2 kleine Tumore im Gesäuge und sofort zur Total-OP???

  • Hallo,

    ich suche dringend Rat! Meine Hündin (8 Jahre) hat in Folge einer Scheinträchtigkeit 2 kleine Tumore (Knoten) im Gesäuge. Ich rechnete damit, das man die wie beim Menschen herausschneidet und dann untersuchen lässt (bösartig / gutartig). Jedoch ist das wohl bei Hunden anders. Sie musste zum Röntgen, um Methastasen in der Lunge auszuschließen, dort waren keine. Jetzt hat sie in 3 wochen einen Termin zu einer 1,5 h OP. Dort wird ihr die Gebärmutter rausgenommen (Kastratation) und außderm die komplette Gesäugeleiste entfernt, um weitere Tumor-bildungen u.a. durch Hormone oder aber streuungen zu verhindern. Ich möchte natürlich nicht ihre Gesundheit riskieren und werde das auch machen. Aber ich möchte euch trotzdem um Rat fragen, ob es wirklich gleich so radikal sein muss? Ich würde mir sonst große Vorwürfe machen, wenn ich da zu voreilig alles von ihr wegschneiden lasse. Auch weil sich Hunde nach einer Kastration so extrem verändern (Gewicht, Charakter, etc.). Eins steht fest, ich finde die Knoten sollten in jedem Fall raus, aber was ist mit dem Rest? Bitte bitte gebt mir schnell euren Rat. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich mache mir große Sorgen um mein Baby. Sie ist sonst kerngesund und überdurchschnittlich fit für Alter.

    Vielen Dank euch und Viele Grüße von einer hundeverliebten Zweibeinerin

  • Hallo und willkommen im DF :D

    Normalerweise ist eine Punktion der Tumore nötig, um zu überprüfen, ob die Tumore gut oder bösartig sind.

    Oder wurden die Tumore bereits punktiert??

  • Eine solche radikale Vorgehensweise ist durchaus üblich bei TÄ. Wenn du unsicher bist, könntest du eine weitere TÄ-Meinung einholen - neben denen aus dem DF ;)

    Zum Medizinischen möchte ich hier nichts sagen, aber zu den von dir befürchteten Folgen einer Kastration: Deine Hündin verändert ihr Wesen nicht automatisch nach einer Kastration und wird auch nicht von alleine dick ;)

  • Ich für mein Empfinden kann Dir nur raten , es machen lassen !

    Wir haben unsere Hündin im Alter von 10,5 Jahren komplett ausräumen lassen aus medizinischen Gründen ,genau zwischen 2 Läufigkeiten .
    2 mal Gebärmutterentzündung überstanden,Neigung zur Scheinschwangerschaft etc.
    Vom Wesen hat sie sich nicht geändert,ist nach wie vor aktiv,Übermutter für Welpen usw.
    Gewicht ? Ist leider ein Problem geworden , weil sie verstoffwechselt nicht mehr so gut,allerdings hat sie auch einen latenten Diabetes,dass haben wir alles über ein Low Activity Futter jetzt gut im Griff.

    Die Narkose hat sie super überstanden , der TA hat 1/3 weniger Medikamente genommen.

    Allerdings muß man sagen , genetisch gesehen ist unsere Hündin 3 Jahre jünger , als ihr ist Alter .

  • Ich würde einen zweiten Arzt befragen - wenn möglich einen, der auch auf Onkologie spezialisiert ist und dann nachhaken, bis deine Fragen beantwortet sind.

    Unsere (mitlerweile) verstorbene Hündin hatte gutartige Tumore an der Gesäugeleiste. Die wurden einzeln entfernt. Wenn ich mich recht entsinne, insgesamt 3x zur OP. Der Hund war jedesmal am selben Tag wieder fit.

    Bei bösartigen Tumoren, hätte natürlich anders operiert werden müssen. Uns erklärte der TA damals, dass die Tumorform ein erster Anhaltspunkt wäre, ob der Tumor gutartig oder bösartig sei.

    Sind die Tumore lokal abgegrenzt (also gut zu fühlen und eher knubbelig), wären sie häufig gutartig. Sind die Tumore eher schlecht zu fühlen und nicht abgegrenzt, wären sie dagegen häufig bösartig. Selbstverständlich hat er die Tumorzellen selbst untersuchen lassen, um wirklich sicherzugehen.

    Die Gebährmutter wurde unserem Hund unabhängig von diesen OPs im Alter von knapp 7 Jahren wegen einer Gebährmuttervereiterung (nach Scheinträchtigkeit) entfernt.

    Wie auch immer - ich wünsche eurem Hund, gute Besserung und eine schnelle Erholung nach der OP!!

  • hallo,
    ich würde es aus heutiger sicht auch machen lassen.

    ich hab mal eine hündin verloren, weil der arzt meinte, es wäre nichts schlimmes und der knubbel würde ja nicht stören. als er dann störte und die milchleisten entfernt wurden, war es zu spät.
    das ist allerdings schon über 20 jahre her.

    meine derzeitige hündin mußte mit 9 jahren kastriert werden. bei der untersuchung stellte der ta eine kleine verdickung an zwei zitzen fest. diese wurde gleich mit entfernt.

    heute ist sie 12 jahre alt, hat ihr wesen durch die op nicht verändert, ist nicht inkontinent geworden.

    allerdings war die op kein spaziergang.

    ich wünsche deinem hund viel glück.
    gruß marion

  • Zitat

    Mist, jetzt warst Du schneller, als ich editieren konnte. Es heißt selbstverständlich Gebärmutter - ohne h :headbash:

    das tut mir leid, *lol*
    aber was solls, lesen konnte man es doch trotzdem. ;)

    gruß marion

  • Hallo

    Als Shila im letzten Jahr eine Verdickung an der Gesäugeleiste hatte, wurde nur dies eine Gesäugeleiste entfernt. Es wurde auch nur deshalb die komplette Leiste entfernt, weil die Verdickung an der dritten Zitze war und diese sowohl von vorn als auch von hinten von Lymphdrüsen versorgt wird. Shila hat die Op gut überstanden und auch in den folgenden Läufigkeiten keine Probleme gehabt. Allerdings musste ich nicht 3 Wochen warten, sondern war freitags zur Untersuchung und Montag wurde sie operiert.

    VG Yvonne

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