Ein Zwinger für einen JRT ???

  • Hallo !

    Ich muß mich nochmals melden.
    Letzten Donnerstag ist Benny, JRT 1 Jahr, ausgerissen.
    Er hat ein Loch in den Maschendrahtzaun gebissen.
    Samstag mußte ich mit meinem Freund arbeiten beim Dorffest.
    19 Uhr sind wir gegangen. Benny blieb wie immer im Hof.
    19:30 Uhr war er bei uns am Thekenwagen.
    Er hatte einen großen Stein weggedrückt.

    Nun bin ich echt ratlos.
    Ich arbeite 4 Tage je 7, 5 Stunden.
    Im Haus zerkratzt er die Türen und sabbert alles voll.

    Nun habe ich überlegt wegen einer Lösung.
    Was haltet Ihr von einem Hundezwinger ???
    Er wäre nur solange drin, wie ich arbeiten muß.
    Geht das überhaupt, JRT im Zwinger ???

    Viele Grüße
    Conny

  • Also ehrlich, das mit dem Zwinger würde ich nicht machen.
    Und 7,5 std sind schon sehr lang für einen Hund.
    Hast du niemanden der mal nach ihm sieht oder wo du ihn während deiner Abwesenheit hinbringen kannst.
    Oder denke über einen Sitter nach.
    Außerdem ist der Hund jetzt im Flegelalter.

    Kann er überhaupt alleine bleiben, ich meine hat er das gelernt. :???:
    Wie lastest du den Hund aus, das ist ein Jacky und die müssen ausgelastet und sollten entsprechend beschäftigt werden.

  • Hallo !

    Also ich schaue in der Mittagspause nach ihm.
    Ist also nicht soooo lange für ihn.

    Hundesitter o.ä. habe ich keinen. Leider.

    Alleinebleiben kann er leider nur ganz schlecht.
    Aber im Hof ging es viel besser als im Haus.

    Ich gehe täglich mehrmals mit ihm spazieren.
    Da kann er ohne Leine toben.
    Außerdem spielen wir jeden Abend Fußball.
    Das liebt er.

  • Zitat


    Ich gehe täglich mehrmals mit ihm spazieren.
    Da kann er ohne Leine toben.
    Außerdem spielen wir jeden Abend Fußball.
    Das liebt er.

    Was macht ihr an Kopfauslasstung?
    Nach deiner Beschreibung wird euer Hund nur Körperlich ausgelasstet.
    Das reicht für einen Jagdgebrauchshund bei weitem nicht aus.
    Noch dazu puscht Fußball spielen den Hund ziemlich auf.
    Spielt doch lieber mit ihm normal Ball aber eben nicht werfen, holen...werfen holen, sondern mit Gehorsamkeitsübungen mit drin.

    Das hab ich mal dazu in einem anderen Thread geschrieben.


    Noch dazu solltest du dir immer neue Sachen für den Kopf ausdenken.
    Dieses Buch ist dazu wirklich gut geeignet.

    oder du brinst ihm Tricks bei.

    Da der Jacki ja ein vollblut Jagdhund ist, hätte er bestimmt auch seine Freude an Fährtenarbeit oder Suchspielen zu Hause.

    Du hast geschrieben, dass er das Alleinebleiben nie richtig gelernt hat.
    Naja und warum verlangst du dann das er es können sollte :???:
    Das musst du Schritt für Schritt üben, mit einem Zwinger ist das Problem nicht behoben.

    Noch dazu ist ein augelasteter Hund ruhiger und zufriedener.
    Ich sage dir, wenn ich mit meinem Hund 10 Minuten Suchspiele mache, ist er hinter her kaputter als wenn ich ne Stunde mit ihm durch den wald spazieren gegangen bin. ;)

  • Hallo Conny,

    so wie Du die Reaktionen Eures Hundes beschreibst hat er definitiv Stress beim Alleinsein. Auch würde ich nicht auf die Idee kommen, meinen 1-jährigen Hund unbeaufsichtigt im Garten zu lassen.

    Mein Rat daher: Trainer/in kontaktieren, der/die mit Euch das Alleinsein übt und Boxentraining.

    LG Regina

  • Ich schließe mich Antoni an.

    Ist nicht schlimm, das nicht zu wissen, aber man kann einen Jack Russel nicht allein durch viel körperliche Betätigung auslasten.
    Auch wenn viele das machen, ich weiß.

    Aber dann sieht man diese aufgeputschten, wuseligen, nie zur Ruhe kommenden kleinen Flitz-hupen und muss sich eingestehen, dass da was schief läuft^^

    Wie bei den meisten Problemen hilft es nichts, wenn man die Symptome behandelt.
    Die Ursache muss angegangen werden.

    Also am Besten, du karrst dir ein, zwei, drei gute Bücher über sinnvolle Kopfbeschäftigung an, da kann man auch bei wenig Zeit mal hin und wieder reinschauen, und dann kanns losgehen.
    Klein anfangen.

    Vielleicht erstmal alle notwendigen Kommandos lernen, um das von ANtoni beschriebene machen zu können.
    Das wird für den ANfang ausreichen^^

    Es muss nicht ständig was mit dem kleinen gemacht werden... aber einmal am Tag ne STunde lang Kopfarbeit ist schon sinnvoll.
    Dazu gehört auch etwas, was man machen kann, während man den Haushalt schmeißt... den Hund Dinge suchen lassen in der Wohnung.

    Dann ein wenig Kommandos lernen, zum Schluss kann dann auch als Belohnung gespielt werden.

    Wenn ein Hund seine Triebe ganz und gar nicht kontrolliert ausleben kann, wird er frustriert, sein Platz im Rudel ist nicht sicher, diese Grundfrustration ist GIFT für das Vertrauen zwischen euch und wenn das Vertrauen nicht da ist, wird das alleine bleiben auch nicht klappen.

    Ich wünsch euch ganz viel Erfolg mit noch mehr Spaß^^

  • Hi, Cornelia,
    ich habe meinen "Großen" (Dt. Jagd-/Foxterrier-Mix) aus dem Tierheim geholt. Dorthin kam er, weil er den ganzen Tag bis ca. 16.00 Uhr TÄGLICH alleine bleiben mußte. Er hat sich vor Langeweile die eigenen Beinchen blutig gebissen!! Nur zur Info, damit Du siehst, was aus einem unterbeschäftigten Hund werden kann. Ich mach mir schon Vorwürfe, wenn wir mal mittags ne halbe Stunde später heimkommen (meine sind zu zweit)- aber 7,5 Stunden täglich und das mit einem Terrier - hätte es da keine andere Möglichkeit gegeben? (Nachbarn, Freunde, die sich den halben Tag kümmern, wenigstens ein-zweimal die Woche?)
    Ich kann nur sagen: TU WAS!! Es ist nicht schön, einen Hund zu sehen, der sich selbst anknabbert, glaub mir, und ein Terrier den ganzen Tag allein wird irgendwann nicht mehr zu bändigen sein.
    Ein Zwinger ersetzt keine Beschäftigung, und sorry, er erzieht den Hund auch nicht dazu, sich im Haus zu benehmen (sonst hätte ich längst auch einen Zwinger *gg)- dafür bist DU zuständig - als erstes: langsam ans Alleinsein heranführen, Tips hast Du ja schon ein paar bekommen.
    Wie gesagt, beschäftige ihn, such Alternativen, was die Betreuung betrifft (nicht bös gemeint, aber normalerweise tut man Letzteres VOR der Anschaffung eines Hundes), ich wünsch Dir ganzganz viel Erfolg, und hoffe, daß Dein Hundi mit Dir und auch umgekehrt damit ein ganzes Stück glücklicher werden wird!
    LG,
    BieBoss
    PS: um auch was Konstruktives beizutragen: schau mal unter http://www.spass-mit-hund.de - da findest Du tolle Anregungen zur Beschäftigung, die auch dem Halter Spaß machen!

  • Hallo !

    Wenn ich so manches lese, dann dürften sich doch nur Renter usw. einen Hund anschaffen.
    Wie macht Ihr denn das : einen Hund haben und Geld verdienen ?
    Geld braucht man u.a. für Futter, Tierarzt usw.

    Ich weiß, daß ich das Alleinbleiben hätte besser trainieren müssen mit ihm. Das ist mir schon klar. Aber ich war soooo happy über den Job.

    Mein Freund und ich werden den Hof nun "ausbruchssicher" machen.
    Ich hoffe, wir schaffen das.
    Aber Benny fühlt sich auch dem Hof pudelwohl.
    Er will halt nur immer zu mir.

    Grüße Conny

  • Ich bin definitiv der Meinung, dass es für beide Seiten unvorteilhaft ist, sich einen Hund zu holen, wenn man weiß, man hat für Erziehung und Auslastung keine Zeit.

    Es ist durchaus möglich, mit Vollzeitjob einen Hund zu haben, klar!
    Ich sehe oft genug, dass das geht.
    Aber da ist es eine Frage der Prioritätensetzung bezüglich der Freizeitgestaltung.

    Vielleicht mache ich mich (mal wieder^^) damit unbeliebt, aber wer keine Zeit für einen Hund hat, der tut sich selber und dem Hund nix gutes damit.

    Man muss allerdings nicht arbeitslos oder Rentner sein, um ausreichend Zeit einem hund widmen zu können.

    Wenn man den hund von morgens 7 bis abends 18Uhr alleine lässt, wirds allerdings kritisch.

    Aber ich war nicht der Meinung, dass das bei euch der Fall ist.

    Wenn Zeit aufgebracht werden kann für den Hund, dann kann man das ja auch mal etwas kreativer und fordernder gestalten.

    Die Hälfte der Zeit, wo mit ihm Fußball gespielt wird, kann man sich doch auch hinsetzen und einiges mit ihm lernen oder Leinentraining machen oder oder oder.

    Das ist sinnvoller längerfristig gesehen.

    Und klar kann man die Folgen des Problems lösen, indem man den Garten "ausbruchsicher" macht, das Problem an sich ist aber noch da.

    Ich denke, wenn zumindest zwei Stunden am Tag nur für den Hund "geopfert" werden könnten, wäre es möglich, dem Hund langsam aber sicher das alleinbleiben beizubringen und ihn so auszulasten, dass er genau die Zeit nutzen kann, um komplett zur Ruhe zu kommen.

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