ständiges Kratzen
-
-
Hallo.
Weiß nicht so recht in welche Ecke das Thema paßt. Aber denke schon am besten zu dieser.
Also:
Angefangen hat es damit, das Karla vor ca. 2 Wochen angefangen hat sich ständig zu kratzen. Ich sie daraufhin abgesucht und pusteln auf ihrem Bauch entdeckt. Manche waren rot, manche eitrig. Flöhe habe ich keine entdecken können, bin aber dennoch zum TA. Sie hat Flöhe entdeckt. (Mein Mann war mit ihr da) und ihr Frontline verordnet und ihr direkt aufgeträufelt und eine Umgebungsbehandlung habe ich dann auch zu Hause vollzogen. Auch wenn mir kein einziger Floh begegnet ist. (halte nichts von Frontline, aber war ja nunmal nicht vor Ort, um sie daran zu hindern) Die Pusteln verschwanden nach 1-2 Tagen. Aber das Kratzen blieb. Ich war letzte Woche nochmal da. Sie hat ihr etwas gegen den Juckreiz gespritzt und gesagt, das es sein kann, das Karla sich kratzt, weil noch Flohspeichel vorhanden sein kann auf ihrer Haut (Flohtest auf Flohkot war negativ). Wurmkur habe ich auch gemacht am Montag.
Ich soll nochmal wiederkommen, wenn sie sich nach 4 Tagen immer noch kratzt. Dann könnte sie auf Milben reagieren und es würde Blut abgenommen um einen Test zu machen.
Die Spritze hat gar nichts gebracht. Sie kratzt sich ständig. Sie tut mir schon richtig leid. Morgen werde ich zum TA gehen und den Test machen lassen.
Habt ihr eine Idee, woran das ständige kratzen liegen kann? Habe vor ein paar Wochen ihr Futter gewechselt auf fellow banane. Kann es mit dem Futter zusammenhängen? Soll ich vorsorglich lieber wieder auf Canavit (ihr vorheriges Futter) wechseln? Ihr Fell glänzt und sieht gesund aus. Schuppen hat sie wohl ein paar. Das kommt denke ich mal vom ständigen Kratzen? Und warum hat die Spritze nicht gewirkt? Muß zu meiner Schande gestehen, das ich nicht nachgefragt habe, was der Inhalt war. Wollte nur schnelle Hilfe.
Pusteln oder so hat sie keine mehr. Und die Haut ist auch nicht gerötet.
Wäre für jeden Tip dankbar.
LG - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: ständiges Kratzen*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ja, kann am Futter liegen.
Geht doch mal zu einem zweiten TA und holt da auch eine Meinung ein. Vielleicht wäre auch ein Allergietest recht sinnvoll, wenn die anderen Untersuchungen nichts ergeben und der Juckreiz nicht anders zu begründen ist.
Ich hätte aber eher auf eine allergische Reaktion wegen dem Flohkot getippt. Hast du sie vielleicht mal zwischendurch gebadet und hast beobachtet ob der Juckreiz verschwindet? Das kann eigentlich alles mögliche sein.Achja zu dem Thema Flöhe:
Wenn du keine siehst muss das nicht zwangsläufig heissen das keine da sind. Am besten lässt du sie regelmäßig beim TA auf Flöhe testen oder besorgst dir einen Flohkamm, da kannst du die kleinen Eier und den Flohkot rauskämmen und gut erkennen.
Zu Frontline kann ich dir bis jetzt eigentlich nur positives berichten. Meine Hündin hatte auch Flöhe und bekam Frontline. Nach wenigen Tagen war ihr Fell wieder flohrein und Zecken hatte sie sich in der Zeit auch nicht eingefangen.
Aber es gibt sicher noch andere Mittelchen, wenn dir das nicht zu sagt. -
Hallo JimJohnson: habe einen Flohkamm, seitdem ich unseren Hund habe, weil sie mit Flöhen eingezogen ist
. Seitdem (vor 2 Jahren) war er nicht mehr in Einsatz. Habe als erstes, als sie anfing sich zu kratzen den Flohkamm eingesetzt und nichts gefunden. Außer manchmal Schuppen.
Und Frontline hat bei uns gegen Zecken gar nichts gebracht, deswegen bin ich da nicht mehr begeistert von.Lasse morgen einen Allergietest machen und hoffe, das ich nicht allzu lange auf das Ergebnis warten muß. Werde vorsorglich schon mal ihr anderes Futter bestellen. Wird ja nicht schlecht, da wir es sowiso im Wechsel füttern wollten.
-
Huhu,
bin auch kein Fan von Frontline, es gibt inzwischen schonendere Mittel, die mehr abdecken. Ich nehme Frontline nur bei Haarlingen, weil Stronghold das nicht abdeckt.
Gut erstmal, dass du gleich reagiert hast und ihr schon relativ viel ausschließen konntet. Leider ist es so, dass die Ursachen wirklich verdammt vielfältig sein können - die häufigsten habt ihr schon ausgeschlossen. Super, dass ihr auch an Würmer gedacht habt!

Woher kommt euer Hund? Wenn aus'm Ausland, wurde mal auf Mittelmeerkrankheiten getestet?
Ansonsten kommt da ja leider ziemlich viel in Frage... da hilft nur, Stück für Stück alle Möglichkeiten auszuschließen... Den Vorschlag mit dem Baden find ich ganz gut.Ein Hinweis noch: Wenn du zum Tierarzt gehst, frag bitte nach, welche Spritzen da in deinen Hund gepumpt werden! Im Ernstfall (bei etwas schlimmeren Beschwerden) kann das Leben retten, weil man sich nicht erst noch erkundigen muss, was im Vorfeld schon versucht wurde. Im Notfall kostet das Zeit.
-
Hallo,
könnte mir vorstellen, dass Dein Hund Cortison gespritzt bekommen hat. Sollte er tatsächlich Milben haben, wäre das kontraproduktiv, heißt Dein Hund kratzt sich weiterhin.
Ich würde an Deiner Stelle den Test auf Milben in jedem Fall machen lassen, denn auch da zählt jeder Tag. Milben leben auf jedem Hund, nur wenn das Immunsystem geschädigt ist, kann der Hund sich nicht mehr dagegen wehren. Die Milben kann man häufig auch nicht direkt sehen. Sind sehr unangenehme Zeitgenossen. Mein Rüde hatte damit 1 1/2 Jahren zu kämpfen, weil die Milben viel zu spät entdeckt wurden. Erst gab´s lecker Cortison und ich sollte das Futter umstellen. Hat alles nichts gebracht. Letzlich waren´s Sarcoptesmilben und die Gabe von Cortison hat alles noch viel viel schlimmer gemacht.
Ob der Allergietest wirklich notwendig ist, würde ich von dem Blutergebnis abhängig machen. Vergleich doch einfach mal, was in dem neuen Futter drin ist und was in dem alten fehlt bzw. umgekehrt. Wenn Du jetzt Fellow mit Banane fütterst, kann ja eigentlich keine Allergie auf Getreide vorliegen, denn das Fellow mit Banane ist ja getreidefrei. Vielleicht reagiert Dein Hund auf die Banane im Futter.
Meine Hündin bekommt Magic mit Banane und verträgt es ganz ausgezeichnet. Sie verträgt keine Futtersorten mit Getreide. Dazu brauchte ich keinen Allergietest.Viele Grüße aus HH
Silke -
-
Zitat
Hallo JimJohnson: habe einen Flohkamm, seitdem ich unseren Hund habe, weil sie mit Flöhen eingezogen ist
. Seitdem (vor 2 Jahren) war er nicht mehr in Einsatz. Habe als erstes, als sie anfing sich zu kratzen den Flohkamm eingesetzt und nichts gefunden. Außer manchmal Schuppen.
Und Frontline hat bei uns gegen Zecken gar nichts gebracht, deswegen bin ich da nicht mehr begeistert von.Lasse morgen einen Allergietest machen und hoffe, das ich nicht allzu lange auf das Ergebnis warten muß. Werde vorsorglich schon mal ihr anderes Futter bestellen. Wird ja nicht schlecht, da wir es sowiso im Wechsel füttern wollten.
Achso du hast bereits eine. Ja dann hat sich das ja schon geklärt. :^^:
Würde allerdings trotzdem mal zu einem zweiten TA. Laut deinem Beitrag warst du ja nicht so ganz zufrieden mit deinem jetzigen - oder hab ich da zuviel hineininterpretiert?
Auf Banane hätte ich zuerst auch mal getippt war mir aber nicht sicher. Ist ja nicht nur ausschließlich Banane in dem Futter. -
Zunächst mal danke für Eure Antworten! :2thumbs:
Mit dem Cortison hattest Du recht, Silke! Und sie wollte es ihr heute schon wieder spritzen. Mein Mann hat dankend abgelehnt, weil es ja das letzte Mal auch überhaupt nichts gebracht hat.
Heute wurde ihr Blut abgenommen und sie wird auf Milben getestet. Das Testergebnis liegt allerdings erst am Freitag vor. Karla tut mir nur einfach leid. Ich krabbel sie ständig und sie schnauft dann richtig laut, so als wenn es erleichternd für sie ist. Ob ich sie mal baden sollte? Aber dann wirkt das Frontline doch wieder nicht, oder? Wenn auch nicht gegen Zecken, dann wenigstens gegen Flöhe?Karla kommt nicht aus dem Ausland, sondern vom Bauernhof um die Ecke, also sind Mittelmeerkrankheiten wohl auszuschließen. :clown:
Naja, wenn es am Futter liegt, wäre das ja das kleinere Übel. Das werde ich jetzt gleich mal in Angriff nehmen und vergleichen. Obwohl ich es schade fände, weil ich BF Fellow banane schon gut fand. Aber hilft ja nichts.
Wenn es doch die Milben sein sollten, wie seit ihr sie losgeworden? Wieder mit Chemiekeule?
LG und danke nochmal
-
Moin Moin,
erst mal sehr gut, dass nicht schon wieder Cortison gespritzt wurde. Viele Ta greifen einfach zu diesem Wundermittel, auch weil es relativ kostengünstig ist. Aber leider behebt Cortison selten die Ursache, außer es wird gezielt als Therapie eingesetzt. Ansonsten einfach mal so auf Verdacht, nee....ich bin davon echt kuriert.
Also, nun warte doch das Blutergebnis erst mal ab. Jeder Therapieversuch ohne die Ursache zu kennen, kann für den Hund auch zusätzlichen Streß bedeuten.
Zum Thema Milben: Grisha hatte wie schon geschrieben Sarcoptesmilben, auch bekannt als Räude. Diese fiesen kleinen Dinger bohren sich in die Haarkanäle rein und legen dort ihre Eier ab. Das verursacht den Juckreiz. Sarcoptesmilben sind ansteckend und solltet ihr noch andere Tiere im Haushalt haben, die engen Kontakt zu Eurem Hund haben, sollten die gleich mit behandelt werden. Nach meiner Kenntnis hilft bei Sarcoptesmilben nur noch die Chemiekeule, wobei es sicherlich auch darauf ankommt, wie stark sich die Milben schon verbreitet haben. Es gibt Shampoos oder Stronghold (Spot on), das hilft, wenn die Räude noch nicht so stark ausgebreitet ist. Wir mußten die harte Tour durchmachen. Es gab Spritzen, Ivomec heißt das Zeug. Vor der Abgabe von Ivomec sollte aber geklärt werden, ob Dein Hund das Zeug überhaupt verträgt. Hunde mit einem bestimmten Gendefekt (weiß leider nicht genau welcher, kommt aber meist bei Collies vor), vertragen Ivomec nämlich nicht.
Die Behandlung, ob nun Shampoo, Stronghold oder Ivomec ist langwierig, da alle Generationen der Milben abgetötet werden müssen. Man sagt, eine neue Generation entwickelt innerhalb von ca. 10 Tagen. In diesem Abständen hat Grisha Ivomec bekommen und nach ungefähr 10 Spritzen war´s dann gut. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Immunsystem zu stärken.
Soviel zum Thema Sarcoptesräude. Aber das muss es ja nicht mal sein, daher lieber mal das Blutergebnis abwarten. Im übrigen lassen die Sarcoptesmilben mittels Blutbild nachweisen. Bei anderen Milbenarten kann es sein, dass zusätzlich ein Hautgeschnapsel genommen werden muss.
Sollte also das Blutbild negativ sein, dann würde ich eher vermuten, es liegt am Futter, insbesondere an der Banane.Viel Erfolg und Grüße aus HH
Silke -
Danke SilkeHH für die ausführliche Antwort!
Oh, Mann- das hört sich ja schon mistig an mit den Biestern. Davon habe ich noch nichts gehört.
Ich hoffe, das es nicht soweit kommt, sondern es wirklich nur an der Banane liegt... Das wäre jedenfalls die viel einfachere Variante. Vorallem für Karla. Sie geht zwar gerne zum TA, aber man muß es ja nicht ausreizen. 10 Spritzen mußte Dein Rüde über sich ergehen lassen?
Wo kommen denn diese Milben schon wieder her?Ich hoffe, das wir nochmal glimpflich davon kommen.

Danke nochmal.
LG -
Moin,
ich drück Euch die Daumen, das mit Karla alles okay ist und sie wirklich "nur" auf die Banane reagiert.
Wo kommen die Milben her? Nun ja, da die Milben ansteckend sind, kann sich jeder Hund dieser Viecher auf´s Fell holen. Ist das Immunsystem des Hundes okay, hat er damit keine Probleme und man merkt halt auch nichts. Die Milben sterben dann irgendwann ab, weil der Körper eigene Abwehrkräfte hat. Ist das Immunsystem aber geschwächt, kann der Körper sich nicht dagegen wehren und dann kommt´s zur unkontrollierten Vermehrung der Biester und der arme Hund wird malträtiert. Deshalb ist die Gabe von Cortison auch absolut kontraproduktiv, weil Cortison das Immunsystem zusätzlich schwächt. Die Sarcoptesräude oder auch Fuchsräude genannt, ist gar nicht mal so selten. Leider kennen sich aber viele Tierärzte damit gar nicht aus. Mein Wissen habe ich mir größtenteils aus dem Inet erworben. Der erste Ta kannte sich damit so gut wie gar nicht aus.... :kopfwand:
Ein Hund kann sich die Milben auch einfangen, wenn er Kontakt mit Füchsen hat. Da reicht es schon aus, wenn der Hund Kontakt mit Fellstücken eines Fuchses hat, wenn dieser infiziert ist. Oder aber der Kontakt mit milbeninfizierten Fell eines anderes Hundes. Ist die Räude nämlich erst mal richtig lecker in Gange, dann verliert der Hund das Fell plackenweise. Meist sind die Fellenden an den Wurzeln stark verschorft. Und auch diese Fellstücke können noch Milben enthalten, sind also ansteckend.Grisha mußte sich der Spritzentherapie sogar 3x unterziehen, weil die Räude immer wieder kam. Erst wurde sie viel zu spät erkannt, deshalb haben Shampoos etc. auch nicht mehr geholfen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch eine Hündin, die keinerlei Anzeichen der Räude zeigte. Auf meine Frage hin, ob die nicht besser auch behandelt werden sollte, hieß es dann nee, die wäre ja gesund- also keine Behandlung. Im Grunde war aber genau das das Problem. Bootch hatte natürlich auch Milben, nur ist die Räude bei ihr nicht ausgebrochen. Weil sie aber nicht prophilaktisch mithandelt wurde, hat sie Grisha immer wieder angesteckt. Ich habe drei Tierärtze deswegen konsultiert und erst die letzte war so gewissenhaft. Sie hat beide Tiere behandelt. Sie hat unsere beiden Hunde nicht mal in die Praxis gelassen, weil sie die Ansteckungsgefahr für die anderen Hunde umgehen wollte......
Nun ja, alles im allem also kein nettes Thema. Es gibt neben den Sarcoptesmilben auch noch Demotexmilben und sicherlich noch eine ganze Menge anderer Quälgeister. Im Inet findest Du dazu sehr gute Informationen.
Alles Gute für Euch und Karla.
Grüße aus HH
Silke - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!