Mein Hund, der Macho
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Nun ist es passiert: Unser sanftmütiger, jeden Hund liebender Labbirüde ist zum Macho mutiert.
3 Situationen:1. Unser Kleiner, 1 Jahr, 8 Mo, unkastriert trifft einen Jack Russel Rüden. Interessiertes Schnüffeln, Kamm auf dem Rücken, Angriff. Naja sozusagen. Zähne fletschen, Knurren, ran gehen wollen. Ob der Jack Russel was gemacht, hab ich nicht sehen können, wurde von unserem völlig verdeckt. Nix passiert.
2. Wir treffen ein süßes Dobi-Mädchen. Wir spielen, schwimmen gemeinsam, klauen uns gegenseitig die Stöckchen, alles wunderbar. Wir versuchen auch nur ab und zu bei ihr zu landen, nur ganz zaghaft. Dann taucht so ne franz. Bulldogge auf. (Glaube ich, obwohl ich denke, der war dafür zu groß). Rüde. Wollte uns unser Dobi-Mädchen ausspannen.
Reaktion: Anknurren, 3x. Bulli ignoriert das, will die KLeine.
Dann wird unserer gnarfig und fällt über Bulli her. Und was macht der? Nichtes. Kämpft mit, unterwirft sich nicht, obwohl wer weiß wie unterlegen. Bleibt hinterher sogar noch unbeeindruckt neben uns stehen. Herrchen holte ihn dann. Nix passiert.3. Beim Spaziergang etwa gleich großen Mischlingsrüden getroffen. Zögerliches Schnüffeln, Kamm. Gleichzeitiges Fletschen, Knurren, Hinwollen. Nix passiert.
Bitte, was ist da los??? Und wo ist mein sanftes Schäfchen abgeblieben??? Und wie kriege ich ihn zurück????

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Hallo,
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Hy
Wenn du nicht eingreifst wohl eher nicht.....
Es gibt verschiedene Meinungen, wie man bei diesem Verhalten reagieren sollte...
Meine Meinung nach 25 Jahren Hundeerfahrung: 3x zugeschaut ist schon nicht gut! Wenn du -als Chef - deinem Rüden gestattest, den Macker zu markieren, obwohl du das blöd findest- hast du ihm offensichtlich keine eindeutigen Signale gegeben.
Wenn du siehst, dass er die Haare stellt, dann solltest du meiner Meinung nach reagieren. Da ich oft Pflege-oder Gasthunde habe, ist das gute! Klima der Hunde untereinander für mich wichtig-Stänkerer werden sofort! ausgebremst!! Je nach Dickschädel reicht ein klares "Nein" und weitergehen/trennen/splitten..oder es bedarf deutlicher Signale wie das Werfen einer "Disc" oder einer Schüttelbox zwischen die Kontrahenten. Böse Blicke=Fixieren wird ebenfalls sofort unterbunden!Damit fängt es nämlich an!
Bei positivem Verhalten wird natürlich überschwenglich gelobt!
Beim Spaziergang solltest du nicht stehen bleiben und abwarten, sondern deinen Hund abrufen, auf dich fixieren, weitergehen und loben(wenn's klappt)- gibst du deinem Hund zuviel Zeit zum Fixieren oder drohen, hast du schon fast verloren und es helfen nur noch die drastischeren Mittel wie Schüttelbox...
Ansonsten: Gib deinem Hund in seiner Phase ausgesuchte Spielpartner (Leute ansprechen-auch mit Rüden! / Hundeschule...)von denen er das nette Verhalten wieder lernen kann!
Viel Glück!
P.S. Was nichts bringt: Hinterher schimpfen.....besser :Vorher eingreifen! -
Zitat
Bitte, was ist da los??? Und wo ist mein sanftes Schäfchen abgeblieben??? Und wie kriege ich ihn zurück????

Du hast einen Hund, ein echten, richtigen Hund, kein verweichlichtes Nichts !!
Wenn du siehst, daß Situationen heftiger werden können, daß ein anderer Rüde z.B. zu ihm und seiner Hündin kommt, dann ruf ihn vorher ran und behalt ihn bei dir.
Wenns nur reines Geprolle ist, ein bisschen Show, aber nix dramatisches ... das gehört zum Hund sein dazu. Der "Kleine" ist jetzt volljährig, da baggert man die Damen an und mißt sich mit gleichaltrigen. Nimm ihn ab und an ein bisschen zurück, bring ihm Selbstbeherrschung bei und dur wirst sehen, mit der Zeit wird er gelassener werden.Wenn du ein Schäfchen hättest haben wollen, dann hättest du zum Schäfer gehen müssen.

Gruß, staffy
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Viel hat es mit den Rahmenbedingungen zu tun.
Bleiben Herrchen / Frauchen stehen, schauen zu, sind selber angespannt, ist der Stress manchmal schon vorprogrammiert.
Letztens wurde Mücke von nem Duo angeknurrt, weil er deren Herrchen zu nah kam.
Körperlich waren die beiden zwar unterlegen...aber sie waren halt zu zweit.
Mücke fand die Massregelung nicht wirklich lustig, er lässt sich die Butter nur ungern vom Brot nehmen ( so wie Deiner ! )
Ich sah auch schon die ersten Haare zu Berge stehen
Ich ging zügig weiter, sah mich nur einmal kurz um, rief ihn zum Weiterhgehen, daraufhin löste sich die Situation auf und alles war gut.Achte mal drauf, was du genau machst, wenn dein Proll nen anderen Proll trifft

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ich schubse mal, in der hoffnung auf weitere antworten, weil mich das sehr interessiert

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Ja, was machen wir, vor so einer Situation? Eigentlich nichts anderes als sonst auch. Im Ernst. Mir ist klar, dass sich unser Verhalten auf den Hund überträgt, bzw., wenn wir stressen, denkt er, es ist Gefahr im Verzug. Also verhalten wir uns normal.
Mein Eindruck ist, dass es sich tatsächlich nur um Rumgeprolle handelt...allerdings bin ich da nicht komplett sicher. Wie unterscheide ich das ungefährlich, normale vom unerwünschten Verhalten?Hab noch ne Situation:
Wir-angeleint- unterwegs, treffen Rotti. Nicht angeleint. Aber auch nicht sonderlich aufgeregt. Sein Frauchen dafür umso mehr: Hektischen Leine anbringen, am Hund zerren, SITZ, NEIN, FUß...etc, immer im Wechsel, völlig bescheuert. Plus Rumgezeere am-immer noch erstaunlich gelassenem, und völlig unbeeinderucktem- Hund.
Na gut, wir gehen weiter, dran vorbei, ging nicht besser, Sratße zu eng.
Rotti macht nullkommanichts. Unserer schnüffelt kurz und grollt und knurrt los. Rotti guckt verwirrt, und das war`s. Über die gesamte Zeit verhielt sich Frauchen vom Rotti wie beschreiben.
Kann es sein, dass unserer irgendwie auf das Frauchen reagiert hat?
Ich hab mich bemüht, locker zu bleiben, normal und nicht angespannt.
ZitatWenn du ein Schäfchen hättest haben wollen, dann hättest du zum Schäfer gehen müssen. zunge zeigen
Ich will ein Schäfchen, das ein richtiger Hund ist.

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Hy
Ich will auch einen verträglichen Hund!
Meiner Meinung nach solltest du nicht Überlegungen anstellen, wieso dein Hund so reagiert (typisch menschlich, bringt aber nichts)! Du und dein Hund können sich gut benehmen, egal wie sich andere verhalten! Also nerv` dich nicht wegen der Rottifrau, sondern signalisiere deinem Hund ganz klar: Egal, wir zwei gehen zügig- ohne Theater - weiter!Fixiere ihn(s.o.) und bring' dann ne gute Grundstimmung rein, damit er freudig mitläuft, ohne den anderen zu beachten!
Liebe Grüße! -
Ich würd ihn an der Leine nicht zu anderen hin lassen, du siehst ja, dass es nix bringt, oder ?
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Ich schubs auch noch mal weil mich das Thema interessiert.
Wir haben auch ein Schäfchen was keins mehr sein will

Pubertär, 1,5Jahre, kastrierter Rüde, groß.
In 95% der Hundebegegnungen super lieb, verspielt und verträglich. Ohne Leine sowieo. Mit Leine: Übliches Thema, will zu jedem Hund hin. Das haben wir jetzt ganz gut im Griff, mit absitzen, Leckerli, Aufmerksamkeit auf mich und kein wildes Losstürmen. Soweit so gut.
Aber seit neuestem findet er andere leinenaggressive Hund voll doof - wenn die bellen und knurren motzt er zurück. Und dann

Da bin ich etwas hilflos. Bisher hab ich kurz bellen lassen und ihn dann mit aus und sitz zur Ruhe gebracht. Er kommt dann mit angelegten Ohren und Unterlegenheitsgeste zu mir " gewieselt " , kommt mir vor wie, " ich hör ja schon auf, ich mußte mal eben was klären"
An die Fachleute :Ist das ok so ? Ich will ihm ja auch nicht alles verbieten und er wird nicht wirklich aggressiv.Und in seinem Revier? An unserem Gartenzaun kommen oft Hunde vorbei. Wenn sie freundlich sind steht er begeistert schwanzwedelnd am Zaun und würde sie am liebsten alle einladen
Aber wenn sie unfreundlich sind kann er sich seit neuestem richtig ärgern. Wütendes Bellen und Knurren. Was mache ich dann ? Ach ja, er bellt sonst fast nie, deswegen sind wir immer ganz verblüfft, wenn er mal was sagt !Lieben Gruß,
Trixi u Diego -
Ich reihe mich mal vorsichtig hier ein, um auch paar Infos zu erhaschen. Mein "Kleiner" hat jetzt mit 9 Monaten auch schon solche Anwandlungen. Nur bei einem 50kg-Hund erstarren so manche Leute direkt, wenn er anfängt Macho zu spielen.
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