bin am verzweifeln

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • vor kurzem habe ich ja schon einmal meine probleme mit meinem 6 mon. altem mix rüden beschrieben, vor allem was das allleine bleiben angeht.
    er ist auch sonst ne harte nuss, benimmt sich in der wohnung wie die axt im walde, aber diese problematik haben wir mit einigen hundetrainer einzelstunden ganz gut in den griff bekommen, sind zumindest auf einem guten weg.

    nur das alleine bleiben ist nach wie vor eine KATASTROPHE, bin da mittlerweile mit meinem latein am ende.

    bisher hat er "nur" gebellt und ein bisschen gejammert aber nix kaputt gemacht, habe sein verhalten konsequent ignoriert und weiter trainiert, meist 30 min am tag.(zerstört wurde meist nur in meiner anwesenheit, wenn ich mal 3 minuten nicht hingesehen habe)
    und heute hat er mir in 20 minuten allein-aufenthalt in der küche ein riesen loch ins mauerwerk gebissen, an einem eckvorsprung.

    leute, ich werde wahnsinnig, wenn das so weitergeht kann ich die wohnung nach meinem auszug komplett sanieren, das darf doch nicht wahr sein.

    bin wirklich am verzweifeln und weiss nicht mehr weiter...und habe ernsthaft angst er wird es NIE lernen :no:

  • Hallo!

    Bist du im Momemt darauf angewiesen ihn alleine zu lassen?

    Warum übst du mit einen Zeitrahmen von 30 min wenn das offensichtlich zu lange ist? Wie hast du die 30 min aufgebaut?

  • Du hast in dem anderen Thread geschrieben, dass du in mehrmals am Tag 1-5 Minuten am tag allein lässt und dass das ganz gut klappt.
    Wenn du nun bei 30 minuten bist und es klappt nicht mehr, dann musst du wieder zurück zu der minutenanzahl wo es noch geklappt hat.

    Hast du mal versucht in nicht nur in der Küche sondern in der ganzen Wohnung allein zu lassen?

    Meine zB kann sehr gut alleinbleiben (im Notfall bis zu 8 Stunden) aber wenn ich ihr nur ein Zimmer überlasse dann macht sie auch ein riesen theater.
    Sie will immer zugang zur wohnungtür haben. Jetzt hat sie das schlafzimmer, den flur (mit der wohnungstür) und die küche für sich.
    Damit kommt sie wunderbar klar.

  • So, das ist ja auch so eines meiner Lieblingsthemen mit einer Tierheimhündin die vom Vorbesitzer versaut worden ist, was alleine bleiben anbelangt.

    Ganz vorne weg: Je länger dein Hund alleine ist und es NICHT verträgt, umso schlimmer wird es werden, umso mehr Frust oder Verlustängste wird dein Hund aufbauen und umso schwerer wird es werden, das ganze wieder hinzubiegen. Bei meinem Hund hat es 3 Monate gedauert, bis sie maximal 4 Stunden alleine blieb, bis heute (nach 1 Jahr) sind 4,5 Stunden die Obergrenze, alles darüber hinaus führt zwar zu keiner Zerstörung, aber zu massivem Stress und entsprechender Stresspinkelei.

    Also: Du musst das langsam aufbauen. Und vor allem neu aufbauen, damit sich kein Frust mehr bildet. Zerstörungen sind langeweile und Frusthandlungen.

    Beobachte deinen Hund: Wird er schon gestresst (aufgeregt, hibbelig) wenn du Schuhe anziehst? Oder erst wenn du zur Türe rausbist?

    Wenn ersteres ist Schritt eins: Schuhe anziehen, aufs Sofa setzen, Schuhe ausziehen. Und zwar so lange, bis Schuhe anziehen völlig langweilig geworden ist.

    Wenn zweiteres dann kannst du das überspringen und direkt hier weitermachen:

    Schuhe anziehen, Schlüssel nehmen, zur Türe raus (Hund in der Zeit komplett ignorieren) Schlüssel ins Schloss und wieder rein.

    Danach Schuhe anziehen, Schlüssel nehmen, zur Türe raus, einmal durchatmen, Schlüssel ins Schloss und wieder rein.

    Danach draußen bis 20 zählen.

    Danach mal zum Postkasten gehen.

    Danach mal 5 Minuten vor der Haustüre sitzen

    Danach mal 15 Minuten zum Kiosk oder so gehen.

    Danach kannst du es steigern.

    Wenn du an einem Punkt bist, wo der Hund wieder zerstört oder heult wenn du weggehst, warst du zu schnell und musst Schritte zurück gehen. Manche Schritte kannst du vielleicht schneller hinter dich bringen, manche musst du öfters üben. Mach nicht den Fehler, ihn in der Zeit des Übens, wo er Vertrauen fassen soll, zu lange alleine zu lassen, denn das macht dir dein ganzes Training kaputt.

    Aussserdem solltest du parallel rausfinden, was noch gegen die Zerstörung hilft. Etwas zum Knabbern vielleicht, ein Kong oder so. Manche Hunde kommen besser zurecht, wenn sie im Raum eingeschränkt werden (ein Raum oder sogar Box - aber letzteres bitte auch langsam aufbauen) und andere wie z.B. meine Hündin kommen besser damit klar, wenn sie die ganze Wohnung wie normal auch haben. Für sie sind geschlossene Türen Stress.

    Es ist viel Training alleine bleiben - manche Hunde lernen es besser und schneller als andere, manche können 14 Stunden alleine sein, manche schaffen nie mehr als 4. Aber lass bitte einen Hund nie heulen und Stress und Verlustängste aufbauen, ich weiss wie eine Hündin damit aussieht und ich wünsche es keinem.

  • also ich habe es schon langsam aufgebaut, angefangen mit 2-3 minuten und dann immer mehr, seit nunmehr fast acht wochen (seit ich ihn habe).

    und ja, ich wäre schon darauf angewiesen das er alleine bleibt, für ca. drei stunden 2-3 mal pro woche (was ich jetzt eh nicht so wild finde).
    das war als endziel angepeilt, das es nicht sofort geht war mir natürlich klar.
    aber das in acht wochen keinerlei besserung zu erkennen ist macht mich schon fertig.

    ich muss mich alleine um ihn kümmern, das macht das ganze nicht eben unproblematisch. für grössere zeitspannen (besagte drei stunden) habe ich mit jetzt schon eine super liebe tagesbetreuung engagiert, leider kostet mich das ein kleines vermögen und kann keine dauerlösung sein.

    einkaufen etc. mache ich alles im eiltempo, aber unter 20-30 min geht es leider nicht...und arztbesuche etc., davon will ich jetzt gar nicht reden *heul*

  • Ronja hat in dem Alter auch alles mögliche kaputt gemacht, wenn keiner zugegen war. Da reichte es schon, wenn sie im Schlafzimmer und ich im Wohnzimmer war. Sie hat sämtliche Schlafzimmermöbel angenagt, Kissen zerstört, Tapete heruntergerissen.... Ich hatte damals hier auch einen thread deswegen eröffnet. Irgendwann war diese Phase einfach vorbei. Sie hat heute überall Stoffknochen liegen, an denen sie zipfeln kann. Sie macht nichts mehr kaputt. Der junge Hund einer Freundin hat sich auch schon ins Mauerwerk gefressen, hat ein teures Hundebett zerstört und so weiter. Ich fürchte, da muss man einfach durch. Deshalb würde ich auch nie wieder einen jungen Hund nehmen, sondern immer nur noch welche, die mindestens 1,5 Jahre alt sind....Am besten, Du versuchst Möbel etc. so gut es geht zu schützen und stellst Dich ansonsten auf eine Renovierung ein...

  • Zitat


    ich muss mich alleine um ihn kümmern, das macht das ganze nicht eben unproblematisch. für grössere zeitspannen (besagte drei stunden) habe ich mit jetzt schon eine super liebe tagesbetreuung engagiert, leider kostet mich das ein kleines vermögen und kann keine dauerlösung sein.

    Das Problem kenne ich. Ich habe mir gleich ein Netzwerk von Freunden und Hundesitter aufgebaut, so dass ich auch für kleine Zeiträume jemanden hatte. Wenn niemand den Hund nehmen kann, vllt. kann sonst jemand dir was vom Einkaufen mitbringen?

    Wenn du mit 5 min schon Erfolg hattest ist das doch gut! Bleib dran und steigere es langsam. Das dauert, aber der Erfolg kommt sicher!

  • ok, werde mit der zeit nochmal etwas zurück gehen.

    oh mann, hätte mir das niemals so schwer vorgestellt.
    vor allem habe ich manchmal das gefühl je mehr man sich bemüht alles richtig zu machen desto schlimmer wirds :???:

    den tip mit dem räumlichen beschränken und dem nur in der küche bleiben habe ich vom trainer, scheint wohl auch nicht so optimal zu funktionieren...

  • Räumlich beschränken ist an sich vielleicht gar nicht so dumm. Aber ob die Küche der richtige Ort ist? Wo hält sich dein Hund den am liebsten auf? Mia geht z.B. wenn ich nicht da bin zu 90% ins Schlafzimmer, wahrscheinlich fühlt sie sich da am sichersten.

  • wo er sich jetzt am LIEBSTEN aufhält kann ich gar nicht so genau sagen, aber in der küche sind wir schon beide ziemlich häufig und auch länger.
    es ist ne grosse wohnküche und er hat da auch seine decke, wassernapf etc.

    naja, ich werde ihm jetzt versuchsweise küche und flur geben wenn ich nicht da bin, und ganz allgemein die zeitspanne nochmal etwas zurückfahren.

    wir starten jetzt wieder bei 15 min, das dann dafür mehrmals täglich, drückt mir die daumen auf das es fruchtet :|

    jetzt liegt er da und schlummert als könnte er kein wässerchen trüben, der kleine bär...aber löcher in wänden lügen nicht :roll:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!