Mein diabeteskranker Dackel ist nachts unruhig

  • Meine 14-jährige Dackeldame hat so einiges: Leberschaden, angeborenen Herzfehler, Nebennierenrinde und seit November 08 auch Diabetes. Sie ist super eingestellt, und soweit ist alles gut. Seit ca. 3 Monaten allerdings wird sie nachts wach, bellt und ist unruhig. Ich habe alles mögliche versucht, u.a. Rescue-Tropfen, aber es hilft nichts. Zuetzt habe ich dann immer früher gefüttert und Insulin gespritzt. Danach kommt sie zur Ruhe (obwohl ich vorher nicht unbedingt das Gefühl habe, dass sie Hunger hat). Mittlerweile bin ich am Rande meiner Kräfte, weil ich seit 3 Monaten nicht mehr durchgeschlafen habe. Sie weckt mich gegen 2/3 Uhr und ist manchmal bis 6 Uhr unruhig. Insulin muss ja nun eigentlich regelmäßig verabreicht werden, deshalb die Frage: Habt ihr eine Idee, was es noch sein kann. Vom Tierarzt habe ich heute für sie ganz leichte Beruhigungstabletten bekommen. Tagsüber ist sie total entspannt, schläft und freut sich des Lebens. Nur ich stehe neben mir... :hilfe:

  • Schon mit dem TA drüber gesprochen? das sind ja nun doch so einige weitreichendere Krankheiten und nur er kennt die medikationen, deren eventuelle nebenwirkungen (die sie nachts auf trab halten könnten) und was alles für Probleme auftreten können usw.
    Der Herzfehler kann schlimmer geworden sein, da ist Unruhe keine seltenheit, aber mir ist da eigentlich kein bellen bekannt, und vor allen nicht das plötzlich JEDE nacht unruhe herrscht. Wie gesagt sowas frage ich den behandelnden TA.

  • Hast Du mal den Zucker gemessen um die Zeit? Das könnte genau der Zeitpunkt sein, wo physiologisch der Tiefpunkt erreicht ist. Sollte sie da sehr abgesunken sein, braucht sie vielleicht nur einen Keks. Ansonsten geht der Umkehreffekt los und der Zucker geht hoch.

  • Das mit dem zucker war auch sehr naheliegend, aber was meint der threadersteller (TE) mit regelmässig insulin. gibts eines in der nacht oder nicht? das so dinge mit nem keks oder anderen kleinigkeit in den griff zu kriegen ist weiß TE hoffentlich sonst hat der TA keine aufklärungsarbeit geleistet O.o. Bin gespannt auf die anwort :)

  • Zitat

    Das mit dem zucker war auch sehr naheliegend, aber was meint der threadersteller (TE) mit regelmässig insulin. gibts eines in der nacht oder nicht? das so dinge mit nem keks oder anderen kleinigkeit in den griff zu kriegen ist weiß TE hoffentlich sonst hat der TA keine aufklärungsarbeit geleistet O.o. Bin gespannt auf die anwort :)


    Nachts gibts schätzungsweise kein Insulin, wär ja furchtbar ;-)
    Und ehrlich gesagt, habe ich gerade mit dem Diabetes bei Maxe die schlimmsten Dinge bei Tierärzten erlebt. Was ich mir da für hanebüchenen Unsinn habe anhören dürfen...das ist großteils wohl leider "Entwicklungsland". Das fängt dabei an, dass die meisten diabetischen Hunde hoffnungslos überdosiert werden und endet bei ungeeigneten Fütterungsempfehlungen.

  • Fritzchen - auch ein Dackel - war im höheren Alter auch nachts unruhig. Die letzten Monate das gleiche Bild wie bei dir. Jede Nacht zu einer bestimmten Uhrzeit und dann einige Stunden "Terror". Tagsüber hat sie nur geschlafen.

    Ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang gegeben haben könnte. Aber Fritzchen ist leider sehr bald darauf an einem Milztumor gestorben.

    Vielleicht lasst ihr euren Hund also auch mal in diese Richtung checken.

  • @ dskagcommunity:
    Natürlich habe ich mit dem TA gesprochen. Unzählige Male! Regelmäßig bedeutet 2x am Tag 0,4 (normalerweise jeweils um 6 und 18 Uhr). Zwischenfüttern habe ich zuletzt ja immer gemacht, aber das ist nicht durchzuhalten, weil es immer nur für 2 Std. hält. Und insgesamt gibt es dann zu viel Futter und der Zuckerspiegel kommt wahrscheinlich total durcheinander.

    mittendrin:
    Ich habe selbst kein Messgerät, weil sie am Ohr nichts hergibt und ich mir die Venen nicht zutraue. Der TA ist aber sehr sorgsam und immer für mich da (auch telefonisch zwischendurch).

    Metatron:
    Oje, mir zieht sich alles zu. Vor zwei Jahren wurde bei ihr ein kleiner Tumor in der Milz gefunden. Letztes Jahr war wieder ein Check, und da war er überhaupt gar nicht gewachsen. Jetzt wollte ich es eigentlich gar nicht mehr checken lassen, aber wenn ich das so lese, sollte ich vielleicht. Hast du eine Erklärung bekommen, was das mit dem Tumor zu tun hat? Ist dein Fritzchen von selbst eingeschlafen, oder musstest du ihn einschläfern lassen?

  • Eine Erklärung haben wir nicht direkt bekommen. Nur, dass diese Art Tumor sich sehr schnell verändern kann und sehr schnell wachsen kann.

    Wir waren zwei Wochen vorher noch zum monatlichen Check mit Abtasten und Abhören etc. Da war noch nichts zu merken.

    Am Tag vorher war Fritzchen noch fit und munter für ihr Alter (knapp 18). Das einzige Merkwürdige war ihr nächtliches Verhalten, und das über viele Wochen.

    Evtl. war der Tumor die ganze Zeit da und deshalb war sie nachts merkwürdig. Möglicherweise hat es gar nichts miteinander zu tun. Auf jeden Fall war sie krank und wir haben ihr Verhalten in "Altersschrullen" eingeordnet.

    Es ging alles plötzlich so schnell und war so akut, dass ich sie einschläfern lassen musste. Am Tag vorher war alles noch gut.

  • Zitat

    @ dskagcommunity:
    Natürlich habe ich mit dem TA gesprochen. Unzählige Male! Regelmäßig bedeutet 2x am Tag 0,4 (normalerweise jeweils um 6 und 18 Uhr). Zwischenfüttern habe ich zuletzt ja immer gemacht, aber das ist nicht durchzuhalten, weil es immer nur für 2 Std. hält. Und insgesamt gibt es dann zu viel Futter und der Zuckerspiegel kommt wahrscheinlich total durcheinander.


    Ich schätze mal, so leid es mir tut, der Zucker ist eh schon total durcheinander.
    0,4 ist keine normale Einheit für Insulin, Was für Spritzen hast Du denn da?
    Ich gehe mal davon aus, dass Du Caninsulin spritzt. Wenn die 0,4 dann ml sein sollten, spritzt Du 2 mal täglich 16 Einheiten (1ml Caninsulin = 40 Einheiten). Die Dackeldame dürfte recht leicht sein und ist damit hoffnungslos überdosiert. Kein Wunder, dass Du zwischenfüttern mußt.
    Zum Vergleich: mein 30kg-Rüde hat von Caninsulin 2 x tägl. 7 Einheiten bekommen.

    Wenn das wirklich so ist, wie ich hier annehme, dann mußt Du radikal mit dem Insulin runter. Egal wie prima Dein Tierarzt ist, würde ich mir dafür einen anderen TA suchen. Ich kenne das, dass TÄe da oft überhaupt keinen Plan haben. Empfehlen kann ich Dir dafür eine Uniklinik, die schauen tatsächlich als erstes, ob der diabetische Hund _zu viel_ Insulin bekommt.

    Zitat


    mittendrin:
    Ich habe selbst kein Messgerät, weil sie am Ohr nichts hergibt und ich mir die Venen nicht zutraue. Der TA ist aber sehr sorgsam und immer für mich da (auch telefonisch zwischendurch).


    Wenn die Dackeline das mitmacht, würde ich das nochmal probieren. Die Ohren müssen erst "lernen" zu bluten. Klingt komisch, ist aber so. Anfangs kann man die Ohren anwärmen und/oder durchkneten und später blutet das dann wirklich schon ganz einfach.
    Wenn Du das schaffst und mal einen Tag alle 2h den Zucker kontrollierst, wirst Du wahrscheinlich aus den Latschen kippen, was für Werte Du da zu lesen bekommst.
    Ich glaube ja, dass der TA ansonsten ein ganz toller ist, aber Du hast keine Zuckerkurve und somit auch keinen Überblick, was tagtäglich bei Dackeline abläuft.

  • mittendrin:
    Naja, zum Einstellen haben wir ja 2x täglich die Blutwerte genommen. Sie hat angefangen mit 586! Eine zeitlang habe ich 2x0,3 ml Caninsulin gespritzt. Die 0,4 sind seit einigen Wochen, weil die Werte wieder höher wurden. Dass das eine super hohe Dosierung ist, sagte der TA auch, aber erst damit gingen die Werte wieder in einen normalen Bereich. Sie ist übrigens ziemlich groß und wiegt 11 kg. Wenn sie völlig überdosiert wäre, müsste es ihr doch eigentlich auch tagsüber schlecht gehen. Heute Nacht hat sie total gehechelt. Vielleicht kommt es doch auch vom Herzen. Bin jetzt völlig verwirrrt. Das Problem mit einer anderen TA-Meinung ist, dass sie eben wirklich viele Krankheiten hat, nicht nur Diabetes. Und ich möchte sie auf keinen Fall unnötigen Untersuchungen, die sie alle schon hatte, aussetzen.

    Metatron:
    Hm, ihr Tumor ist merkwürdigerweise im letzten Jahr gar nicht gewachsen, aber das kann sich natürlich geändert haben. Wie habt ihr das denn festgestellt, d.h. was bedeutet "es wurde so akut". Schmerzen? Ich sollte vielleicht doch die Untersuchung machen lassen. Auch wenn ich Panik habe, möchte ich ja nun nicht, dass ich nicht mitbekomme, wenn sie leidet. Jetzt liegt sie wieder rum als wäre nichts. Das ist wirklich eine Achterbahn der Gefühle.

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