Macho-Gehabe abtrainierbar???

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  • Hallo liebes "Hundevolk"
    heute habe ich folgendes Problem:
    Ich habe zwei Hunde: Eine 2jährige Labrador-Hündin und seit 5 Monaten einen 1 1/2 jährigen cocker-großen Mix-Rüden aus Griechenland. Der Rüde ist kastriert und hat wahrscheinlich fast sein 1. Lebensjahr "wild" verbracht.
    Mein Problem seit der letzten Hitze der Hündin: Der"Grieche" vertreibt laut keifend und quiekend alle Hunde die in die Nähe der Hündin kommen. Das können auch weitaus größere Hunde sein und manchmal schlägt er sie in die Flucht. :Dieses Verhalten ist ziemlich nervig, zumal beim Spazierengehen ständig andere Hunde kommen die meist friedlich miteinander auskommen und spielen. Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, wie man dieses unerwünschte Macho-Getue unterbindet bzw. aberzieht? Bin für jeden Rat dankbar.

  • Hallo,
    wie bist Du denn bisher in solchen Situationen vorgegangen??
    Was hast Du schon ausprobiert??

    Wäre schön, wenn Du ein bißchen ausführlicher berichten könntest, dann könnte man Dir eventuell auch Tipps geben =)

  • Hallo,

    ich schließe mich Conny an.
    Vielleicht hat er sie erst so richtig wahrgenommen als sie läufig war, aber ich denke auch, dass er die Hündin als seinen Besitz ansieht.
    Diese muss er natürlich verteidigen. (in seinen Augen)

    So wie sich das anhört lässt Du ihn ja frei laufen, oder?
    Ich würde dieses Verhalten unterbinden.

    Bist Du schon mal mit ihm alleine gelaufen? Wie verhält er sich da anderen Hunden gegenüber?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Also vielen Dank fürs feetback erstmal. Beide Hunde laufen fast immer ohne Leine, da wir größtenteil auf Wiesen und Feldwegen unterwegs sind. Ist der Rüde angeleint hat er meistens noch größere Klappe. Bisher habe ich noch garnicht großartig etwas unternommen, da der Rüde anscheinend bei den anderen Hundebesitzern sowieso nicht ernst genommen wird. Meistens schmunzeln sie sogar über ihn. Lein ich ihn dann an, ist er nur am kleffen.
    Um aber keinen falschen Eindruck zu erwecken, das Gehabe ist im Grunde nur "heiße Luft". Er würde sich glaub ich wenigstens nicht ernsthaft beißen. Gr0ße Klappe nichts dahinter eben... Falls er die Hündin wirklich als sein Eigentum sieht, kann man das noch ändern? Sie ist in der Rangordnung aufgrund von Alter und Geschlecht die Höhere, das zweifelt er auch nicht an.

  • Hi

    Wenn der Rüde unabhängig gelebt hat, macht er nur das weiter was er vorher getan hat.

    Nämlich, die Mitglieder seines Hunderudels vor fremden Hunden zu beschützen. Eine völlig normale Verhaltensweise. Wildlebende Hunde (Strassenhunde) sind nicht immer freundlich/verspielt zu anderen Hunden, die sind Konkurenz und werden oft ganz böse niedergemacht.

    Also tut der Rüde was er muss (was Erfahrung und Instinkt ihm sagen) um die Sicherheit seiner Hündin zu gewährleisten. Hat nur wenig mir reinem Machogehabe oder Besitzansprüche zu tun.

    Erwarte nicht, das dein Rüde zu einem dieser *ichspielmitderganzenwelt* Hundchen mutiert. Er hat ohne HH überlebt und musste sich als Hund selbst entscheiden sowie die Folgen (z.b. rauferei) daraus tragen.

    Und jetzt redet ihm ein Mensch drein?? Er soll brav *harmlos* und folgsam sein? Warum? :???:

    Gegen seine Unabhängkeit hilft nur Schlepp oder Flexi. Und warten, bis er erlaubt das ihr den Schutz der Hunde übernehmt. Er muss es verstehen und akzeptieren das er nicht mehr entscheiden kann. Braucht Zeit, und viel Geduld, gepaart mit Gassigängen in hundearmen Ecken. :D

    Birgit
    die rät, öfters mit dem Griechen alleine zu gehen
    und sich an den Gedanken eines unfreundlichen Hundes zu gewöhnen

  • Zitat

    Und warten, bis er erlaubt das ihr den Schutz der Hunde übernehmt. Er muss es verstehen und akzeptieren das er nicht mehr entscheiden kann.


    Wenn ich mich in solchen Situationen passiv verhalte, wie kann der Hund dann verstehen (und akzeptieren) das er nicht mehr entscheiden soll? Er bekommt doch gar keinen Hinweis darauf, sondern ihm wird es komplett überlassen, also wird er seine Aufgabe pflichtbewust erfüllen :???:.

    Noch ist es "heiße Luft". Sollte er aber mal an den Falschen geraten kann sich das ganz schnell ändern.

  • Zitat

    Und warten, bis er erlaubt das ihr den Schutz der Hunde übernehmt. Er muss es verstehen und akzeptieren das er nicht mehr entscheiden kann. Braucht Zeit, und viel Geduld, gepaart mit Gassigängen in hundearmen Ecken


    :schockiert:
    ICH soll warten, bis mein Hund mir irgendwas erlaubt ?? Und tatenlos zusehen, wie er Blödsinn macht ?? Na Prost Mahlzeit.

    Sorge dafür, dass er auf DICH achtet, indem du am Gehorsam arbeitest. Zur NOt muss eben die Leine dran, wenn er sich nicht abrufen lässt. Die Hündin ist nicht sein Eigentum. DU bist derjenige, der sagt, wo es lang geht und was er darf und was nicht.

    Wenn ich so argumentiere, wie greenleaf, dann würde Mücke sämtliche männliche unkastrierte Hunde der Nachbarschaft niedermetzteln, weil es "ihm die Natur so vorgibt".

  • Hmmpf.........

    Ich sagte doch ausdrücklich das der Rüde an die SCLEPP und FLEXI gehört. Nix mit niedermetzeln der anderen Rüden.
    War das etwa missverständlich?

    Ein fremder, selbständiger,, erwachsener Rüde gibt dir irgendwann die "Erlaubnis" ihm zu sagen was abläuft....freiwillig........weil er versteht und vertraut.

    Oder soll er gezwungen werden? Womit?

    Birgit
    deren 30kg Rüde es ihr erlaubt, ihm zu befehlen....ohne Zwang....also freiillig....

  • Ich würde dem Hund erstmal zeigen, was in seiner neuen Situation von ihm verlangt wird - ihm also erstmal einiges an Spielregeln geben, die ihm zeigen, wie es bei euch läuft und dass DU hier der Boss bist. Lass ihn sein Futter verdienen, Befehle befolgen, auf dich achten, ignoriere ihn auch öfter mal zu Hause, mach draußen Aufmerksamkeitsübungen, die ganze Palette eben.
    Und mach ihm klar, dass es nicht seine, sondern deine Hündin ist - klingt lustig, funktioniert aber oft.
    Wenn er an der Leine den Dicken macht und Ablenken nicht klappt, kannst du auch versuchen, ihn "abzudrängen", also dich drohend vor ihn stellen und auf ihn zugehen, so dass er ausweichen muss. Mach Eindruck, sein Ego kann es verkraften :)
    Wenn du konsequent bist, wird der Kleine seine Besitzansprüche mit der Zeit an dich abtreten und hat ein entspannteres Leben, weil du alles im Griff hast.

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