Überforder ich ihn?

  • Ich habe seit Montag einen 11 Wochen kleinen Mischling.
    Meine kleinen Problemchen und Unsicherheiten habe ich schon in
    "Brauche etwas Zuspruch" erläutert.
    Eine konkrete Frage ist aber noch, ob ich ihm zuviel zumute für sein junges Wesen.
    Im Moment ist er immer bei mir oder bei meinem Freund. Er ist nicht allein und soll das erst nächste Woche langsam lernen.
    Daher ist er auch teilweise etwas länger mit mir unterwegs.
    Ich bin Sozialarbeiterin und er kommt mit mir in die Familien.
    Das bedeutet natürlich immer neue Menschen.
    Ab und zu ist er dann richtig kaputt im Auto und schläft tief, sieht dann aber nicht verstört aus.
    Allerdings habe ich Angst, dass das viel zu viele Eindrücke sind, und er mehr Ruhe bräuchte. Wenn wir dann Abends noch in den Garten gehen, er mit den Kindern dort rumtollt, ist er in der Wohnung absolut frech! Klar, aufgedreht, aber seine Schnappereien werden dann noch schlimmer!

    Ist das ein Zeichen für Überforderungen? Wann weiß ich, dass er nicht mehr kann?
    Wieviel darf man kleinen Welpen denn zumuten? Wieviele Eindrücke verkraften sie?

  • Hallo,

    meine ehrliche Antwort und Meinung:

    Ja, du mutest deinem Hund zu viel zu. Du hast ihn erst drei Tage und er ist noch ein Welpe.
    Normalerweise sagt man sogar, dass man in den ersten Tagen zu Hause nicht mal allzu viel Welpenbesuch einladen sollte.
    Als damals unser zweiter Welpe einzog (habe in deinem ersten Thread kurz über ihn geschrieben), war er ganz schnell mit zu vielen neuen Geischtern überfordert und seine Schnapperei wurde auch schlimmer.
    Ich habe ihn dann erst mal 2 Wochen absolut in Ruhe gelassen, keine Besucher, keine fremden Hunde....
    Ab der dritten Woche wurde er viel ruhiger und ich selber auch.
    Unser erster Welpe war in jeder Hinsicht anders.
    Wenn du selber schon das Bauchgefühl hast, dass es zu viel für ihn ist, dann musst du das stoppen!
    Und ich meine auch, dass du ihm das nicht zumuten solltest.
    Bei der Hitze darfst du den Hund niemals im Auto lassen.
    Er sollte zu Hause bleiben und braucht dort Betreuung.

    Gruß
    Leo

  • Hallo,
    erstmal Glückwunsch zu deinem Welpen! Also, was mich interessieren würde: Wie lange seid ihr denn dann unterwegs? Den ganzen Tag, den halben, nur wenige Stunden. Es ist ja gut, dass er immer bei dir ist, aber nahch so wenigen Tagen ist das schon sehr viel für einen so kleinen Kerl, gerade auch jetzt, wo es so warm ist und ihr im Auto unterwegs seid. Es ist zwar gut, dass er viel erlebt, aber wahrscheinlich ist es doch noch etwas zu viel. Bei meinem hatte ich gerade die ersten zwei Wochen viel damit zu tun, ihm so Sachen wie Starßen, Autos usw zu zeigen. Wenn es geht, dann schraub für ihn das Pensum etwas runter. Viel Spaß weiterhin ;)

  • Hallo erstmal,

    ist ja sehr schön, dass Du Dir solche Gedanken machst und die machst Du Dir zurecht. Für einen 11 Wochen alten Welpe ist das eindeutig zu viel. Mit 11 Wochen sollte man noch garnix großartiges mit den Kleinen unternehmen. Meine Emma ist jetzt 18 Wochen und fang jetzt langsam an, ab und zu ein bissl länger spazieren zu gehen und bring ihr langsam paar Grundkomandos bei. Du merkst sehr schnell, ob Dein Welpe überfordert ist, am ehesten wenn er eigentlich abends schlafen soll, er wie ein Irrer durch die Bude rennt. Ist nur ein Zeichen.

    Viele Grüße Sandra

  • Hallo Pheli,
    finde auch, dass das zu viel für deinen Kleinen ist.
    Wenn ich so überlege, was meiner mit seinen 10 Wochen "nur" macht.
    Kann dir ja mal meinen Alltag mit meinem Feivel schildern...
    Ich gehe mit ihm zweimal am Tag bei uns um den Block, damit er 'n bisschen seine Umwelt wahrnehmen kann und die ganzen Geräusche von der Straße kennen lernt. Dann fahre ich einmal am Tag mit ihm Auto, denke mir immer ein schönes Ziel aus, wo er tolle neue Sachen entdecken und andere Gerüche und Geräusche kennenlernen kann - damit er die Autofahrt auch mit etwas positivem verbindet. Dann radel ich mit ihm immer ein paar Minuten am Tag um Block - damit er auch das als etwas tolles interpretiert, gibt es nach dem Fahrrad fahren immer ein Leckerli für's Stillsitzen.
    Zwischendurch festigen wir die Kommando's "Komm", "Nein" und "Sitz".
    Ich gönne ihm zwischendurch aber immer sein Ruhephasen. Die so ein kleiner Kerl auch braucht. In dem Alter müssen die Welpen noch viel schlafen und wenn sie von sich aus so aufgedreht sind (was Feivel auch ab und zu mal ist), dann muss man sie halt wieder runter bringen und ihnen die Ruhepausen auch gönnen.
    Nach und nach dürfen Verwandte, Bekannte und Freunde Feivel sehen, dass es nicht zu stressig für ihn wird.
    Alleine im Auto würde ich ihn auch nie lassen - schon gar nicht bei den Temperaturen zur Zeit.
    Kannst ihn aber ruhig mal alleine zu Hause lassen. Das mache ich jetzt auch schon, wenn ich mal kurz einkaufen muss. Dann lass ich ihn in der Küche schön schlafen, im Flur kann er auch noch rum laufen, wenn er möchte und ich leg ihm ein bisschen Spielzeug parat und dann ist das auch kein Problem, wenn er mal 'ne halbe Stunde oder Stunde alleine bleibt.
    Aber schon immer hier und da mit hinschleppen, ist es echt nichts für einen Welpen. In dem Alter sind sie Zuhause und im Garten noch am besten aufgehoben.

  • Hallo ihr!

    Ich wollt mich nochmal kurz melden.
    Der Kleine hat sich inzwischen richtig gut eingelebt, und auch ich habe
    gemerkt, was für ein tolles Wesen er ist.
    Er ist neugierig, trotzdem kein Draufgänger; absolut gelehrig und super anhänglich.
    Nach euren Antworten war ich fast noch mehr verunsichert. Dachte, dass ich bestimmt alles falsch mache.
    Aber nachdem mir die Tierärztin und Welpenschule erklärt haben, dass ich ihn kaum überfordern kann, und er mit seinen nun 12 Wochen alles, aber auch absolut alles kennenlernen muss, war ich beruhigter.
    Er war auch schon mit 11 Wochen ein gefestigtes Wesen, das zwar viele neue Eindrücke bekommt, die ihn aber nur bei schlechten Erfahrungen überfordern.
    Gehen wir zusammen aber positiv aus überraschenden und neuen Erlebnissen heraus, kann ihn nichts verunsichern.
    Im Gegenteil, neue Menschen, Kinder, Geschrei, laute Geräusche findet er nun absolut spannend.
    Wir waren heute das erste mal im Einkaufszentrum und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, und er war so entspannt!

    Ich schreibe das nur nochmal, um anderen vielleicht verunsicherten neuen Hundebesitzern etwas Mut zu machen.
    Zeigt euren Welpen ALLES! Um so früher desto besser. Überfordern kann man die Kleinen nur mit negativen Eindrücken.

    Gruß,
    Pheli

  • Zitat


    Ich schreibe das nur nochmal, um anderen vielleicht verunsicherten neuen Hundebesitzern etwas Mut zu machen.
    Zeigt euren Welpen ALLES! Um so früher desto besser. Überfordern kann man die Kleinen nur mit negativen Eindrücken.

    Gruß,
    Pheli


    Überforderung IST ein negativer Eindruck! Was soll denn das bringen, den Welpen ständig einer Flut von neuen Eindrücken auszusetzen, die er gar nicht verarbeiten kann in der Menge? Klar gibt es stabile Gemüter, die das packen, und es freut mich für dich, dass dein Welpe offenbar dazu gehört, aber das trifft nicht auf jeden Welpen zu.

    Neue Eindrücke sind wichtig, ohne Zweifel, aber Qualität geht eindeutig vor Quantität! Alles kann man eh nicht zeigen, und es bringt auch keine Vorteile, es zu versuchen.

  • Aber was meinst Du, ist denn Überforderung?
    Mit meinem Beitrag war sicherlich nicht gemeint, dass man nach der Welpenschule noch schnell an den Strand soll, daraufhin noch ins Einkaufszentrum, und wenn man noch Zeit hat, ist bestimmt noch die Kneipentour drin, die auf'm Kiez endet!
    Wenn der Welpe nicht mehr mag, dann wird er sehr ruhig, fast lethargisch.
    Dann sollte man als vernünftiger Besitzer sicherlich Schluss machen.
    Aber solange man den Eindruck hat, dass er neugierig und der Situation ensprechend entspannt ist, gibt es keine Überforderung.
    Diese Grenze ist sicherlich von Welpe zu Welpe unterschiedlich (bestimmt sind einige von dem Spaziergang um den Block abolut geschafft), jedoch bekommt man als Hundebesitzer sehr schnell ein Gefühl dafür.
    Ich hab' gedacht, dass ich dieses Gefühl nicht habe, habe aber sehr schnell gemerkt, dass diese Einschätzung nicht schwer ist. Unterstützung (Welpenschule etc) ist toll und echt empfehlenswert!

    Ich hab mir echt Stress gemacht und wollte das nur relativieren!
    Lernt euch kennen, das war alles, was ich sagen wollte!

  • Hm Du hast seit 9 Tagen einen Hund (Welpe) und denkst du bist der Hundeguru. Danke für dein Tipp das wir uns kennenlernen sollen. Evtl. solltest du erstmal deinen Hund richtig ankommen lassen um ihm die Möglichkeit zu geben sich einzuleben und du ihn auch richtig kennenlernen kannst. Du überschlägst ihn mit vielen Dingen. Das kann nach hinten losgehen. Im übrigen habe ich noch nie einen Hund gesehen der im Schlaf verstört aussehen soll. Da du aber solch Fachwissen durch TA und Huschu an den Tag legst denkst du es ist alles O.K. Denk nur nicht das alle Welpen ruhig und lethargisch werden. Welch ein Satz von Dir. Nach dem Motto hm der fällt nun um jetzt ist der Punkt. Vollkommener Quark. Du als HH bestimmst die Einflüsse am Anfang. Was meinste warum viele erstmal Urlaub nehmen? Damit sie in Ruhe den Hund beaobachten können? Nein damit der Hund erstmal paar Wochen Zeit hat sich einzugewöhnen und stubenrein zu werden. Im übrigen gibt es viele Anzeichen von Streßabbau. Die wirst du noch kennenlernen. Da du aber den richtigen Weg gefunden zu haben scheinst, dich kennenlernen, viel Spaß :gott: weiterhin.
    Irgendwie tut mir ja schon dieses kleine Wesen leid. Gerade mal paar Tage von Mama und Geschwister weg und nun absolutes Programm. Arbeiten gehen, permanentes Autofahren, ständig neue Leute kennen lernen, mit Kindern im Garten toben u.s.w. mal sehen was da noch bei rauskommt.

  • Achje...
    So Geschreibsel ist schwierig.
    Man weiß wenig vom Anderen, von seinen Erfahrungen, von seinem Alltag.
    Ich nehme es Dir echt nicht übel, dass Du so reagierst.
    Habe halt wirklich Anreiz durch meine Antwort gegeben...
    Die hörte sich, wenn man das so auffassen will, altklug an, und wenn man (so wie Du) soviel Erfahrung hat, bestimmt auch angreifend; da will man sich verteidigen... Versteh ich wirklich!

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