Kastrieren einer Hündin

  • Zitat

    Wo steht denn etwas davon dass sie das Krebsrisiko verringern wollen? Sie haben nach dem geeigneten Zeitpunkt der Kastration gefragt und der ist (wenn überhaupt) eben nach der 2. bzw. 3 Läufigkeit.

    Warum sollte man kastrieren und nicht dabei das Krebsrisiko senken?
    Also wenn ich mír nun eine junge Hündin hole, und sie kastrieren möchte, welchen Grund sollte ich haben damit bis nach der zweiten Läufigkeit zu warten und damit das Krebsrisiko nicht senken?
    Das entbehrt jeglicher Logik.
    Und die falsche Aussage der Züchterin bleibt trotzdem bestehen.
    Denn es ist nun mal nicht der beste Zeitpunkt.

    Liebe Grüsse Jetsia
    Ein /Edit, habe gerade was rausgesucht.

    Bezüglich des Brustkrebsrisikos sehen die Zahlen so aus:

    * Kastriert man eine Hündin vor der ersten Läufigkeit, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Tumore entwickelt bei unter 2 Prozent!
    * Wartet man bis nach der ersten Läufigkeit, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 8 Prozent.
    * Nach der zweiten Läufigkeit erhöht sich das Krebsrisiko bereits auf 25 Prozent!
    * Nach der dritten Läufigkeit ist die Bildung von Tumoren durch eine Kastration nicht mehr zu beeinflussen.
    Je früher eine Hündin kastriert wird, desto geringer ist auch das Risiko der Entwicklung von Gesäugetumoren (Mammatumoren) im Alter. Bei Kastration vor der 1.Läufigkeit sinkt das Risiko fast auf null, für die Lernfähigkeit soll es allerdings besser sein, erst nach der 1. bzw. 2.Läufigkeit zu kastrieren.

    Ich persönlich bin der Meinung dass diese ganzen Krankheiten, und die Tatsache dass die meisten Haustiere an Krebs sterben, ganz einfache Ursachen hat.
    Die erste Ursache ist schlechtes Futter, sprich Dosenfutter, Trockenfutter
    Die zweite Ursache ist Rauchen, wer sein Tier sein Leben lang vollqualmt, darf sich halt nicht wundern.

  • Hallo!
    Genau zu diesem Thema habe ich vor ein paar Wochen auch einen Beitrag gestartet. Auf diesen Beitrag gab es rund 230 Antworten (mehr oder weniger qualifiziert). Zu diesem Thema gibt es hier die verschiedensten Meinungen.
    Meine Entscheidung hat sich durch die ganzen Beiträge nicht geändert. Ich lasse meine Hündin mit etwa 7 Monaten kastrieren. Habe diesbezüglich mit verschieden TÄ gesprochen und bin immernoch der Meinung, dass die Kastration vor der ersten Läufigkeit für uns das beste ist. Ich bin mit meiner TÄ jedoch so verblieben, dass wir uns vor dem Eingriff noch einmal zusammensetzen und schauen wie weit Emma inszwischen entwickelt ist. Danach entscheiden wir, ob es dann oder später sein soll.

    Dass es Probleme mit anderen Hündinnen geben soll, kann ich nicht bestätigen. Auf dem HP sind (zumindest von den Agility-Hunden) etwa 80 % vor der ersten Läufigkeit kastriert worden. Diese Hündinnen sind ALLE total umgänglich! Lediglich die Hündinnen, die später kastriert wurden sind zum Teil ziemlich zickig! Also daran liegt es nicht!!!

    Lass dich da am besten auch noch mal von deinem TA beraten.

    Lieben Gruß

  • Meine Frühkastratin ist aszozial, unsicher und verprügelt am liebsten kastrierte Jungs.

    Außerdem bekommt sie halbjährlich diverse Erkrankungen.

    Ich würde es nicht nochmal machen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Dass es Probleme mit anderen Hündinnen geben soll, kann ich nicht bestätigen. Auf dem HP sind (zumindest von den Agility-Hunden) etwa 80 % vor der ersten Läufigkeit kastriert worden. Diese Hündinnen sind ALLE total umgänglich! Lediglich die Hündinnen, die später kastriert wurden sind zum Teil ziemlich zickig! Also daran liegt es nicht!!!


    Findest du das wirklich aussagekräftig, dass ftrühkastrierte Hündinnen unter lauter frühkastrierten Hündinnen keine Probleme haben?
    Und warum ist es schlimm, wenn eine Hündin einfach älter wird und nicht mehr ständig spielen will? Was verstehst du unter "Zickigkeit"?

    Die Hündinnen, die ich vom HP her kenne, die haben gerade mit den ersten Läufigkeiten entscheidende Entwicklungsschritte gemacht. Diese Möglichkeit würde ich meiner Hündin niemals nehmen.
    Zudem senkt eine frühe Kastration zwar das Mammatumorrisiko, das will ich gar nicht bestreiten, aber die negativen Auswirkungen (auch die gesundheitlichen) beschränken sich eben nicht nur auf Inkontinenz und Fellqualität, wie es hier in Deutschland meist heißt. Im Ami-Land sind die Forschungen bzgl. der negativen Auswirkungen schon etwas weiter, wahrscheinlich auch, weil dort eben noch viel mehr kastriert wird.

    Und warum bitte wird, selbst in Deutschland, immer davon abgeraten Behindertenbegleit- und Arbeitshunde vor der ersten Läufigkeit zu kastrieren, wenn die sich doch ebenso entwickeln? Nein, das ist eben nicht so und wird auch nur von ganz wenigen (schlecht informierten?) Kastrationsbefürwortern so behauptet.
    Und dann frage ich mich, haben wir das Recht dazu unseren Hund durch eine OP so entscheident in seiner Entwicklung zu stören? Ich möchte keinen ewig lieben junggebliebenen Hund, ich zumindest möchte, dass mein Hund erwachsen wird und damit meinetwegen in den Augen anderer Hundehalter "zickig".

  • Zitat

    Warum sollte man kastrieren und nicht dabei das Krebsrisiko senken?
    Also wenn ich mír nun eine junge Hündin hole, und sie kastrieren möchte, welchen Grund sollte ich haben damit bis nach der zweiten Läufigkeit zu warten und damit das Krebsrisiko nicht senken?
    Das entbehrt jeglicher Logik.

    Welchen Grund man hat zu warten? Vielleicht den Grund es dem Hund zu ermöglichen erwachsen zu werden, köperlich und geistig. Nicht seinen kompletten Hormonaushalt durcheinander zu bringen, ihn nicht der Gefahr auszusetzen ihn wegen Harninkontinenz sein restliches Leben mit Medikamenten füttern zu müssen...das wären so ein paar meiner Gründe. Für mich entbehrt es jeglicher Logik einen Hund profilaktisch kastrieren zu lassen, weil er Krebs bekommen könnte.

  • Zitat

    Welchen Grund man hat zu warten? Vielleicht den Grund es dem Hund zu ermöglichen erwachsen zu werden, köperlich und geistig.


    Dem stimme ich zu.

    Zitat

    Nicht seinen kompletten Hormonaushalt durcheinander zu bringen,


    Das allerdings tust du auch mit einer späteren Kastration, nur eben nicht mehr in der entscheidenden Entwicklungsphase.

    Zitat

    ihn nicht der Gefahr auszusetzen ihn wegen Harninkontinenz sein restliches Leben mit Medikamenten füttern zu müssen...


    Hier allerdings bist du falsch informiert. Tatsächlich haben wohl frühkastrierte Hündinnen das geringere Risiko eine Inkontinenz zu entwickeln. Allerdings ist sie, wenn sie denn auftritt, meist schwerer und angeblich auch in mehr Fällen nicht behandelbar.

  • Zitat

    Meine Frühkastratin ist aszozial, unsicher und verprügelt am liebsten kastrierte Jungs.

    Das muss aber nicht an der Kastration liegen! Das kann auch andere Ursachen haben. Aber gut, ich kenne weder dich noch deinen Hund. Aber die Erfahrungen, die ich gemacht habe waren positiv.

    Um das Beispiel mal umzudrehen; ich kenne eine Hündin die sich auf andere Hündinnen stürzt und sich mit denen bis auf´s Blut beißen würde. Sie ist nicht kastriert.

    Man kann pauschal nicht sagen, in wie weit Hunde durch die Hormone beeinflusst werden. Es gibt keine Faustregel die besagt kastiert = umgänglicher, nicht kastriert = (ich sag jetzt mal) zickig oder umgekehrt. Da spielen noch ganz wesentliche andere Dinge mit. Jeder Hund ist ein Individuum und jeder HH muss für sich entscheiden womit er/sie am besten klar kommt. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Und hierüber kann man eine endlose Diskussion führen. Ich meine nur, dass jeder HH für die Entwicklung und Sozialisierung seines Hundes selbst verantwortlich ist. Und entwickelt ein Hund eine Marotte oder hat ein anderes Problem, dann ist es an dem HH daran zu arbeiten oder halt damit zu leben.

    Ich kann nur noch mal empfehlen sich den Rat verschiederer Tierärzte einzuholen. Die haben schließlich studiert und auch jede Menge Erfahrungen damit. Ein guter Tierarzt wird über Risiken aufklären und seine persönlichen Erfahrungen mitteilen.

  • Zitat


    Hier allerdings bist du falsch informiert. Tatsächlich haben wohl frühkastrierte Hündinnen das geringere Risiko eine Inkontinenz zu entwickeln. Allerdings ist sie, wenn sie denn auftritt, meist schwerer und angeblich auch in mehr Fällen nicht behandelbar.

    Dass das Risiko geringer ist, weiß ich. Ging mir mehr darum, dass das bei jeder Kastration auftreten kann und man somit den Hund immer dieser "Gefahr" aussetzt.

  • Zitat

    Ich kann nur noch mal empfehlen sich den Rat verschiederer Tierärzte einzuholen. Die haben schließlich studiert und auch jede Menge Erfahrungen damit. Ein guter Tierarzt wird über Risiken aufklären und seine persönlichen Erfahrungen mitteilen.

    Die Tierärzte die ich kenne sind alle gegen eine Frühkastration (ich habe mit 4 über das Thema gesprochen). Selbst der Tierarzt der vor 10 Jahren noch meine erste Hündin frühkastriert hat und damals davon überzeugt war. Nach neuen Erkenntnissen hat er seine Meinung geändert.
    So einfach ist die Frage also gar nicht zu klären. ;)
    Und viele Tierärzte scheinen auch gar nicht darüber zu informieren oder selbst genügend darüber zu wissen, dass gewisse Krebsarten durch eine Kastration auch begünstigt werden können.

    Aus eigener Erfahrung kann ich nur noch einmal betonen wie unglaublich der Entwicklungsschub ist den ich bei Kayleigh und der Hündin einer Freundin während der ersten Hitze erlebt habe.
    Ich könnte mir im Nachhinein in den Hintern dafür beissen, dass ich Nova das vorenthalten habe.

  • Zitat


    Ich kann nur noch mal empfehlen sich den Rat verschiederer Tierärzte einzuholen. Die haben schließlich studiert und auch jede Menge Erfahrungen damit. Ein guter Tierarzt wird über Risiken aufklären und seine persönlichen Erfahrungen mitteilen.

    ein guter ta wird keine frühkastra vornehmen.

    die meisten, ta, die den haltern eine frühkastra vorschlagen, sehen doch nur das geld, was in ihren topf fließt.

    gruß marion

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