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Ist Obedience alltagstauglich?

  • wisst ihr was ich schade finde?


    hast du ehrlich auf einer obedience-prüfung leute von stachler, würger und tele reden gehört? ich möchte nicht ausschließen, dass es das gibt, aber ich habe bisher das glück gehabt, niemanden kennen zu lernen, der seinen hund im obi so ausbildet.


    verbissen? ich bin auch ehrgeizig. ich strebe die perfektion an, die obedience meiner meinung nach ausmacht. dies ausschließlich mit dem clicker, bestätigung und abbruch.

  • Also nun muss ich mich auch nochmal zu Wort melden.


    Die ganze Dikussion war eigentlich mehr als ich hören wollte, aber auch sehr aufschlussreich. Ich für mich ziehe einfach daraus, dass Obedience mehr ist als "normale" Unterordnung. Und ich es genauso sehen sollte wie jeden anderen Hundesport.


    Hätte ich geahnt, dass meine Frage so provokant gestellt ist, hätte ich sie vermutlich anders gestellt


    Da ich ja am Freitag leider nicht beim Traing war, (hab auf dem Weg dahin festgestellt, dass ich den Impfpass zu Hause liegen hab :kopfwand: ), kann ich auch leider keine Praxiserfahrung mit dem von euch geschriebenen vergleichen. Aber am 19.12. wird es einen neuen Versuch geben und dann kann ich mir besser eine eigene Meinung bilden.


    Für mich sind gerade viele Dinge ganz neu. Bis vor kurzem kannte ich das Wort Konditionierung noch gar nicht (zumindest nicht im Zusammenhang mit Hundeerziehung/-ausbildung). Nun muss ich feststellen, dass es auch Erziehung ohne Konditionierung gibt, wie zB von Terry praktiziert.
    Es ist gerade sehr schwer sich in dem ganzen Wust zurechtzufinden, damit ich mir dann das passende für mich herausziehen kann.


    Von daher wollte ich für mich mit der Ausgangsfrage nur ein bißchen mehr Licht ins Dunkel bringen... jetzt ist aber das Gegenteil eingetreten :D


    Hab mich fast schon ein bißchen damit abgefunden, dass mein erster Hund wahrscheinlich nicht perfekt (in meinen Augen) werden wird, weil ich einfach zu wenig Erfahrung hab. Aber ich bekomme auch viel Lob von Laien über ihre Erziehung und manchmal sogar von Leuten die Ahnung haben (in meinen Augen) und das macht mich dann schon stolz. Ich geb mir ja auch viel Mühe.


    (Da schreib ich grade Gutes über sie, um dann zu hören wie sie auf etwas rumbeißt und als ich nachgucken gehe, sehe ich wie sie ihren Teppich zernagt... :roll: Hach, ich liebe diesen Hund! :D )


    Ja, also ihr werdet wieder von mir hören, wenn ich meine ersten eigenen Erfahrungen gemacht hab und dann kann die Diskussion ja weitergehen, aber bitte ohne streiten, ja? =)

    liebe Grüße Leela mit Numa *10.4.08


    "Die war im Schnee, die hat ja weiße Pfoten!"

  • Zitat von "steffi72"


    hast du ehrlich auf einer obedience-prüfung leute von stachler, würger und tele reden gehört?


    Ja, habe ich wirklich und das damals gleich bei meiner ersten Prüfung. Ich war entsetzt. Und ich kenne Ausbilder, die auf Stachler und Würger nicht verzichten! In meinem Verein ist das glücklicherweise verboten.


    @ Leela


    Lass dich nicht verunsichern. Finde deinen Weg und deinen Stil. Was auch immer daraus wird, freu dich mit deinem Hund und über das, was er kann. Gehe gut mit ihm um und habe Spaß mit ihm. Sei klar in deinen Anweisungen, egal ob es um Perfektion oder um Alltag geht.


    Jeder muss seinen Weg mit dem Hund selber deffinieren und was für den einen richtig ist, ist für den anderen falsch. Aber wichtig ist, dass du deinen richtigen Weg findest. Den kann dir auch kein Trainer der Welt vorschreiben. Wenn du es anders machen willst, dann tu es, solange es deinem Hund und der Beziehung zu dir nicht schadet.


    Auch wenn Yane und ich uns völlig anderer Meinung sind, so stehen wir beide zu unserem Weg, haben beide unseren Weg gefunden und leben ihn. Wir haben uns entschieden. Jeder für den Weg, an den er glaubt. Und uns beiden steht es zu, diesen zu 100% zu vertreten, auch wenn wir ihn gegenseitig vielleicht nicht verstehen oder gut heißen.


    Ich finde es gut, dass du die Frage so gestellt hast, denn es gibt wirklich zwei Sichtweisen. Die eine, die sagt, alles im Obedience sollte perfekt sein, dass kann ich aber im Alltag nicht durchziehen und will ich im Alltag nicht. Obedience ist eine Sportart. Deshalb trenne ich es strikt. ( Yane, ich hoffe, ich habe es so korrekt wiedergegeben, sonst habe ich dich falsch verstanden)


    Die andere Seite sagt, ok, Befehl ist Befehl und jeder Befehl muss mein Hund überall richtig ausführen können. Dies führt dazu, dass ich überall den Befehl auch korrekt durchsetzen muss. Ich muss aber aufpassen, dass die Perfektion im Obedience dabei nicht verloren geht. Ich trenne Alltag und Hundesport kaum. Dafür habe ich auch im Alltag einen Hund, der sehr gehorsam ist.


    Hier ein paar Bilder zur Veranschaulichung und zum Spaß:
    Wasserobedience

    Platz in höchster Spannung in einem Flußbett



    als Belohnung: Wasserapport;-)



    Vesperobedience: Platz und ignoriere die Pizza!


    Jetzt soll noch einer sagen, Obedience ist nicht alltags- und freizeittauglich! :D

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