Alleine sein - Ich kriegs nicht hin! :(

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  • Hallo :smile:

    Ich hatte lange Zeit das gleiche Problem und mein Hund fing an zu heulen, sobald die Tür ins Schloss fiel.. Schrecklich und ich habe gedacht, dass er es nie mehr lernen wird (vor 2 Jahren, als ich ihn bekommen habe, war er acht). Ich habe auch alles versucht und es klappte einfach nix!

    Dann bin ich umgezogen, alleine in eine Wohnung und als ich den Hund, der einige Zeit vorher bei meiner Familie gelebt hatte, weil ich im Ausland war, mit in die neue Wohnung genommen habe, habe ich vom 1. Tag an geübt geübt geübt. Denn wenn es nicht geklappt hätte, hätte er nicht bei mir bleiben können und hätte bei meiner Familie leben müssen. (Das habe ich ihm auch so deutlich gesagt, hat natürlich nur mir und meiner inneren Einstellung geholfen ;) )

    Ich habe begonnen und habe, wenn mein Hund in seiner Box lag, die Haustür geöffnet und direkt wieder geschlossen. 25 mal. Hund kam jedes Mal angefegt. Ich habe ihn glaube ich dann auch weggeschickt wieder. Und wieder 10 mal : Haustür auf,Haustür zu. Dann mal variiert und Haustür auf, kurz raus, sofort wieder rein, Tür zu. 25 mal. Tür auf, raus, Tür zu, Tür sofort wieder auf, reingehen. Das auch 25 mal.

    Das habe ich am ein paar Tage lang gemacht. Ca 100 mal am Tag die Tür auf, die Tür zu, über den Tag verteilt. Ich hatte in der Zeit einen einzelnen Schlüssel in der Tür außen stecken (Gott sei Dank hat mich nie jemand besucht :D ) , damit er nicht jedesmal durch das Schlüsselklappern aufgeschreckt wurde.

    Das habe ich solange gemacht, bis mein Hund irgendwann einfach keinen Bock mehr hatte, jedes Mal aufzuspringen.
    Das Türöffnen war ein Schlüsselreiz für ihn, Hilfe, Riesenpanik.

    Erst als er sich nicht mehr rührte, wenn ich die Tür öffnete und schloss, öffnete und schloss , bin ich dazu übergangen mal 30 Sekunden draußen zu bleiben. Das habe ich dann gesteigert und das ging dann eigentlich von jetzt auf gleich ziemlich schnell, ich konnte ab da an auch schon 30 min weg und das war ok. Ein Riesenfortschritt war damals, als ich wieder reinkam nach kurzer Zeit und er immer noch in der Box war und nicht zur Tür gerannt war.

    Ich weiß nicht, ob es dir hilft. Mein Hund bleibt heute ganz gut bis zu 5,6 Std im Notfall alleine, ab und zu ein 10 Sekunden Heulen, aber das auch nur alle 1,5 Std.
    Allerdings ist er in der Küche, weil ich denke, dass er direkt hinter der Haustür vielleicht heulen würde.

    Ach ja, während der Übungsphase, die Ende September begann, habe ich meinen Hund nie alleine in der Wohnung gelassen, wenn ich zur Uni musste oder so. Dann war er immer im Auto, wo er schon immer besser geblieben ist. Ging damals von den Temperaturen, im Moment ist das ja unmöglich :/ Ich wollte nicht, dass er sich doch wieder reingesteigert, denn das sollte eben NICHT geschehen.

    Hm, dann hatten wir auch einen Kong später,wenn ich dann wirklich eine Zeitlang wegging.


    Gott, langer Text.

    GLG

    Edit: Vielleicht solltest du damit beginnen, in der Wohnung die Türen zu öffnen und schließen, wenn er dich so verfolgt. Das hat meiner nie gemacht.
    Und: DU BESTIMMST NICHT, WANN ICH DAS HAUS VERLASSE!! ;)

  • Schnilo: Danke, du hast das wohl jetzt besser auf den Punkt gebracht, worauf ich raus wollte :D nämlich dass du mit deinem Hund wirklich unglaublich oft täglich üben musst - und ihm nicht die Chance oder Situation bieten solltest, dass du einfach dennoch mal länger weggehst, denn du musst sein Ritual durchbrechen.

    Also am Besten wie Schnilo beschrieben hatte - ich bin recht zuversichtlich dass das klappt. Und ja, natürlich bedeutet das sehr sehr viel Arbeit, aber du scheinst ja zu Allem bereit zu sein :smile:

  • Hallo, da das auch mein Thema ist....interesiert mich antürlich auch, wie die aneren das machen...
    Lenny konnte in der alten wohung auch schon mal alleine bleiben... aber seit dem wir umgezogen sind, nicht mehr wirklich...der ist sehr anhänglich, und verfolgt mich auch von Zimmer zu Zimmer :???:
    Ich kenne des mit üben: reinkommen erst wenn er still ist.. das fiel mir aber zum teil schwer... weil bis ich die tür dann aufgeschlossen hatte, hat er schon wieder gefiept... daher habe mich dann an einen anderen RAt gehalten... und zwar bis zu 20 mal am tag, sich vollständig anziehen... so das der Hund denkt du ziehst dich an... dann rausgehen, und nach 1 minute reinkommen, OHNE ihn zu begrüssen. das mache ich auch soo, das ist aber echt schwer... und erst wenn er sich in ruhe neben mir hinsetzt, dann begrüsse ich ihn, aber auch nicht mehr soo partymäßig. :ops: , und das wie gesagt.. SEHR und dannkonsequent nach 1 minute reinkommen, egal was er macht.... (es hört sich erstmal komisch an..., war aber gut.... ich habe das innerhalb einer stunde alle 10 min gemacht, und er hat tatsächlich nicht mehr gejault, wenn ich rausgegangen bin... und das war meine Belohung, dafür). Somit steigerte ich dann jeweils 1 Minute...
    Aber aufgrund dessen, das ich gerade nicht üben kann... kommen wir auch nicht weiter... 5 minuten... haben wir schon... :gut: muss aber villeicht 2 min takt einlegen, sonst sind wir bis Weihnachten bei einer stunde... :lachtot: das ist ja auch nicht da wahre dann.... also dann drücke ich uns allen den Dauen, und wir schaffen es... für unsere Hundis... :D
    Mich würde aber auch interessieren, wieweit wer schon gekommen ist...

  • Hallo Bolle,

    klingt bei allem was du erzählst, irgendwie nach Trennungsangst.

    Habt ihr schon mal ausprobiert, wie es ist, wenn ein ihm gut bekannter Hund dabei ist? Kannst du dann aus dem Haus? Oder jammert er dann auch?


    P.S.
    Ich fürchte du brauchst einen Zweithund :D

  • so, nun auch mein senf dazu :smile:

    ich hatte bis vor kurzem das selbe problem, d.h. hundi bellte und jaulte wenn ich nur zur tür raus bin es war zum verzweifeln.

    habe dann auch angefangen so wie du erst mal die hinterherwetzerei in der wohnung zu unterbinden und ihn gezielt mehrmals am tag alleine in einem raum gelassen während ich nebenan war.
    danach schritt zwei x-mal am tag kurz raus und kommentarlos wieder rein, soweit so gut.
    ab einem gewissen punkt sind wir dann aber nicht mehr weiter gekommen, sein verhalten alleine war auch unberechenbar.
    an manchen tagen konnte er 20-30min problemlos alleine sein, an anderen tagen war sofort wieder theater sobald ich nur zur tür raus bin.

    muss dazu sagen das ich ihn in der zeit wenn er alleine war tel. "überwacht" habe, flatrate sei dank ;)

    ok, das war also alles mist und mit der regelung jeden tag ein paar minuten steigern sind wir nicht weiter gekommen, eben weil er mal so mal so war.

    also habe ich folgendes gemacht: ich bin zur tür raus, habe mich unten vor dem hausflur auf einen stein gesetzt (wohne im erdgeschoss), und jedes mal wenn er ansetzte zu bellen oder zu jaulen habe ich relativ böse gezischt "bist du ruhig" (meine nachbarn dachten bestimmt ich hab sie nicht mehr alle :D ), und es hat gewirkt, er war ruhig.
    relativ bald sogar dauerhaft.

    ich weiss, das wiederspricht jedem gängigem erziehungskonzept da man das gejaule ja ignorieren soll, aber bei mir hat es wirklich geholfen.
    vermutlich weil er merkte: die ist zwar aus der tür raus aber irgendwie immer noch da?

    diesen tip hatte ich von meiner mum, sie hat damit vor jahren ihrem jaulejunghund das alleine sein beigebracht, und zwar relativ fix.
    sie stand teilweise ne dreiviertel stunde vor der haustür, quatschte mit der nachbarin und jedesmal wenn hundi weinte "bist du still", und irgendwann während einer längeren ruhephase eben wieder reinspaziert, als wär nix gewesen.

    ich glaube diese methode funktioniert vor allem bei kontroll-freaks, bei echter verlassenheitsangst wäre ich mir da jetzt nicht so sicher.

    uns jedenfalls hat es wie gesagt geholfen, sozusagen den durchbruch gebracht.
    ich war was das alleine sein angeht nämlich auch schon fast am verzweifeln :sad2:

    natürlich ist es keine garantie für die ewigkeit, aber BIS JETZT klappt es gut, er war mittlerweile schon bis zu knapp drei stunden alleine :gott: , vor kurzem noch undenkbar.

  • Hallo! Oh welch bekannt Töne!
    Auch mein mittlerweile 9Monate alter Cocker wollte und wollte einfach nicht alleine bleiben. Er hat so starke Angst gehabt, dass er die ganze Zeit über gebellt und gesabbert hat. Auch die Tür, aus welcher wir ihn "verlassen" haben, hatte er durchgebissen. Minutentraining, Ignorieren, Feinerle... alles haben wir - erfolglos - probiert. Dann hab ich was von D.A.P. gelesen. Das ist ein Pheromon, welches Hundemamas normalerweise nach der Geburt abgeben um ihren Welpen Sicherheit zu vermitteln. D.A.P. ist dazu sowas wie die Imitation davon (kann man gut im Internet nachlesen). Mein Tierarzt hat mir auch dazu geraten, weil es den Hund auf natürliche Art beruhigt und ihm Ängste nehmen kann. Ich hab mir daraufhin einen D.A.P.-Stecker besorgt, den ich wenn ich das Haus verlasse in die Steckdose packe - und siehe da, auf einmal war die Angst weg. Zwar hat er noch gebellt, aber die Panik, also das richtige "Gekläffe" und das hastige Umherrennen haben sich deutlich gelegt. Nach diesem ersten Erfolg hat dann auch das Minuten-Training geklappt, das ich ziemlich schnell auf ne halbe und 3/4 Stunde steigern konnte. Nachdem ich dieses DAP nun 5 Wochen verwende, kann ich meinen Hund seit ein paar Tagen ca. 1,5 h alleine lassen, ohne dass er auch nur einen Pieps von sich gibt. Allmählich werde ich die Zeit nun weiter ausdehnen und bezweifle auch nicht mehr, dass ich das recht schnell schaffe.
    Lage Rede kurzer Sinn: Probiers mal mit diesem D.A.P.! Wenn er dadurch seine Angst erstmal überwunden hat, wird es mit dem Alleinesein auch stetig besser werden!
    Gib nicht auf, das wird schon!

  • Wir haben dieses Problem ja leider auch :roll: . Ich habe wirklich alles probiert, was einem empfohlen wird - mit mäßigem Erfolg. Seltsam ist, dass Chico an manchen Tagen mal ohne zu jammern 1 Stunde alleine bleibt und ein anderes Mal jault er ziemlich schnell los. Ist mir auch unerklärlich..... :???: ?

    Ab und zu, wenn ich ihn wirklich nicht mitnehmen kann und keinen Sitter habe, muss er da halt durch. Ich sehe das nicht mehr als so schlimm an, es kommt selten vor und ist nie länger als max. 2 Stunden. Wenn er dann jammert, ist es halt so!

    LG Francisca

  • :???: Hab dasselbe Problem und hoffe dass sich das bald bessert.
    Sind ja tolle Tipps hier. Werd ich auch mal versuchen. Ich hoffe nur dass sich das schnell bessert, da die Sommerferien auch irgendwann zuende sind. =( Dann hätte ich Riesenprobleme...
    Viel Glück auch den andern, dass es sich bald bessert und ne Lösung gefunden wird.

    Mit lieben Grüßen

    Bonniie ;)

  • Mein Hund schockiert mich! :schockiert:

    Heute wieder geübt.

    Zuerst ne Viertel Stunde runter...nichts gehört.

    Dann hab ich all meinen Mut zusammengenommen und bin in die Stadt gefahren....eine Stunde war ich genau weg. Beim Losgehen: Nichts gehört. Dann eine Stunde später: Nichts gehört. Ich komme rein. Er kommt nichtmal zur Tür sondern stand im Wohnzimmer und hat sich getreckt. Hat dieser Hund tatsächlich geschlafen?? Ich komme ins Wohnzimmer und er packt sich aufs Laminat und pennt weiter. Kein Bedrängen oder kuschelbedürftigkeit. Völlig relaxed.

    Dann bin ich nochmal für 10 Minuten raus...nichts gehört.


    Ist es vielleicht sogar entspannter wenn ich länger weg bin? Weil er dann nicht die Erwartungshaltung hat, dass ich gleich wieder da bin?

    Drückt mir die Daumen, dass es weiter klappt! Ich hoffe dass mein Festnetz bald wieder angeschlossen ist, damit ich auch mal zwischendurch kontrollieren kann.

  • Ich drück ganz fest die Daumen!!! =)
    Wie kontrollierst du das? Übers Handy dann aufm Haustelefon anrufen und horchen? Is ne gute Idee. ^^
    Also nochmal viel Glück dass alles gut wird/bleibt. =)

    Liebe Grüße von Bonniie

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