Niereninsuffizienz

  • Hallo an alle,

    brauche dringend eure Hilfe. Mein Yorki (10 Jahre) leidet an einer chronischen Niereninsuffizienz. Die Diagnose haben wir letzte Woche erhalten. Da er sehr starken Durchfall hatte, kaum getrunken und gefressen hat und nur noch in der Ecke lag, hieß es in der Klinik, dass ich ihn erlösen soll. Nach einer Infussion bei unserem Haustierarzt hat er sich etwas aufgerappelt und trinkt wieder gazn normal und ist auch wieder fröhlich, geht gerne raus und spiel, aber ihm scheint es die ganze Zeit übel zu sein, weil er sich ständig schleckt und schmatzt. Er frisst leider auch fast nichts mehr 2 Würstechen für Hunde von Vitakraft und 2-5 Scheiben Gelbwurst. Hat jemand eine Idee, was ich gegen die Übelkeit, Sodbrennen tun kann, damit er wieder etwas zu sich nehmen kann? Vielleicht etwas homöopathisches? Er bekam aus der Klinik gegen Sodbrennen ein Medikament und bekommt MCP-Tabletten auch Nux Vomika, aber alles hilft nicht. Gibt es etwas, das den Appetit anregt? Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte....
    Vielen Dank!!!
    Josi

  • Hallo,

    was sagen denn die Nierenwerte aus? Es gibt einen Bereich, da kann man eigentlich davon ausgehen, dass es fast besser ist, den Hund zu erlösen.
    Unsere Hündin Bootch hatte altersbedingt auch eine CNI. Nach der Diagnose bekam sie Medis und spezielles Nierenfutter. Damit ging es ihr ca. 1 Jahr recht gut. Dann ging´s ganz schnell bergab. Die Nierenwerte waren so schlecht, dass sie eigentlich hätte sterben müssen. Wir haben es noch mal mit einer Infusion probiert, danach ging´s ihr ca. 1 Woche besser, aber dann wurde es wieder schlechter. Wir haben sie dann erlöst.

    Das Deinem Hund schlecht und übel ist, liegt wahrscheinlich an der CNI. Da der Körper bei schlechter bis gar keiner Nierentätigkeit von innen vergiftet wird, ist dem Hund schlecht. Deshalb mag er auch nicht fressen.
    Durch die Infusion wurde der Körper sozusagen durchgespült und von den Giftstoffen mehr oder weniger befreit. Das ist aber meist nur von kurzer Dauer, d.h. sein Zustand kann wieder schlechter werden.
    Das was Du ihm gerade zu fressen gibst, ist für eine CNI nicht geeignet. Wichtig ist eine Nierendiät. Hat Dich Dein Tierarzt darüber nicht aufgeklärt? Allerdings kann ich nachvollziehen, dass Du froh bist, wenn Hundi überhaupt was zu sich nimmt. Unsere Bootch wollte im Endstadium nichts mehr fressen, egal was wir ihr angeboten haben. Das Nierenfutter hat sie nicht mehr angerührt und selbst die geliebte Fleischwurst wurde verschmäht.

    Viele Grüße aus HH
    Silke

  • Hallo Silke,
    danke für Deine schnelle Antwort. Leider weiß ich nicht wie hoch die Nierenwerte sind, da ich den Bericht aus der Klinik noch nicht habe, aber man sagte mir, dass die Werte so schlimm noch nicht wären. Leider weiß ich nicht, was ich noch tun soll. Er frisst halt nichts. Was habt ihr denn für Medikamente bekommen? Hattet ihr auch etwas gegen Übelkeit und Sodbrennen? Wenn Dein Hündchen noch 1 Jahr gelebt hat, dann dürfte es doch meinem nicht innerhalb paar Tage so schlecht gehen.....kann ich denn homöopathisch etwas tun? Gibt es etwas, was den Appetitt anregt? Ich gebe ihm seit gestern Vitamin B, aber ich denke, das braucht paar Tage bis es anschlägt. Es ist zum HEULEN...!!!!

    Liebe Grüße
    Josi

  • Hallo

    Es tut mir leid, dass es Deinem Hund so schlecht geht.

    Wichtig ist im Moment, dass er überhaupt etwas frisst. Du kannst auch Rührei zubereiten. Ohne Butter in einer beschichteten Pfanne. Auch rohes Rinderhack oder angebraten. Um ihn zu stabilisieren, würde ich ihn ein paar Tage lang infundieren. Das kann man auch gut selbst zuhause machen, wenn der Doc einen Zugang gelegt hat.

    Gegen die Übelkeit hilft oftmals auch SEB - ist aus Ulmenrinde. SEB schützt auch gleichzeitig die Magenschleimhaut. Futter sollte erhöht angeboten werden, dazu leicht angewärmt, dann riecht es intensiver.

    Viel Flüssigkeit zuführen. Über die Zufuhr von Phosphatbindern (Ipaktine) und die Verabreichung von NeyNephrin je nach Wert des anorganischen Phosphats würde ich mich vom Doc beraten lassen.

  • an deiner stelle würde ich so schnell wie möglich die blutergebnisse auftreiben und sie mit einem ta deines vertrauens besprechen. infusionen über mehrere tage, dazu diuretika und ab sofort nierendiät sollten erleichterung bringen. zuhause infundieren ist wirklich kein problem, das anstöpseln ist kinderleicht und ob du nun in der praxis oder zuhause deinen hund betreust, ist ja egal.

    hast du mal mcp tropfen probiert?

    das, was du schilderst, erinnert mich leider stark an meine dalmi-hündin jana, die lange unter cni litt. ich wünsch euch alles gute.

  • wenn du einen vernünftigen ta hast, dann legt er dem hund einen zugang und erklärt dir, wie du die infusionsbeutel anstöpselst (ist wirklich keine wissenschaft!). die lösung bekommst du mit nach hause, dann musst du dir nur noch eine möglichkeit ausdenken, wie du die beutel aufhängst. zur not würd ich einen nagel in die wand schlagen ;)

    die infusionen entlasten die niere, ich würd so schnell wie möglich damit anfangen.

  • Mein Hund wurde letzte Woche 4 Tage lang zuhause infundiert. Hat sehr gut geklappt. Vor dem Aufstöpseln der "Leitung" habe ich das Beinchen leicht massiert und sie so hingelegt, dass das "Leitungsbeinchen" oben liegt, damit der Bluttransport nicht abgedrückt wird. Ich hatte zwar noch eine Spritze zum Vorspülen - damit schaut man, ob die Vene dicht ist, aber das brauchte ich nicht.

    Wie alles funktioniert, erklärt Dir Dein Tierarzt. Wichtig ist, dass die Flüssigkeit ganz langsam eintröpfelt und das Beinchen nicht dick wird. Für mein Mädchen war das absolut stressfrei.

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