Freier Lauf auf freiem Feld und andere Probleme

  • Guten morgen,

    ich bin momentan am überlegen, ob ich mit meinen zwei kleinen 4 1/2 Monate alt, einfach mal beim spazieren gehen die Leinen abnehmen soll und bin mir jetzt gerade total unsicher. :hilfe:

    Bei uns in der Nähe sind riesige Felder, die weit weg von Strassen oder ähnlichem sind, dazu ein paar Maisfelder. Aber ansonsten groß und relativ überschaubar.

    Ich möchte mit den beiden halt einfach üben, dass ich mich während dem Spielen einfach umdrehe und wegrenne (zu Hause kommen sie eh überall mit) und möchte in Verbindung mit viel Lob und Leckerchen ein wenig das kommen und zurückrufen etc. trainieren.

    Das Problem dabei ist: Die zwei können noch nicht allzuviele Kommandos. Sie kommen zu Hause natürlich zu 90 % wenn ich "Komm her" sage oder andere wenige "Kommandos" von ihnen möchte. Sitz klappt mitunter am Besten (nebenbei ==> lernen alle Hunde so ungern Platz?) "Leg dich hin" kapieren sie und flätzen sich dann auch relativ schnell hin :-)

    Hundeschule fängt bei uns jetzt erst richtig an, da wir anfangs den Tipp bekommen haben, 4 Wochen nach dem Einzug zu warten, damit Bindung aufgebaut werden kann. Nero ist jetzt schon fast 2 Monate hier und Cäsar, sein gleichaltriger Bruder seit knapp 2 Wochen. Bindung ist bei beiden würd ich mal sagen, gleich viel da. Sie können auch schon die gleichen Sachen und hören in etwa gleich viel *g*

    Das hier sind meine ersten Hunde und ich wollte nichts falsch machen, gestehe mir aber grad ein, dass ich mich total falsch verhalten habe - weil ich z. B. viel zu spät mit Huschu angefangen hab und in der Zwischenzeit einfach "nur" an der Bindung und minimalste Grundsachen gemacht hab - ansonsten eher wenig. Einfach, weil ich erst mal nichts falsch machen wollte :zensur: Die Bücher, die ich vorher gelesen hab, waren schon auf Hunde abgestimmt, bei denen die Basis 100 % sitzt... Ich Depp... Hab die falschen Bücher gekauft...


    Naja und dann ist ja noch, dass der Trainier von der Huschu gemeint hatte, dass wir mit Freilauf noch laaaaaaange (hat er extra betont) warten können. Ich persönlich finde es aber total schlimm für die beiden, wenn wir sie nur an der Leine zum Gassi gehen führen und sie den ganzen Laufdrang nicht mal ansatzweise ausleben können. Labradormischlinge !! Die laufen eh viel und gern. Ich möchte 2 ausgeglichene und ausgelasete Hunde, die sich nicht immer gegenseitig ankeifen und nur mit sich selbst rennen, sondern auch mal im Feld überal rumschnuffeln dürfen.

    Oder bin ich zu schnell? Verlange ich zu viel?

    Oh, und dann fällt mir noch ein, dass die beiden so eine komische Körperproportion haben, dass ihnen noch kein einziges Geschirr passt. Egal welche Grösse oder Einstellung ==> Nix passt... Es rutscht total an ihnen rum (was für die ja auch total unsicher ist) und sie können sich sogar durch wenden, daraus rausdrehen. Ergo: Wir nehmen Halsbänder... Was ich total furchtbar finde, weil sie es immer total zurückreisst, wenn sie mal zu schnell oder so sind :???: Also ist es nix mit normalem Spazieren gehen.

    Nun nochmal die Eingangsfrage:

    Soll ich mich mal trauen, die beiden auf dem großen Gebiet laufen zu und sich richtig austoben lassen? Oder haltet ihr es für zu gefährlich? Wie sind eure Erfahrungen? Mit ner Hündin haben wir sie schon mal frei spielen lassen. Das hat ganz gut geklappt. Aber hier im Ort gibt es kaum gut sozialisierte Hunde. Die meisten sind Kläffer, Beisser und Raufbolde. (Dafür hab ich nen extra Thread)


    So, entschuldigung... Is länger geworden, als ich geplant hatte :gott:

    lg cinderella

  • Hallo,

    Du sagst, die Zwei haben bereits ne gute Bindung zu Dir und "hören" recht gut. Ich würde es "riskieren", wobei ich denke (da sie noch Welpis sind), daß sie Dir bereitwillig folgen. Ein alleingelassener Welpe ist in der freien Natur ein toter Welpe, also haben sie einen natürlichen Folgetrieb.

    Ronja kam seinerzeit mit 12Wochen zu uns und lief bereits am 3.Tag frei (anfangs mit ner dünnen Schlepp zur Sicherheit). Sie hat sich nie weit von uns entfernt und jedesmal, wenn sie wieder zu uns kam, haben wir "Hiiiiier" gerufen und sie belohnt und gelobt. Hat alles super geklappt.

    Je länger Du wartest, die Beiden mal frei laufen zu lassen, umso schwieriger wird es meiner Meinung nach, sie später daran zu gewöhnen, im Freilauf in Deiner Nähe zu bleiben. Mit den Welpen kannst Du das super üben, weil sie sich bestimmt nicht weit weg trauen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: "Platz" ist in der Tat ein schwieriges Kommando. Hat bei Ronja auch gedauert, bis sie begriffen hat, was ich von ihr will. "Platz" bedeutet für Dich ja, daß sich der Hund komplett hinlegt (Sphinx-Stellung). "Platz" aus dem Stehen und "Platz" aus dem Sitzen sind für den Hund aber 2 unterschiedliche Bewegungsabläufe, weshalb es ihn verwirrt. Versuche erstmal, den Wuff aus dem Sitz ins Platz zu bringen, indem Du ein Leckerchen von ihm weg über den Boden ziehst, sodaß er mit der Schnauze runter muß, um es zu bekommen. Legt er sich dann, gib das Kommando und natürlich das Leckerchen. Klappt das nicht so gut, weil Hundi aufsteht, setz Dich auf die Erde und stell ein Bein so auf, daß der Hund darunter durch kriechen kann. Lock ihn mit nem Leckerchen drunter durch und wenn er in der Platz-Position ist, gib das Kommando und das Leckerchen.

  • Wenn Du so verunsichert bist merken es die Zwerge natürlich auch. Wie wäre es denn für den Anfang mit einer laaaangen Schleppleine? Damit kannst Du trainieren und mußt keine Angst haben.

    LG Brigitte

  • Also wir haben unsere von anfang an frei laufen lassen. An einer stark befahrenen Straße kommt sie an die Leine und an Nebenstraße in unserer Umgebung darf sie auch schon teilweise frei laufen, da sie in unserer nähe und auf dem Bürgersteig bleibt.
    Ich weiß gerade nicht warum der Trainer meint das ihr sie nicht freilaufen lassen dürft? Ihr müsst doch auch das abrufen u.s.w. üben, ok das könnte man auch an einer Schleppleine üben. Ich würde mir eine andere Hundeschule oder Trainer suchen. Meiner Meinung nach sollte man einen Welpen auch von anfang an freilaufen lassen. Jetzt nicht an Straßen sonder auf Wiesen, Park, Wald. Die brauchen doch auch andere Hunde/ Welpen zum spielen und zur Sozialisierung.
    Wir lassen sie auf Feldern, Park, Wald u.s.w. immer freilaufen. Zwischendurch kommt sie mal kurz an die Leine um auch das Leinen gehen zu üben.
    Welpenspielwiese würde wahrscheinlich nicht mehr gehen mit knapp 5 Monaten. Aber vielleicht gibt es ja Junghundespielwiesen in eurer Umgebung.
    Wie habt ihr die Hunde dann sozialisiert wenn ihr keine netten Hunde in der Gegend habt? Das ist jetzt nicht böse gemeint oder als Vorwurf sonder nur aus interesse.
    Lg
    Sacco

  • Hi,

    lieben Dank ihr zwei. Das mit der Schleppleine hab ich mir jetzt auch gedacht und werd auch gleich mal losdüsen und 2 Stück holen. 20 Meter sollten erst mal reichen oder?

    Und als Leckerli werd ich Fleischwurst (Leoner) holen - die lieben sie heiss und innig. Und dann wird geübt :-)

    Und wenn dann das "hier" (welches sie überhaupt noch nicht kennen) dann mal sitzt, werd ich sie auch frei laufen lassen. Und mit anderen Hunden bald eh :-)

    lieben dank auf für den "Platz"-tipp. Aus dem Sitz heraus mit Hand auf den Boden kennen Sie, führen es aber nie alleine aus. Ich werd das mit dem Fuss versuchen.

    Meld mich dann später wieder und berichte, wie es gelaufen ist :-)

    *wink*

    cinderella


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    Ich kann nicht mehr auf die Einträge antworten, daher muss ich es jetzt so machen:


    Zitat: Welpenspielwiese würde wahrscheinlich nicht mehr gehen mit knapp 5 Monaten. Aber vielleicht gibt es ja Junghundespielwiesen in eurer Umgebung.
    Wie habt ihr die Hunde dann sozialisiert wenn ihr keine netten Hunde in der Gegend habt? Das ist jetzt nicht böse gemeint oder als Vorwurf sonder nur aus interesse.


    Hi,

    genau das ist ja auch so ein Problem. Wir können nicht gezielt an der Sozialisierung arbeiten, weil wir kaum Hunde hier haben, bei denen das ginge. Ich hab in einem extra Thread ja schon die Anfrage für Spielkameraden gesucht, damit wir da schon mal anfangen können. Bisher hat sich eine gemeldet, die sich und ihren Hund gerne angeboten hat. Bisher sind sie zu fast jedem verträglich. Nur joggende, spazierengehende Männer machen ihnen irgendwie Angst. Sonst können sie mit jedem.

    Aber auch daran will ich unbedingt arbeiten. Sie haben auch schon diverse Leute und auch ein Kind kennengelernt - alles Problemlos. Aber das reicht mir halt nicht... In der Huschu werden wir uns demnächst auch für die Junghundegruppe anmelden.

    Morgen haben wir Einzelstunde und werden dort noch einige Sachen klären.

    Und ich fasse es nicht böse, oder als Vorwurf auf. Ich mache mir ja die gleichen Sorgen :kopfwand:

  • Hallo,

    ich find es nicht unbedingt gut, die Hunde an der Schleppleine sausen zu lassen. Ich denke vernünftiges Handling dieses Hilfsmittel von einer unerfahrenen Halterin bei zwei Junghunden gleichzeitig aus dem Sopiel heraus, kann nicht funktionieren. Falsches timing ist da vorprogrammiert, der Effekt weg und Schleppleine dadurch vermutlich als Hilfsmittel ungeeignet.

    Ich würde das Ganze anders angehen: geh mit nur einem Hund Gassi (am Besten dem, der besser horcht), geh nur kurz 20 bis 30 Minuten, Freilauf davon auch nur ein Teil, beschäftige Dich intensiv mit dem Hund -auch wenn er frei läuft- mach Dich interessant, spiel mit ihm..... Das ist gut für die Bindung und nur so kannst Du qualifiziert üben. Mit zwei jungen Hunden kannst Du nicht gleichzeitig arbeiten, Du kannst Dich nur auf einen konzentrieren. Außerdem ist bei zwei Hunden die Ablenkung groß, die sind aufeinander fixiert, was soll Deine Spielaufforderung für ein Reiz sein, wenn der Kumpel gerade ohnehin mit einem spielt! Außerdem besteht die Gefahr, dass die Hunde nicht kommen, weil Du rufst, sondern weil der andere Hund ja auch kommt, sie orientieren sich aneinander.
    Wenn das dann mit jedem separat gut klappt, dann erst würde ich mit beiden gehen und beide laufen lassen. Wenn Du das jetzt schon machst, besteht die Gefahr, dass die miteinander rennen sich dabei weit entfernen, nicht abrufbar sind, Du den Schreck Deines Lebens bekommst und sie nicht wieder mit gutem Gefühl freilässt.

  • Wir treffen auf dem Spaziergangn immer mal wieder eine Frau mit zwei Berner Sennenhunden. Sind Brüder und hat sie beide als Welpe geholt. Sie meinte auch, dass sie sich nie wieder zwei Welpen auf einmal holt. Da man alles zwei mal machen muss. Sie ist mit beiden einzelnt raus hat mit ihnen eine gwisse Zeit immer einzelnt geübt u.s.w.
    Wir werden auch erst mal unsere erziehen und dann kommt später noch ein zweiter dazu.

    Lg
    Sacco

  • Unsere kleine Aussiedame darf seit dem ersten Tag freilaufen, es gab nie Probleme. Sie läuft nie weit weg, lässt uns nicht aus den Augen, denn sie weiß, dass wir ihr nicht hinterherrennen. Das hat sie vom ersten Tag an gelernt, dass sie sich an unser orientieren muss. Das klappt super.
    Das Komm funktioniert auch meistens, wenn´s nicht funktioniert dreh ich mich um und lauf in die andere Richtung und zack ist sie da.
    Ich lasse sie aber nur da laufen, wo es fast keine Gefahren gibt, da sie unter Ablenkung sicher nicht kommen würde. Ich denke das kann man aber von einem 4 1/2 Monate alten Junghund auch noch nicht erwarten.

    lg

  • Hallo,

    den Einwand von onyxvl kann ich nachvollziehen, denke aber, daß es bei 2 so jungen Wuffis und auf ungefährlichem Terrain durchaus zu vertreten ist, beide laufen zu lassen. Auch wenn sie sich aneinander orientieren, so werden sie Frauchen trotzdem nicht aus den Augen lassen, wenn bereits Bindung aufgebaut wurde.

    Klar ist es mit Zweien anstrengender und man muß sich auch mit jedem einzeln beschäftigen, aber gemeinsam unterwegs zu sein, müssen sie auch lernen. Und wenn ich einen rufe und der andere kommt nur, weil eben der andere kommt, hat er trotzdem den Lerneffekt. Er wird ja schließlich auch für's Kommen belohnt. Und wenn ich das mit "Hiiiier" verknüpfe, verstehen es beide.

    Trotzdem...: einzeln spazieren gehen ist genauso wichtig, da gebe ich onyxvl Recht.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

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