Austragen lassen oder dazwischen gehen??????

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  • Hallo mal wieder,

    wir haben jetzt mit unserem Shiba Inu jeden Sonntag ne Truppe gefunden mit der wir immer Gassi gehen. Mit dabei ist eine Labrador Hündin, eine kleine Fußhupe ( keine Ahnung welche Rasse :ops: ) und unsrer. Es läuft suuuuper, richtig schön. Das eine Mal war die Labrador Hündin läufig und der andere Rüde, ein Jack Russel, ist nicht oft dabei, hing immer an ihr dran. Unser Shiba aber auch und dann gab es riesen Zoff, klar unter Weibern will da jeder der Chef sein, und wir dachten uns naja gut logisch die eine ist ja läufig. So durch unseren Hundeurlaub und so, waren wir jetzt 5 Wochen nicht dabei. Erst letzten Sonntag wieder, da war es wieder tooootal schön. Und heute war wieder der Jack Russel da, aber keine Hündin läufig und trotzdem haben sie sich angekeifert und sind richtig böse geworden, wir mussten, denken wir, dazwischen gehen, weil es sonst blut geben würde??!!! Der Jack Russel ist unserem Shiba mal aus dem weg gegangen, aber nach ner Zeit wieder drauf und unserer erst recht. Was können wir tun??? Wir brauchen Rat, was können wir machen damit sie untereinander sich nicht die Köpfe abreißen, und sich gehen lassen???

    Bitte helft uns!!!

    Eure Shiba :???: :sad2:

  • Hallo Shiba,

    es ist leider völlig normal, dass sich gleichaltrige Rüden (falls unkastriert) nicht leiden können.
    Oft gibt es auch Unsympathien, die aus unserer Sicht völlig unverständlich sind. Ist aber auch normal.
    Eine läufige Hündin hat bei einem Gruppenspaziergang NICHTS zu suchen. Völlig unverantwortlich. Da werden Konkurrenzsituationen heraufbeschworen bzw. ist es ja für die Hündin auch nicht schön, ständig belästigt zu werden.
    Wegen des JRT würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn schmeißen.
    Propiert es weiterhin zusammen spazieren zu laufen. So dass die beiden nicht direkt beieinander laufen.
    Mein Kimber hat die ersten3-4 mal immer mit dem anderen unkastrierten Rüden in unserer Agility-Gruppe rumgepöpelt.
    Jetzt gehen sich die beiden aus dem Weg und gut ists.
    Vielleicht wirds ja bei euch genauso.
    Falls sie sich aber zu richtigen Kampfhähnen gebären, seh ich keine Chance, leider. Dann muss einer der Hunde zu hause bleiben.

    Viel Glück und viele Grüße
    Chrisi

  • Das ist aus der ferne schwer zu beurteilen, dazu müsste man sehen, wie es zu so einer situation kommt.

    Ich persönlich mache es gefühlsmäßig... nur mal als beispiel zwei situationen, an denen wir nicht schuld waren:

    Ich laufe mit karli angeleint eine strasse entlang, aus einem nicht einsehbaren weg kommt ein rüde, größenverhältnis gleich wie karli. kurzes schnuppern und dann direkt in der wolle (ich hatte vorher schon die leine losgelassen)... war ein typischer Commentkampf, also großes derbes getobe und nix dahinter... das problem war nur, dass die andere HH auf Ihren Rüden in dem moment mit der Leine einschlug... ich hab sie angeschrien, sie soll mit dem mist aufhören und auf ein paar meter weg gehen, als sie das endlich tat dauerte es keine zwei sekunden und beide hunde sind auseinander und wir als HH konnten sie jeweils zu uns rufen... in solchen situationen gehe ich nicht dazwischen.

    Situation zwei: in direkter nachbarschaft lebt ein Rauhardackel, 13 Jahre alt. Karli und Dackel kannten sich ohne Probleme. Letzte woche komm ich auf dem weg dem dackel entgegen, frauchen von dackel fällt aus versehen die leine aus der hand und dackel ohne vorwarnung auf karli drauf. In dem moment hab ich karli versucht relativ hoch zu halten, da das größenverhältnis und kräfteverhältnis nicht passt. da dackel sofort auf angriff war, hat karli ihn in den nacken gepackt und geschüttelt... ich habe beide getrennt bekommen. ende vom lied war ein blutiges ohr von dackel, aber genau in solchen situationen ist es meine pflicht einzuschreiten... auch wenn karli im prinzip die anzeichen gemacht hat, den dackel tot zu beissen, sehe ich das weniger eng, weil er aus hündischer sicht im prinzip richtig reagiert hat. Im übrigen haben wir dackel gestern wieder getroffen, karli hat keinen mucks gemacht und dackel hat an der leine getobt.

  • Hallo, Beißattacken unter Hündinnen sind nicht zu unterschätzen, habe letzte Woche selber eine unter unseren Hündinnen erlebt, Entschuldigung, eine hat Welpen, sonst hätte es meinerseits was gegeben. Meistens beißen Hündinnen bis zum bitteren Ende. Bei Rüden ist das anders, der schwächere gibt auf und dann ist gut. Drei Hunde ist oft einer zuviel, versucht erst mal die Begegnung an der Leine stattfinden zu lassen damit Ihr schneller eingreifen könnt. Wenn das klappt dann langsam einer nach dem anderen ableinen

  • Zitat

    Bei Rüden ist das anders, der schwächere gibt auf und dann ist gut.

    Ja, Hündinnen "kämpfen" anders als Rüden.
    Ich dachte auch immer, bei Rüden sind es Rangordnungskämpfe und es läuft so ab wie du schreibst. Stimmt aber nicht, mittlerweile hab ich gelernt, dass es u.U. gefährlich sein kann, sich darauf zu verlassen.

    Shiba, hier kannst du mal kurz lesen.
    Wir hatten vor kurzem einen ähnlichen Fall.

    https://www.dogforum.de/ftopic81912.html

  • Lass sie das unter sich regeln. Das kann zwar (leider) dauern :| aber dann ist einer der beiden der "obere" Hund. Bei unseren beiden ist das auch so. Bloß es geht ums "erst-gestreichelt-werden"^^. Also lass sie das selbst regeln. Nur wenn es zu doll wird. Dann würde ich eingreifen.

    mhG Jonas

  • Zitat

    Bei Rüden ist das anders, der schwächere gibt auf und dann ist gut.

    Zitat

    Lass sie das unter sich regeln. Das kann zwar (leider) dauern pipe aber dann ist einer der beiden der "obere" Hund.

    Hhm, ich finde, das sind gefährliche Tipps, wenn man die Situation nicht genau kennt. Mein Rüde gibt nicht auf, wenn er mit einem anderen Rüden kämpft. Und ihm ist es auch so ziemlich egal, wenn der andere aufgibt. Die paar Male wo das passiert ist, kann ich glücklicherweise noch an einer Hand abzählen, und ich musste ihn immer herunterpflücken. Von Hündinnen dagegen lässt er sich ohne Gegenwehr verprügeln und ist ohne Ende am Beschwichtigen. Ist also nicht so, dass er generell ein schlechtes Sozialverhalten hätte...

    Ich habe eigentlich nur den Rat: Nehmt doch mal einen Hundetrainer eures Vertrauens mit auf den Spaziergang. Jemanden, der sich gut mit der Körpersprache des Hundes und innerartlichem Sozialverhalten auskennt (man sollte eigentlich meinen, das müsste jeder Hundetrainer sein... :hust: ). Vielleicht hilft euch das, die Situation besser einzuschätzen bzw. ihr bekommt auch Trainingstipps, wie es besser werden kann.

    Grüße,
    das Krümelmonster.

  • Hilfe,

    Auseinandersetzungen zwischen pübertierendem Shiba und Jackirüden? Würde ich auf keinen Fall austragen lassen:

    - Die beiden hatten schon eine ernsthafte Auseinandersetzung über ein ernsthaftes Thema (läufige Hündin). Beiden ist im Gedächtnis geblieben, daß sie Konkurrenten sind, deshalb auch die Feindseligkeiten bei den folgenden Begegnungen.
    -Beide Rassen sind dafür bekannt, daß sie Niederlagen nicht so einfach wegstecken und es immer wieder ausprobieren wollen.
    - der Shibarüde ist gerade in einem für das spätere Verhalten anderen Rüden gegenüber kritischen Alter. Jetzt können erzieherisch noch die Weichen dafür gestellt werden, daß er sich nicht wie viele Shibas zu einem Raufer entwickelt.
    - Hunde, die sich nur gelegentlich treffen, müssen und sollten keine Rangordnungskämpfe austragen. Wozu?

    Deshalb würde ich von ersten Fixieren an dazwischen gehen und jede Feindseligkeit unterbinden und dies auch vom Besitzer des Jackis verlangen. Beide Hunde sollten lernen, daß es nicht ihre Aufgabe ist, sich mit anderen Rüden anzulegen. Das Sagen sollte immer noch Herrchen bzw Frauchen haben.

  • Zitat

    Deshalb würde ich von ersten Fixieren an dazwischen gehen und jede Feindseligkeit unterbinden und dies auch vom Besitzer des Jackis verlangen. Beide Hunde sollten lernen, daß es nicht ihre Aufgabe ist, sich mit anderen Rüden anzulegen. Das Sagen sollte immer noch Herrchen bzw Frauchen haben.


    :gut:

    ... und dann sind auch läufige Hündinnen kein Problem in der Gruppe ...

    Ich frag mich manchmal wie es möglich sein kann, dass bei uns auf dem Platz völlig problemlos mehrere intakte, erwachsene Rüden mit mehreren Hündinnen und auch mal einer läufigen Hündin zusammen laufen können, ohne dass es zu einer ernsthaften Auseinandersetzung kommt. Die Platzordnung wird viel subtiler geklärt. Auch in dieser für alle offenenen Gruppe klären die Rüden ihren Status untereinander innerhalb weniger Treffen, wozu dazu eine Rauferei nötig sein soll, ist mir schleierhaft!

    Viele Rüden lernen in der Pubertät das Raufen als eine soziale Strategie kennen, wenn man diesem als Besitzer nicht entgegenwirkt und genau dann trifft eben diese Aussage zu:

    Zitat

    es ist leider völlig normal, dass sich gleichaltrige Rüden (falls unkastriert) nicht leiden können.


    Ansonsten halte ich diese Aussage aus meiner Erfahrung heraus für völligen Quatsch. Nein, es ist nicht völlig normal, dass sich gleichaltrige Rüden nicht leiden können und noch weniger muss man solches einfach nur hinnehmen.

  • HAllo!

    Ich würde Agressionen und Pöbeleien dem anderen Hund gegenüber versuchen im Keim zu ersticken. Die Hunde sollten lernen sich aus dem Weg zu gehen. JRT sind in der Regel "größenwahnsinnig" und können nicht einshätzen, dass sie ihrem Gegenüber körperlich unterlegen sind. Bevor das in eine richtige Beißerei endet würde ich dem ein Riegen vorschieben!
    Achten beim Spatziergang möglichst drauf, dass es keine gerangel um Ressourcen gibt. Es sollten also keine Leckerchen großartig verteilt werden und Beute (z.B. Stöcke etc) würde ich den Hunden direkt abnehmen. Für den Fall, dass ihr mal nicht vorzeitig reagieren könnt hätte ich eine Wasserflasche dabei (oder eine Wasserpistole). Damit kann man eingreifen ohne sich in Gefahr zu bringen.

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