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Wie viele Knochen?

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    Hallo,
    nachdem ich ja vor noch nicht allzu langer Zeit zum "Teilbarfer" geworden bin trage ich mich seit einiger Zeit mit dem Gedanken komplett zu barfen. Da ich aber auch einen Welpen habe (16 Wochen), dessen Calziumbedarf natürlich entsprechend groß ist, wollte ich euch mal fragen wieviele Knochen ich füttern müsste?
    Habe zwar schon auf diversen Internetseiten gesucht, aber wirklich genaue Angaben zum Calziumgehalt verschiedener Knochen und dem täglichen Bedarf eines Welpens im Wachstum habe ich leider nirgends gefunden!
    Vielleicht könnt ihr mir ja helfen!
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

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  • Bei einem Welpen ist das auch schwieriger, weil man da vom momentanen Gewicht, vom Endgewicht und vom Alter ausgeht.


    Ich kann dir die Welpen-Barf Broschüre aus dem Barfshop empfehlen. Da steht alles wissenswerte drin.

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

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  • Überhaupt keine.
    Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Röhrenknochen splittern generell und können zu erheblichen Verletzungen führen. Angefangen von der Speiseröhre bis hin zum Darm.
    Harte Knochen (z.B. Rinderbein) reibt sich mikroskopisch klein ab. Das Granulat ist so fein, das es nicht vollständig ausgeschieden wird. Statt dessen arbeitet sich das Granulat in die Darmwände ein und "kann" (muss nicht zwingend sein) zu einer regelrechten Perforation der Darmwände führen. Etlichen Hunden passiert auf Lebzeiten nichts. Andere leiden an Durchfall, andere sterben sehr früh daran.
    Kein modern denkender TA wird Dir zum Füttern von echten Knochen raten.
    Um den Bedarf Deines Hundes zu ermitteln, müsstest Du die Knochen immer von Tieren unter identischen Fütterungs- und Haltungsformen beziehen und die Knochen einem Lebensmittelchemiker vorlegen.


    Du wirst im Internet auch nichts finden, weil jeder Hund anders ist. Rasse, Elterntiere, individuelle Disposition, individuelle Belastung,....



    LG. Wakan


    aus technischen Gründen auf Sakurus Account.

    "Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."
    (Albert Einstein)

  • Zitat von "Wakan"

    Röhrenknochen splittern generell und können zu erheblichen Verletzungen führen. Angefangen von der Speiseröhre bis hin zum Darm.


    Röhrenknochen splittern nicht generell, sondern nur wenn sie gekocht, gebraten oder sonstwie erhitzt wurden.
    Wenn sie doch so gefährlich sind, wie haben nur all die Raubtiere überlebt, die seit Millionen Jahren diese Knochen fressen?


    Zitat von "Wakan"

    Kein modern denkender TA wird Dir zum Füttern von echten Knochen raten.


    Ich möchte ja keinem Tierarzt zu nahe treten, aber fundierte Kenntnisse über die Ernährungsansprüche unserer Haustiere haben die wenigsten, dass wird während des Studiums nämlich kaum gelehrt.
    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Zitat

    Röhrenknochen splittern nicht generell, sondern nur wenn sie gekocht, gebraten oder sonstwie erhitzt wurden.
    Wenn sie doch so gefährlich sind, wie haben nur all die Raubtiere überlebt, die seit Millionen Jahren diese Knochen fressen?


    Naja, wie Echsen, die einzigen millionen Jahre alten Raubtierarten das machen, weiss ich nicht. :hallo:
    Wildcaniden wie z.B. Wölfe fressen auch nicht wie Haushunde. Sie schlingen wesentlich größere Tierstücke und zerkauen die Knochen nicht. Mäuse etc. werden komplett verschlungen und bei großen Beutetieren bleiben die Knochen übrig. Außerdem haben Wildcaniden wesentlich mehr Parasiten die bei der Zersetzung von Knochenpartikeln helfen. Trotzdem sind schwerwiegende Darmerkrankungen bei älteren Wildcaniden der Normalfall.

  • Hallo!


    Zitat von "Wakan"


    Naja, wie Echsen, die einzigen millionen Jahre alten Raubtierarten das machen, weiss ich nicht.


    Also erstmal sind Echsen im wissenschaftlichen Sinne keine Raubtiere, sie gehören nämlich nicht zur Ordnung Carnivora (Landraubtiere), sondern zur Ordnung Squamata in der Klasse der Reptilien.
    Zweitens gibt es sehr wohl schon seit Millionen Jahren Landraubtiere und auch Vorkläufer unserer Hunde: Gemeinsamer Vorfahr aller Landraubtiere waren die Miaciden (wiesel- bis mardergrosse Tiere), die vor etwa 50 Millionen Jahren die Erde bevölkerten.
    Schon vor etwa 40 Millionen Jahren spalteten sich von dieser Gruppe der Urraubtiere die Katzenartigen ab. Marderartige, Bären und Hundeartige gingen noch weitere 5 Millionen Jahre gemeinsame Wege bevor auch sie sich in verschiedene Gruppen (taxonomisch richtig: Familien) aufspalteten.
    Der erste unmittelbare Vorfahr der Hundeartigen war der etwa fuchsgrosse Hesperocyn, der vor etwa 30 Millionn Jahren in Nordamerika lebte. 10 Millionen Jahre weiter, vor etwa 20 Millionen Jahren entstanden aus Hesperocyn neue Formen in Nordamnerika, so der etwas grössere Cynodesmus und der stärkere Tomarctus.
    Vor etwa 15 Millionen Jahren und einer Weiterentwicklung von Cynodesmus und Tomarctus vollzog sich die Aufspaltung der verschiedenen Gattungen der Hundeartigen. Die älteseten Arten blieben jedoch auf Nord- und Südamerika beschränkt. zu ihnen zählen heute noch existierende Arten wie Waldhund, Waldfuchs, Kurzohrfuchs, Kampfuchs und Graufuchs. Andere Arten wanderten vor etwa 6 Millionen Jahren, über eine damals bestehende Landbrücke in Eurasien und von dort auch nach Afrika ein. Dort bildeten sich dann die altweltlichen Fuchsarten heraus, Löffel- und Marderhunde, Afrikanische und Asiatische Wildhunde sowie Wölfe, Schakale und Kojoten. Diese drei Arten der Gattung Canis gehörten damals noch einem gemeinsamen Typ an, deren Trennung sich mit Beginn des Pleistozäns vollzog.
    Ich denke also schon, dass man Wölfe als Millionen Jahre alte Raubtiere bezeichnen kann.


    Zitat von "Wakan"


    Wildcaniden wie z.B. Wölfe fressen auch nicht wie Haushunde. Sie schlingen wesentlich größere Tierstücke und zerkauen die Knochen nicht. Mäuse etc. werden komplett verschlungen und bei großen Beutetieren bleiben die Knochen übrig.


    Ich glaube hier sollte man etwas differenzieren. Das kleinere Beutetiere komplett verschlungen werden ist klar. Bei größeren Beutetieren bleiben aber, anders als von dir beschrieben, nicht alle Knochen übrig, sondern nur die wirklich großen schwer zu knackenden, wie z.B. Schenkelknochen, teilweise Schädelknochen usw. Ist ja auch logisch bei einem Calziumbedarf von etwa 80 mg / kg Körpermasse im Erhaltungsstoffwechsel und Knochen als einzige wirklich calziumreiche Nahrungsquelle in der Natur.
    Bis hierher gehen auch Hunde mit Wölfen konform, ihr Calziumbedarf ist nämlich ähnlich hoch- und bei Welpen im Wachstum noch viel höher. Das ich keine Schenkelknochen verfüttern will ist klar, sondern eher Hühner- und Putenhälse, Kaninchenköpfe, Lammrippen usw. Diese Knochenverfütterung ist bei selbstzusammengestellter Nahrung auch absolut notwendig um die benötigte Kalziumzufuhr sicherzustellen!


    Zitat von "Wakan"


    Außerdem haben Wildcaniden wesentlich mehr Parasiten die bei der Zersetzung von Knochenpartikeln helfen.


    Welche Parasiten sollen das den sein, die Im Magen- und Darmtrakt eines Wolfes vorkommen? Bakterien der Darmflora - OK - aber sicher keine Parasiten!


    Zitat von "Wakan"


    Trotzdem sind schwerwiegende Darmerkrankungen bei älteren Wildcaniden der Normalfall.


    Die Quelle zu dieser Aussage hätte ich doch mal gerne gewusst!


    Liebe Grüsse,
    Sleipnir

    Liebe Grüße,
    Björn und seine Gassimeute

  • :gut:

    Zitat

    Ich denke also schon, dass man Wölfe als Millionen Jahre alte Raubtiere bezeichnen kann.


    Aus dieser Sicht sicher richtig. Dann aber auch uns Menschen.



    Zitat

    Körpermasse im Erhaltungsstoffwechsel und Knochen als einzige wirklich calziumreiche Nahrungsquelle in der Natur.


    Nicht ganz. Du vergisst Magen- und Darminhalte sowie das Mark von Knochen die aufgebrochen, aber nicht gefressen werden.


    Zitat

    Welche Parasiten sollen das den sein, die Im Magen- und Darmtrakt eines Wolfes vorkommen? Bakterien der Darmflora - OK - aber sicher keine Parasiten!


    Und was ist mit Würmern?


    Tatsächlich hatte meine Tierärztin in D.dorf gleich zwei Fälle, in denen Hunde an perforierten Därmen gestorben sind und ich kenne keinen TA der die Fütterung von Knochen befürwortet.


    Es war übrigens über Jahrhunderte eine beliebte Methode, unliebsame Zeitgenossen zu entsorgen, in dem man ihnen über einen längeren Zeitraum ganz fein gehackte Hühnerknochen und/oder Rosshaar ins Essen mischte.

  • Zitat

    und ich kenne keinen TA der die Fütterung von Knochen befürwortet.


    Ich aber - Gott sei Dank. Sonst würde ich heute noch den überteuerten Trockenfutter-Kram füttern :gut:

    Liebe Grüße
    Silvia und die Mogwais

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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