Bin ich wirklich verpflichtet, einen Hund zu kastrieren??

  • Wir haben auch so eine Klausel unterschrieben, die wurde nachträglich mit hinzugefügt (natürlich in unserem Beisein), ich glaub da stand ob wir bereit wären den hund kastrieren zu lasssen. Haben leider mit "ja" unterschrieben aber da hatten wir uns mit dem Thema noch nicht soviel beschäftigt gehabt. Aber wir haben ihn bis heut noch nicht kastriert und ich seh auch kein Grund dazu. Aber wegnehmen können sie uns doch eh nicht mehr, wir haben auch unterschrieben, das Hundi nach 2 Jahren in unser Eigentum geht. Und bald haben wir ihn zwei Jahre.

  • Zitat

    Wenn ich nicht dazu bereit bin, ein Tier kastrieren zu lassen, verpflichte ich mich sicher nicht schriftlich dazu. Wenn ich dazu bereit bin und mich dazu verpflichte, und wenn ich das unterschreibe, dann gehört sich das einfach, dass ich das auch mache. Verflixt, das kann doch keine Frage sein, das ist einfach Anstand.

    :gut:

  • Zitat

    Wenn ich nicht dazu bereit bin, ein T Verflixt, das kann doch keine Frage sein, das ist einfach Anstand.


    Es ist aber niht anständig, so eine Auflage in einen Vertrag zu schreiben ;-)

    Ich denke die wenigsten lesen sich diese Verträge genau durch und machen sich überhaupt Gedanken darüber. Wenn der Vermittler von "keinen Nachwuchs haben, nicht mit dem Hund züchten" spricht, wird jeder zustimmend nicken - keine Frage.

    Wenn ich mich dann aber mit dem Thema beschäftige, absolut keinen Sinn in einer Kastration sehe, im Gegenteil, nur Nachteile dadurch entstehen, zudem die nicht unerhebliche OP und ich mich dann entscheide, den Hund intakt zu lassen !!
    Als verantwortungsbewußter Hundehalter sollte ich in der Lage sein meinen Hund in meinem Einflußbereich zu haben. Wer nicht in der Lage ist, seine Hündin speziell diese 2x 14 Tage im Jahr besonders im Auge zu haben ... der soll sie sterilisieren lassen, dann kann nix passieren.

    Macht aber keiner, also hats doch wohl andere Gründe als "nur" den unerwünschten Nachwuchs - weil man ja nicht drauf aufpassen kann - zu verhindern.

    Gruß, staffy

  • Vielen Dank für die vielen Antworten. Meine Hündin ist zwar nicht von einer Tierschutz-Orga, aber mich interessiert das Thema - für den Fall, dass wir einen Zweithund aus dem Tierschutz übernehmen. Ist aber leider aktuell noch kein Thema.

  • Ich habe mir damals den Vertrag online auf der Seite der Tierschutzorga vorher durchgelesen. Und mich dann informiert. Der Herr ging mit mir den Vertrag durch und meinte, sehen sie hier unterschreiben sie, dass sie Maja später kastrieren lassen. Aber sie wissen sicher, dass das laut Tierschutzgesetz nicht mehr binden ist, oder? ;) Er wusste, dass ich mich sowieso über alle Punkte im Vertrag vorab informiert hatte und auch über ihn und seinen e.V.

    Also, nein, man muss den Hund nicht kastrieren lassen. Denn das unterschriebene einzufordern wäre gegen den Tierschutz. :D

  • Ich finde es immer wichtig, dass man den Sinn und Unsinn von Regeln und Gesetzen hinterfragt. Nur weil etwas in einem Vertrag steht, heißt es noch lange nicht, dass es für mich bindend ist. Grade in Tierschutzverträgen sind so einige Klauseln überhaupt nicht durchsetzbar und wenn ich etwas hinterfragte, was in jeder Lebenssituation wichtig ist, dann kann es auch sein, dass ich es als nicht wichtig erachte und ignoriere. Gleichzeitig respektiere ich die Probleme die dadurch auf mich zukommen könnten, da ich aber nicht scheue gegen - für mich - unsinnige Regeln anzugehen, sehe ich das entspannt. In dem Fall ist es hinreichend bekannt (sofern man sich etwas schlau gemacht hat), dass diese Regelung gegen das Tierschutzgesetz verstößt und somit nicht bindend ist und nicht zum Verlust des Tieres führen kann.

  • Dieses Thema wurde gerade auch nochmal woanders von mir aktuell aufgegegriffen

    In meinem Vertrag steht:

    Zitat

    Eine spätere Kastration zwischen dem 6.ten Lebensmonat bis 1 Jahr setzen wir vorraus (handschriftlich geschrieben)


    allerdings steht bei mir auch NICHT das man mir Monty wegnehmen würde wenn ich es nicht machen würde


    u.a. steht im Vertrag das übliche wie....
    artgerechte Haltung,das Tier nicht zu Züchtungszwecken zu benutzen sowie Haftpflichtversicherung etc pp....

    Naja ich weiss nicht ob meine Tierorganisation wo ich meinen Monty her habe jemals genau drauf achten würde ob er nun kastriert ist oder eben nicht. Natürlich habe ich weitere Punkt strikt eingehalten wie z.B. Haftpflichtversicherung usw....da ich dieses heutzutage als unumgänglich sehe....trotzallem spalten sich meine eigene Meinungen gegenüber einer Kastration.....solange der Hund doch keine gesundheitlichen Schäden von sich trägt sollte man der Natur doch freien Lauf lassen? Meine Hündin war wie vorher schonmal beschrieben *nicht* kastriert und ist auch *niemals* Hundemama geworden. Ich habe immer sehr bedacht darauf geachtet das sie nicht tragend wird weil ich auch immer fürchterliche Angst hatte das die Geburt für sie selber schief gehen könnte....

    Ausserdem glaube ich vielleicht auch ist es von Tier zu Tier verschieden ob eine Kastration von Nöten ist oder eben nicht....
    das kann ....egal welche Tierschutzorganisation....doch nicht *pauschal* für jedes Tier anzetteln (?)

    Ich glaube man merkt mir meine eigene Unsicherheit auf das Thema *Kastration* an :???:

  • Zitat

    Ausserdem glaube ich vielleicht auch ist es von Tier zu Tier verschieden ob eine Kastration von Nöten ist oder eben nicht....
    das kann ....egal welche Tierschutzorganisation....doch nicht *pauschal* für jedes Tier anzetteln (?)

    Genau, das kann man nicht pauschal beurteilen. :)
    Die Entscheidung für eine Kastration ist von so vielen Faktoren abhängig, dass sie immer im Einzelfall getroffen werden muss.

    Ich kann die Intention der Tierschutzvereine sehr gut verstehen, die ja letztlich nur die planlose Vermehrung stoppen wollen. Die Kastration ist aus ihrer Sicht das kleinere Übel. Und gerade wenn man immer wieder von absolut planlosen Verpaarungen liest und hört, weil Welpen ja ach so süß sind und die eigene Hündin ja so lieb und der Rüde einfach toll ;), kann ich diese Einstellung durchaus nachvollziehen.
    Wobei man natürlich auch darüber diskutieren könnte, ob eine Aufklärung hier nicht mehr Sinn machen würde, als das "bloße" Kastrieren. ;)

    Ich bin aber auch der Überzeugung, dass eine seriöse Orga beim Thema Kastration sicherlich gesprächsbereit ist, wenn sie sieht, dass jemand verantwortungsvoll mit seinem Hund umgeht und willens und fähig ist, auf andere Weise Nachwuchs zu verhindern.

    LG, Caro

  • Zitat

    Ich bin aber auch der Überzeugung, dass eine seriöse Orga beim Thema Kastration sicherlich gesprächsbereit ist, wenn sie sieht, dass jemand verantwortungsvoll mit seinem Hund umgeht und willens und fähig ist, auf andere Weise Nachwuchs zu verhindern.

    LG, Caro


    Ich hoffe es doch....ich zumindest hab' da ein offenes Ohr fuer weil ich selbst z.B. keine Welpen kastrieren lasse und auch keine Huendinnen mit aggressivem Verhalten....aber auch diese Hunde brauchen ja irgendwann eine neue Familie.

    Nur denke ich nicht das die meisten Orgas sich erlauben koennen da auch mal ein Auge zuzudruecken weil jeder Mitarbeiter sich nach festgelegten Richtlinien zu halten hat.

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