Kastration - ja oder nein ?

  • Code
    ... oder ob ihr doch mehr Mühe in die Erziehung steckt und den Terrier auch so in den Griff bekommt


    Nur weil ich darüber nachdenke , ihn irgendwann mal kastrieren zu lassen , heißt es nicht , dass ich mir mit der Erziehung weniger Mühe gebe. Im Gegenteil : Mein Hund ist für sein Alter schon sehr gut erzogen.

    Mir geht es mehr darum , dass er nicht von anderen ( unkastrierten) Rüden angegriffen wird ,sobald irgendwo ne läufige Hündin unterwegs ist.
    Z.Zt. habe ich nämlich das Problem ,dass ihn sein " Kumpel " ( gehört meiner Mama ) ,den er von klein auf kennt ,angeht ,weil eine läufige Hündin im " Revier " ist.
    Ich habe einfach nur Angst , dass es später mal ausarten könnte und die zwei sich nicht mehr verstehen.

  • Dann sollte deine Mama ihren Rüden mal erziehen ;)

    Ich frage mich, was deinem Kleinen wohl besser gefällt, wie ein Rüde verdroschen zu werden oder wie eine läufige Hündin umworben zu werden :?

    Sorry, ich bin gemein ... aber es ist eben nicht mal eben nur ne kleine OP, die deinen Hund einfach nur netter, ruhiger und unkomplizierter macht :sad2:

  • Es hat schon seinen Grund, daß "Amputationen von Körperteilen" ohne medizinischen Grund verboten ist.
    Man kann sich alles schön reden und natürlich immer das Argument: Dann hab ICH weniger Arbeit und er fühlt sich doch entmannt bestimmt wohler ! bringen.
    Warum holt man sich einen Rüden, wenn man genau das, was er mitbringt nicht haben will ? Warum muß man einem Hund die Hoden und damit ein wichtiges Hormon in einer OP mit Vollnarkose entfernen lassen ? Nur, weil man sich weniger Arbeit verspricht ?

    Mit einer Kastration hängt viel mehr zusammen, als daß der Hund bei läufigen Hündinnen ruhiger reagiert. Ein kleiner Teil davon:
    https://www.dogforum.de/fpost6629210.html

    Das man immer noch überhaupt auf die Idee kommt, seinen Hund passend zu schneidern.

    Ja, ich weiß. Alle Kastratenbesitzer haben ganz tolle, kerngesunde und völlig ausgeglichene Hunde. Hier im Forum sind nur die mit den Unkastrierten, die machen ja noch Probleme.

    Gruß, staffy

  • Was ich halt nicht verstehe ist , dass man es bei anderen Tiere macht ,ohne groß drüber nachzudenken . Z. B. bei Katzen. Ich meine jetzt Wohnungskatzen. Da wird es gemacht ,damit sie in der Wohnung nicht markieren. Da scheint es selbstverständlich zu sein.

    Warum wird da so ein Unterschied gemacht ? Die Auswirkung auf die Tiere ist ja annähernd gleich.

  • Die Entscheidung ist DEINE...

    Zu Bedenken möchte ich geben, dass kastrierte Rüden NACH der Kastration sehr oft von Hündinnen und Rüden BESTIEGEN werden. Nichts von wegen streßfreiem Leben für den Hund (und Herrchen). Das IST Streß. Zu Bedenken möchte ich auch geben, dass Rüden in der Regel zwar eher aufeinander losgehen, doch das im Rahmen. Hündinnen sind da eher heftiger. Rüden "regeln" ihr Revier und dann ist gut.

    Wenn ein Rüde ein "normales" Verhalten zeigt gibt es meiner Meinung nach keinen Grund zur Kastration.

    Du hast ja auch noch Zeit... überlege es dir in Ruhe ;)

  • Weil sich kaum einer Gedanken darüber macht !

    Kennst du auch nur einen TA, der dir die ganzen Nachteile und Gründe gegen eine Kastration aufzählt ?

    Früher hat es keine Sau interessiert, daß man Hunden Ohren und Rute nach eigenen Vorlieben zurechtgeschnitten hat. Wäre die Lobby in dem Fall nicht so groß gewesen, es wäre heute noch so.

    Zum Glück ändern sich die Zeiten und auch Dank www informieren sich die Leute und erfahren so langsam, was eigentlich alles hinter dem "mal eben Eingriff" steckt.

    Tja und manche wissens, aber denen ist es :zensur: egal ...

    Gruß, staffy

  • Böse ist gar kein Hund!
    Und mein Rüde hat definitiv bei männlichen Kastraten sexuelle Absichten und da ist er nicht der einzige intakte Rüde, dem es so geht.

    Natürlich darf er nicht Aufreiten und penetrant werden. Trotzdem ist es nervig, dass ein Kastrat teilweise einen genau so großen Reiz auf ihn ausübt wie eine läufige Hündin. Und ist es nicht so extrem, dann kommuniziert er trotzdem mit diesen Rüden nicht wie mit anderen Rüden, er behandelt sie eher wie eine Hündin. Ob dem Kastrat das gefällt? Ist das nun ein befriedigendes Ergebnis einer Kastration?

  • Zitat

    Hä, das widerspricht sich jetzt aber. Es heisst doch "Aufreiten ist erziehungssache".

    Kommt doch auf den Hintergrund an ? Warum macht das der Hund ?

    Besteigt mein unkastrierter Rüde ständig einen Kastraten, dann ist er nicht böse, sondern irritiert, weil der Kastrat für ihn untypisch riecht. Was soll ein Hund über einen Rüden denken, der nach Hündin riecht !?

    Das Aufreiten in diesem Falle würde ich unterbinden, da es für den Kastraten sehr unangenehm ist. Lediglich das abrufen können, das ist Erziehungssache !!! Aber nicht, daß der Hund aufreitet.

    Es gibt aber noch zig andere Gründe, warum Hunde aufreiten. Und je nachdem, würde ich es nie unterbinden.

    Gruß, staffy

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