Ängste/Streßsituationen

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  • Hallo, (sorry, ist sehr lang geworden)

    ich habe mal wieder ein Problem mit Numa und hoffe, ihr könnt mir helfen.

    Dass sich mir diese Fragen stellen, liegt mal wieder daran, dass ich ersthundebesitzerin bin und nicht weiß, in wie weit ein Hund Verhaltensweisen aus dem Welpenalter mit ins Junghundealter nimmt, in wie weit es vom Junghundealter ins Pubertätsalter und dann ins Erwachsenenalter und darüber hinaus geht.
    Daher verzeiht mir bitte die ein oder andere vielleicht in euren Augen lächerliche Frage... :ops:

    Es geht diesmal um Numas Ängste. Numa ist ja ein allgemein etwas hibbeliger Hund, sie kann sehr schnell aufdrehen, lässt sich aber in der Regel auch mit den richtigen methoden wieder herunterfahren, aber sie ist generell immer etwas angespannt, wenn sie nicht gerade schläft ;)

    Um es mal auf den punkt zu bringen: Ich habe Angst, dass ich Numa nicht die nötige Sicherheit vermitteln kann, die sie braucht um ihre Ängste loszuwerden.

    Ich schreibe hier Ängste, aber ich glaube, das Wort ist noch etwas zu hochgegriffen, denn es sind eher streßßauslösende Situationen. Sie hat nicht wirklich Angst, aber sie ist extrem angespannt und wenn in solch einer Situation dann etwas unvorhergesehenes passiert, dann schlägt es sofort um in reine Panik.

    Ich kann auch nicht wirklich sagen wovor sie Angst hat, denn dafür sind die Situationen in meinen Augen zu vielfältig.
    Das einzige was alle Situationen gemeinsam haben, ist dass wir draußen sind und Numa an der Leine ist.

    Ich versuche mal ein zwei Situationen zu beschreiben.

    Gestern zB bin ich mit ihr unsere normale Pipirunde gegangen. Ich laufe immer die gleiche Runde, weil das Numa Sicherheit vermittelt. Sie kann nur Pipi und Kacka machen, wenn sie nicht so sehr angespannt ist, und wenn wir jedesmal eine andere Runde laufen, dann dauert das mit unter bis zu einer Stunde, obwohl sie theoretisch fast platzen müssten. Wenn wir immer die gleiche Runde gehen, dann kann sie meist schon nach 10-20 Minuten :)
    Wir sind dann ganz normal auf dem Gehweg gelaufen und ca 100 Meter vor uns saß ein mann rauchend auf der Bürgersteigkante und wartete auf irgendjemand.
    Numa sah den mann und fing an langsamer zu laufen. Dann fing sie an den Mann zu fixieren und ging etwas schneller und stellte sogar hinten an der Schwanzwurzel die Haare auf. Ich habe versucht ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, es hat nicht funktioniert. Sie war wie in Trance. Ich bin dann stehengeblieben und und habe sie nochmal zu mir gerufen, als sie nicht gehört hat, habe ich sie zu mir herangezogen. Da endlich hat sie dann auf mich reagiert und hat ganz brav neben mit sitz gemacht als wäre nichts passiert. Als wir dann über die Straße gingen (ich dachte mir, besser wir gehen dem mann aus dem weg) hat sie nochmal zu ihm rübergeschaut, als wolle sie sichergehen, dass der mann noch da ist und dann gingen wir weiter.
    Sie war danach aber noch extrem gestresst.
    Ich bin mir 100% sicher, wenn sie nicht an der leine gewesen wäre, dann hätte sie den mann vielleicht auch erstmal beäugt, aber dann wäre sie zu ihm hingelaufen und hätte mit ihm gekuschelt und versucht sich auf seinen schoß zu setzen. das macht sie im freilauf immer, wenn jemand auf dem boden sitzt.

    Heute wieder eine Situation: Ich gehe mit Numa unsere Runde. Wir waren bei einem kleinen Rasenstückchen, wo sie gerne hinmacht. Dann kam ein Mann mit einem Labbi vorbei. Numa hat den dann erstmal beäugen müssen und hat vergessen dass sie muss. Aber sie hat nur geschaut, auch nicht fixiert. Da war noch alles okay. Weil ich aber wusste, dass sie jetzt eh nicht mehr machen wird, weil sie viel zu sehr mit Labbi-Gucken beschäftigt ist, bin ich weitergelaufen.
    Nach ca 5 Minuten (Numa hatte immer noch nicht gemacht) ist uns auf der anderen Straßenseite ein Mann mit seinem Hund begegnet, der Numa ziemlich aggressiv angebellt hat (das hatte sicherlich nichts mit numa zu tun, ich denke, der war nur leinenaggressiv). Numa blieb stehen und schaute den Hund an, und traute sich dann auch mit mir ein paar schritte weiterzulaufen. Ich hatte sie auch wieder freundlich zu mir gerufen, aber da kam auch keinerlei reaktion ihrerseits. dann sind wir weiter und am ende der straße stand ein polizeiwagen. dort drin war ein polizeihund der unaufhörlich bellte. er fing aber erst an, als wir dort waren, hätte ich ihn schon vorher gehört, wäre ich da nicht hingegangen, denn Numa mag keine bellenden Hunde. Sie kann diese hunde einfach nicht einschätzen. sie selbst ist ein hund, den ich noch nie richtig bellen gehört habe und wenn sie im freilauf ist und ein hund bellt, dann versucht sie dem immer aus dem weg zu gehen. wenn es ein hund ist den sie kennt, dann versuhct sie ihn zu beschwichtigen, als wäre es ihre schuld, dass der hund bellt... Danach war Numa dann total aufgedreht.
    naja, auf jeden fall hat unser spaziergang insgesamt vielleicht 30 minuten gedauert, aber numa hat es nicht auf die reihe bekommen einen haufen zu machen. ich musste nochmal hochgehen, damit sie sich kurz beruhigt um dann wieder runterzugehen, dann hat sie auch gleich am ersten baum gemacht.

    Das sind zwei situationen, so passieren sie uns fast täglich, manchmal ausgeprägter, manchmal weniger. manchmal merke ich nur ein kurzes zögern bei ihr, wenn wir an einem anderen menschen vorbeigehen, oftmals will sie aber einfach jeden anspringen, der uns trifft. fixieren tut sie auch immer mehr.

    Ich habe mittlerweile schon gelernt, dass bei numa überschwengliche freude ein zeichen von streßkompensation ist. Mir ist es so natürlich auch lieber, als wenn sie aggressiv werden würde, aber durch die freude dreht sie halt so auf, dass ein rankommen an sich fast unmöglich ist.
    (auch wenn sie bedrängt wird, ob nun von hund oder mensch, sucht sie lieber die flucht, als den angriff)

    ein beispiel dazu habe ich auch, das hat mich echt fertiggemacht.
    ich war mit aneken aus dem forum und ihrem hund spazieren. es war wirklich schön. zum ende des spazierganges habe ich schon gemerkt, dass es gut, ist dass der spaziergang vorbei ist, denn numa war erschöpft, hauptsächlich geistig.
    sie ist dann auf ana zugelaufen und hat sie angesprungen. ich habe sofort "unten bleiben" gesagt udn ana hat sich von numa weggedreht. eine kombination die normalerweise immer geholfen hat. in dem fall aber nicht. Numa hat versucht mit ihren vorderbein den oberschenkel von ana zu umklammern. ich habe dann versucht numa an der brust von ana wegzudrücken. ich hatte zumindest den erfolg, dass numa sich von ana angewandt hat und sich mir zugewandt hat, allerdings ging es dann erst richtig los. von außen mag es so ausgesehen haben, als würde mir numa in den arm beißen, immer und immer wieder. Dabei sprang sie wie ein flummi hoch und runter. ich sage, dass nur, damit ihr euch vorstellen könnt wie es ausgesehen hat. aber: numa hat nicht gebissen. sie hat lediglich meinen arm ins maul genommen. ihre beißhemmung ist sehr gut. (als das ganze theater vorbei war, habe ich dann auch gesehen, dass mein gänzer ärmerl durchtränkt war mit sabber.) ich habe es dann nach gefühlten 3 stunden geschafft, numa zu mir heranzuziehen und sie festzuhalten. sie hat immer wieder versucht nach meiner hand zu schnappen. ich habe ihr dann meine hand ins maul geschoben und sie hat an meiner hand gesaugt und genuckelt und innerhalb von 10-20 sekunden war sie wieder runtergefahren.
    ich war danach erstmal völlig fertig, denn so einen krassen ausraster hatte sie das letzte mal vor monaten, da war sie noch ein welpe gewesen.

    schon als welpe hatte sie diese ausraster. ich hab mich damals auch ans forum gewandt und mir wurde gesagt, es sei normales welpenverhalten. obwohl ich das nicht richtig glauben konnte, habe ich dem forum vertraut.
    im nachhinein denke ich, dass das ganze kein wirklich normales welpenverhalten war, denn durch solche aktionen hat sie mir damals mind. 10-15 pulllover und 5 hosen kaputtgemacht. welpenzähne richten ja nochmehr an...
    und auch andere welpen, die ich seitdem getroffen habe und nun auch mit numa vergleichen kann, haben kein so heftiges verhalten gezeigt.

    ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll...

    wenn sie im freilauf ist, dann zeigt sie solch ein verhalten nicht. sie ignoriert entweder mensch oder hund oder nähert sich freundlich, meist unterwürfig (aber nicht übermässig).

    Glaubt ihr, dass das nach der Pubertät vorbei sein wird? Oder wird vielleicht ihr Streßpegel sinken, aber die Ängste bleiben, weil sie sich dann bis dahin schon zu sehr manifestiert haben?

  • Hallo,
    also, ob sich das mit der zeit wieder legt, dass kann ich dir nicht sagen. Dass mit dem Beißen in Kleidung im Welpenalter hat meiner die ersten Tage auch immer gemacht, er hat sich überhaupt nicht mehr eingekriegt. Mir wurde dann der Tip gegeben, ihn zu ignorieren und das Spiel abzubrechen, das hat geholfen. Darf ich fragen, ob du in einer Hundeschule bist? Wenn nicht, solltest du vielleicht darüber nachdenken, denn dort lernen die Hunde ja vor allem das Miteinander und wenn deine Angst vor bellenden Hunden hat, kann man dort vielleicht daran arbeiten. Die Situation mit dem Mann auf dem Bürgersteig klingt echt ein wenig komisch. Du meintest ja, du hättest versucht, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie hast du das denn gemacht? Wenn sie gerne Leckerlies mag oder ein Lieblingsspielzeug hat, dann versuch sie doch mal damit abzulenken, vielleicht klappt es ja. Als meiner Anfangs Angst vor Straßen, Autos, Fahrräder usw hatte, hat es auch geholfen, häufig mit einem anderen Hund spazieren zu gehen. Er hat dadurch diese Änste schnell verloren. Bin mal gespannt auf weitere Antworten!!

  • Zitat

    Numa sah den mann und fing an langsamer zu laufen. Dann fing sie an den Mann zu fixieren und ging etwas schneller und stellte sogar hinten an der Schwanzwurzel die Haare auf. Ich habe versucht ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, es hat nicht funktioniert. Sie war wie in Trance. Ich bin dann stehengeblieben und und habe sie nochmal zu mir gerufen, als sie nicht gehört hat, habe ich sie zu mir herangezogen.

    Ich persönlich finde, dass du in den beschriebenen Situationen zu sehr auf sie eingehst.
    Ich würde weder stehen bleiben, noch mit Pipsstimme rufen, noch mich zum kasper machen, damit sie aufmerksam wird.
    Vielleicht bin ich durch Mücke ein wenig "derber " drauf, das kann sein, den kann man halt nur duch absolute Klarheit führen, sonst schleift der einen nämlich hinterher...
    Findet sie irgendwas "bemerkenswert" ( Dinge, die sie nicht kennt ) , kannst du sagen "ist okay" aber ganz normal weiter laufen.
    Geh einen Bogen, dreh kurz um aber steig nicht auf dieses Zögern ein.

    Sie muss checken, dass sie bei dir ( an der Leine ) in Sicherheit ist.
    Zeigt sie Zeichen von Entspannung, kannst du sie loben.
    Ich würde abwägen, ob es besser ist, etwas "auszusitzen", d. h. im Sitz beispielsweise auf die Entspannung warten, um dann loben zu können, oder ganz normal weiter gehen, als wäre nix.

    Und an bellenden Hunden vorbei zugehen, ist doch ne super Trainingsmöglichkeit, Vor allem, wenn sie im Auto sitzen und gesichert sind :gut: Von daher würd ich nicht meiden, sondern solche Dinge wirklich ganz bewusst nutzen.

  • Zitat

    Darf ich fragen, ob du in einer Hundeschule bist?


    Nein, ich bin nicht in einer Huschu, wenn ich Probleme hatte, dass habe ich eine Trainierin genommen, das war zweimal der Fall, ansonsten habe ich es allein gemacht.

    Zitat


    Wenn nicht, solltest du vielleicht darüber nachdenken, denn dort lernen die Hunde ja vor allem das Miteinander und wenn deine Angst vor bellenden Hunden hat, kann man dort vielleicht daran arbeiten.


    Angst hat sie nicht wirklich. Sie meidet solche Hunde einfach. Besonders wenn sie grundlos bellen. Numa hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten. Sie hatte noch nie ein Problem mit anderen Hunden oder diese mit ihr.
    Bislang war es so gewesen, dass wenn wir bellenden Hunden begegnet sind, dann hat Numa hingeschaut und dann sind wir weitergelaufen. Es hat sie zwar kurz interessiert, aber gestresst hat es sie nicht.

    Zitat


    Die Situation mit dem Mann auf dem Bürgersteig klingt echt ein wenig komisch. Du meintest ja, du hättest versucht, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie hast du das denn gemacht?


    Ich habe normal ihren namen gesagt, dass ist bei uns eigentlich das gleiche wie "schau" und funktioniert normalerweise sehr gut. Wenn sie dann nicht reagiert, dann sage ich es etwas strenger, und wenn dann immer noch nichts passiert, dann kommt eine Konsequenz meinerseits, in dem Fall ziehe ich sie halt mit der Leine zu mir heran.

    Zitat


    Wenn sie gerne Leckerlies mag oder ein Lieblingsspielzeug hat, dann versuch sie doch mal damit abzulenken, vielleicht klappt es ja.


    Manchmal nehme ich Leckerlies/spielzeug mit, aber ich habe dann das problem, dass ich solche situationen nicht üben kann, weil numa die ganze zeit nur an meinem bein klebt un versucht alles so perfekt wie möglich zu machen, damit sie etwas bekommt. sie blendet dann alles um sich herum aus. ich denke, das ist auch nicht das wahre, denn es kommt ja immer der tag, wo man mal die leckerlies vergisst oder so und dann steh ich doof da...

    Zitat

    Ich würde weder stehen bleiben, noch mit Pipsstimme rufen, noch mich zum kasper machen, damit sie aufmerksam wird.
    Vielleicht bin ich durch Mücke ein wenig "derber " drauf, das kann sein, den kann man halt nur duch absolute Klarheit führen, sonst schleift der einen nämlich hinterher...


    Wie machst du das dann? Ich glaube schon, dass auch ich manchmal etwas strenger sein könnte, aber ich weiß halt oft nicht in welchen Situationen es angebracht wäre.

    Zitat

    Findet sie irgendwas "bemerkenswert" ( Dinge, die sie nicht kennt ) , kannst du sagen "ist okay" aber ganz normal weiter laufen.
    Geh einen Bogen, dreh kurz um aber steig nicht auf dieses Zögern ein.


    Das mit dem "ist okay" ist eine gute Möglichkeit. Das kennt Numa schon von drinnen, wenn sie an der Tür wufft, das probiere ich mal draußen.
    Dass ich die Straßenseite gewechselt hab, sollte in Numas augen aussehen wie einen bogen laufen. der gehweg dort war nämlcih sehr schmal und dort direkt hätte ich keinen bogen laufen können.

    Zitat

    Ich würde abwägen, ob es besser ist, etwas "auszusitzen", d. h. im Sitz beispielsweise auf die Entspannung warten, um dann loben zu können, oder ganz normal weiter gehen, als wäre nix.

    Und an bellenden Hunden vorbei zugehen, ist doch ne super Trainingsmöglichkeit, Vor allem, wenn sie im Auto sitzen und gesichert sind daumen rauf Von daher würd ich nicht meiden, sondern solche Dinge wirklich ganz bewusst nutzen.


    Bislang bin ich solchen Situationen immer aus dem Weg gegangen, weil ich eben nicht wusste, wie ich sie durch diese Sitaution bringen soll und aus Angst etwas vielleicht noch schlimmer zu machen, bin ich halt lieber aus dem weg gegangen. :ops:
    Das mit dem Sitzen ist eine gute Möglichkeit. Was meint ihr: Wie entspannt sollte der Hund dann sein? Komplett so entspannt wie drinnen, bekomme ich sie auf keinen Fall. Woran erkenne ich ob sie dann entspannt genug ist, sodass sie dann was aus der situation gelernt hat?

    Mir ist heute nacht noch eine andere Möglichkeit eingefallen, aber ich weiß nicht, ob das so ganz ausgereift ist...
    Was wäre, wenn ich draußen mit Numa nur noch beiFuß gehen würde?
    Also sie muss es jetzt nicht so perfekt machen mit am Bein kleben, aber zumindest so, dass sie mit ihrer schulter auf meiner kniehöhe ist und halt ihre ganze aufmerksamkeit bei mir ist.
    das könnte ich ja über leckerlies aufbauen und die dann nach und nach ausschleichen.
    Wenn wir an stellen kommen wo sie hinmachen mag, dann schicke ich sie mit "geh an den baum" pinkeln. das kennt sie noch aus der zeit wo sie stubenrein werden sollte und das habe ich immer mal wieder mit ihr geübt.
    ich sehe nur gerade ein problem in der lösung: wie lange kann numa das aushalten? also wie lange kann sie sich konzentrieren...?
    was sind denn da eure erfahrungswerte?
    ist es für einen hund eine große geistige erschöpfung, wenn er lange beifuß läuft? :???:

  • So ich klinke mich auch mal ein. Dusty ist zwar kein Hibbelhund, aber aufgrund 8monatigen Lebens in der Pampa gibts natürlich bei ihm auch Situationen die ihm spanisch vorkommen.

    Am Anfang hatte ich immer den Futterdummy mit (wenn man ein Spielzeug IMMER mithat, dann hören die Hunde irgendwann auch auf nur noch danach zu gieren. Wenn man das Spielzeug bei 10 Spaziergängen 2mal nutzt lernen die Hunde meist nach einiger Zeit, das Spielzeug dabei haben nicht bedeutet das es auch benutzt wird). Mit dem Dummy hab ich ihn z.B. abgelenkt wenn wir einen Hund getroffen haben und Dusty wieder Zerr- und Fiepkonzert veranstalten wollte. Man sollte sowas aber nicht als Dauerlösung sehen. Ich habe es damals gemacht das sich dieses Fiepen nicht bei ihm einbrennt und es dann schwierig wird ihm das abzugewöhnen. Den Dummy habe ich schon lange nicht mehr benutzt.

    Jetzt benutze ich entweder die Stimme zum Aufmerksamkeit bekommen, oder bei extremeren Situationen mal ein Leckerlie zum ablenken, damit er sich nicht hochpuscht. Man muss halt lernen solche Situationen schon vor dem Hund zu sehen. Dann entweder vorher schon die Straßenseite wechseln, vorher schon Aufmerksamkeit einfordern. Natürlich kann man nicht jede Situation herbeisehen.

    Was uns viel geholfen hat ist ein sicheres "Weiter". Damit bekomme ich ihn nun schon an 80% aller Vögel vorbei, auf die er sich sonst immer gestürzt hätte.

    Dusty hat ja auch ein Hunde- und Kinderproblem in der Stadt. Große Hunde und laute Kinder behagen ihm gar nicht. Ich beobachte ihn (er wird z.B. langsamer, bleibt stehen, fixiert, versucht zur Seite zu laufen etc.), aber ich versuche einfach so zu bleiben wie ich sonst auch bin. Nicht direkt darauf eingehen. Wenn ich genügend Platz habe mache ich einen Bogen um Hund/Kind und gehe zwischen ihm und der "Gefahrenquelle". Letztens bei einer Horde schreiender Kinder hätte ein Bogen nicht gereicht, da habe ich die Straßenseite gewechselt. Und ich merke langsam das Dusty anfängt mir zu vertrauen das ich eben die Situation die ihm Unbehagen bescherrt schon löse und er sich raushalten kann.

    Bei dem rauchenden Mann hätte es im Endeffekt 2 Wege gegeben. Wenn sie nicht ansprechbar ist, nimmst du sie kurz am Geschirr (keine Leinenimpulse geben) und zeigst ihr damit das ihr jetzt die Straßenseite wechselt. Ihr geht auf die andere Straßenseite und sie hat den Typen hinter sich gelassen.

    Oder du hättest sie mit "Weiter" an dem Mann vorbei"gezerrt" bzw. besser wäre auch da ein führen nur am Geschirr gewesen. Damit hättest du ihr gesagt ... es ist nix weshalb du dich so aufführen musst ... wir gehen einfach weiter.

    Ich für meinen Teil bin immer für den ersten Weg, da ich Dusty zusätzlich stressen würde, wenn ich ihn an so einem Menschen (wir hatten hier mal einen besoffenen Mann der aufm Boden rumkroch und was suchte...) vorbei"schleifen" würde in einem Abstand wo Dusty einfach sich doof fühlt. Und da Dusty mich unter Umständen auch noch verteidigt würde er den Typen vielleicht noch anknurren oder so.

    Auch kannst du ihr lernen auf Kommando Sichtkontakt zu dir aufzunehmen. Z.B. eben "gugg gugg", "Schau" etc. Und bei solchen Situationen eben so früh wie möglich mit diesem Kommando ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Was das Geschäft angeht. Dusty macht meistens nur auf der Wiese wenn er frei läuft, oder an der langen Leine ist oder ich mit ihm ein wenig rumrenne. Hat den Vorteil er kackt nicht mitten auf den Fußweg. Vielleicht hast du irgendwo eine Wiese wo sie ohne Gefahren für einige Minuten freilaufen könnte. Vielleicht würde das ihren Stresspegel senken und sie verknüft irgendwann auch diese Wiese mit Geschäft machen. Wenn nicht freilauf, dann vielleicht mit einer Schlepp. Mit ihr rumrennen würde bei Numa eher das Gegenteil bewirken.

    Keine Ahnung ob das bei Numa hilft, aber ich hab das schon ein paarmal bei Dusty angewendet: Wenn er eine Katze vor uns sieht und ich würde in dem Moment einfach weiterlaufen, hätte ich nur einen zerrenden und bekloppten Hund an der Leine bis wir meilenweit weg sind von dem Platz wo er die Katze gesehen hat. Deshalb hab ich mir angewöhnt wenn er eine Katze oder anderes Jagdobjekt sieht wo er sich hochputscht, dass ich mich einfach hinsetze. Mitten auf den Fußweg (bis jetzt hatten wir solche Situationen gott sei dank nur Nachts *lach*). Und lasse ihn einfach schauen (an der Leine). Nach spätestens 5 Minuten kommt er zu mir, setzt sich daneben und man merkt das er wieder fast ruhig ist. Dann warte ich noch ein wenig und dann kann ich halbwegs gesittet mit ihm weiterlaufen. Natürlich schaut er dann noch nach der Katze aber er zerrt und fiepst nicht.

    Bestimmte Situationen (wie eben mit bellenden Hunden in Autos und sowas) kann man natürlich üben, dass sie irgendwann normal sind.

    Das mit dem Fußlaufen würd ich nicht tun. Also mit Dusty wäre das nichts. Und ich weiß nicht wie lang Numa diese Konzentration aufrechterhalten könnte. Da man ja oft bei Fußlaufen auch korrigieren muss, würde das unter Umständen ja noch mehr Stress verursachen. Aber ich habs nicht ausgetestet, kann also nicht aus Erfahrung sprechen. ;) Mal sehen was die anderen dazu sagen.

    Sorry für Roman.... =)

  • Zitat

    So ich klinke mich auch mal ein. Dusty ist zwar kein Hibbelhund, aber aufgrund 8monatigen Lebens in der Pampa gibts natürlich bei ihm auch Situationen die ihm spanisch vorkommen.


    Was ich halt doof finde, ist das Numa mit all diesen Sitautionen schon einmal souverän umgegangen ist. Erst seit der Pubertät wird es immer schlimmer...

    Zitat


    Am Anfang hatte ich immer den Futterdummy mit (wenn man ein Spielzeug IMMER mithat, dann hören die Hunde irgendwann auch auf nur noch danach zu gieren. Wenn man das Spielzeug bei 10 Spaziergängen 2mal nutzt lernen die Hunde meist nach einiger Zeit, das Spielzeug dabei haben nicht bedeutet das es auch benutzt wird). Mit dem Dummy hab ich ihn z.B. abgelenkt wenn wir einen Hund getroffen haben und Dusty wieder Zerr- und Fiepkonzert veranstalten wollte. Man sollte sowas aber nicht als Dauerlösung sehen. Ich habe es damals gemacht das sich dieses Fiepen nicht bei ihm einbrennt und es dann schwierig wird ihm das abzugewöhnen. Den Dummy habe ich schon lange nicht mehr benutzt.


    Wenn ich Leckerlies dabei habe, dann giert numa immer. ob sie etwas bekommt oder nicht. sie spult ihr komplettes reportaire ab, in der hoffnung irgendwas funktioniert. dadurch wird sie dann immer gestresster. je länger der spaziergang dauert, um so schlimmer wird es. du kennst es doch wenn wir mit den hunden draußen sind und numa kommt immer und immer wieder in der hoffnung sie bekommt etwas. draußen knn ich sie dann mit einem "weiter" auch wegschicken. aber an der leine ist das schwierig.

    Zitat


    Jetzt benutze ich entweder die Stimme zum Aufmerksamkeit bekommen, oder bei extremeren Situationen mal ein Leckerlie zum ablenken, damit er sich nicht hochpuscht. Man muss halt lernen solche Situationen schon vor dem Hund zu sehen. Dann entweder vorher schon die Straßenseite wechseln, vorher schon Aufmerksamkeit einfordern. Natürlich kann man nicht jede Situation herbeisehen.


    Ich würde von mir behaupten, dass ich nun schon eine ganz gute "Guckerin" geworden bin, aber viele Sachen sehe ich, aber ich weiß nicht, dass Numa Angst davor hat. Es ist einfach zu vielfältig. Den einen Tag sind es Kinder. Am nächsten Tag nur Kinder die einen Rucksack aufhaben, dann wieder ein Mann der einfach nur an uns vorbeiläuft. Dann eine Frau mit einem Einkaufswagen zum hinterherziehen. dann ein blatt papier was vorbeifliegt und komische geräusche macht. Dann eine Frau mit hohen schuhen, die auf dem Bordstein klackern. Dann ein junger Mann, der telefoniert. dann ein geräusch, wie zB eine autotür, die jemand zuschlägt. Dann ein mann auf einer Parkbank. dann ein Kinderwagen oder rollstuhl, oder ein gehbehinderter.
    Aber sie hat nicht ständig vor all diesen angst. wir können an 4 leuten vorbeigehen ohne das auch nur irgendeine regung ihrerseits kommt und beim 5. flippt sie völlig aus.
    daher habe ich ja auch geschrieben, dass ich den zusammenhang nicht erkenne.

    Zitat


    Was uns viel geholfen hat ist ein sicheres "Weiter". Damit bekomme ich ihn nun schon an 80% aller Vögel vorbei, auf die er sich sonst immer gestürzt hätte.


    Bravo! Das mit den Vögeln bekomme ich auch langsam hin, denn bei den vögeln weiß ich, dass sie da jedesmal reagiert, aber vor den Vögeln hat sie ja auch keine Angst :D

    Zitat


    Dusty hat ja auch ein Hunde- und Kinderproblem in der Stadt. Große Hunde und laute Kinder behagen ihm gar nicht. Ich beobachte ihn (er wird z.B. langsamer, bleibt stehen, fixiert, versucht zur Seite zu laufen etc.), aber ich versuche einfach so zu bleiben wie ich sonst auch bin. Nicht direkt darauf eingehen. Wenn ich genügend Platz habe mache ich einen Bogen um Hund/Kind und gehe zwischen ihm und der "Gefahrenquelle". Letztens bei einer Horde schreiender Kinder hätte ein Bogen nicht gereicht, da habe ich die Straßenseite gewechselt. Und ich merke langsam das Dusty anfängt mir zu vertrauen das ich eben die Situation die ihm Unbehagen bescherrt schon löse und er sich raushalten kann.


    Du gibst ihm Sicherhiet, wenn du ihn am Geschirr nimmst. Numa bekommt davon Angst. Ich weiß auch nicht wieso, aber sie fühlt sich dann komplett in die Ecke gedrängt und versucht auszubrechen. Am Geschirr nehmen kann ich sie wirklich nur, wenn sie keine Angst hat. Ich weiß einfach nicht, wie ich ihr vermitteln soll, dass sie keine Angst zu haben braucht.

    Zitat


    Bei dem rauchenden Mann hätte es im Endeffekt 2 Wege gegeben. Wenn sie nicht ansprechbar ist, nimmst du sie kurz am Geschirr (keine Leinenimpulse geben) und zeigst ihr damit das ihr jetzt die Straßenseite wechselt. Ihr geht auf die andere Straßenseite und sie hat den Typen hinter sich gelassen.
    Oder du hättest sie mit "Weiter" an dem Mann vorbei"gezerrt" bzw. besser wäre auch da ein führen nur am Geschirr gewesen. Damit hättest du ihr gesagt ... es ist nix weshalb du dich so aufführen musst ... wir gehen einfach weiter.


    Beides ist irgendwo nicht möglich, weil ich sie eben am Geschirr nicht nehmen kann. :sad2: Daher habe ich es halt so versucht mit stehenbleiben, sie an mich heranziehen und dann die straßenseite wechseln.

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    Auch kannst du ihr lernen auf Kommando Sichtkontakt zu dir aufzunehmen. Z.B. eben "gugg gugg", "Schau" etc. Und bei solchen Situationen eben so früh wie möglich mit diesem Kommando ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.


    Das versuche ich ja damit, dass ich ihren namen sage. Sie hat auch verstanden, was es bedeutet. Das ist nicht das problem. das problem ist eher das rechtzeitige. Wie ich oben geschrieben habe, kann es alles und nichts sein, was ihr angst macht oder sie durchdrehen lässt. theoretisch müsste ich dauerhaft ihre aufmerksamkeit haben, damit ich immer rechtzeitig eingreifen kann. Ich mein, ich wohne mitten in der stadt, uns begegnen zu jeder tages- und nachtzeit menschen. dazu noch die grundschule, die direkt um die ecke ist und wo ständig kinder vorbeikommen. daher hatte ich ja die idee mit dem fußlaufen, denn dann habe ich ihre ständige aufmerksamkeit...

    Zitat


    Was das Geschäft angeht. Dusty macht meistens nur auf der Wiese wenn er frei läuft, oder an der langen Leine ist oder ich mit ihm ein wenig rumrenne. Hat den Vorteil er kackt nicht mitten auf den Fußweg. Vielleicht hast du irgendwo eine Wiese wo sie ohne Gefahren für einige Minuten freilaufen könnte. Vielleicht würde das ihren Stresspegel senken und sie verknüft irgendwann auch diese Wiese mit Geschäft machen. Wenn nicht freilauf, dann vielleicht mit einer Schlepp. Mit ihr rumrennen würde bei Numa eher das Gegenteil bewirken.


    Numa ist es eigentlich egal wo sie hinmacht. hauptsache es riecht gut. freilaufen lassen kann ich sie hier in der gegend nicht. egal wo, die straße ist mir immer zu nah. besonders, wenn ich nicht weiß, wovor sie dann mal wieder schiß hat und nachher haut sie ab. das ist mir zu riskant.
    sie hat mehrere ecken, wo sie sehr gern macht, und wenn wir dort sind, dann möchte sie auch gerne machen. ihr fällt hinten schon fast die wurst raus, aber wenn dann ein auto vorbeifährt oder ein mensch auch nur 100 m entfernt zu sehen ist, dann ist vorbei bei ihr. es rutscht alles wieder rein. und dann dauert es mindestens 10 minuten bis sie sich erneut traut.
    das rumlaufen hilft num schon sehr, denn die bewegung regt ihren darm an und dann bleibt ihr nichts anderes übrig als irgendwann zu machen. wenn ich an einer stelle stehen bleiben würde, dann würde ich da ewig stehen. hab ich leider schon erlebt. also einmal hab ich fast 50 minuten gewartet. dann bin ich weitergelaufen und nach 20 metern hat sie gemacht...
    wenn ich aus der haustür komme und rechts die straße reinbiege, dann ist da eine kleine straße. der gehweg ist ca 100 meter lang. es ist eine sackgasse, wo es sehr ruhig ist. diese 100 meter laufe ich runter. gehe auf die andere straßenseite und laufe wieder die 100 meter zurück. auf diesen 200 meter hat numa 8 stellen, wo sie gern hinmacht. trotzdem ist es so, dass ich zum teil diese straße 4-5 mal hoch- und runterlaufe, bis sie macht.

    Zitat


    Keine Ahnung ob das bei Numa hilft, aber ich hab das schon ein paarmal bei Dusty angewendet: Wenn er eine Katze vor uns sieht und ich würde in dem Moment einfach weiterlaufen, hätte ich nur einen zerrenden und bekloppten Hund an der Leine bis wir meilenweit weg sind von dem Platz wo er die Katze gesehen hat. Deshalb hab ich mir angewöhnt wenn er eine Katze oder anderes Jagdobjekt sieht wo er sich hochputscht, dass ich mich einfach hinsetze. Mitten auf den Fußweg (bis jetzt hatten wir solche Situationen gott sei dank nur Nachts *lach*). Und lasse ihn einfach schauen (an der Leine). Nach spätestens 5 Minuten kommt er zu mir, setzt sich daneben und man merkt das er wieder fast ruhig ist. Dann warte ich noch ein wenig und dann kann ich halbwegs gesittet mit ihm weiterlaufen. Natürlich schaut er dann noch nach der Katze aber er zerrt und fiepst nicht.


    das ist eine gute idee, ich glaube sie würde auch bei numa helfen. die frage ist dann nur: gebe ich der situation, dann vielleicht nicht wieder zu viel aufmerksamkeit?

    Zitat

    Das mit dem Fußlaufen würd ich nicht tun. Also mit Dusty wäre das nichts. Und ich weiß nicht wie lang Numa diese Konzentration aufrechterhalten könnte. Da man ja oft bei Fußlaufen auch korrigieren muss, würde das unter Umständen ja noch mehr Stress verursachen. Aber ich habs nicht ausgetestet, kann also nicht aus Erfahrung sprechen. ;) Mal sehen was die anderen dazu sagen.


    naja, so viel korrigieren würde ich das nicht, denn numa bietet es von sich aus schon perfekt an. manchmal neigt sie dazu etwas hochzuhüpfen beim laufen, aber wenn ich das ignoriere und dann die richtigen situationen lobe, dann klappt das ganz gut...

    Zitat

    Sorry für Roman.... =)

    Dito :ops:

  • Hallo Leela,

    ich fahre ganz gut damit, dass ich in solchen Situation so tue also ob ich gar nicht auf Meggies Angst eingehen würde. Ich spreche sie nicht an und versuche die Leine immer locker zu lassen.

    Gestern waren wir z.B. im Tierpark und da war eine Statue von einem Elch. Meggie wollte absolut nicht weiter. Ich hab die Leine länger gemacht und bin selber auf den Elch zugegangen und hab Meggie völlig links liegen gelassen. Sie kam von sich aus immer ein Stückchen näher. Irgendwann konnte ich mich dann auf den Rand der Statue setzen. Ich habe im Grunde genommen sowohl Statue als auch Hund ignoriert. Nach ca. 5 Minuten (wir hatten ja Zeit) ist Meggie dann von sich aus auf die Statue zugelaufen und hat sie beschnüffelt.

    Das Schöne daran ist, dass so etwas das Selbstbewusstsein steigert, denn der Hund war ja selber mutig und hat sich selbst entschieden gucken zu gehen. Er wurde nicht gelockt.

    Wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich genauso vor. Ignorieren der Angst/Unsicherheit bringt uns weiter.

  • Hallo!

    Ich habe das Gefühl es ist für deinen Hund nicht wirklich ideal in der Stadt zu wohnen. Daran kannst du ja nihts ändern, aber vielleicht hast du ja die Möglichkeit öfter raus zu fahren?

    Zitat


    wenn ich aus der haustür komme und rechts die straße reinbiege, dann ist da eine kleine straße. der gehweg ist ca 100 meter lang. es ist eine sackgasse, wo es sehr ruhig ist. diese 100 meter laufe ich runter. gehe auf die andere straßenseite und laufe wieder die 100 meter zurück. auf diesen 200 meter hat numa 8 stellen, wo sie gern hinmacht. trotzdem ist es so, dass ich zum teil diese straße 4-5 mal hoch- und runterlaufe, bis sie macht.


    Auf so einer Strecke würde Mia auch nicht machen. ;) Und kann es sein, dass du schon sehr darauf fixiert bist wann sie endlich macht? So sehr, dass du vielleicht schon unbewusst auf ihr hinsetzen reagierst? Vielleicht verunsicherst du deinen Hund damit noch mehr.

    Dazu würde ich nicht immer die gleiche Strecke laufen. Dein Hund kennt die Strecke - und plötzlich ist das etwas anders. Das fällt ihm doch noch mehr auf als auf einer "fremden" Strecke.
    Außerdem muss Numa lernen, dass auf fremden Strecken nichts passiert. Und wenn sie dann mal nicht macht, macht sie mal nicht. Deswegen musst du auch nicht 10min später wieder runter. ;)

  • Ich frag mich die ganze Zeit...gab es irgendwelche Auslöser für diese Ängste/Unsicherheiten oder war das schon immer so?
    Ich frage das deshalb, weil wenn ich mich recht erinnere, dann lebst du doch mit Numa schon immer mitten in Berlin, oder?
    Für einen "Dorfhund" wären die Berliner Straßen wahrscheinlich der Super-GAU, aber für Numa müssten solche Situationen, wie von dir geschildert doch eigentlich absolut alltäglich sein... :???:

  • megarafrauchen

    So mache ich das auch bei Sachen wo eben nix passieren kann. Dusty findet fremde Statuen auch doof. ;) Oder ein Kissen was mittem auf dem Fußweg liegt. Oder oder oder.

    Bei Kindern und eben komischen Menschen kann man sowas eben nicht machen. Wenn ich mich dann in so eine Kindermeute setzen würde ... Kinder und Hund ignorierend ... ich würde meine Hand nicht für Dusty ins Feuer legen das er Kinder unangetastet lässt wenn diese ihn bedrängen. Natürlich würde ich es nicht zulassen das Kinder zu nah an ihn rankommen, aber Kinder sind im Endeffekt genauso unberechenbar wie manche Hunde. Und Dusty hat bis zum seinem 8. Lebensmonat wahrscheinlich keins oder ganz wenige Kinder kennengelernt.

    Genauso setz ich mich nicht zu irgendwelchen fremden ganz komischen Leuten auf die Straße, nur damit mein Hund keine Angst mehr davor hat. *gg*

    lillameja

    hihi ... das erinnert mich an Perriz vor einem Jahr. Da er morgens uns immer nervig ausm Bett geschmissen hat, wenn er Abends sein Häufchen nicht mehr gemacht hat haben wir natürlich abends es angestrebt das er macht. Und irgendwie hatte ich das gefühl umso mehr wir das wollten bzw. beobachtet haben umso weniger ist passiert. ;) Hunde sind ja bei sowas sehr sensibel ... wobei Perriz... der rafft ja eh nix. *lach*

    Sleipnir

    Ich denke das ist Charaktersache. Mein verstorbener Hund Gonso hat 11 Jahre aufm Hof in der Pampa gewohnt und ist dann zusammen mit mir erst nach Dresden und dann nach Hamburg und dann nach Berlin gezogen. Große Straßen fand er anfänglich etwas erschreckend, ansonsten hat ihn da nix aus der Ruhe gebracht und er hat sich in der Stadt genauso wohl gefühlt.

    Dusty ist in der Pampa geboren und hat bis zum 8. Lebensmonat weder Straßen, noch Autos, noch Jogger, noch Fahrräder... nix dergleichen kennengelernt. Und er ist schon den ersten Tag hier durch Berlin gelaufen, als wäre er noch nie woanders gewesen.

    Er ist zwar manchmal etwas ängstlich gegenüber ungewöhnlichen Sachen (siehe oben: komische Menschen, Dinge die aufm Gehsteig liegen die sonst da nicht liegen und und und ) aber er nähert sich da vorsichtig an und beim nächsten Mal ist für ihn das auch schon normal.

    Gonso war ein sehr ruhiger Hund und eben durch sein Leben hat er schon weit schlimmeres erlebt ... das für ihn die Stadt nix schlimmes war ... und solange er mit Frauchen zusammenbleiben durfte war eh alles ok.

    Dusty ist ein Leonberger-Mix und hat dementsprechend ein krasses Wesen.

    Aber Numa hat eben einen ganz anderen Charakter. Ich kenn mich mit Border Collies nicht aus, aber sind die nicht auch so überreizbar? Natürlich kann es auch sein das Leela ihrem Hund unterbewusst falsche Signale gibt, aber sowas können wohl nur gute Hundetrainer sehen.

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