HILFE, ich brauche wirklich DRINGEND Euren Rat.

  • Huhu Sandra,

    lass mich raten: eure Maus macht das selbe, wenn jemand bei euch an der Tür klingelt oder? ;)

    Ich kenne das von der Amy. Sie verbellt auch alles, was so aussieht, als könnte es uns zu nahe kommen.
    ich würde sagen dein Hund möchte euch einfach nur beschützen ;)

    Ich würde erstmal anfangen zu üben, dass der Hund das im Haus nicht zeigt.
    Übt zusammen, dass einer Klingelt und der andere bringt den Hund dazu auf seinem Platz zu bleiben.

    Das hat bei uns sehr viel bewirkt!
    Langsam könnt ihr das dann immer weiter aufbauen.
    Versteht euer Hund einmal, dass IHR diejenigen seid, die über die Neuankömmlinge entscheiden, könnt ihr das alles noch viel weiter aufbauen.

    Ich freu mich, dass meine Amy so auf mich fixiert ist und so auf mich aufpast ;) Aber trotzdem hat sie nicht über die Fremden zu entscheiden.
    Wir sind auch noch immer am üben, aber Madame macht schonmal super Fortschritte und lässt sich seitdem allgemein viel besser abrufen :)

    Viel Glück undberichte doch mal weiterhin wie es läuft ;)

  • Hallo Sandra,
    das, was du schilderst, kommt mir soo bekannt vor...das Gleiche erlebe ich seit einiger Zeit mit unserem Mix Rudi. Er zeigt dieses "grundlose" Bellen auf dem Hundeplatz, wenn sich uns Mofas nähern (aber nur an der Leine), wenn er auf dem Balkon sitzt und Hunde vorbeigehen. etc.
    Da bei ihm relativ sicher ein belgischer Schäferhund (Schipperke) beteiligt ist, haben wir schon die Vermutung, dass sein Bellen zumindest auf dem Hundeplatz durch seinen Hütetrieb bedingt ist. Die um uns herum arbeitenden Hunde hat er nicht unter Kontrolle, also bellt er, und zwar umso heftiger, je näher wir diesen Hunden kommen. Die Mofas scheinen ihm Angst zu machen oder unangenehm (Geräusch und/oder Geruch) zu sein. Ohne Leine kein Problem, da geht er weg. Vom Balkon herab ist es wohl territoriales Verhalten. Du siehst, es kann mehrere Gründe für ein und dasselbe "Problem" geben.
    Die Mofas haben wir durch Gewöhnung und positiv besetztes vorbeifahrenlassen in den Griff bekommen. Er bellt die nur noch an, wenn sie direkt neben ihm vorbeifahren (so Idioten gibt es leider auch, die auf dem Radweg AUF DER SEITE DER HUNDE!) noch halb in der Böschung vorbeibrettern müssen, obwohl auf der anderen Seite Platz genug wäre, aber anderes Thema...)
    Das kläffen vom Balkon haben wir mit der Zeit durch Abbruchsignal und Belohnung bei stillsein relativ schnell hinbekommen. Jetzt schaut er nur noch.
    Aber das kläffen auf dem HP ist eine harte Nuss, vor allem, weil auch er eine nervige Stimme hat. Ich habe das Kommando "schau" eingeführt, und jedesmal, wenn er ansetzt, kommt "Schau!". Klappt nicht immer, aber immer öfter! Er bellt jetzt nicht mehr in der Spielzeit und auch nicht in der Zeit der Einzelübung, und bei der Gruppenübung achte ich auf etwas grösseren Abstand zu den anderen Hunden und dass ich ihn sehr aufmerksam beobachte. Meistens geht es los, wenn ein anderer bellt oder wenn ihm einer zu nahe kommt. Wir haben im letzen halben Jahr mit viel Geduld und Leckerchen das bellen um etwa die Hälfte reduzieren können. Und so, wie das bellen nachlässt, steigert sich seine Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit auf mich.
    Vor kurzem habe ich noch das Kommando "still" eingeführt, um ihn dann in der Bellerei besser stoppen zu können.

    Es dauert also und braucht viel Geduld, aber da ich den grösseren Sturkopf von uns beiden habe, kriegen wir das auch hin! :lachtot:

    Dir wünsche ich gute Nerven und vielleicht lässt du ihn doch nochmal in den speziellen Situationen von einem Hundetrainer anschauen.

  • Hallo Sandra,

    Ich habe mit Sammi ein ähnliches Problem, an dem wir schon lange - aber nicht immer mit der nötigen Konsequenz - arbeiten. Zwar hat sich etliches gebessert, aber von gut sind wir noch weit weg.

    Deshalb finde ich es sehr schade, dass Tipps per PN gegeben werden, ich hätte die auch gern :-)

    Ich wünsche allen, die ebenfalls einen Hund haben, den sie innig lieben, obwohl er sich manchmal wie ne Kanalratte aufführt, gute Nerven.
    Herzlichst
    Andrea mit Sammi

  • Sammi
    schreibe mir eine mail dann kann ich dir Antworten.

    Zitat

    Ich könnte hier niemandem einen Tipp geben, solang ich den betreffenden Hund und den dazugehörigen HH nicht wenigstens 1 x persönlich getroffen und beobachten hätte können - wenn ich deiner These folge.


    genauso ist es. Und darum gibt es von mir auch keine mehr (außer man kann es nun gar nicht falsch verstehen). Ich arbeite mit Menschen und Hunden (waren auch schon aus diesem Forum welche dabei) und es ist doch immer wieder zu sehen das da Welten liegen können.

    Erst in dem privaten Gespräch, nachdem ich Mensch und Hund kennen gelernt habe, konnte ich brauchbare Tipps geben. Hätte ich sie hier gegeben ohne die Teams zu kennen, hätten sie u.U. ganz anders ausgesehen. Selbst über mail ist es nicht wirklich einfach.

    Zitat

    Wenn ich einmal "stuss" poste, dann wird es nicht lange dauern, bis ich die Korrektur in Form einer Antwort erhalte


    Darum geht es doch gar nicht. Der Tipp kann super Klasse sein. Aber wie willst du wissen dass das auch so umgesetzt wird wie du es dir vorstellst? Das geht nicht. Darum gibt es von mir hier solche Dinge gar nicht mehr.

    Zitat


    Ich müsste wirklich ALLES hinterfragen und letztlich bliebe nur der eine Weg - ich müsste das "Gespann" mit eigenen Augen sehen um mir mein eigenes Urteil bilden zu können. Und genau DAS ist in meinen Augen der Job eines guten Trainers;-)


    Und genau das mache ich.

  • Hallo, ich lese gerade mit Hunden sprechen von Jan Fennell. Sie beschreibt viele der von euch beschriebenen Situationen. Sie geht davon aus, das der Hund die Rudelführung übernommen und fühlt sich verantwortlich für "sein Rudel". Um das hinzubekommen soll man sich an vier Regeln halten. Ganz k urz umschrieben heisst das:1. Absolutes ignorieren des Hundes wenn man nach hause kommt, keine Begrüssung zulassen. Das gilt für alle auch Besucher, das ist Regel zwei, Besuch wird ebenfalls ignoriet. Erst fünf min nachdem der Hund ruhig ist ihn zu sich rufen. 2. Essgebärde: Wir essen zuerst und zeigen dem Hund das auch. So tun als würde man aus seinem Napf essen 3. Spaziergänge anführen: Wir gehen immer zuerst, durch die Tür und auch beim Spazieren, besonders am anfang, wir gehen vor und er hinten dran. Das ganze klingt logisch und sehr interessant. Vielleicht solltet ihr das einmal lesen und selber entscheiden ob es bei euch funktionieren könnte.

  • Hallo Iylliana,

    ich kenne die Bücher von Jan Fannel alle, hab sie auch mit großer Begeisterung gelesen. Und du wirst lachen: wir machen das alles schon seit Monaten. Hund wird nicht begrüßt, und das weiß sie auch. Zumindest bei uns weiß sie das, bei Gästen ist uns das noch nicht so richtig gelungen.
    Auch das mit dem Füttern haben wir lange Zeit gemacht, im Moment bekommt sie gar nichts mehr aus dem Napf sondern nur noch aus einem Futterdummy. Und ja, sie wartet sehr artig an der Tür, lässt uns zuerst raus gehen und kommt erst auf Kommando hinterher, geht NACH mir die Treppe runter und nach mir aus der Haustür.
    Draußen bleibe ich immer stehen wenn sie "vorprescht", was nur am Anfang eines Spaziergangs der Fall ist und sich nach 50 Metern gibt und sie brav an lockerer Leine läuft.

    Im Prinzip haben wir mit ihr einen traumhaften Hund. Ich glaube auch nicht, dass wir ein "Beziehungsproblem" mit ihr haben. Sie ist wahnsinnig aufmerksam, liebt das Spielen mit mir und ist sonst immer total umgänglich.

    Nur das anbellen (nein, das ist ein ankläffen!) können wir ihr nicht abgewöhnen. Sie lässt sich unter keinen Umständen zur Ruhe bringen. Ich bin immer sehr ruhig mit ihr in solchen Situationen. Soll heißen, mein Puls geht nicht hoch (ich habs sogar schon gemessen). Ich weiß keinen Ausweg mehr.

    Gestern haben wir das Türklingeln geübt. Ich bin MIT ihr vor die Wohnungstür gegangen, habe geklingelt und sie an der Leine zu ihrem Platz geführt und mich dann auf die Couch gesetzt, Beine hoch und entspannt. Es dauerte fast 10 Minuten, bis sie aufgehört hat zu grummeln. Zwei Minuten später, rufen, loben, spielen.

    Vielleicht schaffen wir es so irgendwie, allerdings haben die Versuche gestern nicht wirklich was gebracht. Halte ich ihr BEIM Klingeln ein Leckerchen hin, an dem sie knabbern kann bellt sie nur einmal kurz und folgt mir artig zum Platz, wo sie dann das Leckerli und noch eins als Belohnung bekommt.

    Aber ist das nicht eine Fehlverknüpfung? Lernt sie dadurch nicht, dass nur dann nicht bellen soll wenn sie ein Leckerli hat? Hm...

    Vielleicht kann mir das ja jemand sagen.

    Lg
    Sandra

  • Du versuchst ein Verhalten "wegzukonditionieren". Das hilft nicht wirklich.

    Denn das Bellen ist Unsicherheit und sie braucht Sicherheit und Führung. Erst wenn sie diese bekommt (hat nichts mit Abhängig machen über Futter zu tun) wird sich das mit dem Bellen erledigen.

  • Jetzt melde ich mich hier noch mal zu Wort. Nachdem ich jetzt wieder einige Zeit hatte, mit meinem Hund zu arbeiten und sie genauestens zu beobachten, einige Dinge auch erfolgreich geändert habe kann ich jetzt folgendes berichten:

    also meine Hündin will mich bestimmt NICHT vor anderen beschützen und "geht nicht deswegen auf andere los" sobald ich irgendwo stehen bleibe oder sitze etc. Auch Unsicherheit kann ich mittlerweile ausschließen, zumindest Unsicherheit, was sie selbst betrifft.
    Unsicherheit oder Angst kann ich ausschließen, denn wenn mein Mann z.B. mit ihr in besagter Kneipe ist legt sie sich in eine Ecke und ist still. Die Menschen können gehen und kommen wie sie wollen.

    Nun ist es so, dass ich unbedingt wieder einen Hund haben wollte und daher die Hauptverantwortung für sie trage. Das heißt, ICH gehe jeden Tag mit ihr die großen Runden, ICH gehe mit ihr auf den Hundeplatz und kümmer mich um alles andere. Mein Mann geht auch mit ihr Spazieren, aber das sind eher kurze Pinkelrunden morgens oder abends und füttert sie dementsprechend wenn ich nicht da bin, spielt auch mit ihr, aber wie gesagt bin ich die meiste Zeit mit ihr zusammen. Ich kümmer mich um Erziehung, Auslastung, Fellpflege etc.

    Meiner Meinung nach möchte sie einfach nicht akzeptieren, dass es auch andere Lebewesen in meinem Leben gibt. Ist jetzt natürlich sehr menschlich ausgedrückt. Aber die Leute, die zum Beispiel aufstehen, um sich zu verabschieden (Hand geben) kennt sie alle. Alle haben schon mal mit ihr gespielt oder sie gestreichelt etc.

    Auch aufgefallen ist mir, dass ihr Verhalten umso schlimmer ist, je mehr sie am Tag "Spaß" hatte bzw. die Zeit mit mir verbracht hat.

    Wie würdet ihr das machen? Ein scharfes NEIN? Ignorieren? (Geht nur begrenzt, sie hört nämlich auch nach 3 Stunden nicht auf wenn der- oder diejenige sich nicht von mir wegbewegt.

    Was würdet ihr machen? Bin sehr gespannt auf Eure Antworten.

  • Wir kommen beim 'Besucherproblem' auch nicht wirklich weiter. Gut - bei uns hängt aber auch immer noch die Hormongeschichte mit dran!

    Mein Gedanke war, dass ich ihr beibringe, wenn jemand kommt, dass sie sobald sie ruhig im Korb liegt, ein Körbchen holen darf (das ich 'Geschenk' nenne) und es dem Besucher bringen darf. Im Körbchen liegt was SUPERLECKERES (Dörrfleisch, Katzenfutter - keine Ahnung, irgendwas was super schmeckt, aber etwas was es sonst NIE gibt). Der Besucher nimmt das SUPER-STINKE-TEIL aus dem Körbchen und überreicht es dem Hund (am besten in einer kleinen Platikschüssel, damit der Besucher das Stinketeil nicht anfassen muß). Sie muß natürlich brav 'Sitz' machen vor dem Besucher, vorher gibt es nix.
    Somit könnte sie IRGENDWANN MAL (ich weiß - das ganze dauert ne Weile) jeden Besucher mit wirklich was GUTEM in Verbindung bringen.
    Anfangen würde ich natürlich mit bekannten Personen (Schwester, Mama) bei denen es eh kein Theater gibt.
    Zuerst muß natürlich mal das Kommando 'Geschenk' gelehrt werden.

    Ist hoffe das fällt dann in die Sparte 'umkonditionieren' und wäre somit in Ordnung. Mal vorausgesetzt es klappt! Aber doof ist meine Süße ja nicht.
    Bei uns ist - so denke ich - ein großes Problem das Über-den-Hund-beugen. Weil wenn ich zu manchen Menschen schon gesagt habe, sie sollen sich doch bitte wegdrehen, dann hörte das gekläffe auch auf. (Haben wir in der HS ein paar Mal gemacht und bei uns am Gartenzaun).Und so würden die meisten runter gehen und ihr das Leckerlie geben bzw. würde sie lernen, dass selbst die, die nicht runter gehen sich wieder runter bücken, nichts schlimmes im Kopf haben.

    Terry: Schade dass Du sooo weit weg wohnst! Mit Dir würde ich gerne mal arbeiten!!
    Ist das auch ein Schmarrn, oder wäre das ein Ansatz?

  • Zitat

    also meine Hündin will mich bestimmt NICHT vor anderen beschützen und "geht nicht deswegen auf andere los


    gerade was du weiter in deinem Post schreibst über deinen Mann bestätigt das sie dich beschützt. Warum?

    Dein Mann zeigt soviel Ignoranz das dein Hund sich sicher sein kann das er allein auf sich aufpassen kann.

    Du bist so präsent für sie das sie das eher verwechselt und nun meint das du wohl eher nicht so klar kommst (überspitzt gesagt).

    Ist aus der Entfernung natürlich nur eine Vermutung und kann live ganz anders aussehen, aber aus dem von dir geschriebenen würde ich es "herausinterpretieren". Nicht mehr nicht weniger (also nicht beurteilen) ;)

    BigSandy
    mein Weg (das "umkonditionieren") wäre es nicht. Da ich nicht konditionieren will sondern nur klar stellen das alles im grünen Bereich ist. Aus der Ferne natürlich auch nur eine Interpretation des Gelesenens.
    Mitte oder Ende Oktober bin ich übrigens in Bayern (Fürth). Vielleicht können wir uns da mal treffen.

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