Kopfschütteln, Schmatzen, Blinzeln Totaler Stress?

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  • Hey Hallo.....

    Nachdem ich dachte, Alfons Ängste sind einigermaßen überwunden, zeigt er wieder sein Stressverhalten.
    Gerade jetzt, wo im Moment Schongang angesagt ist (Stressfreie Zeit wegen schwachem Immunsystem).

    Er bekommt einfach ausm nichts Panik vor etwas.
    zB gestern haben wir "korb" "bleib" geübt, und dann Leckerlis um ihn drumherum gelegt.. er darf sie erst auf kommando "suchen"..

    Normalerweise alles easy peasy... gestern sprang er aus totaler Ruhe und Konzentration auf, stellte sich hinter mich und starrte den Korb an.
    3 Mal!

    Ich sagte dann ruhig wieder "korb" .. er wollte partout nicht..... irgendwann hat er sich beruhigt, und is wieder (vorsichtig) drauf.

    Das gleiche mit dem Garten. Er schieb sich einfach plötzlich unter ein Gebüsch, oder will wieder rein...

    Er bellt auch wieder mehr Leute an, leckt Wände und manches Holz ab, steht apathisch da und schüttelt dann eben, wenn er in einer "Stress-Situation" ist den Kopf ruckartig, schmatz und blinzelt ein,-zwei mal...
    Danach wieder ganz viel trinken und im Stehen fast einpennen.

    Die letzten Wochen war es jetzt eigentlich nicht mehr so.. Wir waren beim TA (Ergebnisse kommen noch) aber ansonsten ist nichts ungewöhnliches passiert!

    Langsam pack ichs nich mehr... Ich fühl mich wie ein Elefant im Porzellanladen.

    Nochmal die "Daten"

    Alfons, 2007 geboren, Tierheim. Ridgeback Mix. Intakt.
    seit 23. März bei mir.
    Probleme: Begann mit Angst- und Territorial Aggressionen, besser geworden.
    Andere Hunde mögen ihn nicht so.
    Diese Stress-Dinger (so nenn ich sie) machte er anfangs auch


    Ich werd noch bekloppt...

    können neurologische Ursachen intervallartig auftreten?
    Was kann ich noch machen um ihn zu entstressen in solchen Situationen?
    Gibts Beruhigungs-Medis (homöopathisch) für Zwangshandlungen oä?
    Glaubt ihr es sind Zwangshandlungen und der TA-Besuch hat sozusagen wieder ein Trauma ausgelöst?!

    Liebe Grüße
    Lisa und der Zucke-Alfons :/

  • Ich weiß ja nicht, was Du alles schon aufgearbeitet hast. Ad hock würd ich sagen, probier mal Pheromone unterstützend aus. Am besten im Halsband.
    Was heißt "andere Hunde mögen ihn nicht"? Besteigen sie ihn, meiden sie ihn, wie äussert sich das?

  • Mir kam gerade ein anderer Ansatz in den Sinn.

    Alfons ist ein Ridgeback/Labby Mix, gelle?
    Frage:
    Hast Du Dich mal mit der Rasse Ridgeback und ihren Besonderheiten beschäftigt?
    Oder ist das völliges Neuland für Dich?

    LG
    Tina

  • Hallo,
    könnte dieses Stehenbleiben, dann ruckartig den Kopf schütteln, blinzeln und schmatzen mit anschließender Benommenheit (apathisch rumstehen) und das Bedürfnis viel zu trinken, nicht auch eine Form von Epilepsie sein? Ich bin keine Fachfrau, weiß aber aus der Humanmedizin, dass es auch Formen gibt, die nicht den ganzen Körper betreffen, sondern nur fokal, d.h. auf bestimmte Körperteile beschränkt, auftreten.
    Lg
    Nele

    Edit: Nur auf die Schnelle gefunden:"Bei der partiellen Epilepsie sind nur bestimmte Muskelgruppen betroffen, also z.b. die Beine, Kopf oder auch Kaubewegungen, die ganz plötzlich auftreten und sich kurz hintereinander wiederholen. Typisch sind auch Verhaltensänderungen, Angstzustände und kurze Bewusstsseintrübungen." (http://www.hundohneleine.de/krankheitsseiten/epilepsie.html)

  • Der Hund von einer Freundin hatte genausolche Attacken. Auch bei dieser Hündin kamen sie Schubweise. Bei dieser Hündin war es eine Vergiftung. Die Leber war dadurch belastet und Giftstoffe, die dadurch ins Gehirn gelangten führten zu diesen Attacken. Zu den Angstattacken, dem Verstecken zeigte die Hündin auch vermehrtes Trinken (teilweise richtig extrem) und Fliegenschnappen.
    Zu einer solchen Vergiftung kann alles mögliche führen. Düngemittel, Zeckenzeugs, Haushaltsreiniger usw...
    Das kann auch super lange dauern, bis das wieder aus dem Körper geht. Vielleicht ist es sowas???

  • Zitat

    Hallo,
    könnte dieses Stehenbleiben, dann ruckartig den Kopf schütteln, blinzeln und schmatzen mit anschließender Benommenheit (apathisch rumstehen) und das Bedürfnis viel zu trinken, nicht auch eine Form von Epilepsie sein? Ich bin keine Fachfrau, weiß aber aus der Humanmedizin, dass es auch Formen gibt, die nicht den ganzen Körper betreffen, sondern nur fokal, d.h. auf bestimmte Körperteile beschränkt, auftreten.
    Lg
    Nele

    Das war auch mein erster Gedanke. :???:
    Wurden medizinische Gründe für dieses Verhalten denn ausgeschlossen?

  • Hallo!

    Erstmal ein Huch... hatte garnicht mit sovielen Reaktionen gerechnet, und hoffe, dass ich jetzt alle Antworten zusammen bekomme...

    (Tabina:)
    Mit der Rasse Ridgeback hatte ich mich davor nciht wirklich auseinandergesetzt, als ich auf Alfons gestoßen bin, schon.
    Ich bin erst für 6 Wochen immer wieder mit ihm spazieren gegangen um ihn kennen zu lernen, und habe mich dann (allein schon aus Neugierde und Vorfreude, wie das eben so ist) über Ridgebacks belesen.
    Allerdings eher über die Problematiken etc, als über Krankheiten.

    Am Anfang tauchten bereits schnell Probleme auf, die wir dann in den Griff bekamen. Vom Tierheim wurden uns noch 5 Stunden bei der Ehrenamtlichen Trainerin spendiert.

    Am 9.April unterschrieb ich also den Schutzvertrag, da war er schon Zweieinhalb Wochen bei mir. Zu der Zeit, zeigte er dieses Verhalten, eben immer wenn Stresssituationen entstanden (die enstehen für ihn sehr schnell).
    (Staffy)
    Unsere erste Trainingseinheit sollte am Sonntag der darauffolgenden Woche sein. Die beiden Termine klappten aber nicht, weil ich krank war.
    Den danach konnte sie nicht (Es geht nur Sonntags an gemeinsamen Terminen im Moment) und dann war Alfons krank.
    In den Wochen dazwischen zeigte er die Symptomatik nicht!
    (sammyjo). Es begann mit "aggressivem" besteigen (heisst für mich "nicht mal eben drauf" sondern festklammern und richtig anrammeln und nicht gehen lassen wollen, so dass ich auseinander pflücken musste.) oder anknurren beim schnüffeln (is ja ok, dann lässt ers halt). Dazu muss ich aber sagen, dass wir hier keine geschützte Freilauffläche haben, und ich ihn weder im Wald noch in einem Park ableinen möchte. Bei uns is noch langes langes Training angesagt. Ergo: Leinenbegegnungen! Unprickelnd für beide untoll.
    Die erste unschöne Begegnung war bei der letzten Runde im Park, die Hunde beschnüffelten sich kurz, wir wollten weiter, Alfons drehte sich um, und der andere Hund hängte in der Leine und knurrte.
    Ab da gings bergab kann man sagen. Anfangs unkastrierte Rüden, dann kastrierte Rüden auch. Mittlerweile knurren ihn auch Hündinnen an, sogar die, die freilaufenden freudig zum ihm hintapsen.

    Seine Reaktion war Anfangs: Schwanz einziehen und wegwollen. Mittlerweile Misstrauen und anpöbeln. Er rastet komplett aus.

    Wir waren also beim Tierarzt wegen seiner Krankheit (er hat Entzündungen im Körper, ihm fällt Fell aus, hat Pusteln, dazu noch einen Hefepilz durchs lecken, aufgebissene Wunden etc.) Sie befürchtet, dass es Leishmanien sein könnten. Jedenfalls ist wohl sein Immunsystem im Keller und ich soll ihn dringendst schonen (nochmal Staffy) und nicht "unnötig" Stress aussetzen, weshalb auch kein Training (was im Prinzip einen Teufelskreis bildet, weil kein Training = nicht Behebung der Stressquelle, nicht Behebumh der Stressquelle = krank, krank =kein Training).
    (Flying Paws)Die Schilddrüsenwerte wurden dort nicht gecheckt glaube ich. Ihm wurde aber Blut abgenommen, aber die Werte wurden mir noch nicht mitgeteilt. Vielleicht wurde es ja mitgetestet, ich bin mir nicht sicher...
    Im Moment trainiere ich soviel es geht mit ihm, also eigentlich täglich, bzw ich bau alles so um, dass es zum Training wird. Es macht ihm auch Spaß glaube ich.
    Ich gewöhne ihn im Garten an fremde Menschen zB. in dem mein Vater einfach mal auftaucht, und Alfons sich wortwörtlich mal vorschnuppern kann.
    Auf der Straße gewöhne ich ihn an laute Geräusche, laufe bewusst mal an Rasenmähern vorbei und mache dort einfache Übungen.
    Futter gibts nur wenn er etwas dafür macht, wir über sehr stark an Nein und Bleib. Klappt alles Prima soweit. Auch im Garten entspannt er sich immermehr. Läuft beim Spazierengehen an den typischen Alfons-Stressquellen artig bei Fuß (mich sogar anschauend dabei) vorbei etc.
    Aber jetzt wo eigentlich alles ruhiger ist, und reibungslos, hat er plötzlich wieder Angst vor Menschen die am Fenster vorbeilaufen (springt aus seinem Korb und schiebt sich in die andere Ecke des Raumes). Zuckt zusammen wenn man sich schnell bewegt, zieht manchmal den Schwanz ein, wenn man reinkommt, im Garten rennt er bellend umher, wenn er jemanden im Treppenhaus sieht (kann man reinschauen), erschreckt sich vor Geräuschen und zeigt eben die Symptome wieder...
    Seine kleine Freundin (Flat coated Retriever Dame aus der Straße) ist im Moment anscheinend nicht da... zu ihr ging er immer gerne, und spielte dann mit ihr im Garten, und winselte richtig vorm Tor, wenn er nicht reinkonnte, und die beiden schlabberten sich gegenseitig ab, sie brachte ihm ein Spielzeug und jaulte wie blöd.
    Ich hab hier auch mal einen Thread gestarten, weil ich auf der Suche nach positiven Hunde-Bekanntschaften war, die wir gemacht hatten, leide brachte der keine Ergebnisse.
    so machen wir im Moment also eher einen Slalomlauf um alle "Hundequellen".

    (Ninii)
    Er frisst auch öfters mal Gras, das könnte schon sein.
    Allerdings glaube ich, dass ihm dann schlecht wäre, aufgrund von etwas anderem...
    Er schmatzt zB auch, wenn er das Auto sieht und schüttelt den Kopf, fährt aber gut und gerne mit.. er springt schon fast in fremde Autos.
    Deshalb dachte ich an Aufregung.

    Tuuka und Tuundto
    Das klingt garnicht gut... wie kann man das denn checken beim TA?
    Wir müssen ja in zwei Wochen nochmal hin, die nächsten Tests stehen an.
    Ich werde auf jeden Fall alles beobachten und der TA schildern...
    :/ ... er zuckt auch manchmal im Schlaf und bellt leise vor sich her...
    Ich wecke ihn dann immer sanft, lege mich zu ihm. Dann drückt er sich richtig gegen mich und schläft wieder ein.


    Fräulein Wolle:
    Auch garnicht so abwegig... es gibt ja viele Gifte auch in Pflanzen etc... da es ja WIEDER auftaucht, müsste es dann ja etwas sein, was zwischenzeitlich nicht da war.
    Wasser vielleicht?
    Wir waren Anfangs am Bach, dann länger nicht, jetzt wieder.
    Würde zeitlich sogar hinkommen...
    An Haushaltskram wie Putzzeug liegt es glaube ich eher nicht, ich bin nich s ne Putzliesel, und wenn wisch ich meist nach, und benutze auch nichts aggressves. Aber ausschließen möchte ich es natürlich nicht.
    ABER ... es taucht eben nur in Stresssituationen auf.


    Es ist bis auf den Tierarzt-Besuch der erstaunlich ruhig ablief nichts besonderes passiert.
    Nur, dass er eben noch von einer Hündin angeknurrt wurde, die zu ihm lief.

    Ich habe auch seine Kissen und Decken ausgetauscht, falls damit etwas ist.
    Ich wasche sie jetzt mal sehr heiss, und ohne Zusätze...wer weiß was da im Waschmittel ist.

    Auch noch interessant vielleicht:

    Er wird derzeit mit Malaseb Shampoo und Cefaseptin Forte Antibiotikum behandelt.


    Ich geh jetzt mal mit ihm in den Garten ein bisschen spielen..(das macht ihm auch nicht mehr so Spaß)

    AH... moment!

    äußert sich Borreliose bei Hunden so wie bei Menschen??

    Er hatte zwei Zecken, aber keine Rötungen.
    aber das heisst ja nicht, dass er nicht schonmal eine hatte!

    Er ist nämlich auch etwas träge und lustlos geworden.

    Morgen ist Mittwoch, da ist die TA da... ich werde sie mal anrufen.

    Liebe Grüße
    Lisa


    EDIT:
    im Garten musste ich ihn zwischenzeitlich an die Schlepp machen, weil er, als ich die Gartenbank mit dem Gartenschlauch sauber machte, so Panik vor dem Wasser bekam (er war eigentlich ganz wo anders), dass er die einzig nicht-bezäunte Stelle gefunden hat. ich wusste selbst nicht mal von ihr!
    Davor ist ein riesengroßer Strauch, dann gehts zum Nachbars-Garten.
    Er ist immerwieder hingekrochen, auch als das Wasser schon aus war.
    Mit eingezogenem Schwanz.
    Da er wegen der Schlepp logischerweise nicht weiterkam, schaute er dann unterm Strauch ganz verängstigt hervor.
    Das kann natürlich daran liegen, dass er ja derzeit gewaschen werden muss, und er sich vorm Wasser drückt.
    Ich musste ihn erstmal wieder mit Leckerlis locken, ableinen konnte ich ihn dann nicht mehr, da er jetz weiß, dass man da durch kann, und das natürlich wahnsinnig interessant ist...:/
    Eine andere halboffene Stelle will ich auch noch ausbessern, nicht dass er noch ausbüchst.

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