Ich hätte gern eure Meinung
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Die Problematik mit unseren Hunden hab ich schon im "Cap beisst Fips" Thread beschrieben. Ich hätte diesen Thread gern weitergeführt, geht aber nicht weil ich mir nicht selbst antworten kann.
Ich habe ja telefonisch die Trainerin kontaktiert, die Cap vom Tierheim her kennt. Die hat in dem Telefonat gleich auf ein Rangordnungsproblem geschlossen, in der Form dass Cap mich als Rudelführer nicht ernst nimmt und daher die Rudelführung übernimmt.
Ihre Ratschläge zur Sofortmassnahme vor dem Einzeltraining waren:
An der Leinenführung arbeiten, nicht weil ziehen an der Leine lästig ist, sondern weil ein vorgehender Hund die Führung übernimmt.Cap darf weder auf die Couch noch auf´s Bett, von wegen erhöhter Position.
Ich soll prinzipiell als erste durch die Tür gehen.
Cap darf wenn ich esse nicht mehr neben mir sitzen.
Cap muss aufstehen und weggehen wenn ich ihren Weg kreuze.
Die Hunde dürfen ihre Körbchen nicht mehr tauschen.
Diese Massnahmen soll ich ruhig und konzequent durchziehen, ohne Anwendung von Gewalt.
Obwohl ich der Meinung bin, dass diese Massnahmen aus mir keinen souveränen Halter machen hab ich das jetzt 2 Tage durchgezogen. Jetzt habe ich aber das Gefühl, dass ich damit das mühsam aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen Cap und mir wieder zerstöre.
Cap ist meines Erachtens eher verunsichert, schwankt zwischen Schmuseeinheiten erheischen und Flucht vor mir. Eigentlich sollen diese Massnahmen Cap ja Sicherheit geben, aber ich denke dass Gegenteil ist der Fall.Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Cap irgendetwas verknüpft hat, mit dieser duckenden Beschwichtigungshaltung. Diese Verknüpfung gilt es meiner Meinung nach zu durchbrechen. Was mich in dieser Meinung bestärkt ist ein Ereigniss aus der Zeit als Cap und Fips noch gute Freunde waren. Ich war mit Cap beim Ta. Währenddessen hat Fips die Brötchen vom Tisch geklaut. Ich hab die Brötchentüte komentarlos weggeräumt, bin ja selbst schuld wenn ich was auf dem Tisch liegen lasse.
Fips weiß natürlich dass sie nicht auf dem Tisch verloren hat und lag nun extrem Beschwichtigend unter dem Tisch. In dem Moment wo Fips anfing zu beschwichtigen wurde Cap nervös wie ein Tiger im Käfig. Sie lief in der Wohnung auf und ab, mit unstetem Blick, wisst ihr was ich meine. ich sah mich gezwungen Cap schnellstmöglich klar zu machen, dass es nichts gibt, was sie so ängstigen muss.Was soll ich jetzt tun, weiter die empfohlenen Massnahmen durchziehen, in der Hoffnung dass der erwünschte Erfolg sich einstellt, oder auf meinen Bauch hören und Caps Vertrauen in mich in den Vordergrund stellen?
Gruss Liane
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23. August 2008 um 01:07
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Ich hätte gern eure Meinung - Vor einem Moment
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kurzer Tip^^ such dir nen ordentlichen Hudnetrainer
ich kenn den anderen thread jetzt nicht, aber aufgrund eines telefonats eine solche "Diagnose" zu stellen find ich heftig und die Maßnahmen sind schwachsinn...
du merkst es ja selbst
such dir nen vernünftigen Trainer.
wo wohnst du denn? Einige User können dir siche rnen Traine rin deiner Nähe empfehlen
es ist viel wichtiger, dass der Hund dir voll und ganz vertraut
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Ich schließ mich an und würde dir auch raten, auf dein bauchgefühl zu hören und den Trainer schnellstens zu wechseln!
"Rangordnungsprobleme" sind ja offenbar immer noch eine beliebte Diagnose, wenn einem sonst nichts einfällt
. Und das dann noch als Ferndiagnose per Telefon - sehr vertrauenserweckend und kompetent erscheinend, wie der Trainer sich da präsentiert*ironie off*.Ich wage sehr zu bezweifeln, daß mit Tipps als "der HH geht zuerst durch die Tür", "der Hund darf keine erhöhten Liegepositionen mehr einnehmen" etc. echte Probleme gelöst werden können. Zumal das Problem bei dir ja eher zwischen den Hunden besteht bzw. offenbar etwas mit enem bestimmten Verhalten zu tun hat.
Aber manche Trainer sind ja auch heute noch der Überzeugung, daß Hunde grundsätzlich die Weltherrschaft anstreben und alle Probleme auf die Rangordnung und mangelnden Respekt des Hundes vor seinem "Alpha" beruhen. Natürlich spielt das verhalten des Menschen eine Rolle - selbst wenn das vielleicht erstmal nicht vorrangig danach aussieht - aber alles auf Dominanz zu reduzieren dürfte niemandem helfen. Und klar, ein verunsicherter Hund wird durch drastische Änderungen in seinem Alltag erstmal noch unsicherer.Also, hör auf dein Gefühl - ich denke, das ist das Beste!
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Ein professioneller Trainer analysiert kein Problem ohne es selbst anwesend zu sein....und gibt schon gar keine telefonische Beratung und Handlunsmethoden an einen Laien wenn es um ein Aggressionsproblem geht.
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Zitat
Ein professioneller Trainer analysiert kein Problem ohne es selbst anwesend zu sein....und gibt schon gar keine telefonische Beratung und Handlunsmethoden an einen Laien wenn es um ein Aggressionsproblem geht.
Auch nicht wenn der Trainer den Hund kennt?
Oh mann, mittlerweile sind nicht nur die Hunde verunsichert sondern auch mein Mann und ich. Und ab morgen müssen die Hunde wieder unter einem Dach leben.
Ich hab jetzt gesehen, es gibt in meiner Nähe eine Hundeschule von Animal learn. Was haltet ihr davon?
Gruss Liane
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Die Maßnahemen machen nur sinn wenn du wirklich den cheff rauskehren musst um euer problem zu lösen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, wenn du einenen neuen Hund ins rudel aufnimmst, das er (oder beide) die Rangordnung in frage stellten. Wenn DU dann nicht "klartext" mit beiden sprichst kann eine Situation entstehen in der beide oder nur ein Hund versucht seinen rang "aufzuwerten".
Um genau diese Rangordnung zu klar zu stellen sollst du oben genannte Punkte beachten. Wenn du dir mal ein gutes Hunde buch nimmst und nachliest was es theoretisch alles zu beachten gilt könntest du die kurze liste von oben noch um viele Punkte erweitern.
Einige dinge mögen dir banal und unwichtig erscheinen aber es geht nicht darum das du weißt wer der cheff ist sondern deine Hunde... und die Funktionieren nun mal anders. In deren welt zählt nicht der dicke benz vor der tür sondern wer zu erst raus darf und wer wem den weg versperrt. (und wer das essen kontrolliert, und wer wo liegen darf und wer bestimmt wo wer hin darf und...und...und... )
Wenn der vermeindlich dominante Hund darauf mit verunsicherung reagiert ist das nicht das schlechteste. Dann kannst du ihn in seinem selbstbewusstsein durch lob bestärken. Dann lernt er seinen Platz und sollte feststellen das es ihm auf seinem Platz gut geht.
Die Maßnahmen sind also durchaus angemessen=> falls die diagnose stimmt. Ob die stimmt kann ich hier nicht sagen.
Für meinen teil kann ich nur sagen: bei uns hats gewirkt.
Wir hatten vorher eine 7jährige DS Hündin und haben aus dem Tierheim einen etwa 1 1/2 Jährigen Labi mix geholt. Der Labi kannte keine Menschliche führung, sitz und PLatz nur ausm TH, sonst nix. Der hat auch versucht mich unterzu buttern. Ich habs anfangs auch nicht bemerkt bis er mich dann sogar zum Kampf herausgefordert hat. (!) Das ist bei nem 30kg Hund nicht witzig. Notgedrungen MUSSTE ich nahezu alle regeln in bezug auf Rangordung so aufstellen das er mich als Alpha nicht nur sieht sondern verinnerlicht. Das mag blöd klingen aber ein aufmüpfiger frecher Hund ist nicht zum lachen. Das waren einige harte Monate in denen ich dem guten immer wieder seinen Platz zuweisen musste.
Heute ist ruhe. Heute hat er verstanden wo sein platz ist und ich hab einige verbote aufgehoben. Er darf auf die Couch, WENN ICH es erlaube. Er darf auch vor mir durch die Tür WENN ICH es ihm sage. Sollte sein gutes benehmen abnehmen muss ichs rückgängig machen und so viele Regeln aufstellen wie nötig sind.
Unsere DSH hat das gleich am ersten tag mit ihm geklärt. Auf einer art die er verstanden hat. Er rannte auf sie zu, direckt, schnell und ohne bogen. Das ist unter Hunden schon fast ein Angiff wenn er nicht 1m vor ihr gebremst hätte. Das fand unsere Hündin nicht Lustig und hat ihn zurecht gestutzt. Auf Hunde art. Das wir dann noch "der Rangordung nach" gegessen haben, und "der Rangordung nach" durch türen gegangen sind hat jegliches aufmüpfen seiner seits nutzlos gemacht. -
Zitat
Auch nicht wenn der Trainer den Hund kennt?
Auch dann nicht, denn das Puzzle wird innerhalb eurer Familie zusammengesetzt und der Trainer kann nicht davon ausgehen, dass ein Hund, den er im Tierheim gesehen hat, ein Rangordnungsproblem hat.
Ein guter Trainer sollte sich zumindest Euer Zusammenspiel ansehen.
Von den genannten Maßnahmen in Bezug auf Rangordnungswiederherstellung halte ich in Eurem Fall nicht viel, aber auch ich sehe nicht mehr als der Trainer durch das Telefon.
Aus meiner Erfahrung mit unseren Hunden kann ich wohl bestätigen, dass Attila, wenn er nachts heimlich auf der Couch gepennt hat, am nächsten Tag gern die "Sau rauslässt". Vermutlich fühlt er sich stark, weil der das Couchverbot außer Kraft gesetzt hat.
Doch, ob der Hund beim Essen neben Dir sitzt und die Hunde ihre Körbchen tauschen, wäre mir sch... :zensur: egal.
Höre auf Deinen Bauch und suche Dir einen guten Trainer.
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Die Regeln finde ich gelinde gesagt ziemlich bescheiden.
Klar ist, das dort etwas passieren muss, aber nicht auf diese Art und Weise. Das wäre eher ein Fall für einen Notfalltemin - bei mir zumindest gewesen. Von einem Telefonat auf etwas zu schließen, selbst wenn sie den Hund schon kennt, das geht gar nicht - und schon gar nicht zu solchen Regeländerungen.
Das kann man nur gemeinsam erarbeiten und auch nur, wenn man sich das vor Ort anschaut.
Mein Hund läuft auch vor mir, liegt bei mir schon mal im Bett, liegt neben mir auf der Couch, wenn ich esse und die Hunde tauschen regelmäßig ihre Körbe oder andere Schlafplätze, sie tauschen sogar Futter und Spielzeuge, aber wollen deswegen noch lange nicht die Weltherrschaft an sich reißen. Sie würden sich auch zoffen, wenn ich nicht aufpassen würde und nicht darauf achten würde, das jeder ein Spielzeug hat, wenn es Spielzeug gibt. -
Hm...
Ob die Maßnahmen in eurem konkreten Fall Schwachsinn sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen; wenn es aber kein Schwachsinn ist, halte ich es für bedenklich, jetzt damit aufzuhören; die Verunsicherung wäre noch größer.
Und wenn es Schwachsinn ist, so ist es doch nichts, was dem Hund ernsthaft schaden kann, oder? Das Vertrauen kann doch nicht allein davon abhängen, ob er auf's Sofa darf oder zuerst durch die Türe rennt.Ich habe mit Sammi auch mal so ein Programm durchgezogen und es war zunächst entsetzlich. Ich hatte ebenfalls den Eindruck, alles Vertrauen ist weg. Klar war Sammi verunsichert. Plötzlich gab's Verbote, wo vorher keine waren.
Ich meine die Zeit der Verunsicherung währte drei bis vier Wochen; genau weiß ich das nicht mehr.Sammi hat mich in der Zeit regelrecht ignoriert. Meine Trainerin meinte damals zu seinem Verhalten: Dominanz durch Ignoranz.
Im Laufe der Zeit habe ich einige Verbote wieder aufgehoben und erlaube ihm mehr. Unser Vertrauensverhältnis ist mittlerweile richtig gut. Und er darf auch wieder ins Bett. Dass ich zuerst durch die Türe gehe, hab' ich beibehalten.
Ich wünsche euch - wie auch immer - viel Erfolg.
Herzlichst,
Andrea mit Sammi -
Zitat
Auch nicht wenn der Trainer den Hund kennt?
Oh mann, mittlerweile sind nicht nur die Hunde verunsichert sondern auch mein Mann und ich. Und ab morgen müssen die Hunde wieder unter einem Dach leben.
Ich hab jetzt gesehen, es gibt in meiner Nähe eine Hundeschule von Animal learn. Was haltet ihr davon?
Gruss Liane
Ich verstehe nicht wieso die Trainerin zu solchen Massnahmen raet wenn das Problem offensichtlich kein Problem zwischen Dir und dem Hund ist sondern innerartlich zwischen den beiden Hunden.
So falsch sind die von ihr gemachten Vorschlaege nicht wenn es der Fall waere das die Huendin dir gegenueber aggressiv reagiert....aber das tut sie ja nicht.
Du brauchst auf jeden Fall einen kompetenten Trainer der die Hunde vor Ort, eben in ihrem Lebensraum, beobachtet und einschaetzt und Dir erklaert wie Du die Situation zu haendeln hast........und das ist unmoeglich aus der Ferne zu schaffen.
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