Aus aktuellem Anlass

  • Hallo DFler

    Ich habe es gerade wieder gelesen, diese verdammten Milztumoren.
    Ich habe es mit Charly ja nun gerade selber gehabt, es war ein Zufallsfund und er konnte noch rechtzeitig operiert werden.
    Ich will hier niemanden bange machen oder etwas " vorschreiben "
    aaaber, diese verdammten Milzgeschichten werden immer mehr, das sagt auch mein TA und ich lese es auch immer öfter.

    Ich habe vor der Sache mit Charly gar nichts davon gewusst, es geht so symptomlos ab.
    Morgens hast Du noch einen völlig gesunden quirligen Hund, abends ist er todkrank

    Redet mal mit Euren Tierärzten, ob und zu welcher Zeit man mal einen Ultraschall der inneren Organe machen sollte.
    Denn die Blutbilder zeigen keinen Tumor an, sie sehen normal aus.

    Erkundigt Euch einfach mal, vielleicht können durch so eine Vorsorge manche Hundeleben gerettet werden.

    Und sollte so ein Tumor gefunden werden, bevor er platzt, ein Hund kann ohne Milz sehr gut leben, wie mein Charly.
    Und auch nicht ist jeder Tumor bösartig.

  • Nee, die haben keine Symthome, mein Alf ist auch daran gestorben, man merkt es wenn einer aufgeplatzt ist.

    Das mit der Vorsorge ist eine gute Idee. :gut:

  • Ich kann auch nur bestätigen, dass es keinerlei Symptome oder Vorwarnungen gibt, wenn ein Hund einen Milztumor haben sollte. Auch bei meiner Hündin Daisy war es damals ein Zufallsfund, weil sie wegen einer anderen Sache operiert werden musste. Sie war damals knapp 11 Jahre alt. Der Tumor mit Milz konnte so noch rechtzeitig entfernt werden, ein paar Wochen später - so der TA - und der Tumor wäre geplatzt und meine kleine Maus innerlich verblutet. So hatte sie noch weitere 2 1/2 Jahre ...

    Durch diese Erfahrung und auch, weil mir ebenfalls auffällt, dass immer mehr Hunde an diesen Milztumoren erkranken, habe ich mir über die Vorsorge auch schon Gedanken gemacht, bin aber noch unschlüssig, ab welchem Alter ich bei Nelly Ultraschalluntersuchungen machen lassen soll. Momentan tendiere ich dazu, wenn sie 5 - 6 Jahre alt ist, diese dann jährlich durchführen zu lassen.

    In jedem Fall scheint aber eine Vorsorge dahingehend wirklich angebracht zu sein.

  • Ja, ich werde bei meinem zweiten Hund auf jedem Fall etwas machen, in dem aktuellen Fall war der Hund vier. Der Zeitpunkt, naja ich denke bei Chandro mit 4 und vielleicht noch mal mit 6-7.
    Wenn dazwischen etwas ist, das ist Schicksal und man kann es nicht immer verhindern. Aber man hat alles getan.

  • Bei Fritzchen lief es auch ohne Symptome ab. Jedenfalls nichts, was man in so eine Richtung gedeutet hätte.

    Im Nachhinein sind mir manche Dinge in anderem Licht erschienen. Aber sie war fast 18 Jahre alt, man hätte nichts mehr tun können, so oder so. Deshalb bin ich heute froh, dass alles so schnell ging.

    Die Ärztin in der Klinik erklärte uns damals, dass diese Milztumore sehr schnell sehr groß werden. Oft innerhalb weniger Tage riesengroß werden und auch sehr stark streuen. Wegen dieser kurzen Zeitspanne hat man kaum Möglichkeiten, eine gute Vorsorge zu treffen. Heute Röntgen und Ultraschall ohne Befund, zwei Wochen später kann es zu spät sein.

  • Unser damaliger Familienhund ist auch plötzlich zusammengebrochen, in einer Not-Op konnte man ihn noch retten, er hat dann die Milz rausgenommen bekommen. Leider hat der Tumor doch schon gestreut gehabt, aber er hatte noch 2 schöne Jahre und ist mit 10 Jahren wieder ganz plötzlich zusammengebrochen, obwohl er regelmäßig untersucht wurde. Wir haben dann unseren BarryBär über die Regenbogenbrücke ziehen lassen.

    Die Hündin meiner Freundin hat man mit 12 Jahren wegen eine Milzturmor erlösen müssen. Das war sehr traurig, weil meine Freundin sie genau seit 1 Jahr aus dem Tierheim hatte.

    Der Hund eines bekannten starb ebenfalls mit 12 Jahren an einem Milztumor.

    Das mit der Vorsorge werde ich auch mal mit meiner Tierärztin besprechen, wußte gar nicht, das sowas möglich ist.

  • Vorsorge ist grade bei Milztumoren extrem schwer, sie können bei der US-Vorsorge nicht da sein und nach 2 Monaten unterzeichnet er sein sicheres Todesurteil. :sad2:

    Man müßte jedes Monat schallen um halbwegs Sicherheit haben zu können. Hat mir auch meine StammTK bestätigt, als bei Jessy letztens eine leichte Blutanämie war und sie rechtsseitig kaum stehen/gehen konnte und man sofort das US in Auftrag gegeben hat, obwohl erst vor einem Monat komplettes Abdomenschall durchgeführt wurde in einem Tierspital. Schei :zensur: Milztumore :/ (Aber Milz war ok bei ihr, im nachhinein war es wohl ein kleines schlagerl rechts (hatte auch ein paar mal zuvor ihr rechtes Ohr gerieben..puh..)

    (Um "sicherzugehen" lasse ich die Milz nun alle 3 Monate schallen, öfter möchte ich nicht, sie muß so und so ständig zum TA und ist sehr stressig auf Dauer für sie)

  • Mein Balu war einen Monat vorher schon auffällig (schnelle Ermüdung, nicht mehr so lebhaft, zog sich immer mehr auf den Gruppenrunden zurück). Ich hatte mich damals aber dummerweise auf einen TA verlassen, welcher als Sponsor unserem Verein angehörte und auf einem Spaziergang es nur auf die Wärme schob.

    Hätte er sich mal die Schleimhäute angeschaut, wäre es ihm aufgefallen das etwas nicht stimmt. Und da ich in der Beziehung damals auch noch keinen Plan hatte habe ich ihn dann einfach mal komplett scheren lassen.

    Und da hatte ich dann die Beule am Bauch gemerkt. Einen Tag später wurde dann ein Milztumor bestätigt. Eine Woche später dann operiert. Ich habe keine Ahnung warum nicht sofort. Damals war ich noch nicht rebellisch genug und habe TÄten erstmal alles abgenommen. OP gut verlaufen, Patient einen Tag später gestorben.

  • Gerade diese Milztumor-Beiträge nehmen mich immer total mit.

    Wenn ich daran denke, dass ich am Tag vorher noch mit Fritzchen spazieren war und sie einen richtig guten Tag hatte für ihr Alter... Und dann wie aus dem Nichts so eine Diagnose, so niederschmetternd.

    Der Tumor war faustgroß, größer als hr Herz und hat Atmung und Herz abgedrückt. Er war noch nicht geplatzt, aber in dem Alter war da einfach nichts mehr zu machen.

    Zwei Wochen vorher waren wir beim TA zum Check, da hat er nichts getastet.

    Bedrückend ist vor allem, dass man kaum vorsorgen kann. Im Blutbild ist ein Milztumor nicht auffällig und durch die rasante Entwicklung dieser Tumorart müsste man ja fast schon zum wöchentlichen Ultraschall gehen.

    So hart es ist, manche Dinge sind einfach Schicksal und unabänderlich. So schwer es auch ist, sich damit abzufinden. Mir wird zwar schlecht bei dem Gedanken, dass es mit Roxy auch so schnell gehen könnte, aber mit diesem gedanken möchte ich nicht meine Zeit mit ihr verbringen. Ich kann nicht jede Eventualität absichern. Manchmal kommt es, wie es kommen muss. Und wer einmal diese Erfahrung gemacht hat, genießt jeden Moment mit seinem Hund umso mehr.

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