"Anleinpflicht für Hunde" - Mutter-Appell

  • EDIT: Text gelöscht. Aus Urheberrechtsgründen Texte bitte höchstens in Auszügen einstellen (und auch dann nur mit Quellenangabe) oder verlinken.


    Quelle: WP Arnsberg ( http://www.derwesten.de/nachrichten/st…060/detail.html )


    Hallo Zusammen,

    Es ist ein schrecklicher Vorfall, der nie hätte passieren dürfen.
    Wir haben uns gestern lange mit diesem Thema auseinander gesetzt. Der Onkel von Olaf kennt diese Familie persönlich.
    Die Mutter appeliert an alle Hundehalter und an die Stadt und bittet darum, das alle Hund einer Leinenpflicht unterliegen. Sie möchte, das die Gesetze verschärft werden und mehr Kontrollen gemacht werden.
    - Verständlich in ihrer Situation!!!!
    Aber ist das zum einen Umsetztbar???? Und zum anderen der richtig Weg???
    Wäre es richtig, immer und überall einen Leinenzwang auszu sprechen???
    Würden sich die HH daran halten und wäre es "Tierschutzrechtlich" bedenklich einen Hund ausschließlich an der Leine zu bewegen???

    Letzteres werden nur HH in frage stellen. Nicht-HH sehen die Notwendigkeit nicht, die ein "ableinen und somit frei laufen" bringt.

    Es ist schlimm was da passiert ist und ich kann die Mutter und ihr handeln verstehen.
    Auch wenn es sich jetzt gemein und vieleicht "typisch für einen HH" anhört.
    Es ist ein Einzelfall. Ein Einzelfall, der alle HH und ihre Hund wiedermal ins Abseíts katapultiert. Ein Einzelfall, der wieder Zündstoff bietet und dadurch Hunde und ihre Halter in ein Liecht setzt, das nicht korekt ist.
    Nicht alle Hund und alle Halter sind gewissenhaft und handeln richtig, aber auch nicht alle Hund und Halter sind bösartig und Gewissenlos!!!
    Ich weiß, das klingt jetzt bescheuert, aber es werden jährlich hunderte von Kindern von Autos angefahren, haben Fahradunfälle, weil sie keinen Helm tragen, ertrinken beim schwimmen,.....! Wie viele Kinder werden von Hunden geissen???

    Eine allgemeine Leinenpflicht würde solche "Einzelfälle" nicht auslöschen.


    Wie gesagt, wir haben Gestern lange über diese Geschichte gesprochen. Und mir geht der kleine Jung nicht aus dem Kopf.
    Mein Gedanke ging sofort in die Richtung "Phsychologe", der dem Kind die Angst vor Hunden nehmen muss. Nehmen muss-aus dem Grunde, der Jund wird sein ganzes Leben immer wieder auf Hunde treffen. Und ihm muss dahin gehend die Angst genommen werden.
    Der Onkel von Olaf- erklärte mir sofort, das in diese Richtung-nichts unternommen wurde oder auch unternommen wird. Die Mutter sieht die Notwendigkeit nicht. Sie hat keinen "Bezug" zu Hunden und will auch keinen. Sie versucht ihr Kind zu schützen und versucht durch diesen "Mutter-Appel" Mütter, Väter, HH und das Ortnungsamt von einer "Anleinpflicht" zu überzeugen.
    Die (im meinen Augen) Notwendigkeit-ihrem Kind durch eine Art "Therapie" die Angst vor Hunden zu nehmen- sieht sie (vieleicht auch verständlich) nicht.

    Wie gesagt-ich kann sie auf eine Art sogar verstehen, aber ich weiß nicht, ob dies der richtige Weg ist und ob sie ihrem Kind damit helfen kann- bezweifel ich.

    Noch eine kurze Anmerkung: Das oben genannte Recht:- Wer seinen Hund außerhalb bebauten Gebiets im Feld oder Wald - außer in Naturschutzgebieten - laufen ließe, handele ordnungsgemäß
    Stimmt so nicht!!!! ich darf in einem Naturschutzgebiet meinen Hund ableinen- sofern er auf den befestigten Wegen läuft, abrufbar ist und niemanden belästigt!
    -nur als Anmerkung.

    LG Nadine

  • Hallo,

    hier in Chemnitz ist es seit 3 Wochen Realität : genereller Leinenzwang für alle Hunde im gesamten Stadtgebiet :sad2:
    Ausnahmen sind Hundewiesen ,die aber -zumindest für mich- absolut unbrauchbar sind. Sie sind nicht eingezäunt und befinden sich in der Regel direkt an vielbefahrenen Hauptstraßen. Da lasse ich meinen Hund mit Sicherheit nicht von der Leine !!!
    Natürlich habe ich auch Verständnis für Leute ,die Angst vor Hunden haben.Mogli ist zur Zeit mit Schleppleine unterwegs. Sobald uns jemand entgegen kommt ,rufe ich ihn zu mir und lasse ihn absitzen. Okay ,das Sitzenbleiben müssen wir noch üben :roll:
    Seit diese blöde Verordnung hier in Kraft getreten ist , wird man hier als Hundehalter schief angeschaut.Es wird beobachtet ,ob man auch ja den Haufen wegmacht und der Hund auch angeleint ist. Mittlerweile gibt es schon einen Kleinkrieg von Nichthundehaltern gegen uns Hundehalter. :/
    Und das kanns ja auch nicht sein ,oder ???

  • Es würde schon reichen, wenn JEDER Hundehalter normale Rücksicht nehmen würde.
    D.h. für mich:
    Wenn andere Menschen in Reichweite sind, läuft Hund Fuß oder wird angeleint oder abgesetzt/ abgelegt.
    Das wäre eigentlich nicht so schwer und schadet keinem Hund.
    Vorteil: Mitmenschen werden durch mein "Hobby" nicht belästigt oder geängstigt oder gar geschädigt.

    Gruß,
    Tina

  • Zitat

    Es würde schon reichen, wenn JEDER Hundehalter normale Rücksicht nehmen würde.
    D.h. für mich:
    Wenn andere Menschen in Reichweite sind, läuft Hund Fuß oder wird angeleint oder abgesetzt/ abgelegt.
    Das wäre eigentlich nicht so schwer und schadet keinem Hund.
    Vorteil: Mitmenschen werden durch mein "Hobby" nicht belästigt oder geängstigt oder gar geschädigt.

    Gruß,
    Tina

    :2thumbs: Das sehe ich auch so!!!
    Aber auch hier- man wird es nie 100%ig so hin bekommen.
    es wird (leider) immer schwarze Scharfe geben!!!!
    Auch wenn es meist "nur" Einzelfälle sind.- Es wird immer einen HH geben, der seinen Hund nicht ranruft und genau dieser HH bringt alle anderen HH wieder in verruf.
    Und genau dieser Hund ist dann der Hund, der aus welchen Gründen auch immer einen Mensche (auf welcher Art auch immer) verletzt.

    LG nadine

  • Bei uns herrscht auch in bebautem Gebiet absoluter Leinenzwang. Das stört mich auch nicht weiter..

    Wenn ich hier bei Caro laufe, bin ich in den Weinbergen unterwegs. Kommen Leute oder so, rufe ich die 4 ran und sie müssen neben mir laufen. Je nach Situation leg ich sie auch ab.

    Neulich kam ein Vater und meinte, ich solle die Hunde anleinen. Seine Kids hätten Angst. Ich hab sie nicht angeleint, sondern abgelegt und mich dazu gekniet (anleinen hätte länger gedauert und die Kids wären dann längst an uns vorbei gewesen). Ob ich sie nun anleine oder ablege, ist für mich kein Unterschied. Sie sollten halt irgendwie "unter Kontrolle" sein.

    Ich werd nie wirklich verstehen, warum sich manche HH soviel rausnehmen.. Wenn mein Hund einen Passanten belästigt, dann würde ich mich tausendmal dafür entschuldigen, anstatt mich aufzuregen weil der passant motzt..

  • Zitat

    .....

    Ich werd nie wirklich verstehen, warum sich manche HH soviel rausnehmen.. Wenn mein Hund einen Passanten belästigt, dann würde ich mich tausendmal dafür entschuldigen, anstatt mich aufzuregen weil der passant motzt..


    :2thumbs: ganz genau!!!!

    Eddie hatte mal so eine Phase, wenn es morgens noch dunkel war und uns kam jemand entgegen-passierte es schon mal, das Eddie vor lauter Angst anfing zu bellen. Für mich war das eine selbstverständlichkeit, das ich mich für Eddie´s Verhalten entschuldige.

    Mein Schwiegerv. ist einer dieser HH, die uns ander HH so in verruf bringen :zensur: . Ben macht z.b. einen Passanten an- Schwiev. sagt nichts :kopfwand: Ben rennt zu fremden Hunden- Schwiev. sagt nichts oder er ruft "der tut nix" :kopfwand:
    Und genau solche HH bringen alle "vernümpftigen" HH in verruf!!!

    LG nadine

  • Hi,

    wenn ich irgendwo entspannt spazieren ginge o.ä. und mir ein Hund, womöglich noch ein "etwas größeres" Exemplar mit einer entsprechenden Geräuschkulisse und freiliegenden Zähnen nicht angeleint entgegengerannt käme, würde ich mich mindestens "unwohl" fühlen. Mindestens.

    Wenn ich irgendwo entspannt spazieren ginge o.ä. und mir ein Hund, womöglich noch ein "etwas größeres" Exemplar, brav angeleint neben seinem Herrchen/Frauchen entgegen käme, würde ich mich nicht im mindesten "unwohl" fühlen. Wieso auch.

    Die Rücksichtnahme und Höflichkeit gebietet es, andere nicht grundlos zu "verunsichern" (oder noch mehr).

    Drum sind Balou und Aika (beides Schäferhunde und meine beiden Süßen) dort, wo uns andere Menschen begegnen können, angeleint. Anstatt des Frusts, mich bei anderen entschuldigen zu müssen, weil die beiden sie unangeleint angemacht haben, genieße ich lieber die bewundernden Blicke derer, die meine beiden brav neben mir herlaufend oder wo es eng wird, brav neben mir Sitz machend, sehen und sich oft auch ein "Danke" nicht verkneifen können.

    ... und mögen meine beiden ansonsten auch noch solche Energiebündel sein... Alles am richtigen Ort zur richtigen Zeit.

    So halten wir es und wissen, daß es immer die sog. Schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern geben wird, die an einem Tag mehr kaputt machen, als wir hier im Forum allezusammen in einem Jahr gut machen können.

    Servus
    der Michael

  • Zitat

    Hi,

    wenn ich irgendwo entspannt spazieren ginge o.ä. und mir ein Hund, womöglich noch ein "etwas größeres" Exemplar mit einer entsprechenden Geräuschkulisse und freiliegenden Zähnen nicht angeleint entgegengerannt käme, würde ich mich mindestens "unwohl" fühlen. Mindestens.
    l

    Wenn ein Hund mir so entgegen kommen würde, dann würde mir nicht nur unwohl sein :-)

    Mir war letztens schon in der HuSchu unwohl, als ein Bernhardiner und ein weisser Schäferhund auf mich zu gerannt kamen. ;) Sie wollten nur gestreichelt werden, das war mir bewusst, aber unwohl war mir trotzdem.

    Ich kann die Mutter durchaus verstehen. Gerade wenn man jemanden darum bittet den Hund anzuleinen und der HH reagiert dann nicht. So wird man als HH natürlich in ein schlechtes Licht gerückt.

    Ein glück sind wir nicht alle so. Mein Hund geht innerorts grundsätzlich an der Leine.

    Vorhin war ich spazieren und vor uns ging eine Hundehalterin ebenfalls mit ihrer JRT Dame spazieren. Der Hund war nicht angeleint. Sie gingen auf einen Spielplatz und als ich daran vorbei ging, nahm die HH ihren JRT auf den Arm. Ich mich schon gewundert, warum sie das tut. Da meinte sie zu mir, ihr Hund wäre Scheinschwanger und wäre derzeit ein wenig zickig :-)

    Alles kein Problem für mich, aber auf der Strecke gehen viele mit ihren Hunden spazieren, da hab ich mich schon ein wenig gewundert, das sie keine Leine dabei hatte. ;)

  • Es ist zum Glück nicht generell umsetzbar, bzw. kontrollierbar.
    Diejenigen Hundehalter, die ihre Hunde nicht erziehen (wollen), und denen ihre Mitmenschen sowieso egal sind, die werden sich am allerwenigsten ausgerechnet an einen Leinenzwang halten.
    Die, die sich dran halten, sind einfach nur die, denen genug Angst eingejagt wurde, und die befürchten, erwischt zu werden.
    Tierschutzrechtlich in Ordnung ist so etwas noch nie gewesen.
    Nach wie vor wird die Problematik außer Acht gelassen, dass sogenannte freilaufende Hunde, die Menschen anfallen die große Ausnahme sind, die meisten Beißvorfälle geschehen in der häuslichen Umgebung, innerhalb der Familie, wo die Leine sowieso keine Rolle spielt.
    Davon abgesehen kann auch ein angeleinter Hund Schaden anrichten. Die Leine verhindert nämlich das beißen nicht, und ist auch nur bedingt sicher.
    http://www.messe-stuttgart.de/cms/typo3temp/pics/7c9bd687ab.jpg
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    Die Leine kann aus der Hand rutschen oder die Flexileine kann nicht schnell genug eingerollt werden.

    Zitat


    Ich weiß, das klingt jetzt bescheuert, aber es werden jährlich hunderte von Kindern von Autos angefahren, haben Fahradunfälle, weil sie keinen Helm tragen, ertrinken beim schwimmen,.....!


    Oder:
    http://www.nichtraucher-schutzbund.de/Pics/NR_Mutter_Kind.jpg
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Mag…erty=poster.jpg
    http://aerzteblatt.lnsdata.de/bilder/2003/11/img109078.jpg
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