" Sachen übst.
    "Nein" kannst du beispielsweise ganz toll mit einem Leckerli in der Hand üben. Leg das Leckerli in deine offene Handfläche, und wenn der Hund sich das ungefragt schnappen will, schließt du die Hand fix und sagst einfach "Nein".
    Solche Grundsachen habe ich in den ersten 3 Monaten bis zum Erbrechen geübt, aber dafür sitzt es jetzt dank regelmäßiger Wiederholung auch. Auch "Schluß" wäre in eurem Fall sehr wichtig. Das hat sich bei uns ganz von selbst beigebracht, da ich nach jedem Spaziergang/Spiel einfach "Schluß" gesagt hab, ohne es groß zu üben.

    Wie dieschweizer auch schon gesagt hat: Ruhe ist das A und O! Mein Hund hat seine festen Zeiten, wo sie auch mal powern darf, aber sonst ist absolute Ruhe angesagt. Nala hat bei uns in der Wohnung einen kleinen abgetrennten Teil, wo keiner von uns hinkommt und sie stören darf, und sie ging bereits nach kurzer Zeit nach Spaziergängen völlig selbstständig dorthin und hat Ruhe gegeben.

    Du hattest noch nach Alternativen zum Hüten gefragt. Eine 1:1 Alternative gibt es nicht, und Treibball würde ich dir nicht empfehlen, das putscht zu sehr auf. Da dein Hund erst 6 Monate alt ist, würde ich noch nicht an großartige Beschäftigungsmöglichkeiten denken. Such- und Apportierspiele, Unterordnungsübungen, dein Clickern und Obedience sollten den Hund für die nächste Zeit mehr als genug auslasten.

    Für später kann ich dir leider keine Tipps geben, wir sind ja auch noch nicht soweit ;) Ich persönlich halte Rettungshundearbeit jedoch für eine gute Alternative zum Hüten, da hier Köpfchen vom Hund gefragt wird. Darauf solltest du übrigens immer dein Hauptaugenmerk legen: den Hund im Kopf auszulasten!

    Ich hoffe, ich konnte dir auch ein wenig helfen, hast ansonsten ja von meinen Vorrednern schon gute Lösungsansätze erhalten :^^:

  • Zitat

    Warum muss man erst alles hinterfragen?
    Kann man nicht auch mal so freundlich sein und "einfach so" eine informative Antwort geben?

    Die Frage war weder unhöflich noch sonst irgendwas, sondern hatte seine für meine Sichtweise berechtigten Gründe, da die TE im Eingangsthread nur etwas von Auslastung Ihres Hundes sprach um den Hütetrieb in Griff zu bekommen und wenn ich darauf gleich reagiert hätte, wäre meine Antwort vermutlich anders ausgefallen, da Rettungshundearbeit keinesfalls dazu dienen sollte, ausschließlich den Hund zu befriedigen.

    Zitat

    Danke für die netten Antoworten, war schon am verzweifeln:
    Also an Pimpfi: Die Rettungshundearbeit interessiert mich schon alleine aus Berufsgründen. Bin Krankenschwester Zudem hat unsere Züchterin als Auflage gegeben, dass mit ihren Hunde etwas gemacht wird, entweder die Rettungshundeausbildung oder die Begleithundausbildung. Das wussten wir seit dem ersten Treffen mit der Züchterin (eben weil es Arbeitshunde sind). Und daher habe ich mich auch gleich von Anfang an damit auseinander gesetzt. Außerdem ist eine Kollegin von mir ebenfalls in der Rettungshundestaffel und sie hat mir bereits viel davon berichtet (nur hat sie keinen Hütehund, daher wollte ich hier nochmal spezifischer fragen)

    Also wenn du Zeit und Geld hast und voll hinter der Sache stehst, zudem eine gute Staffel findest (schreib ich nicht umsonst, es gibt leider auch unter den Rettungshundestaffeln genug Vereine, die sich darüber nur profillieren wollen und den sinn Leute zu retten nicht verstanden haben), dann ist ein Hütehund sicher schon allein durch sein Will to Please recht gut geeignet. Ich kenne einige Hütehunde, die in Rettungshundestaffeln geführt werden und die sind als Sucher durchaus nicht schlecht. Ob es einem Border, Aussi und Co. als Arbeitsleistung reicht, sprich als Auslastung kann ich nicht beurteilen, da ich selber einen Jagdhund habe. Rein vom Gefühl her denke ich aber, dass neben der Rettungshundearbeit noch einiges mehr getan werden müsste.

    Euer Problem mit den Auto´s, Joggern usw. ist meiner Meinung nach zwar schon ein Problem, welches aus dem Hüten kommen kann, kann aber mit der richtigen Grunderziehung gelöst werden.

  • Hallo,

    ich habe eine mittlerweile 11 jährige BC-Hündin und ein Mix aus Spanien. Hier tippe ich auf einen Aussimix, da er nicht die typischen Bordermanieren und keinen großartigen Will-to-Please zeigt.

    Border wie Aussie (und nicht nur die...) wollen beschäftigt werden, das ist klar. Wichtig ist aber herauszufinden mit was man den Hund beschäftigen kann. Nicht immer ist es so, dass ein Hund hüten möchte, nur weil er Autos usw hinterher möchte. Ronja wollte das auch mit 12 Wochen, dennoch braucht sie das Hüten nicht!

    Mit Ronja konnte ich keinen Hundesport in dem Sinne machen, da sie eine angeborene HD hat. Ihr macht es unheimlich Spaß zu apportieren und zu suchen. Sie genießt es mit mir unterwegs zu sein und neue Orte (Cafes, Restaurants, Innenstädte usw) kennen zu lernen. Auch hilft sie mit im Haushalt und Garten. Unkraut wegtragen (manchmal ist sie etwas übereifig und möchte frisch gesetzte Pflanzen entsorgen, aber was soll es), Teich saubermachen, ihre Spielzeuge aufräumen usw.

    Sie ist damit absolut ausgelastet und ihr fehlt das Hüten nicht.
    Für sie ist es wichtig, dabei zu sein. Sie kommt aus einer Arbeitslinie und dennoch ist sie gut händelbar und auszulasten.

    Filou ist das Gegenteil. Er möchte einfach nur Wild aufsuchen und stöbern. Hier arbeite ich gerade mit einem Felldummy. Zudem ist er noch sehr unsicher in fremden Umgebungen und wenn er einen Tag mit mir unterwegs ist, dann ist er absolut platt.

    Was ich damit sagen möchte: Arbeite mit Deinem Hund am Grundgehorsam und probier verschiedene Sachen aus. Es gibt so viel was man machen kann. (von Frisbee über Dogdance, Obidience, Rettungshundearbeit, Fährt usw.) Schau Dir genau an was Deinem Hund Spaß macht und dann hast Du eine Ersatzbeschäftigung gefunden, welche den Hund auslastet. Sollte das alles nichts sein, dann kannst Du ihn immer noch an Schafen testen. Mit 6 Monaten ist er aber definitiv zu jung um sagen zu können, das und das ist es was mein Hund braucht.

    Sollte es wirklich das Hüten sein, dann kann man schauen ob es in Deiner Umgebung Schäfer gibt, die Kurse geben und Dir dann auch die Möglichkeit gegeben ist, den Hund regelmäßig hüten zu lassen.

    Mach Dich nicht verrückt und warte ab. Zeige ihm was Du von ihm erwartest und schau wie er sich entwickelt. Er ist gerade mal 6 Monate alt.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Ich versteh euch hier echt nicht .. sogar mein Terrier-Mix hat es spannend gefunden, Joggern, frechen Kindern, Autos und sonstwas hinterherzulaufen.
    Als ob sowas nur Hütehunde machen würden.
    Selbst Schäferhunde versuchen beim Spazierengehen die Herde zusammen zu halten. Aber was in Gottes Namen ist daran so schlimm?

    JEDER Hund testet seine Grenzen aus. Er weiß doch gar nicht, was richtig oder falsch ist. Es mag ja sein, daß bei Hütehunden dieser Drang ein wenig mehr ausgeprägt ist .. aber dennoch ist es reine Erziehungssache.

    LG

    Kerstin

  • Hi,
    ich habe jetzt nicht alles gelesen und ein paar Posts nur überflogen.
    Weder kenn ich mich mit der Rasse aus, noch weiß ich wie man Hütetrieb in den Griff bekommt.

    Aber eine Sache weiß ich :D :
    Mit 6 Monaten ist eine ausgesprochen kritische Phase beim Hund, er hat zu der Zeit 0 (Null) Stresstoleranz, alles was in der Sozialisierungsphase schief gegangen ist, wird jetzt durch nur eine kleine Unachtsamkeit verstärkt und etabliert.
    DAHER: Bitte bitte bitte, NUR positives Training in den nächsten 6-8 Wochen. Das Training ganz ganz kurz halten, und damit leben wenn es JETZT nicht so ganz klappt.
    Du ruinierst dir deinen Hund, wenn du jetzt zu viel Druck ausübst.

  • Es ist jetzt das klassische Alter, in dem der Jagdtrieb erwacht. Alle Rassen, die sehr auf das optische Jagen selektiert wurden, sind in dieser Zeit anfällig dafür ihren Jagdinstinkt an sich schnell bewegenden Objekten auszuprobieren. Gleichzeitig ist das Alter auch eine Prägephase für Jagdobjekte. Man hat jetzt also alle Möglichkeiten - sofern man sie nicht verschläft.

    Wenn ein Hütehund in seinem tatsächlichen Bereich eingesetzt werden würde, dann wäre das erste Jahr Grunderziehung. Das heißt, auch, dass er es verboten bekommt, wenn er etwas jagen möchte. Man würde den Hund höchstens alle paar Wochen mal um die Schafe laufen lassen. Alle anderen Jagdaktionen sind Tabu!

    Insofern musst Du Dir jetzt ganz akut noch keinen Kopf darüber machen, wie Du den Jagdinstinkt auslastest. Du hast dafür noch ein halbes Jahr Zeit. Jetzt steht ersteinmal Grunderziehung auf dem Plan.

    Agility wird ihm in dieser Hinsicht allerdings nichts bringen. Sportarten, die den Hund jagdliche auslasten sind: Spurensuche, Dummyarbeit, Rettungshundearbeit und eben Hüten.

    Achja, ich handhabe es übrigens so: Jagdversuche von Autos etc. werden strengstens verboten. Dafür sollte der Hund allerdings ein Abbruchssignal kennen. Aber vermutlich hast Du das schon geübt, weil man das ja häufig braucht.

    Viele Grüße
    Corinna

  • ob nun Aussie oder nicht, Autos, Räder & Jogger nachhetzen geht überhaupt ganz und gar nicht, niemals nicht!! Ich wohne mit meinem Aussie mitten in der Stadt und da fehlte es mir noch, würde er auf solche Ideen kommen. Er hat es nie wirklich versucht, er hat höchstens mal versucht, einem Kind nachzulaufen. Klarer Fall von: sofort unterbinden! Und da gibts für mich auch kein Dutzidutzi.

    Übe das "NEIN" und setze es durch, notfalls mit der Schleppleine. Beobachte deinen Hund und merke, wenn er vorhat, zum Sprint anzusetzen. Entweder ablenken (also umleiten) oder abbrechen, je nach Situation. Blickkontakt üben! Am besten mit Clicker. "Schau mal" eignet sich gut, wenn ein Jogger o.ä. kommt, Blickkontakt clickern, wenn das sitzt, kann man das ausweiten, indem man den Hund ins Platz legt.

    Solche Übungen sollten dein Training mit deinem Hund bestimmen. Über Freizeitmäßige Auslastung kannst du dir Gedanken machen, wenn dein Hund einen gewissen Grundgehorsam hat. Es nützt dir nämlich gar nichts, wenn dein Hund ein Agility- oder sonstwas-Ass ist und im Alltag eine Katastrophe.

    Mein Aussie hat mit ca. 1 Jahr erst angefangen mit Dingen wir Joggen, tolle Tricks lernen, schönes Apportieren. Vorher war eigentlich nur Prägung und Gehorsam angesagt. UND: Ruhe lernen. Das hat sich bezahlt gemacht. Er ist daheim und im Büro sehr ruhig. Er jagt nicht. Und eigentlich folgt er sehr sehr gut. Jetzt kann ich darauf aufbauen und ihn sozusagen zum Zirkus schicken...

    Tu deinem Hund bitte einen Gefallen und stresse ihn nicht mit zu viel Beschäftigung. Eine Sache reicht. Und das sollte meiner Meinung nach der spielerische Aufbau eines guten Grundgehorsams sein. Sonst nichts. Du wirst merken, wenn er soweit ist, dass man sich mit anderen Aktivitäten befassen kann.

    Liebe Grüße
    Jenny

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