Wirbelsäulenprobleme?

  • Hallo!

    Meine Hündin Mia (Mischling, mittelgroß) zeigt seit einiger Zeit eine "dezente Lahmheit hinten rechts". Da sie so gut wie keine eindeutigen Symptome zeigt, hat es leider einige Zeit gedauert bis ich es ernst genommen habe... :/
    Symptome sind z.B. kaum sichtbares Lahmen für 2-3 Schritte (ich dacht sie hätte ein Steinchen zwischen den Ballen oder so...), kurzes Zögern vor dem ins Auto springen (so wie ich habe keine Lust), minimal kürzer Schrittlänge rechts und leichter Buckel (sieht man aber nur wenn man es weiß, bz. gezielt darauf schaut) und seit kurzer Zeit läuft sie beim Agi unter manchen Hürden durch. Das war auch der Punkt an dem ich stutzig wurde und somit zum TA bin. Die TÄ hat mich mit Verdacht auf Hüftprobleme in die Tierklinik geschickt. Dort haben sie ebenfalls in diese Richtung untersucht und heute hatten wir dann den Röntgentermin. Aber die Hüfte sieht auf den Bildern sehr gut aus, ebenso wie die Lendenwirbelsäule. Keine Ursache für das Lahmen zu erkennen. Also hat der TA den Verdacht auf Wirbelsäulenprobleme geäußert und eine Neuraltherapie segmental durchgeführt. Jetzt soll ich Mia zwei Wochen nicht springen lassen und eher ruhig halten und dann haben wir einen Kontrolltermin.

    Hat jemand Erfahrung mit solchen Symptomen und hat eine Idee welches Problem Mia haben könnte?

  • Danke! Daran habe ich auch schon gedacht... Auf dem Röntgenbild sieht dieser Bereich aber seht gut aus. Wenn man es allerdings nicht immer sieht... :???:
    Der "typische Patient" wäre sie nicht, sie wiegt nur 15 kg und ist erst knappe 2 Jahre alt.

  • Zitat

    Danke! Daran habe ich auch schon gedacht... Auf dem Röntgenbild sieht dieser Bereich aber seht gut aus. Wenn man es allerdings nicht immer sieht... :???:

    Stenosen sind sehr schwer bis manchmal unmoeglich beim Roentgen zu erkennen.
    Auf Nummer sicher kannst Du nur mit CT oder MRT gehen.

  • Ja, das meinte der TA sicher mit seiner Andeutung auf die aufwendigeren und teureren Verfahren falls er nicht noch so eine Diagnose stellen kann.
    Allerdings hätte ich ja dann bei Schonung jetzt auch eine Verbesserung, die aber dann nicht anhaltend ist, oder?

  • Mein "Dicker" ist 18 Monate alt. Er hat eine seltene Fehlbildung im Lendenwirbelbereich und hatte ähnliche Ausfälle, weil genau in diesem Bereich die Nerven mitbetroffen waren.
    Ich würde es genau abklären lassen, denn neurologische Ausfälle, die länger bestehen, bilden sich nur noch schwer zurück, weil die Nerven schon dauerhaft geschädigt sind. Wenn du schnell handelst und es kann behandelt werden, bilden sich die neurologischen Störungen ziemlich schnell zurück und verschwinden komplett wieder.
    Vor vier Wochen wurde er operiert, nach wenigen Tagen lief er wieder Treppen und seit heute springt er auch wieder auf die Couch.
    Übrigens das CT kostete ca. 450 Euro.

    Gruß Nele

  • Darf ich fragen wie ihr auf die Diagnose gekommen seid? Hat man schon etwas auf dem Röntgenbild gesehen oder?

    Der TA meinte wenn die Behandlung (eben diese Neuraltherapie und nicht springen lassen) anschlägt würde das seine Diagnose bestätigen. Wenn das nicht der Fall wäre sollte man weiter untersuchen.

    Wenn aber dadurch nur die Symptome gemildert werden habe ich ja unter Umständen nicht dir richtige Ursache gefunden... ach man...

    Also somit auf jeden Fall ein CT machen lassen?

  • Hallo,

    unsere Geschichte ist ein ganz seltener Fall für einen Nicht-Rhodesian-Ridgeback und wahrscheinlich etwas ganz anderes als bei euch. Unsere Story kannst du hier nachlesen: https://www.dogforum.de/ftopic75658.html
    Auf dem CT konnte man nur die Fehlbildung im Bereich der Lendenwirbel/Schwanzwirbel erkennen und anhand des eingeengten Wirbelkanals waren die neurologischen Ausfälle nachvollziehbar, da dies der caudabereich war.
    Im CT sind knöcherne Strukturen dreidimensional darstellbar. Weichteile sind nur als Schatten zu erahnen und nicht zu differenzieren.
    Für eine aussagekräftige Bilddarstellung von Gewebestrukturen ist ein MRT besser.
    Ob du ein CT lassen machen solltest, musst du selbst entscheiden, bzw. in Absprache mit dem TA.
    Meine TÄ hat auch erst im Dunkeln getappt und musste einige Verdachtsdiagnosen nach und nach revidieren.
    Ich habe aber großes Vertrauen zu ihr, weil sie dies auch ganz offen gesagt hat. Außerdem wusste sie genau, wann sie nicht mehr weiter kam und hat mich gleich weiter geschickt.
    Schließlich gibt es auch Erkrankungen, die ganz selten sind. Da kommt ein TA nicht sofort drauf. Dummerweise sagen Hunde ja nicht wo's weh tut.


    Gruß
    Nele

  • Je mehr ich über das Cauda-Equina-Syndrom lese, desto mehr Symptome erkenne ich in Mia´s Verhalten wider...

    Im Moment wird sie also geschont, keine Sprünge, kein wildes Toben, ...
    Trotz der Spritzen höre ich beim Laufen immer wieder Schleifgeräusche, außerdem hat sie keine rechte Lust zum Laufen (was aber auch am warmen Wetter liegen kann).

    Jetzt bin ich am Überlegen sie auch die Treppen zu tragen. Wie trage ich sie am besten? So, dass der Rücken kaum gekrümmt wird, oder? (Eine Hand vorne zwischen den Beinen durch unter die Brust und eine von hinten unter den Bauch?)

  • ich hab so einen hund mit cauda equina, allerdings seit einem jahr etwa komplett beschwerdefrei. :smile:

    nur als therapiemöglichkeit eine idee: akkupunktur. buddy bekommt jetzt etwa alle zwei monate eine behandlung und wie gesagt, er ist topfit.

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