Brauche Tips zur Bindungsarbeit

  • mit meinem Rüden, jetzt ca. 11 Monate alt und Fundhund aus dem Tierheim.
    Ich habe ihn mit ca. 6 Monaten bekommen, es ist ein Schnauzer- Pudel- Terrier-Mix (geraten ) mit fast 11 Kilo.
    Wir machen von Anfang an HuSchu und ohne Ablenkung hört er ganz gut. Jedoch mit Ablenkung werde ich kaum beachtet, HuSchu meint er zeigt Meideverhalten.
    Meine Hausaufgabe für die nächste Woche ist daher intensive Bindungarbeit.
    Habt ihr Tips für mich, wie ich das umsetze?
    LG.,R.

  • aus der Hand füttern, gemeinsam Suchspielchen in der Wohnung, Kuscheln, Kontaktliegen, Massagen, aber auch gezieltes ignorieren können dort sehr hilfreich sein.

    Haben die dir in der Hundeschule keine Tipps gegeben, wie man das machen kann?

  • Hallo, danke für die schnelle Antwort.
    Doch ich habe Tips erhalten.
    Diese betreffen das Arbeiten beim Gassigehen.
    Morgens kein Futter, sondern Futter beim Laufen erarbeiten lassen durch intensievstes Loben. Dazu soll ich ihn kommende Woche an der Leine führen, zick zack laufen, Richtung ändern, ihn in die Leine laufen lassen aber selber keinen Druck über die Leine geben. Ziel soll eben sein, dass er ständig Blickkontakt zu mir hält und mich beachtet.

  • Hallo ReCoMa,

    das mit den Richtungswechseln ist schon mal ein guter Ansatz. Ändere dazu zwischendurch immer wieder mal die Geschwindigkeit.

    Mal normal gehen, dann leicht laufen, dann wieder unvermittelt gaaaaaaanz langsam. Dann muss dein Hund dich mehr im Auge behalten und wird automatisch aufmerksamer.

    Ausserdem weckt all das sein Interesse, was wirklich toll für ihn ist. Tu doch einfach mal beim Spaziergang so, als würdest du etwas am Wegrand suchen. Gehe in die Hocke und fahre mit den Fingern durchs Gras und tu vollkommen interessiert. Dein Hund wird ganz sicher wissen wollen WAS denn da so toll sein soll und kommt heran.

    Lasse ihn mitsuchen und beende das Suchen dann mit einem tollen Lob und natürlich einem suuuuper Leckerchen. So lernt dein Hund: halte ich mich bei Herrchen/Frauchen auf - springt für mich was dabei raus.

    Du kannst natürlich auch ein Spielzeug oder Apportel so am Wegesrand platzieren, dass er es zunächst mal nicht mitbekommt und dann beginnst du dein Suchspielchen. Hier ist das Lob quasi das Spielzeug. Hat er es gefunden, dann veranstalte einen Feixtanz. Tausche dann das Spielzeug gegen ein Leckerchen und löse das Spiel auf.

    Wichtig: wann immer dein Hund etwas hat was Du haben möchtest, dann tausche mit ihm und nimm es nicht einfach nur weg. Machst du das nicht, kann es dazu führen, dass dein Hund irgendwann erkennt, dass er nichts fürs hergeben bekommt und wird es dann verständlicherweise nicht mehr hergeben wollen. Tauschst Du aber mit ihm, dann weiß er immer, dass sich die Sache für ihn lohnt.

    Viel Spass beim "arbeiten" mit deinem Hund. Du wirst sehen, das funktioniert.

    Lg
    Volker

  • Kann mich meinen " Vorschreibern " nur anschließen . Gut funktionierten könnte auch verstecken spielen , wenn er vorläuft ,einfach hinter einen Baum oder sonst wo , rufen und in " Deckung " bleiben . sollst mal sehen wie schnell der sein Frauchen sucht !!! Ach ja ,sollte er ein Liebingsspielzeug haben , Ball oder so - ich hab nicht immer getauscht - sondern auch mal abnehmen , loben und sofort wieder werfen , so lernte er , daß Abgeben auch für ihn zum Erfolg führt ( darf es ja gleich wieder haben ) funktioniert natürlich nur , wenn er gerne apportiert .
    " Bindungsarbeit " findet aber nicht nur beim Spaziergang statt . Ich weiß ja nicht wieweit es Dir möglich ist , ihn an Deinem ganz normalen Alltag teilhaben zu lassen . Gemeinsam Müll rausbringen , Aufräumen - eigentlich alles , was so anfällt , kann man mit ein bischen Phanatasie auch für den Hund interessant machen - sprich - mit ihm GEMEINSAM die kleinen alltäglichen Dinge erledigen . Wenn Du Lust hast - probiers mal - Du wirst überrascht werden ...
    Ganz liebe Grüße und viel SPAß bei den Hausaufgaben

    Susi und Falko

  • Seltsame Hundeschule !
    Du hast den Hund seit 5 Monaten und jetzt sollst du eine Woche "Bindungsarbeit" machen ??

    Wie definiert ihr denn Bindung ?!

    Wenn dein Hund wirklich ein Meideverhalten zeigt, dann würde ich eher an dem gemeinsamen, an Erfolgserlebnissen, vertrauensvoller Zusammenarbeit arbeiten.
    Sollte der Hund dich einfach nicht ernst nehmen draussen, dann würde man den grundlegenden Umgang ändern.

    Wenn du nur noch draussen aus der Hand fütterst, meinst du, dadurch "bindet" sich der Hund mehr an dich ? Entweder er tritt zügig an, staubt Futter ab und geht seines Weges, oder er hungert den Rest des Tages ... eine freiwillige Mitarbeit und ein vertrauensvolles Miteinander entsteht dadurch weniger.

    Wieso gehst du das "Problem" erst jetzt, nach so langer Zeit an ?

    Gruß, staffy

  • Hallo, danke für die Antworten.
    Ihr bestätigt mich mit euren zahlreichen Tips in meiner bisherigen Arbeit mit dem Hund. Die meisten Sachen, die ihr aufgezählt habt, habe ich ja bisher mit ihm gemacht. Nur Clickern nicht, wie gesagt, und die Tips zur Sucharbeit werde ich auch verstärkt versuchen.
    Staffy, meine Hundeschule glaube ich ist Spitze. Ich habe ja einen Hund mit "Vergangenheit", der einige kleinere und wenige grössere Baustellen hatte. In der Hundeschule haben wir an seinem Sozialverhalten gerbeitet und am Grundgehorsam. Wir sind auf dem gleichen "Stand" wie die meisten anderen Kursteilnehmer, die ihren Hund schon vom Welpenalter an hatten.

    Mein Hund hat einen Guten Grundgehorsam und kann Sitz,Platz, Komm, Hier, bei Fuß, Bleib und ist prima Leinenführig, ich kann ihn ableinen im Feld und im Wald- das klappt alles prima, solange er eben nicht abgelenkt ist, vor allem natürlich durch andere Hunde, dann hat er halt keine Ohren mehr.
    Diese Situation möchte ich so natürlich nicht akzeptieren, ich muss doch den Hund unter Kontrolle haben können. Ich möchte erreichen dass er immer abrufbar ist.
    Ich habe schon sehr viel erreicht bei meinem Hund, aber im Moment bleiben wir irgenwie "stehen" .

  • Na, das hört sich doch super an. Mich verwirrte nur, daß man den Grund des "nicht hörens unter Ablenkung" auf ein Meideverhalten schiebt und du deshalb Bindungsarbeit leisten sollst - vielleicht nur unverständlich ausgedrückt.

    Meist ist es aber doch so, daß es diverse kleine Probleme im Zusammenleben gibt, wo Hundi generell weiß, daß er dich auch mal überhören kann und dies zeigt er dann auch draussen. Da würde man natürlich bei Ersatzkonflikten mit der Arbeit anfangen.

    Wenn du eine super HS hast, umso besser, jeder kompetente Trainer vor Ort ist besser als ein Ratschlag aus der Ferne.

    Gruß, staffy

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