Diskrepanz in Aussagen über Erziehungsmassnahmen
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Hallo,
in der Hundeschule habe ich gelernt, dass, wenn mein Hund bspw. das Sitz-Kommando nicht befolgt, das Kommando mit sanfter Gewalt durchzusetzen sei. Seitdem ich das mache, befolgt er generell Befehle besser.
Eine befreundete Hujndetrainerin meint aber, sie arbeite nur mit Leckerlies, d.h. kein Sitz - Kein Leckerli.
Was ist besser?
Michael
Wieso entweder/oder?
ich konditionier die Kommandos bei nem jungen Hund erstmal mit Leckerlies ein. Und wenn die Fehlerquote (mit Leckerlie) unter gefühlten 20% liegt, bau ich die leckerlies langsam ab und führe parallel Druck ein.... funktioniert eigentlich ganz gut.
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Hallo,
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Und was machst du bei einem Welpen der konsequent ausweicht, anleinen? In eine Ecke drängen wo er nicht ausweichen kann?
Nicht wegdrücken in dem Sinne ...
Wenn man die Körpersprache der Hunde lesen kann, merkt man welche Bewegung meinerseits den Hund so unterstützt, dass er zu der geforderten Handlung gebarcht wird.
Das heißt gebe ich den Befehl "Sitz" und der Hund sitzt nicht sofort drück ich mein bein ohne es von der Stelle zu bewegen etwas mehr an den Hund, nehme eine gestreckte Körperhaltung ein und beuge meinen Oberkörper kaum merkbar in Richtung des Hundes (kann man schlecht beschreiben, macht man automatisch)
Sitz der Hund stehe ich wieder normal da und blinzle ihm kurz bestätigend zu, mache eine kleine Fuß- und Wendeübung und wenn der Hund wieder in der Grundposition sitzt, lobe ich entsprechend für die geleistete Arbeit.Geben ich den befehl "platz" und der Hund liegt nicht, baue ich ebenfalls Körperspannung auf und gehe mit angespannt gebeugten Knien ganz leicht nach unten - unterstützt mit einem fordernden Blick in die Augen des Hundes - liegt der Hund, lass ich ihn so verharren bis ich die Arbeit auflöse und belohne.
Das ist Körpersprache zwischen Mensch und Hund, die man nach jahrelanger Lebensgemeinschaft automatisch entwickelt

Sie darf nicht gestellt sein, sondern wirklich unbewusst zum Einsatz kommen, sie soll den Hund nicht verunsichern, sondern ihm eine Hilfe sein für die richtige Ausführung der geforderten befehle und damit zum Erhalten der belohnung.
LG Jana
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Nicht wegdrücken in dem Sinne ...
Ich meine auch gar nicht "wegdrücken", ich weiß durchaus was mit dem "ein paar Schritte auf den Hund zugehen" gemeint ist. Aber hier gilt was fast überall gilt- es funktioniert nicht bei jedem Hund.
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Das heißt gebe ich den Befehl "Sitz" und der Hund sitzt nicht sofort drück ich mein bein ohne es von der Stelle zu bewegen etwas mehr an den Hund, nehme eine gestreckte Körperhaltung ein und beuge meinen Oberkörper kaum merkbar in Richtung des Hundes (kann man schlecht beschreiben, macht man automatisch)
Also bedrohst Du ihn und bulliest ihn zum Sitzen.
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Also bedrohst Du ihn und bulliest ihn zum Sitzen.What?

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What?

Bulliest = bedrohlich auf jemanden einwirken. Du kennst doch bestimmt den Begriff Bulli
...zB Klassenbulli, Schulhofbulli etc -
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Bulliest = bedrohlich auf jemanden einwirken. Du kennst doch bestimmt den Begriff Bulli
...zB Klassenbulli, Schulhofbulli etcAH!
:idee: -
nein eben nicht...
Es ist schwer zu beschreiben, eigentlich unmöglich zu beschreiben.Mein Hund könnte in so einer Situation durchaus unsicher werden und ausweichen - macht er aber nicht-er drückt sich gerade, wenn ich ihm durch Körpersprache helfe, nah ans Bein, wirkt gelassener und setzt sein Lächeln auf, das sagt "Ah, das meinst du, sry hatte dich nicht verstanden, was machen wir als nächstes?"
Den Blick meine ich

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Allerdings bezweifle ich, dass man mit der Leckerli-Methode ein SITZ aufbauen kann, das immer, auch unter Stress zuverlässig ausgeführt wird!
Und ich bezweifle, dass ein Nachhelfen mit sanfter Gewalt ein Sitz zuverlässiger macht.

Welchen Lerneffekt sollte es haben, wenn Hundis Po auf den Boden gedrückt wird, wenn er das Kommando ignoriert? Natürlich außer der Tatsache, dass man Herrchen getrost ignorieren kann, wenn man außer Reichweite ist.
Wenn mein Hund ein Sitz ignoriert, verfahre ich so, wie bei jedem anderen Kommando auch - ich verschaffe meinem Wunsch Nachdruck, allerdings brauche ich dazu nicht meine Hände.

Ein Kommando wiederholen oder "gewaltsam" (ganz gleich, ob mit körperlicher Einwirkung, drohender Körperhaltung, oder auch Leckerlieentzug) durchsetzen zu müssen sollte aber allgemein nicht das Ideal sein. Zuverlässigkeit entsteht auf anderem Wege.
LG, Caro
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Siehst du und genau das kann man auch mit Körpersprache machen - dem Befehl Nachdruck verleihen.. nicht bedrohlich, sondern nur unterstützend.
Da ist die Stimme nicht die Einzige Möglichkeit.
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