Sterilisation - war es die richtige Entscheidung???

  • Zitat


    Ein Rüde bei uns auf dem Platz, ehrlich, da hab ich schon gesagt, den müsste man jedem Hundehalter, der seinen Rüden kastrieren lassen will, unter die Nase halten.

    Naja....wieso wurde der Ruede denn kastriert? Hatte es vielleicht eine med. Indikation?

  • Tanja
    Darum geht es doch nicht! Ich mache doch keinem Hundehalter Vorhaltungen, weil er seinen Hund kastriert hat, egal aus welchem Grund. Und ich bin die letzte, die einen Hund nicht aufgrund einer medizinischen Indikation kastrieren lassen würde oder nicht dazu raten würde.
    Darum geht es mir nicht.
    Mir geht es darum, dass den Menschen bewusst wird, was eine Kastration für den Rüden bedeuten kann, damit sie abwägen können.
    Ich glaube, ich habe hier auch noch nie geschrieben: "Lass deinen Hund nicht kastrieren." Es geht mir immer nur darum Vorteile und Nachteile deutlich zu machen, damit jeder für sich abwägen kann. Für mich persönlich habe ich diese Abwägung schon lange vorgenommen und ja, mir fällt es natürlich schwer zu sehen, dass andere zu anderen Ergebnissen kommen als ich, insbesondere dann, wenn sie Risiken einfach negieren. Das macht mich manchmal sogar wütend :sad2:

    Und ja, mein Rüde würde auf der Stelle kastriert werden, wenn es medizinisch keinen anderen Weg gibt und ja, ich bin mir bewusst, dass er dann ähnlich starke Probleme bekommen könnte wie dieser Rüde vom Hundeplatz und weißt du was? Ich hätte kein schlechtes Gewissen und ich würde keinen Moment zögern!

  • Zitat

    Tanja
    Darum geht es doch nicht! Ich mache doch keinem Hundehalter Vorhaltungen, weil er seinen Hund kastriert hat, egal aus welchem Grund. Und ich bin die letzte, die einen Hund nicht aufgrund einer medizinischen Indikation kastrieren lassen würde oder nicht dazu raten würde.
    Darum geht es mir nicht.
    Mir geht es darum, dass den Menschen bewusst wird, was eine Kastration für den Rüden bedeuten kann, damit sie abwägen können.
    Ich glaube, ich habe hier auch noch nie geschrieben: "Lass deinen Hund nicht kastrieren." Es geht mir immer nur darum Vorteile und Nachteile deutlich zu machen, damit jeder für sich abwägen kann. Für mich persönlich habe ich diese Abwägung schon lange vorgenommen und ja, mir fällt es natürlich schwer zu sehen, dass andere zu anderen Ergebnissen kommen als ich, insbesondere dann, wenn sie Risiken einfach negieren. Das macht mich manchmal sogar wütend :sad2:

    Und ja, mein Rüde würde auf der Stelle kastriert werden, wenn es medizinisch keinen anderen Weg gibt und ja, ich bin mir bewusst, dass er dann ähnlich starke Probleme bekommen könnte wie dieser Rüde vom Hundeplatz und weißt du was? Ich hätte kein schlechtes Gewissen und ich würde keinen Moment zögern!

    Wow...Jana.....meine Frage war absolut harmlos und keineswegs vorwurfsvoll, sarkastisch oder sonstwas :gott: :)

  • Ich glaube, er kommt aus dem Auslandstierschutz ;)

    Ich fand deine Frage auch gar nicht "böse" :D, aber ich wollte halt mit meinem Bsp. etwas ganz anderes ausdrücken und fühlte mich etwas missverstanden ;)

  • Zitat

    Ich fand deine Frage auch gar nicht "böse" :D, aber ich wollte halt mit meinem Bsp. etwas ganz anderes ausdrücken und fühlte mich etwas missverstanden ;)

    Du wolltest die wesensveraendernden Folgen von Kastra hervorheben.....das hab' ich verstanden. Ist ja auch ein wichtiger Aspekt der erwaehnt werden sollte.

    Bin mal gespannt ob und wie Tralfaz sich veraendert......(der hatte uebrigens die dritte Hodenentzuendung/Verdacht auf Krebs, deshalb kamen die Boemmels nu weg)

  • Wesensänderung? Jein, mir ging es in erster Linie darum wie anders intakte Rüden auf kastrierte Rüden reagieren und ich denke, das kann man als Besitzer eines intakten Rüden sogar besser beurteilen als als Besitzer eines kastrierten. Denn während ich beide Reaktionen regelmäßig erlebe und vergleichen kann, erlebt der Besitzer des kastrierten Rüden ja in erster Linie nur die Reaktion auf seinen kastrierten Rüden.

    Zu Wesensveränderungen kann ich weniger sagen, dazu können sicher wiederum die Besitzer der kastrierten Rüden mehr sagen.

  • Ach Björn,
    ich weiss das die Standhitze schon sehr an den Nerven nagen kann, aber auch die geht wieder vorbei.
    Im Grunde sind es nur ein paar Tage und "passieren" kann auch nichts.
    Sicher ist es Stress für Janosch, Stress für Emma und für euch, aber im Grunde sind es zweimal im Jahr, 3-5 Tage. ;)
    Glaub mir nächsten Woche wirst du schon wieder über den geilen Janosch lachen.

    Was willst du? Es ist ein souveräner Rüde geworden, es lässt sich von heissen Hündinnen abrufen, passieren im Sinne von Unfallwurf kann auch nix.

    Aber weisst du was, ich kann Janosch sogar verstehen, stell dir vor deine Freundin ist mega riemich und läuft willig durch die Gegend, du bist mega riemich und und du darfst nicht oder kannst nicht weil du einen Penisbruch oder sowas schreckliches hast. :lachtot:
    Du würdest auch schreien und es würde dir auf den Magen schlagen. ;)

    Ich hab dich so bewundert für deine Entscheidung und den Einsatz eine TA zu finden die diese Sterilisation macht und der Satz "was wäre wenn gewesen" wirst du nie beantworten können.

    Ach Björn, auch Standhitzen gehen wieder vorbei! ;)
    Alles wird jut.

  • Hallo,
    wenn ein kastrierter Rüde zum "Daueropfer" wird, neigt man natürlich dazu, das auf die Kastration zu schieben. Ich habe allerdings auch schon sehr "selbstbewusste" kastrierte erlebt und andererseits nicht kastrierte, die ständig Aggressionsobjekt sind. Trotzdem würde ich vermuten, dass die Auswirkungen der OP auf Rüden VOM VERHALTEN her sehr viel größer sind als bei Hündinnnen, obwohl es ja immer wieder empfohlen wird, weil der Eingriff selbst weniger schwer ist.

    Letzten Endes gibt es im Leben halt immer Probleme und nur selten eine völlig "einfache" Lösung. Wenn man nunmal in einem Haushalt ein "Pärchen" hält, muss man entscheiden, was am wenigsten Nachteile mit sich bringt. Ich persönlich würde in dieser Situation ehrlich gestanden zur Kastration der Hündin neigen, zumal ich damit bisher keine negativen Erfahrungen gemacht habe. Aber wenn man beide sicher trennen kann, die dazugehörigen Nerven besitzt und der RÜde das aushält, geht so eine Läufigkeit natürlich auch wieder vorbei und muss halt überbrückt werden.

    Nur die Sache mit der Sterilisation habe ich persönlich wirklich überhaupt nie nachvollziehen können, denn damit ist der regelmäßig wiederkehrende Stress für alle Beteiligten doch nicht aus der Welt!

    Elise

  • Die einfache Lösung für Pärchen gibt es nicht.
    Wenn ich an unseren alten Rüden denke, dann musste die Kastration zwar sein, aber sie war nur das kleinere Übel. Er war ein souveräner Rüde, der nie ernsthafte Probleme mit anderen Kerlen hatte. Als er kasriert wurde, war er alt, also wirklich ausgereift und erfahren. Trotzdem gab es danach Probleme mit anderen Rüden, weil die an seinem Hintern hingen und er sich wehrte. Das haben die aber gar nicht verstanden und schon hatte man echten Ärger.
    Trennen musste man trotzdem, denn kastriert vollzog er erstmals den Deckakt. Damit es keinen Stress beim Hängen gibt, wurde also bei Abwesenheit weiterhin getrennt. Draußen musste man mehr aufpassen als vorher, denn seit er wusste, wie es geht, hatte er eine ausgefeilte Technik und war schnell. Aber nur weil nichts passieren kann, kann man ihn ja nicht läufige Damen beglücken lassen.
    Und eine Hündin wird hier nur im Notfall kastriert. Mehrere Jahre mit einer inkontinenten Hündin, bei der keine Medis mehr halfen, haben gereicht. Sie fand es scheußlich zu dröppeln und ich mit dem Putzen kaum hinterher. Da Hündinnen unserer Rasse ein enormes Risiko haben inkontinent zu werden, vermeide ich das.
    Du hast das schon richtig gemacht. Du hast die Lösung gewählt, die dir ideal erschien. Aber Hunde sind eben Individuen, keiner kann sagen, was passiert wäre, wenn man es anders gemacht hätte.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    wenn ein kastrierter Rüde zum "Daueropfer" wird, neigt man natürlich dazu, das auf die Kastration zu schieben. Ich habe allerdings auch schon sehr "selbstbewusste" kastrierte erlebt und andererseits nicht kastrierte, die ständig Aggressionsobjekt sind.


    Unterschreib ich so.

    Ich meinte aber dies:

    Zitat

    Trotzdem gab es danach Probleme mit anderen Rüden, weil die an seinem Hintern hingen


    Und das ist tatsächlich (fast) immer so. Deswegen sprach ich auch nicht von einer Wesensveränderung des nun kastrierten Rüden, sondern nur von der Reaktion intakter Rüden auf ihre kastrierten Geschlechtsgenossen. Und auch wenn es nur in einigen Fällen so extrem ist, wie in diesem besagten Fall. Mein Rüde reagiert auf kastrierte Rüden eigentlich immer anders als auf intakte, für ihn sind kastrierte Rüden definitiv keine "vollwertigen Rüden" mehr. Im Gegenteil begegnet er ihnen meist wie einer Hündin. Was aber eben nicht heißt, dass der kastrierte Rüde nicht wie ein "vollwertiger Rüde" reagieren kann. Nur mein Rüde nimmt ihn nicht als solchen wahr.

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